Ich bin massenkompatibel. Teil 2
Hab ich das wirklich gerade gesagt? Manchmal wundere ich mich über mich selbst, hau mir auf den Hinterkopf und denke, dass es keinen größeren Bekloppten auf Erden geben darf, weil ich dann nicht mehr für ihre Überleben bürgen kann. Okay, das kann ich auch so nicht, die Menschheit ist böse etc ppp, aber ich will damit nur sagen, dass ich ein ziemlicher Holzkopf sein kann/bin. Wie man es nimmt. Momentan denke ich wieder „Puh" und wünschte alles klarer in meinem Kopf, wo sich doch nur eine eklige braune schleimige Brühe zu befinden scheint.
Am Besten wäre es doch, einfach so zu sein, wie andere einen haben wollen. Und das für jeden.
„Ich will doch für alle sein, für alle Leute. Ich bin das Beste aus den Siebzigern, Achtzigern, Neunzigern. Ich bin das Beste von Heute."
So ergeben sich schlichtweg keine Probleme mehr. Das wäre schön. Da ich das nicht bin, muss damit umgegangen werden. Das wiederum wollen einige Menschen nicht, sie wollen mich anders, als ich bin. Da müsste ich jetzt sagen, Pech gehabt, aber genau da liegt der Hund begraben. So verkalkt wie ich momentan auf mich wirke, so kann das nicht ganz ernst gemeint sein vom lieben Gott, als er mich erschuf, so denke ich selber, stelle mich selber in Frage. Zuliebe von einigen Menschen oder zuliebe von mir? Soll ich auf die Stimmen hören, ob sie jetzt intern oder extern sind? Soll ich danach handeln?
Klar, sagen jetzt einige, darauf darfst du nicht achten, sei einfach du selbst. Dünnschiss. Wenn ich dadurch mein Leben verwelken lasse wie ein Blatt im Herbst, dann werde ich schon bald dagegen an steuern, mich wieder einlullen lassen und schon bald bin ich nicht mehr ich selbst. Im schlimmsten Fall.
Da muss man drüber und zu sich stehen, wird dann lauthals in den Raum gerufen. Schön. Steh ich halt drüber, ist ja nicht schwer oder so, macht ja jeder.
Ganz schöne Scheiße, kann ich nur sagen, das sogenannte Leben. Sehr pervers.
Mal schauen, was sich ergibt, das ist mein Motto.
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