...und senden!

Datensätze voller Spannung verlassen meinen PC, um auf der anderen Seite Gefühle auszulösen, Reaktionen zu provozieren oder einfach zu unterhalten. Ganz normale Konversation durch Elektronik ist ein allseits anerkannter Weg der Kommunikation im heutigen Leben. Auch jetzt in diesem Moment, denn meine Gedanken, abgetastet auf einem Notebook, ergeben im Kopf eines jeden Lesers verschiedene Assoziationen. Das ist nichts neues, das gibt es bereits in der normalen Kommunikation, der Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht, aber die Abstraktierung dieses Prozesse ist mir doch irgendwie fremd, auf der einen Seite, und zieht mich magisch an, übt Faszination auf mich aus. Genauso verhält es sich mit dem Fernsehen oder dem Telefon. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn man weiß, dass der andere liest, was ich mir eben noch in meinem Kopf gedacht habe und es durch Tausende Kilometer Kabel in wenigen Milisekunden geschickt habe. So gehen Datensätze oftmals einen längeren Weg als die Entfernung zwischen mir und der Zielperson überhaupt ist, und wir sehen es als normal an, während Millionen von Menschen nicht einmal wissen, wie diese Art der Kommunikation überhaupt funktioniert. Sie ist quasi überall, rauscht durch unsere Lüfte, umgibt uns mit ihrem stillen Klang, doch wir können sie nicht greifen.

Jetzt ist es wieder soweit, die Datensätze verlassen meinen PC und ich muss mich weiteren kommunikativen Aufgaben stellen, denn am Ende ist doch alles nur Unterhaltung, selbst die Gedanken in meinem Kopf.

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