mitternachtsgespräche.

 

Wenn man sagt dass das Liebesleben wie eine Zugreise ist, dann habe ich Angst. Denn ich fahre alleine. Ich fahre immer alleine und atme die Liebe der anderen. Eine Reise kann weit gehen, aber auch nur eine Station. Manchmal muss man umsteigen. Aber wohin führt mich das alles? Ich sage mir ich muss laufen, laufen und die welt entdecken. Nicht durch die Fenster. Ich höre das gleichmäßige Klopfen auf den Schienen. jetzt. jetzt. jetzt. einschläfernd. eintönig. Alles engt mich so ein und ich weiß nicht wo oben und unten ist. Ich verliere mich in den Geräuschen in meinem Herzen, im Rauschen der Emotionen, die mir einen Schauer über die Haut laufen lassen. Ja, ich verliere mich. und ich lasse zu, dass ich mich verliere. Denn der Schmerz schmeckt so zuckersüß und verursacht ein Kribbeln, dass all deine Sinne betäubt. Berauscht. Aber ich habe Angst. Angst in wirklichkeit alleine zu sein. Angst. Angst keinen Ausweg aus diesem glitzernden Rausch zu finden. Die nächste Station, nun eine unverständliche Durchsage, und nicht wissen wohin man will. Man will doch eigentlich in einem ganz anderen Zug sein. Man ist nicht einverstanden mit der Situation, mit der Geschwindigkeit wie alles abläuft. Aber man bleibt sitzen. Weil man es immer so getan hat. Man hat sein Ticket in der tasche, das einem sicherheit garantiert. Man hütet es. Man hält es fest. Es hält uns fest. 

 

 

Manchmal versuchst du, die träume eines anderen zu halten. Schweben. Fliegen. Lass dich tragen und das ist es was das leben ausmacht. Was sich außerhalb unserer gedanken und gefühle abspielt ist nur nebensache. Das hier und jetzt, zwischen dir und mir. Unvergleichbar.

 

Das leben ist nicht halb so interessant als das, wozu sie in unserem köpfen gemacht wird. Durch uns wird das leben erst lebendig.

 

Seelenverwandtschaft.

 

Glaubt ihr an Seelenverwandtschaft?

Wenn die Worte völlig überflüssig werden, die Sprache längst vergessen ist, die Seelen schmiegen sich aneinander und verstehen. Man könnte auch einfach sagen "die chemie stimmt". oder "wir sind auf einer wellenlänge", wir "ticken im gleichen takt". und doch ist da doch irgendwo mehr. dieses gefühl, diese andere person schon eine ewigkeit zu kennen, ihr bedingungslos vertrauen zu können, weil man einfach fühlt, weil man einfach im tiefsten inneren spürt, dass sie ein bedingungslos gutmütiges Wesen beherbergt. Diese Gewissheit, verstanden zu werden wie noch nie von jemanden zuvor. Diese Beruhigung, sich seiner Tränen nicht schämen zu müssen, sich fallen lassen zu können und zu wissen, dass man zusammen fällt und einander auffangen wird. Dieses unglaubliche Glück, für dass man sich jedesmal nach dem Aufwachen beim Leben bedankt, dass es einen wiederfährt, sodass man die Hoffnung nicht aufgibt: Ja es gibt diese Menschen noch! Diese Menschen, die alles verändern, nur mit einem Blick, nur mit einem Lächeln, nur mit einer Umarmung ... mit der Wärme ihres Herzens. Sie übertragen diese Wärme auf dich und nach und nach spürst du, wie neues Leben in dich einfährt.

 

Seelenverwandtschaft. dieses wort wiegt sehr schwer auf meiner zunge, denn ich habe unglaubliche freunde, die wichtigsten menschen in meinem leben, und ich liebe sie mit meinem ganzen herzen. aber das wort seelenverwandtschaft würde ich bei ihnen nicht verwenden. wir lieben uns, aber wir sind sehr unterschiedlich. und das ist auch extrem wichtig, jeder hat seinen eigenen stil (nicht nur aussehen, musik, ...) sondern vor allem seinen eigenen denkstil, seine eigene weltanschauung, seine eigene lebenseinstellung. und ich liebe es, dass sie ihre eigenen träume haben. wir ergänzen uns einander.

aber seelenverwandte, sie sind eins. wie zwei stücke, die aus der gleichen plastik stammen und nun wieder zusammen gefunden haben. sie passen aufeinander.  

 

 
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  • von:marasca

wolkenformation.

 

ich habe angst, abzustumpfen. ich würde gern ein paar mehr außergewöhnliche sachen machen, aber "außergewöhnlich", was ist das?

ich könnte mir im moment nicht vorstellen, jemanden zu lieben. und aus tiefster seele sage ich, dass ich niemanden mehr hier finden will, den ich liebe. weil ... ich will nicht. mh. komisch. ich will alleine losziehen, und ich will nicht an diesen ort gefühlsmäßig gebunden werden. wenn ich weiß dass die besonderen menschen, mit denen ich hier meine lebensgeschichte verschmelzen durfte (mit blick vor allem auf meine exzellenten), dann wird mir so das herz schon so schwer. aber ich weiß, dass sie auch nicht hier bleiben werden, aber wenn ich wüsste, dass hier jemand auf mich wartet, so könnte ich mich wahrscheinlich nicht frei entfalten. da, wo ich hingehe. egal wo. aber ich hätte immer im hinterkopf "nein, du darfst nicht". das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, weil man könnte jetzt sagen, wenn man jemanden wirklich liebt dann ist es kein problem treu zu bleiben. aber immer wäre dieser gedanke da "vielleicht gehst du ja doch eines tages wieder zurück". einfach diese einschränkung in einer zeit, wo ich erstmal alle alten ketten abwerfen will, um neue zu finden. denn ohne ketten in dieser welt geht es nunmal nicht. irgendwo kommen wieder neue bindungen und verpflichtungen aus allen richtungen.

ich frage mich, ob ich überhaupt geliebt werden könnte. weil so sehr ich mich auch manchmal nach diesen momenten sehne, von jemanden gehalten zu werden, zu wissen dass ich jemanden mehr vertrauen könnte als mir, so gerne genieße ich auch meine freiheit. und das sage ich, obwohl ich noch niemals diese "freiheit" verloren hatte. ich hatte noch nie eine feste beziehung. und wo andere in meinem alter jetzt darüber wehklagen und sagen, dass irgendetwas mit ihnen nicht stimmt, denn mit 18 hat man im durchschnitt schon 3 freunde gehabt und mit dem erstbesten seine unschuld verloren, aber nein, ich bin irgendwo froh, dass es bei mir nie so weit gekommen ist. ich fühle mich kein bisschen hinterherhinkend in meiner entwicklung. an erfahrungen hat es mir im allgemeinen auch nicht gefehlt, ich habe mit der zeit die spielregeln gelernt und sie immer mehr beherrscht. aber jetzt habe ich keine lust mehr darauf.

 

in den letzten monaten habe ich mehr und mehr gespürt was es heißt, wirklich zu lieben. und zwar das leben. mein leben. und das habe ich einen einzigartigen menschen zu verdanken. und ja, ihn liebe ich auf eine ganz spezielle weise. und zwar vom herzen bis in jede haarspitze, alles liebt ihn. aber er wird bald sehr weit für immer weggehen, und diese liebe bleibt hier auf mir lasten. ich werde sie mitnehmen, sie soll so beweglich und ungebunden wie ich werden. denn sie macht mich stärker. jeden tag.

 

smile, smile for me little girl

Erfüllung
Du bist das einzige Hindernis auf dem Weg zu einem erfüllten Leben.
Les Brown


Erfolg
Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute nicht fertigbringt.
Marcel Ayni



Begeisterung
Du kannst in anderen nur entzünden, was in dir selber brennt.
Heiliger Augustinus

 

Optimismus
Du bist ein Optimist, wenn Du mehr Träume in Dir trägst, als die Realität zerstören kann.
Aus: Der Lebensfreude-Kalender 2005


Mut
Das Leben ist ein Lied - singe es.
Das Leben ist ein Spiel - spiele es.
Das Leben ist eine Herausforderung - stelle dich ihr.
Das Leben ist ein Traum - lass ihn wahr werden.
Das Leben ist ein Opfer - bringe es dar.
Das Leben ist Liebe - freue dich darüber.
Sai Baba

Veränderung
Die Dinge verändern sich nicht.
Das Einzige, was sich verändert,
ist deine Sichtweise.
Carlos Castaneda

 

Zitate von Menschen, die etwas verstanden haben im Leben. soviel ist klar. und sie wollten ihre Einsichten mit anderen Menschen teilen, sie wollten, dass andere an ihren Erfahrungen wachsen können und vielleicht nicht die gleichen Fehler machen wie sie einst gemacht haben.

Und wenn man sich so vieles durchließt, dann denkt man immer "ja klar ist doch ganz logisch, habe verstanden". und dabei merkt man eig gar nicht, dass dabei der wahre Wert dieses Ratschlags noch ziemlich abstrakt und ungreifbar für einen selbst bleibt.

Das schwierige ist, dass wir so gewohnt sind aus der Schule, Sachen, Texte strukturiert zu analysieren, Methoden zu erlernen und sie dann auf weitere Aufgaben bewusst anzuwenden. Aber ganz ehrlich, das hier läuft nunmal so nicht. Wer erinnert uns bitte daran, wenn wir gerade wieder durch Selbstzweifel aufgehalten werden, welche Weisheit wir jetzt bitte anwenden sollen. Wo wir mit ihr angreifen können, um unsere Probleme klar differenziert zu lösen. Das ist doch alles viel zu komplex.

Man müsste es unterbewusst verinnerlicht haben, bei jedem Handeln, nein! schon viel eher, bei jeden Gedanken, ja der Auslöser dieses Gedankens, der eigentlich erst bestimmt, in welche Richtung dieser Gedanke sich weiterentwickeln kann, dieser Auslöser in uns, diese instinktiven Reize müssten schon nach diesen Weisheiten ausgerichtet sein. Aber sind sie denn wirklich so steuerbar? So beeinflussbar, wenn man weiß, was man will, kann man sagen "so dann werde ich jetzt hier gelassener immer reagieren und hier konsequenter?" . Vielleicht kann man die Reaktionen, die man nach außen trägt, denen man seinen Mitmenschen zeigt, kontrollieren, weil man sich vorher überlegt "oh nein, diese Wut in mir will ich jetzt nicht zeigen" aber dann hat man doch schon das eigentliche ziel verfehlt!! man will diese Wut doch erst gar nich aufkommen lassen ... in sich, um seinetwillen ... nicht nur um anderenwillen. Wut ist hier nur ein einzelnes Beispiel, aber wenn man es erstmal auf die eigene optimistische Zukunftseinstellung überträgt würde es z B noch ein viel weiteres Ausmaß annehmen.

Man sieht es Menschen doch an, ob sie nur den ganzen Tag lächeln, um zu zeigen, dass sie doch ach so optimistisch sind, oder ob wirklich ihr Herz uns da entgegenlächelt. Und das kann man verdammt schlecht lernen, finde ich. ich merke das an mir selbst. Häufig denke ich mir im nachhinein, man da hast du dir aber mal wieder total den abend versaut wiel du so verklemmt warst. lass dich doch einfach mal fallen, sei glücklich, genieße den moment. aber nein, es kommt immer was dazwischen in meinem kopf. und wie kann man das abstellen?

 

 

 

 

irgendwann will ich einmal auf einen Berg stehen und in die überwältigende Weite der Welt blicken.

ich will die augen schließen und die ruhe in mich aufnehmen, ich will der natur lauschen und bis in die kleinsten ecken meines körpers spüren, dass ich lebendig bin. ich will den wind auf meiner haut spüren, die sonne auf meinem kopf, die zufriedenheit in meinem herzen ... bevor ich luft hole und so laut schreie wie ich kann ...

 

"ICH LIEBE DAS LEBEN!" 

 
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