dreh dich mit mir. noch einmal. im kreis?

 

wir haben alle unsere probleme in unseren familien. die einen mehr, die anderen weniger. aber es sind solche tage wie heute, die mir einfach über den kopf wachsen und langsam aber sicher mir immer weiter die kehle zuschnüren. es sind keine gespräche mehr möglich, denn sie arten immer in ein kreuzverhör aus, in denen es meiner ansicht nur darum geht, zu beweisen, wer noch die größte macht über den anderen ausüben kann.

im moment wird auf weiteren feldern gekämpft, grenzüberschreitend und es verlangt viele opfer.

aber nun sitze ich hier und fühle eine enorme leere in mir. wirklich, da ist nichts. bin ich abgestumpft? früher ist mir das immer ziemlich nahe gegangen, ich wollte nie schwäche zeigen und habe mich zum weinen auf mein zimmer zurückgezogen. immer, wenn menschen zum ersten mal gehört haben, dass meine eltern geschieden sind seit ich vier bin, da kam immer dieser wehleidige blick, der sich durch mich durchbohrte. er ging durch mir durch, es war unangenehm für mich, und ich wollte niemals das mitleid der menschen haben. was bringt es mir? es ging mir doch nicht schlecht. es war doch ganz ok. andere hatten es doch noch viel schwerer als ich. um mich brauchte man sich keine sorgen machen, sagte ich immer und immer wieder. es wurde eine eingeübte monotone antwort. aber dann gab es an diesen einsamen abenden diese momente, an denen ich mir eingestehen musste, dass die wunden tiefer in mir verankert waren, als ich es mir selbst zugestehen wollte, konnte.

aber es hat mich gelehrt, vorsichtig zu sein. ich habe gelernt, auch menschen, die du meinst doch in und auswenig kennen zu müssen, weil du sie schließlich schon seit deiner geburt kennst, auch diesen menschen nicht bedingungslos zu vertrauen. jetzt mal ehrlich, was wissen wir über unsere eltern? klar, wir sehen sie meistens jeden tag, wir reden mit ihnen über die alltagsplanung, wir essen mit ihnen. aber ich muss sagen, dass ich nicht das gefühl habe sie zu kennen, im sinne von sie zu verstehen, sie zu verstehen mit ihren gedanken, ja ihr wesen zu verstehen. von ganz tief innen. denn über solche sachen haben wir nie gesprochen. ich habe nie erfahren, was denn ihr wesen ausmacht, was sie erlebt haben in sich.

im moment sind sie mir ein rätsel. was erwarten sie von mir? ich habe das gefühl, viel zu viel mit mir selbst beschäftigt zu sein, als dass ich noch genug kraft hätte, welche ich in dieses wirrwarr an problemen investieren könnte. der knoten dieser probleme ist nicht mehr lösbar, und je mehr man an ihm zerren und rütteln will, desto fester zieht er sich zusammen und desto größer wird er. und ich will nciht mehr. ich lasse ihn so, wie er ist, und versuche, an neuen knoten meines lebens zu arbeiten. dieser strick ist nicht mehr da, um mich zu halten, aber es gibt viele neue. ich muss mich von ihm trennen, ich darf nciht mehr auf ihn zählen.

ohja, ein thema, über was schon viel geschrieben wurde. durchgelöchert, analysiert, interpretiert in büchern, von pädagogen, sozialarbeitern und und und. und doch ist es doch für jeden einzigartig. denn niemals wird man die spuren der kindheit verwischen können, und auch wenn, der weg, auf welchen diese spuren sind, den ist man gelaufen. zurücklaufen geht nicht, es geht immer weiter.

 

manchmal ist es hart, weil ich denke ganz alleine zu sein. zwischen den fronten, und ich bekomme die schüsse ab, die eigentlich für die gegenüberliegende seite gedacht werden. und dann hält man sich plötzlich die hand vor den mund und sagt "ach du meine güte, das ist nur weil es nicht mehr anders ging".

verständnis geht über die jahre verloren denke ich. und ich hab vieles nicht mitbekommen, was zwischen ihnen vorgefallen ist. aber der frust wird immer an den ausgelassen, der nunmal da ist . et voilà, c'est moi. das kleine mädchen, was jetzt plötzlich 18 ist, und immer noch nichts dazugelernt hat, um ihre eltern befriedigen zu können. sie macht immer noch fehler, sie muss immer noch ihren kopf durchsetzten.

- und sie wird nciht mehr lange bleiben. sie hat ihre augen jetzt nach vorne gerichtet. hängt bitte keine ketten an ihre füße.

 

you can go your own way.

 

um dies zu können, muss ich zunächst wissen, was denn überhaupt "mein" weg ist. zu viele gedanken, viel zu viele im moment in meinem kopf. 

ein schlag in den magen, schon lange nicht mehr mit apetit gegessen. ich zwänge es mir rein, ich könnte kotzen. und das nur, weil ich etwas mit ganzem herzen will, es aber nie bekommen werde. die schlechte angewohnheit, der innere unzufriedenheit  immer wieder freie bahn zu geben, wenn neue einsichten kommen, die nicht in "mein konzept" passen. anstatt das beste draus zu machen! ich hasse diese pessimistischen einstellungen, die mich heute morgen mit verheulten und angeschwollenen augen haben aufwachen lassen. ICH WILL DAS NICHT. aber das mit dem wolllen, das ist ja immer so eine sache.

ich frage mich, ob das noch gesund ist, sich solche gedanken zu machen wie ich. ist es normal, so viel nachzudenken über das, was man will. im großen und ganzen, meine zukunft, mein herz, mein beruf, mein land.

diese angst, diese angst über die ich schon so häufig geschrieben habe. sie ist ein hoch explosives gemisch aus der angst vor der einsamkeit, der angst vor der nutzlosigkeit in der welt und der angst, nichts besonderes zu sein. ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, jemals schon mit jemanden darüber gesprochen zu haben. und es frisst mich auf. es zerstört mich. es vernichtet alle schönen momente, es macht mich blind für die kleinen sachen im alltagsleben. es tötet alle vorfreude. es versaut meine abende, wo ich es dann bevorzuge alleine zu weinen, als mit freunden zu feiern. und das nur, weil ich anfangen will, an mir zu arbeiten. Ja ich will anfangen, aber doch tue ich es doch nie!!! solch ein teufelskreis. warum tue ich es nie? weil ich denke, dass ich eh nicht schaffe. je suis trop faible. beaucoup trop faible. ich weiß nicht wo ich anfangen soll. und anzufangen, müsste ich erst wissen, was ich will. und genau das weiß ich nicht.

ich denk grad an dich. eine umarmung tät jetzt gut. ich weiß jetzt, dass es bei dir niemals über eine freundschaftliche beziehung hinausgehen wird. aber eine freundschaft, habe ich die überhaupt verdient? ich bin mir da nicht so sicher. sicher bin ich mir nur, dass du der erste bist, mit dem ich mich stundenlang unterhalten konnte, ohne mich albern zu fühlen, ohne mich rechtfertigen zu müssen. es gibt sehr viel was ich dir noch sagen will, aber ich habe angst, dass du es falsch verstehst. 

mein kopf war zwischendurch etwas zu weit in den wolken, das gebe ich zu. und die einsicht war wirklich hart für mich, obwohl es doch gar keinen grund dafür gibt. heute geht es wieder, es ist ein neuer tag, ich muss damit klarkommen. ich muss den kampf in mir austragen. und zwar alleine.

ich brauche immer etwas, woran ich mich festklammern kann. das ist ein weiteres zeichen meiner schwäche. ich brauche immer etwas, worauf ich mich freuen kann. damit meine lebensfreude nicht untergeht. und im moment finde ich nichts. gar nichts. alles, was ich sehe, gefällt mir nicht. note unbefriedigend.  das leben könnte so einfach sein. und ich sitzte hier und bin unzufrieden. mit mir selbst, mit meiner situation, mit den sachen, die ich nie ändern werden könne. verdammt. mist. fuck. scheiße. ahrg. 

 

auf der suche nach gelassenheit. nach geborgenheit.

welchen weg muss man da einschlagen? 

 
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  • von:marasca

it's clear, clear .. it has never been so clear!


 

jeder, der sich schon einmal abends durch das netzt geklickt hat, sei es im studi-/schülervz, myspace oder sonstiges, der hat es vllt auch schon mal gespürt. es gibt da draußen so viele geschichten, so verdammt viele, unbegreiflich für den einzelnen. alle mit ihren bildern, fotos von lächelnden menschen, die sich in den armen halten, fotos von einzigartigen reisen, fotos von geliebten menschen, freunden, bekanntschaften, die man in anderen ländern gewonnen hat ... alles hat den ganz persönlichen wert. und doch machen wir doch nie neue erfahrungen. es sind immer alte erfahrungen, die neue menschen machen. die weite des internetzt führt es uns nur so klar vor augen, dass unsere eigene persönliche geschichte nur klein und unbedeutend ist.

klein und unbedeutend in der welt? ja.

klein und unbedeutend für die menschen, die du liebst, die dich lieben, deren leben du veränderst? niemals.

deswegen traurig? nein, glücklich.

ist es nicht viel wertvoller, menschen seine liebe zu geben, anstatt das gesamte weltgeschehen zu leiten? würde das erfüllen? 

es ist viel wichtiger, dass das leben für einen selbst nicht klein und unbedeutend ist.  

 

 

das reicht mir nicht. das kann es nicht sein.

wenn es einmal anfängt zu rollen, dann will es mich immer ganz umhauen. paris ist ins wasser gefallen. mein zweiter bänderris rechts - und das nachdem der am linken fuß erst seit zwei wochen wieder halbwegs schmerzfrei ist. deswegen können viele pläne die nächsten wochen gestrichen werden. ich werde einen langweiligen 18. geburtstag feiern, in einer stadt, wo ich nicht mehr sein will. ich mochte meine frisur vorm friseurbesuch lieber. ich werde jemanden verlieren, den ich gern mag, und ich hab das gefühl, ihn niemals richtig kennen lernen zu dürfen. zuhause gehts wieder vor gericht und der ganze schmerz der verdammten letzten jahre kommt wieder hoch. ich werde vor entscheidungen gestellt, mit denen ich mich überfordert fühle. und wenn ich das auch noch zugebe, dann werde ich ausgelacht, dann wird gesgt "tja dann weißt du jetzt wie sich das anfühlt, unterstützung kann du jeden falls nicht erwarten" ich bin ganz allein und ich will mich nicht entscheiden. warum? wie kann man bitte zwischen mutter und vater entscheiden? bei dieser frage ist es doch verdammt egal was sie dir - jeder einzelner- angetan haben. du kannst ihre fehler doch nicht gegeneinander abwiegen, wenn sie sich doch gegenseitig bedingen. und ich hab angst, immer so allein zu sein. andere haben jemanden, mit denen sie in diesen stunden reden können.

bitte holt mich hier raus ich kann nicht mehr. ich schaffe das nicht. alles, woran ich mich immer festhalte, womit ich mir immer versuche alles gutzureden, das sind meine "schönen" pläne für die zukunft. und das nur, weil die gegenwart mich runterziehen würde. und wenn sie nach und nach zerbröckeln vor meinen augen, dann verliere ich den letzten mut und die letzte zuversicht. wenn ich wieder angeschrien werde und mir meine fehler vor augen geführt werden, wenn mir wieder einmal gesagt wird was ich alles falsch machen, wie soll cih bitte wissen wies weitergeht?

ich habe angst, dass ich immer so schwach sein werde. alleine heulen, das kann ich vielleicht. ich versuch immer das glück festzuhalten, wenn es mir einmal kurz ins gesicht lächelt. und dann ist plötzlich alles weg. dann zerbricht alles.

 

wenn heut nacht alles aus wäre, würde ich nicht weinen. vllt wäre ich beruhigt, weil dann müsste ich mir keine sorgen mehr machen. dann müsste ich nicht all diese sachen überstehen. all diesen schmerz. schmerz der einsamkeit, schmerz des versagens. schmerz des missverstandensein. schmerz des abschieds.

alles bitte. lass es aus sein. weil so macht es eh keinen sinn.

ich weiß, das nennt man aufgeben. aber ja, ich gebe auf. zu oft habe ich schon versucht, aufs neue zu starten. aber es endet immer gleich. jedes verdammte mal muss ich mich allein aus der scheiße ziehen, niemand ist wirklcih jemand da, der meinen arm nimmt und mich hochzieht. immer wird nur über mich gelacht und die anderen stehen am abgrund und schließen wetten drüber ab "na wie lange braucht sie dieses mal?" und wie befreiend wäre es dann, einfach mal loszulassen und zu fallen

...

 

peut-être ...

ja vielleicht wird das wirklich ein unvergesslicher geburtstag. vielleicht werde ich unter dem eiffelturm in meinen 18. geburtstag reinfeiern! und das noch mit den menschen, die mir die wichtigsten im leben sind, und die die nacht perfekt sein werden lassen! "je n'ai pas besoin d'une grande fête ... seulement de mes chéries ..." ja das ist der vorteil, wenn man in den ferien geburtstag hat...

mal schauen. V. wird sich mit ihrer freundin in paris in verbindung setzten, die uns wahrscheinlich aufnehmen könnte :)

très bien. même l'espoir me rend heureuse!

 

facharbeit ist seit heute unter dach und fach und abgegeben! eine große last fällt von meinen schultern, wobei ich nicht mit der besten note rechne. zu unsicher war ich mir in zu vielen teilbereichen. aber jetzt erstmal nicht mehr dran denken müssen, das würde ja so wie so ncihts mehr helfen.

und diese woche noch zwei klausuren und dann hab ichs auch schon fast geschaft! morgen wird die schlimmste kommen ...

 

 

aber trotzdem darf man die kleinen auszeiten nicht vergessen. und an dieser stelle erneut ein kleiner auszug, der gestern abend wieder den kopf auf den nagel getroffen hat!! und umgekehrt ...

" Wie auch immer - das Verlassen der alten Stammtische [er spricht von unerfüllten lebensträumen] ist unvermeidbar eine Stufe auf dem Weg ins Grüne, und das ist es auch, warum fast alles beim Alten bleibt, obwohl in so vielen die Sehnsucht nach dem Neuen brodelt.

Man weiß genau, dass man sich nciht mehr an den Tisch der hohlen Übereinstimmungen setzen kann, wenn man einmal den Hut geschwungen hat. Was aber noch mehr Angst macht, als sein Leben in Dumpfheit zu verbringen, ist die Tatsache, dass man nicht weiß, ob man draußen in der Freiheit jemanden findet, der durch denselben Wald seines Weges zieht und einen Picknickpartner sucht.

Die grauenhafte Angst vor der Einsamkeit in der Freiheit ist es, die dem Startwillen in uns immer weider eins in die Kniekehlen tritt und ihm zuflüstert: > sei doch nicht blöd- bleib sitzen - besser ein abgestandenes Bier in der Hand als ein schmutziger Stock im Auge< "

ich finde es so überaus beachtlich, wie genau er mir aus der seele spricht. als hätte gabriel barylli all meine gedanken schon einmal vor jahren erfasst [das buch ist von 1989] und würde sie mir jetzt auf einen silbernen tablett servieren. manchmal kann ich gar nicht aufhören zu lesen, obwohl ich schon so müde bin, aber es ist als ob ich mehr und mehr über mich selbst erfahre. vielleicht übertreibe ich ein wenig, aber ich lebe grad meinen rausch nach dieser wahrheit aus! ja "wahrheit" darüber wird sehr viel geredet!

das lyrische Ich hat für sich klar bekommen, dass die wahrheit das wichtigste im leben ist. es will keine illusionen mehr, die der gesellschaft alles schön reden von außen, und mit denen man sich selber belügt.

zu recht, meiner meinung nach!!!

 

 

gestern seit sehr langen ein gespräch wieder mit meiner berlinerin geführt. sie fehlt mir so schrecklich. klar habe ich noch meine anderen exzellenten, aber mit ihr war es doch irgendwie immer etwas anderes gewesen. nicht unbedingt intensiver-aber anders. wir haben viele pläne gemacht, tiefgründige gedanken ausgesprochen.

 

ich "im moment habe ich das gefühl, dass bei allem was ich mache, ein großes fragezeichen im hintergrund steht. als wenn ich in allem einen sinn suche, und mich bei allem alltäglichen frage, ob ich das denn wirklich will. und es bremst mcih irgendwie auch ab. ich weiß nicht, ob es normal ist >nur eine phase in der jugend< oder so ... "

sie ".. mhh ... ich denke, wir sind gerade alle dabei, unseren weg im leben zu finden. umso intensiver kommen uns solche gedanken. es wird vielleicht nicht immer so sein, aber man sollte es nutzen, diese zeit, und sie festhalten, denn sie könnte doch auf einmal vorbei sein, wer weiß. jeder unserer gedanken ist einzigartig ... "

 

 
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