only time
raaaasend.
ja, absolut rasend macht es mich gerade.
sie hat nicht das recht. Gerade sie. Sie ist in allem besser, ja sie ist in allem die Beste! Und ich dachte wir hätten einen gemeinsamen Bereich geschaffen, den solche glänzendperfekte Menschen nichts anhaben können. Und jetzt ist es, als wenn mir jemand den rosa Schleier vom Gesicht reißt und sie mitten drin steht, in unserem Kreis aus Kreide auf dem Boden.
Jeder kann kommen und gehen wann er will. Hast du keine Lust, so lass es einfach regnen und die Vergangenheit verwischt. schneller als man ihr wehleidig hinterhersehen kann.
neue facetten tun sich grad aus. wie gut kennt ihr euch schon so?
oh ich hasse das Internet. manche sachen sollte man nicht wissen. und gerade ist wieder so ein Moment, in dem ich mich frage, ob ich nicht manchmal die naive Scheinwelt der reißenden Realität bevorzuge.
enorme Enttäuschung spricht aus diesen Zeilen. Ich dachte, er wäre da. Ich dachte, er würde mich in irgend einer absurden Weise bevorzugen, wenn ihn jemand diese Frage stellt. Und doch ist sie deine Antwort, und nicht ich.
Es ist Zeit, die Leinen weiter zu spannen. Es ist Zeit, nicht mehr so viel zu erwarten, nicht mehr so viel Halt zu erhoffen, nicht mehr so viel Zuneigung.
Ich hasse diese virtuellen Streicheleinheiten zwischen uns. die letzten Monate. ah ich könnte schreien. was soll ich damit. das ist doch nicht das Wahre, das reicht mir nicht.
Mein verdammter Stolz will nicht mehr zurückstecken und diese Runde entscheidet er ganz klar für sich. meine Hingebung hat sich verbraucht. Auffüllung erfolgte nicht.
Nur das Unangenehme ist, dass dieser Stolz nicht im Geringsten eine solche Befriedigung verschafft, wie der Hingebung nachzugehen.
Und allein bleibe ich wieder schwankend mit den Eindrücken auf meinem Drehstuhl sitzen.
Bereitschaft zum Protest
Im moment lese ich die Biografie von Frida Kahlo und bin immer mehr hingerissen von der Persönlichkeit und Stärke dieser Person.
Zu Zeiten der mexikanischen Revolution waren es vor allem die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen und die zum Teil utopischen Hoffnungen der jungen Leute auf mehr Gerechtigkeit in einem neuem System, die Frida mit Herz und Seele einnahmen.
Und dann schlage ich die Zeitung auf und lese diesen Artikel. Und ich frage mich, was wäre, würden wir in einer anderen Zeit leben. Denn dieses neue Bild unserer jungen Gesellschaft macht mir mehr und mehr Angst. Zum Teil spüre ich sogar schon leichten Groll in mir. Und ich weiß auch, dass es eigentlich nicht richtig sein kann. Wie mein Geschichtslehrer zu sagen pflegt: Wenn es einen gut geht, dann hat man gar kein Interesse daran, etwas am System verändern zu wollen.
Aber wenn mir dann so Schlagwörter wie Angepasst, gleichgültig, konzeptlos, beliebig, unpolitisch, unsolidarisch ins Gesicht fliegen, dann fühle ich mich manchmal wie eine Fremde in meiner eigenen Generation.
Distanz zur Demokratie wächst // Bereitschaft zum Protest nimmt ab
Zu vielen Sachen stehe ich etwas zu kritisch gegenüber, das mag sein. Und mit kritischen Blicken betrachte ich die sich im Narzismus ertränkenden Mitschüler und die im Gucci-Modemagazin blätternden 40-jährigen Frauen im Zug. Ich spüre großes Unverständnis gegenüber Gleichaltrigen, die sich die Welt noch durch dicke Mauern aufgetrennt vorstellen und ihrer Meinung nach das gößte Problem der Menschheit die Frage ist, was für eine Fingernagelform am schönsten aussieht.
Aber wir alle haben unsere eigene Lebenseinstellung. Nur weil ich niemals so leben könnte, weil es gegen meien Prinzipien verstößt, macht es mich auf eine gewisse Art sehr wütend.
Aber diese Wut ist wahrscheinlich die gleiche, wie sie andere verspüren, wenn ich kein Interesse für die neuste Schuhmode oder die neuen amerikanischen Trendserien im Fernsehen zeige.
Das Wichtigste ist wohl, dass man gegenseitige Toleranz zeigen kann.
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- von:[unbekannt]
ich bin eifersüchtig. sehr stark sogar, gerade.
und das auch noch ohne Berechtigung.
mh. ein Gegenmittel wäre jetzt nicht schlecht. dummes naives kleines Herz!
die Schranke zwischen unseren Welten
Heute haben wir sie besucht. Kaffee getrunken, nicht viel geredet. finde ich.
Es war so ruhig, ich wäre fast durchgedreht. Diese Klinik. Das Sterile. Dieser Geruch.
Stille. Du konntest deinen eigenen Atem hören. Alles war so ... menschenleer.
Kann Stille so heilend sein? Kommt die Stille daher, bietet einen Platz zum Ausruhen und danach sind alle alten Probleme weg und die heile Welt kann beginnen?
Ich konnte heute nicht einschätzen, wie sie zu der Therapie steht. Ob sie sich wirklich drauf einlässt oder ob sie uns nur gefilterte Informationen zukommen lässt. Aber nunja, sie hat noch viele Wochen, um dies herauszufinden. Sie soll sich Zeit nehmen. mal auf andere Dinge im Leben achte, wobei ich nach heute der festen Überzeugung bin, dass dies nicht der Ort ist, wo - ich zumindest - diese anderen Dinge im Leben erkennen und wertschätzen könnte.
Aber wir sind anders. und mich beschleicht das Gefühl, dass wir uns gegenseitig eine Art Schuld für dieses Anderssein geben.
Das letzte mal hatten wir uns im Streit getrennt - ich damals im festen Gewissen, dass wir uns erst in frühstens einem Monat wiedersehen. Du hattest mir mit deiner gerissenen Art einen Nerv aufgerissen. Hattest es so hingestellt, als ob ich Mitschuld daran hätte, dass deine letzte Therapie vor zwei Jahren nicht geholfen hat.
Ich brauche meinen Freiraum. Ohne ihn kann ich nicht. und wenn du mich in einer deiner sanfteren Ausbrüche festhälst und mir sagst, dass ich so wäre wie du (nur um mir zu sagen, dass wir doch eigentlich zusammen halten müssten), dann rüttelt es mich innerlich hin und her. Das stimmt nicht! Zumindest will ich nicht, dass es stimmt.
Also gehen wir los und suchen Zugang zueinander. Klopfen an Türen, die beim jeweils anderen verschlossen sind und übersehen die offenen.
Es ist nicht leicht.
Du bist meine Mutter. Aber was heißt das? Ich vermisse dich nicht, im moment. Woran liegt das? Ich weiß es nicht.
ich weiß nur, dass es mir nicht schwerfällt, die nächste Zeit ohne dich auszukommen. sage ich jetzt.
ich wäre stolz zu sagen, dass ich dich nicht brauche. aber davon sollte man nicht ableiten, dass ich dich nicht in meinem Leben will. Was ich nicht mehr will, das sind deine Anschuldigungen. Deine Schranken und all die Steine, Ungewissheiten, Ängste, unnötigen Verpflichtungen, die du mir in den Weg stellt.
everything
etwas besonderes sein. unter all den menschen da draußen. what a pretty face.
wieso versuche ich mich, andere in meinem alter zu finden, mit denen ich mich identifizieren kann. nachher merke ich eh nur wieder, dass wir doch eigentlich alle so verschieden sind.
mein rücken ist so verspannt. tausend dinge zu machen, gewollt zu machen. this problem gonna last more than the weekend.
es ist nicht leicht. ich fühle mich wie in einem käfig.
gedanken, ideen, sie ersticken an der so beschränkten zahl der möglichkeiten hier.
Älter werden heißt wohl, dass man mit Enttäuschungen klar kommen muss, die noch nicht eingetreten sind. noch nicht.
Im not scared to die
Im a little bit scared of what comes after
Eine klitze kleine Perle rennt einen Wettlauf über mein Gesicht. Ich will dich spüren. ich muss dich fühlen. ich muss dich hören. ich muss dich sehen.
Der Ort, wo ich Frieden finde. Ich stelle ihn mir vor. Die Sonne scheint und ich bin allein. Ich sehe das Grün, ich sehe das Blau, ich sehe die Weite. Meine Seele rennt mir davon und ich bin gar nicht daran interessiert, sie davon abzuhalten.
Sag mir, wie kann ich deine Stimme hören und mir nicht wünschen, die Zeit zurück zu drehen.
Was suche ich hier? Wieso bin ich gerade hier? Das ist der Ort meiner Entwicklung, wohin wird mein Weg mich führen? Wir alle hinerlassen sie. Spuren. Mit jedem Schritt, den wir machen, schreiben wir unsere eigene Lebensgeschichte.
Das ist alles, was ich will. Ich wollte niemals, niemals mehr.
Was ich will, ist es das, was ich brauche?
Ich sehne mich nach Menschen, nach Orten. Aber eigentlich sehnt man sich doch am meisten nach den Gefühlen, die sie verursachen.
Möchte ich suchen oder möchte ich gefunden werden?
Werde ich leuchten oder geblendet werden?