vive la france und vive ceux qui vivent.

 

ich melde mich zurück.

zwei wertvolle und bereichernde wochen liegen hinter mir. vor ein paar stunden saß ich noch im flugzeug zurück von lyon. meingott, ich bin so überwältigt von den eindrücken und emotionen der letzten tage. ich kann keine zusammenfassung schreiben ... es gibt so viele aspekte.

ich habe unglaubliche menschen kennengelernt.

ich habe getanzt, gelacht. mit einst fremden menschen aus anderen ländern, die ich nun zum teil freunde nennen darf.

hier ist es grau. kalt. nass. und ich komme aus der sonne in meinem herzen in den sturm der alltäglichen vergangenheit. die wiedersehensfreude hielt sich auf beiden seiten - sagen wir - "in grenzen". ich vermisse diese menschen jetzt schon.

die musiker. die einzigartigen schauspieler. meine workcamp mitglieder.

die nacht durchgetanzt. heute noch lyon bestaunt. alles ging so schnell. so verdammt schnell.

fotos. 367 stück. und 5 filme von verrückten nachmittagen und abenden. DAS WAREN BIS JETZT DIE BEREICHERNSTEN UND SCHÖNSTEN TAGE DES JAHRES. und ich habe nun schon nostalgie. ich bin müde aber kann nicht schlafen.

so viel in meinem kopf. ich denke bald werden aufschlussreichere einträge kommen. aber nun muss ich erstmal langsam das ventil wieder öffnen. ich war für zwei wochen von der außenwelt förmlich abgeschnitten. kein kontakt zum hier. jetzt hier im dorf. nein. FREIHEIT. und ich habe es geliebt.

 

die natur. die berge. das kulturfestival.einzigartig. ich lebte. und nun? lebe ich nun auch noch?

ich will wieder zurück. nein, woandershin. immer weiter. ich liebe den rausch, den klang des lebens. hier ist alles stumpf.  

 
  • »Permalink
  • 2 Kommentare(0)
  • Eintrag versenden
  • von:marasca

i will try to fix you.

 

Für mein Leben nehme ich mir das Privileg heraus, immer nach meiner Überzeugung zu handeln. Woran glaubst du und wofür lebst du? Woran denkst du, wenn du die Nachrichten im Fernsehn siehst? Wohin gehst du, wenn dir die Welt offen stehen würde? 

Ich brauche keine weltverändernen Ergebnisse. Jeder Schritt, eine Hoffnung. Und ich will nicht, dass ich so ende wie die Herren in Anzügen im Zug. Heimweg vom Büro, und sie denken sie könnten alles verstehen. Sie haben die Lösungen auf alle Probleme, sie sind ja eh nur verursacht von überflüssigen Fehlern anderer. Sie ärgern sich über die Politik. Sie ärgern sich über die Gesellschaft. Sie ärgern sich über unverstandene Länder und Kulturen. Sie reißen klüge Sprüche. Und mir wäre bei nahe der Kragen geplatzt. Haben sie jemals hinter ihren Fernsehbildschirm gesehen? Haben sie jemals hinter ihre WAZ gesehen? Hochwertige Informationsquellen hin oder her, es regt mich auf dass sie mit ihrem "ich habs ja gleich gesagt"-Tonfall und ihrem Schreibtischhorizont daherkommen, ihre Stimme heben, damit sie auch ja jeder hört, und über das Weltgeschen philosophieren. Und doch, ihre Worte sind leere Hüllen. Man spürt sofort, sie waren nie in vergleichbaren Situationen. Sie haben sich niemals in Gefahr begeben. Sie standen niemals so am Abgrund.

 

Ich stelle mich nun nicht hier hin und behaupte, ich würde es besser verstehen. Aber ich sehe es als Ziel, es irgendwann nachvollziehen zu können.

 

Jeder Schritt. in diese Richtung. Verständnis. und dann Veränderung.

und nicht nur trockene Laute. 

 

 

 

 
  • »Permalink
  • 1 Kommentare(2)
  • Eintrag versenden
  • von:marasca

so einfach und doch so anders.

 

 

ich mussste raus aus diesem dorf. und darum habe ich heute einen tag allein in Essen verbracht. "Großstadtgefühl" aufkommen lassen, sozusagen. und ja, es war wirklich wunderschön! einen kaffee getrunken, viele sprachen in meinem ohr gehört, im park die sonne genossen, mein englisch wurde bei einem gespräch etwas herausgefordert, und ich habe mir sachen gekauft. mir selbst etwas gegönnt! hach wie gut das tut, das ist balsam für die seele. flipflops! und vor allem das hier: paulo coelho - la sorcière de portobello. im zug schon ein paar seiten gelesen, und bis jetzt fasziniert es mich sehr!

 

so viele gesichter habe ich gesehen, und doch kann ich mich an keins errinnern. sie rauschten an mir vorbei, lachten, unterhielten sich, oder verweilten kurz und ließen mir die möglichkeit, mir über die unzugänglichsten sachen gedanken zu machen. dort jemand auf inlinern, da küssten sich grad zwei, und dort spielte ein kind am brunnen, da sonnten sich zwei frauen auf der steinbank, und dort telefonierte jemand auf spanisch,  ... und ich beobachte sie und frage mich, was sie gerade fühlen. was sie dazu bewegt, jetzt in dieser stadt zu sein. frauen mit kinderwagen und fettigen harren, die männer hinter dem obststand, der alte herr alleine mit dem touristenrucksack ... und ich fand es aufregend! verstehen tue ich es auch nicht. aber es hat mir das gefühl gegeben, dass es noch so viele sachen zu entdecken gibt! so viele menschen kennezulernen! und die orte, aus denen sie kommen. es hat mich fühlen lassen, dass das leben noch einen puls hat. 

 

und als ich hier aus dem zug stieg, ich war die einzige die ausstieg. ich ging die straße entlang und nichts bewegte sich. ja es war wirklich niemand zu sehen! es war so leise, ja es schlug mir förmlich ins gesicht weil der zug zuvor so voll und laut und lebendig gefüllt war. und jetzt? verloren. kein leben. tod.

hier gibt es keine geschichten. und wenn, dann ist ihr handelsspektrum auf einen umkreis von 20 km beschränkt. und zur zeit verschlossen hinter den mauern ihrer einfamilienhäuser. (es scheint die sonne, und keiner ist draußen!). manchmal komme ich mir vor wie ein geist, der jeden tag mehrmals diese straßen abläuft. ungesehen von allen müden augen dieser stadt. 

 

 

watching my life just passing by. just sit back and whatch the sky.


heute ist ein sinnloser tag. ohne-sinn! seine einzige erfüllung bestand in träumen, hoffen, existenzängste haben. und dann noch die viel größeren lebensängste, welche meine seele so stark belasten, dass sie sich kaum noch zu wort meldet. ich bin 18, und ich mache mir so viele gedanken. aber ich glaube nicht, dass das gedanken-machen falsch ist, weil zu sagen " ich hab ja noch zeit" ist wohl eine viel schlimmere einstellung. vielmehr macht mir dieses ewige hin- und her zu schaffen.

ich habe heute das haus nicht verlassen. ich habe die regentropfen gegen mein fenster schlagen hören und ich hätte weinen können (ich glaube ich hab es sogar, als ich aufwachte spürte ich es auf meinem gesicht. dieses unwohle gefühl von getrockneten salzigen tränen). aufstehen, internet, buch, internet, hinlegen, orientierungslos durchs haus laufen, hinlegen, aufstehen, internet.

es ist so traurig. zu viel raum und nährboden für ungünstige gedankengänge. sie zerstören vorfreude. sie zerstören hoffnungen. nichts ist so einfach wie es scheint, nichts könnte so klappen wie ich es möchte.

ich brauche klarheit, über meine wahren aussichten: was könnte ich schaffen? was WILL ich denn eigentlich schaffen? wo sind meine prioritäten?

 

ich will so viel lernen, ich sage es mir jedesmal! aber die motivation kommt nicht auf. es ist, als ob ich aus tausenden zahnrädern bestehen würde. manche laufen so schnell, wollen vorwärts kommen und drehen und drehen sich unaufhaltbar. aber die anderen, verrostet, träge geworden aufgrund schlechter erfahrungen oder einfach nur verbittert und abgeschreckt, sie laufen so langsam und bringen alles zum stoppen.

 

ich könnte jetzt aufzählen, was ich will. vom abi bis hin zum beruf, ja ich weiß ganz genau was mein wunsch ist. wann ich wo die richtigen menschen kennenlernen würde. und alles würde perfekt sein. ich könnte alles vereinen. aber so klappt das nicht. das ist keine realität. das leben lässt sich nicht planen! ich nehme mir jetzt vor, erstmal die ferien zu genießen, das internationale workcamp, neue bekanntschaften zu machen, mich inspirieren zu lassen, die welt mal von einer anderen seite aus zu sehen. und danach sieht alles bestimmt schon ganz anders aus. weil die erfüllung, die suche ich doch eigentlich hier. aber meine dumme angewohnheit, die erfüllung für die nächsten jahre zu p.l.a.n.e.n. so ein UNSINN! but how i wish for something more ...

and you're singing this song. thinking this is your life. 

 

why would i carry such a weight on my shoulders?

 

es ist doch wirklich verrückt. so viel schon erlebt, in so vielen momenten einzigartig gefühlt, einzigartig gelacht und geweint. und doch verliert sich alles mit der zeit, schließlich geht es ja weiter mit dem leben. und plötzlich diese erinnerungen, die man nicht erwartet. ausgelöst von den kleinsten nadeln in deinem gewissen, deinem herzen. sie stechen dich und erzeugen einen süßlichen schmerz, getränkt von wehmut, nostalgie.

 

ich koste die momente noch zu wenig aus. ich will so viel machen und doch beschränke ich mich immer wieder. vor allem meine kreativität leidet darunter, unter meiner trägheit. ideen werden zu oft verworfen. und ich stecke meine energie in sinnloses zeug, das mich nicht weiterbringt.

einzigartig.

ein     artig.

         artig.

 

die leere wird nicht gefüllt. es ist mir alles nicht genug. how many summers will it take to find a person similar to him? es macht mich verrückt ich kann an nichts anderes mehr denken ich will ihn nicht verlieren! unfähig über dieses thema hier zu schreiben denn die gedanken reihen sich und ich wüsste gerade nicht wo anzufangen. ruhe um es zu ordnen werde ich wann anders suchen. ich habs ihm immer noch nicht gesagt, was erfür mich bedeutet, und so langsam habe ich das gefühl mein herz zum platzen zu bringen.  

heute in klausurlernphase gezwungen, nichts gebracht, sinnloses aufschreiben und durchgelesen aber ohne große verinnerlichung. und nächste woche beide leistungskursklausuren. ja cheers. 

meine blues harp hab ich auch schon seit ner gefühlten woche nicht angerührt. bohr wieder mal an ehrgeiz übertroffen.

ich ernähre mich in letzter zeit nur von musik - und zu viel ungesundem zeug.

ich hab die letzten beiden tage zu viel getrunken. ich war nicht betrunken, aber im nachhinein frage ich mich immer warum ich überhaupt trinke weil bei mir wirkt es nie und wirklich schmecken tut mir das meiste auch nicht. das macht mich unzufrieden. diese inkonsequenz. 

ich war schon seit drei tagen nicht joggen. wenn man tanz in den mai und maiwanderung abzieht dann liegt meine bewegung bei null. und so fühle ich mich auch. bah.

mein seelenbuch auch schon länger nicht angerührt. weil ich nicht weiß was reinzuschreiben wäre. ich mein, es passiert etwas, aber nichts was mir es würdig wäre. lustige abende mit gleichaltrigen und doch irgendwie ist alles so weit weg von meinem herzen. es rauscht und ich rausche mit, aber am nächsten morgen bin ich davon völlig unberührt. es ist nichts dabei wo ich sagen könnte "wow gestern abend hat mein leben beeinflusst, das muss aufgeschrieben werden". nothing changes.

ich habe angst, eine freundin zu verlieren. oh ich habe so angst. es ist im moment so komische stimmung bei meinen exzellenten, zum ersten mal wie ich sie kenne habe ich angst, die engen bänder die uns umschlossen könnten reißen. help. i need each of them.  

 

negative einflüsse wurden hier gerade konzentriert. und jetzt will ich einen punkt setzen und den abend genießen

 

 

.

 

 

 
Currently playing:the do - on my shoulder
Über mich
Par le hasard de la vie
Pour l'amour du hasard
Par le hasard de l'amour
Pour l'amour de la vie
.
There are so many special people in the world
Mehr über mich
« Dezember 2008 »
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30
  • 31
  • .
  • .
  • .
  • .

21Publish - Cooperative Publishing

guenstige buecher
Konzerttickets
Online Hotelbuchung
Notebook Schutzfolien