es ist unglaublich. irreal abscheulich wie ich mich fühle. und gründe dafür suche ich schon zu lange heute in mir.

meine berlinerin ist da! gestern angekommen, große freudenstränen, nostalgie, ein knappes jahr ist es her dass sie in die hauptstadt gezogen ist. es hat sich so viel bei ihr verändert (und das letzte mal war ich silvester bei ihr). sie erzählt von dem völlig anderen menschlichen umfeld. das viel weitere spektrum an möglichkeiten. ihre schulischen erfolge (ihre schule ist kein vergleich zu meiner vom niveau, angeboten) und bei mir? mein leben ist langweilig, ich bin langweilig! und diese wörter dringen sekündlich wie impulse in mir hoch.

l.a.n.g.w.e.i.l.i.g.   u.n.i.n.t.e.r.e.s.s.a.n.t

wenn ich mich mit anderen vergleiche, mit anderen "normalen" menschen (ich meine jetzt überhaupt keine wunderkinder oder megatalente), so bin ich nichts.

ich kann nichts so wirklich. ich kann alles nur ein bisschen, wenns hochkommt. andere haben eine schöne stimme, beherrschen ein instrument tadellos, können super tanzen, sind im schauspielern umwerfend, können sich in der kunst ausdrücken, oder überzeugen einfach durch sportliche interessen oder ihr äußeres.

ich kann nichts. ich habe keine tolle figur. ich kann nicht singen. ja ich kann noch nichtmal ein instrument geschweige denn noten lesen, was ich sehr bereue. ich wünschte meine eltern hätten mich früher dazu gezwungen, noten lesen zu lernen. und an das sportliche feld wage ich mich schon längst nicht mehr dran. ich denke aus fehlendem selbstbewusstsein aber auch aus realistischen ansätzen.

wenn mich jemand fragen würde "wer bist du, erzähl mal von dir!" so würden mit nach spätestens 5 minuten die wörter fehlen. ich wünschte ich wäre mehr, nichts außergewöhnliches, kein star, nein das ansehen der masse will ich nicht haben, ich will nur, dass ich in meinem leben für die menschen, die mir wichtig sind, etwas besonderes bin. und wenn ich alles so höre, was andere in meinem alter schon alles gemacht haben, wie kreativ sie schon waren, wie sie schon größere veränderungen an einem tag vollbracht haben als ich in einem jahr, so lässt es mich nicht mehr ruhig in den spiegel sehen. 

es gibt so kleinigkeiten, die dich auszeichenen. die zeigen, wie du zu manchen sachen stehst. es fällt mir immer schwerer, ein oberflächliches gespräch zu führen. das überfordert mich.  

 
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  • von:marasca

ungesagt.

 

es ist nicht gesagt. aber ungesagt? schwall der emotionen. ich liebe das leben, das leben liebt mich, eins zwei drei vorbei. vielleicht sollte man's probieren. vielleicht sollte man's lassen. lachen lachen ist die medizin aber lachen kann man nicht wenn man weint. weinen weinen ist die hülle der trauer? trauer vor angst, angst vor abschied, abschied vor wiedersehen, wiedersehen vor ewigkeit in einsamkeit? sehnsucht ist nicht gleichzustellen mit hoffnung. sehnsucht tut weh wenn sie unerfüllt ist, hoffnung tut gut auch wenn sie unerfüllt ist. ich, ich habe sehnsucht. sehnsucht nach worten, sehnsucht nach berührungen. ganz simpel. menschliches bedürfnis. nur abfolge von biologischen und chemischen prozessen in meinem gehirn. liebe ist eine illusion, aber für mich ist sie real in meinem herzen und meinem ganzen wesen. es tut weh, es schmerzt. und auf der anderen seite ist es so zuckersüß. ich will dass es aufhört und ich will dass es nie endet. ich will weiter mit absichtlich aufgesetzter sichtversperrung durch die welt laufen, es ist so federleicht mit dieser brille vor den augen. alles ist so schön. so anreizend. und ich sehne mich. ich sehne mich nach? wem?

ich laufe weiter und weiter und ich freue mich, auf sachen die anstehen. und wiederrum machen sie mir unglaublich viel angst. unglaublich viel sorgen. es ist alles nicht so leicht. es ist alles verdammt schwer. aber das heißt ja nicht, dass man die sachen auch dementsprechend schwer nehmen muss. schwere sachen leicht nehmen ist die beste lösung, aber mein verstand hämmert wie ein hammer dagegen. immer und immer wieder. je tiefer ich mich drin verstricke. kompliziert kompliziert kompliziert. so kompliziert war es noch nie tralalala. fast ein lied und doch ohne melodie. ich brauch dich ich brauche dich ich brauch dich ich brauch dich lass mich nicht in stich. reime lassen alles so kindisch aussehen. und dabei sind es wirklich schmerzende sehnsüchte. albern für andere, zerstörend für mich. wirklich zerstörend? oder werde ich ihn wirklich nicht verlieren. angst vorm verlieren haben nur die, die es immer noch nicht verstanden haben. und ja, ich hab es noch nicht verstanden.

und ich will nicht verstehen. räumliches verlieren schmerzt stark genug, aber seelisches? emotionales verlieren? Verlieren der Vertrautheit? verlieren kann ich ihn nicht, ich hatte ihn nie. und wenn, dann nur ein ganz klein bisschen. und dieses kleine bisschen ist immer frei wie ein vogel gewesen, immer ungreifbar für mich zum festhalten. 

nur anschauen, nicht anfassen!!

nur fühlen, nicht binden!!

nur lieben, nicht behalten!!

nur küssen, nicht festklammern!!

nur berühren, nicht zusammen schlafen!!

nur in die augen, nicht unters hemd!!

nur die hand nehmen, nicht das herz!!

nur weinen, wenn er geht, nur weinen. nicht von dem wehmut und der sehnsucht aufgefressen werden.

dem wehmut und der sehnsucht, die man nicht mal selbst definieren kann. liebe ist so komplex hier und jetzt. so verdammt komplex. es gibt nicht nur die eine liebe zwischen mann und frau. da gibt es noch viel viel mehr. nicht nur dieses eine heirate mich du bist der beste  nein da ist noch was, das mit der welt, dem großen ganzen, dem horizont. dem funkeln, dem lachen, der wärme, der zuneigung, des verständnises, des abenteuers, der musik, der gänsehaut, des weins, der texte, dieser seelentexte wie aus meinem herzen.

 

 

funkenwunder.

 

als ich gestern 45 min mitten in der nacht auf den zug warten musste, fing es plötzlich an zu schneien. sehr stark sogar. aber es war nicht unangehm, die flocken waren so dick wie richtige wollknäule und  sie fielen so sanft vom himmel als wenn kein wind jemals existiert hätte. es sah so schön aus. das orangene licht der alten bahnhofslaternen hat sie zum leuchten gebracht und sie sahan aus wie kleine funken, die vom himmel auf mich rieselten. 

um ein uhr nachts ganz allein auf einem bahnhof zu stehen ist vielleicht nicht so die wunschvorstellung eines mädchen, aber in diesem moment hätte ich noch viele stunden mehr da stehen können. i got lost in the beauty of everything i saw ... the world isn't half as bad as they paint it to be. 

 

ich schloss einfach die augen und ließ sie auf mein gesicht schneien. wenn ich die augen geöffnet habe, so war es, als wenn ich ganz woanders war. eine unendliche weite von tiefschwarzem himmel, und dann diese herrumirrenden schneeflocken, die kurz vor mir zu orangenen funken wurden. zum träumen. und dazu noch die richtige musik von meinem ipod im ohr, die flocken tanzten zu ihr. es waren fast die schönsten minuten des abends gewesen. 

 

vielleicht wird es mir irgendwann vergönnt sein, meinen träumen so intensiv nachzuträumen vorzuträumen wir zur zeit. so sinnlich. vielleicht liegt es einfach nur an den ferien, dass viel zu viel zeit habe, meinen gedanken freien lauf zu lassen. vielleicht liegt es an meinem alter, wer weiß. vielleicht liegt es an der musik, vielleicht liegt es an den anregungen und einflüssen von besonderen menschen. aber irgendwie ist es doch wohltuend schön, auch wenn häufig stark schmerzende einsichten kommen. ich will sie am liebsten nicht verlieren, diese ansichtsweise vom leben.

 

 

Yann Tiersen

ich glaube da erwacht gerade eine Hingabe für seine Musik in mir. ich weiß nicht ob man sie teilweise als klassische musik bezeichnen kann, aber es hat so etwas perfektes. die musik kann so eine ruhe übertragen, und im nächsten moment verursacht sie pures adrenalin in deinem blut und starkes herzklopfen.

Am ausdrucksstärksten finde ich die Stücke "comptine d'un autre été" und "summer 78".


Stelle die Lautsprecher etwas lauter, schließe deine Augen und lasse dich von den Tönen leiten. Es ist überwältigend, diese Schwingungen in dir zu fühlen. Das ist pure seelische Hingabe.


Es hat doch fast etwas schaurig-schönes.

Ich höre dieses Lied schon nun seit einer halben Stunde, und ich sehe etwas vor meine Augen, aber ich kann es nicht beschreiben. Es kommt vielmehr von innen, es sind undefinierbare Farben und Formen. Aber sie verursachen etwas, und ich bin mir nicht sicher ob es mir gut tut. denn es unterstreicht die einsamkeit. ja, das einzige, was mich stört (und ja es liegt an mir und gefällt mir wirklich nicht), das ist, diesen moment alleine zu erleben, es stört mich dass keiner hier ist, der das auch fühlen kann, genauso wie ich. jemand, der meine seele versteht in ihren grundzügen. mit dem ich jetzt hier sitzen würde und mich treiben lassen würde.

und diese einsamkeit ist gewachsen, seitdem ich weiß, dass es da jemanden gibt der so denkt wie ich. das diese person wirklich existiert. jemand, der die gleichen gedanken, sehnsüchte und gefühle in sich hat wie ich. zum ersten mal denke ich, dass man mich verstehen könnte. und doch ist es, als ob jemand eine mauer zwischen uns errichtet hat, und ich nun von allen vier seiten eingeschlossen bin. alleine. und es tut unheimlich weh, wenn man weiß, was sich außerhalb dieser mauern abspielt. solange man nichts davon weiß, könnte man mit seinem kleinen leben in den vier wänden glücklich werden ohne probleme. aber jetzt, wo man weiß, dass es außerhalb noch mehr gibt, dass der sinn des ganzen doch gar nicht hier drinnen liegt, da ist es unmöglich sich mit dem hier zufrieden, ja erfüllt zu fühlen.

man hat eine lücke entdeckt, die schon immer da war, aber mit der man sonst immer ganz gut leben konnte, weil man ja nicht wusste, dass es die passende Erfüllung wirklich gibt. Man nimmt sie nun viel bewusster wahr ...

Einerseits ist es gut, man merkt in diesen Zeiten, was man wirklich braucht/ will und kann nun Verantwortung für sich selbst übernehmen. man kann gezielt nach dieser Erfüllung suchen. Aber wenn man denkt sie gefunden zu haben, aber sie einen dann doch wieder genommen wird, so bleibt eine größere Wunde zurück als vorher, und man hat Angst zu verbluten. Man hat Angst, noch viel mehr zu verlieren. Aber alles Einreden nützt nichts, man wird nie wieder ohne diese Erfüllung so glücklich sein. Wem einmal die Augen geöffnet wurden, wer es einmal gespürt hat, dem kann der Erfahrungswert auch durch Schließen der Augen nicht wieder genommen werden. so einfach ist das einfach nicht.

und ich habe Sehnsucht nach ihm. und ich weiß das ist falsch. ganz falsch. ich weiß noch nicht einmal ob er das hier ließt oder nicht aber ich habe einfach keine lust mehr auf facetten. ich wäre bereit, mich hinzugeben. lass mich bitte nicht verbluten. bitte.

 

 

 

 

 
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  • von:marasca

hochexplosiv.

 

hochexplosiv. der kleinste falsche eindruck vermag meine euphorische einstellung in pure und tiefsitzende melancholie umzustürzen. und es nervt mich langsam. bei allem, was ich tue, sehe, höre, lese, fühl, bei all dem so viele verwirrende gefühle! das gefällt mir nicht ...

und im moment ist es wieder kurz vorm tiefen absturz. alles hier erdrückt mich, ich will weg, frei sein, meine seele zur ruhe kommen lassen. es ist alles so verwirrend, ich möchte, dass mein herz und mein verstand endlich akzeptieren, dass es so nicht weitergeht. aber sie möchten es nicht. es ist traurig.

ich bin in einem großen motivationsloch gefangen, und ein strudel zieht mich immer weiter runter. auch wenn ich einmal kurz wieder zwischendurch luft holen kann, so geht es doch immer weiter bergab.

ich könnte jetzt eine umarmung gebrauchen, eine aufrichtige, die mir sagt, dass ich es schon schaffe, die sache mit dem leben. die sache mit dem glücklichwerden. die sache mit den richtigen entscheidungen und vor allem diese dumme fiese sache mit der liebe.

ich bin überfordert mit der situation hier zu hause, man erwartet so viel von mir. und dabei bin ich mit meinen eigenen erwartungen an mich schon überfordert. es ist verdammt schwierig gerade. und dabei kann ich doch die sorgen aller verstehen, ich würde doch so gerne alles richtig machen, eine perfekte tochter sein, aber ich bin nunmal nciht perfekt, ich kann das einfach nicht. ich war immer schon die, die aus der reihe getanzt ist. mein bruder konnte immer allen erwartungen gerecht werden, und langsam aber sich geriet ich in eine schublade der versager, und diese schublade wird grad ordentlich angesägt von allen seiten.

 
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sonder den Jahren mehr Leben zu geben. Alexis Carrel 

und was mache ich? meingott, ich werde in zwei tagen 18, und was habe ich schon erlebt? im moment könnte ich sagen: gar nichts! wobei ich doch weiß, das es nicht stimmt. aber meine sehnsüchte und wünsche setzten gerade einen so hohen maßstab, dass alles andre bereits erreichte/erlebte/gefühlte ganz klein erscheint. und das ist einer der schlimmsten gefühle, die man haben kann: nutzlosigkeit. bedeutungslosigkeit. 

ich möchte weg, ganz neu anfangen, oh jaa wie süß ist dieser wunsch. so bunt ich es mir alles ausmale, so stärker werde ich enttäuscht werden.  

Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie unskenn ein für allemal; dasmit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei - Es ist ohnehin schon wenig genug. Max Frisch


 
Über mich
Par le hasard de la vie
Pour l'amour du hasard
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There are so many special people in the world
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