a new book, a new soul!
Der Gott der kleinen Dinge. Arundhati Roy.
bis jetzt die ersten 50 Seiten gelesen, und ich würde glatt behaupten, dass es vom Schreibstil das schönste Buch ist, was ich je in den Händen gehalten habe! Ich fühle so, wie sie schreibt. oder schreibt sie so, wie ich fühle? Die Kritiker nennen es "voller Sprachmagie und Poesie", ich nenne es die unglaubliche Begabung, durch Wörter alle Sinne verknüpfen zu können. Die kleinen Dinge zu sehen, und sie mit den einzigartigen Charakteren verschmelzen zu lassen! Die wichtigen Dinge, ich meine solche Dinge, die in den Nachrichten kommen und in den Zeitungen stehen, sie werden hier eigentlich eher "nebenbei" erzählt. so kann das buch zum teil sehr schockierend sein.
"In Esthas Kopf war es still gewesen, bis Rahel kam. Sie brachte das Geräusch vorbeifahrender Züge mit, und das Licht und den Schatten, das Licht und den Schatten, die auf einen fallen, wenn man am Zugfenster sitzt. Die Welt, die jahrelang ausgeschlossen gewesen war, flutete plötzlich zurück, und jetzt konnte Estha sich vor lauter Lärm selbst nicht mehr hören. Züge. Verkehr. Musik. Die Börse. Ein Damm war gebrochen, und wildes Wasser schwemmte alles in einem Strudel empor. Komenten, Violinen, Märsche, Einsamkeit, Wolken, Bärte, Frömmerlinnen, Listen, Fahnen, Erdbeben, Verzweiflung wurden in einem verquirlten Strudel an die Oberfläche gespült."
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Der Schreibstil ist wunderschön, da geb ich dir Recht.. am meisten mochte ich den Anfang, wo nach dem Regen irgendwie alles erblüht ist.. Aber irgendwie war es insgesamt so themenlos. Ich bin nur bis zur Begegnung der beiden Geschwister gekommen, wo er irgendwie nicht mit ihr sprechen will oder so.. ^^
Und es ist das erste Buch, das ich neben der Bibel und einem ganz perversen von Amélie Nothomb nicht wenigstens aus Ehrgeiz zuende gelesen habe.. :/
Überzeuge mich, wenn du es gelesen hast, falls ich es doch noch nachholen sollte.. Irgendwie ärgert es mich, dass ich da nicht mit dir auf einer Wellenlänge liege.. nach Coelho und so (:
Ich drück dich ganz lieb!
Die Katzi
gestern war ich auch etwas verwirrt, weil immer mehr personen auftauchen, alle mit sehr exotischen namen und zu ihnen wird immer eine recht lange geschichte erzählt. und allles durch die naive sicht der beiden geschwister, die noch sehr klein da sind.
aber ich finde man kann bei diesen "lebensgeschichten" so schön zwischen den zeilen lesen und ich versetze mich so gerne in die charaktäre hinein. und wenn ich parallelen zu meinem leben (bzw meinen mitmenschen) sehe, dann denke ich immer, vielleicht geht es ihnen ja genauso im inneren, und deshalb handeln sie so und so.
aber ich weiß natürlich nicht, ob so eine geschichte richtig ist, um menschenkenntnisse zu erweitern ;) aber wieso nicht?
außerdem finde ich die zunehmende kritik am kastensystem von indien und die revolutionsgeschichte interessant, weil sie dort durch so unwissende und unschuldige augen gesehen wird, ganz anders als in den geschichtsbüchern. ;)
ich werd es einfach mal zu ende lesen, dann kann ich mehr sagen!
ich drück dich auch ganz lieb! marasca :)