a new book, a new soul!

 

Der Gott der kleinen Dinge. Arundhati Roy.

bis jetzt die ersten 50 Seiten gelesen, und ich würde glatt behaupten, dass es vom Schreibstil das schönste Buch ist, was ich je in den Händen gehalten habe! Ich fühle so, wie sie schreibt. oder schreibt sie so, wie ich fühle? Die Kritiker nennen es "voller Sprachmagie und Poesie", ich nenne es die unglaubliche Begabung, durch Wörter alle Sinne verknüpfen zu können. Die kleinen Dinge zu sehen, und sie mit den einzigartigen Charakteren verschmelzen zu lassen! Die wichtigen Dinge, ich meine solche Dinge, die in den Nachrichten kommen und in den Zeitungen stehen, sie werden hier eigentlich eher "nebenbei" erzählt. so kann das buch zum teil sehr schockierend sein.

 

"In Esthas Kopf war es still gewesen, bis Rahel kam. Sie brachte das Geräusch vorbeifahrender Züge mit, und das Licht und den Schatten, das Licht und den Schatten, die auf einen fallen, wenn man am Zugfenster sitzt. Die Welt, die jahrelang ausgeschlossen gewesen war, flutete plötzlich zurück, und jetzt konnte Estha sich vor lauter Lärm selbst nicht mehr hören. Züge. Verkehr. Musik. Die Börse. Ein Damm war gebrochen, und wildes Wasser schwemmte alles in einem Strudel empor. Komenten, Violinen, Märsche, Einsamkeit, Wolken, Bärte, Frömmerlinnen, Listen, Fahnen, Erdbeben, Verzweiflung wurden in einem verquirlten Strudel an die Oberfläche gespült."

 

Die Kulturell Kreativen

Eine Gesellschaftsschicht, von der ich zu hören bekam, die mein Interesse weckte, und über die ich mich seither genauer informiere. 

Ich versuche mich nicht irgendwo einzuordnen. Mit einigem kann ich mich durchaus identifizieren (ja, mit manchen Aspekten sogar 100 %), mit anderem jedoch weniger. 

Wir sind alle einzigartig. we are all unique. solange wir unseren eigenen Kopf benutzen und nach unseren eigenen Überzeugungen handeln und uns nicht einer Institution unterwerfen. um welche Institution es sich auch immer handelt ... kritisch analysierend, man muss sich umschauen, sachen in frage stellen, mit denen man aufgewachsen ist. 

 

Die Ergebnisse einer repräsentativen amerikanischen Studie legen nahe, dass derzeit eine neue Bevölkerungsschicht entsteht, die jenseits von Traditionalismus und Modernismus nach neuen Wegen sucht. Der Soziologe Paul H. Ray nennt sie die "Kulturell Kreativen". Seinen Untersuchungen zufolge machen sie erstaunliche 24 Prozent der amerikanischen Gesellschaft aus. In Europa dürfte die Zahl der Kulturell Kreativen sogar deutlich höher liegen.

Ihre Haltung ist gekennzeichnet durch Interesse an (auch spiritueller) Selbstverwirklichung, Wertschätzung von Beziehungen und ökologischer Lebensweise, engagierter Anteilnahme an der Welt. Weitere Merkmale sind Offenheit für fremde Kulturen und neue Ideen sowie für die Transformation der Geschlechterrollen. Aufschlussreich ist auch, was die Kulturell Kreativen ablehnen: Die Intoleranz der religiösen Rechten, den gedankenlosen Hedonismus der kommerziellen Medien und die skrupellose Umweltzerstörung im Namen des Big Business.

 

Und weil ich die Internetseite durchaus lesenswert finde, habe ich gleich hier eine neue Linkliste angelegt (welche übrigens ständig erweitert werden soll).

 

 

 

 

and did you miss me while you were looking for yourself out there?

Die zentrale Frage: Kann man Liebesgeständnisse klauen?

 

Jetzt, wo er zurück ist in der Atmosphere, mit Tropfen vom Jupiter in seinem Haar ... ja, er benimmt sich wie der sommer und gleichzeitig läuft er wie der regen! er erinnert mich dass es trotz allem eine Zeit für Veränderungen gibt.

Seit er zurück ist, seit er seinen Aufenthalt auf dem Mond hinter sich gelassen hat, hört er alles wie der frühling. er redet wie Juni ...

Aber sag mir, bist du über die Sonne gesegelt? quer hindurch? Bist du zu der Milchstraße vorgedrungen um zu sehen, wie die Lichter nach und nach verblassen? Wurde dir bewusst, wie überbewertet der Himmel doch ist?

Sag mir, bist du für diese Sternschnuppe gefallen? Diese eine, auch noch ohne beständigen Leuchtstreifen? 

Und hast du mich vermisst während du da draußen nach dir selbst gesucht hast? 

Jetzt ist er zurück von diesem Seelenurlaub. Nun sitzt er da und zeichnet seinen Weg durch diese Sternenkonstellation nach, er lauscht Bach während er sich im Tae-bo übt. Und in dieser Sekunde sehe ich ihn wieder, erinnert er mich, dass es trotz allem noch eine Zeit zum Wachsen gibt.

Und jetzt, wo er zurück ist in dieser alt bekannten Atmosphere, habe ich Angst er könnte in mir die gewöhnliche alte Freundin sehen, die eine Geschichte über ein Mädchen erzählt, die sich nie traute zu fliegen, sodass sie niemals gelandet ist. 

Sag mir, hat der Wind dich weggefegt? Hast du den Halt unter den Füßen verloren?

Hattest du endlich die Chance entlang des Tageslichts zu tanzen? Und wurdest zurückgeführt zur Milchstraße ... Sag mir, hat dir Venus den Verstand verdreht? War das alles, was du finden wolltest? Und hast du mich vermisst, während du da draußen nach dir selbst gesucht hast? 

Kannst du dir keine Liebe vorstellen, kein Stolz, kein Nachtspaziergang im Wildpark? Deine kleene Freundin wird dich immer verteidigen, auch wenn ich weiß, dass du vielleicht falsch liegst. Kannst du dir keinen ersten Tanz vorstellen, fest gefrorene 3-stunden Gespräche in der Stadt? Der beste Espresso zu zweit bei dir, den du je hattest ... und ich.

Nun sag mir, hat der Wind dich von deinen Füßen gefegt?

Hattest du endlich die Chance erhalten, entlang des Tageslichts zu tanzen?

 

 

freie Übersetztung mit persönlichen Abänderungen

 
Currently playing:Train - Drops of Jupiter

Ich habe nicht viel zu bieten

 

Ich habe nicht viel zu bieten.

ich habe nicht mehr zu bieten als das, was du hier siehst.

Zerknüllt und zertreten, im ist es Dreck verwaist.

Die Türen tausendfach zugeschlagen

vor dem Gesicht.

Und die Stille danach, der Atem bringt dich um.

Die Feuchtigkeit in der Luft

Der Zug fährt nie schnell genug

Der Zug fährt nie weit genug

Um jemals anzukommen.

Hoffnungen, um Enttäschungen zu kaschieren.

Hoffnungen, um nicht durchzudrehen

in dieser Kälte

in dieser Dunkelheit

in dieser Stille

in dieser Fremde

 

Ich kann es nicht. ich weiß nicht ob ich es will. im moment will ich einfach nur pessimist sein. und morgen werde ich mich deswegen hassen.

wir menschen sind schon armselige wesen, wir brauchen aufmerksamkeit von anderen. und wenn unter diesen anderen auch noch welche sind, denen wir von unserer seite aus sehr viel aufmerksamkeit schenken (und es zeigen, und es deutlich machen, dass sie uns wichtig sind und so weiter ..) und wir mit unserem doch so warm geglaubten Atem gegen eine Eiswand hauchen, so macht sich in uns ein Schrei nach Zuneigung breit. ja, er durchschreit förmlich unseren Körper, bis in unseren Verstand hinein. Wir mutieren praktisch zu Kleinkindern, die unbedingt einen Lutscher haben wollen, aber noch zu klein sind, um ihn mit ihren Händen zu greifen.

L'enfer, c'est les autres. ich denke, jeder von uns hat schonmal in solch einer situation gesteckt. sie ist wohl eine der natürlichsten Situationen des zwischenmenschlichen Beziehungsgeflechts.

Was lernen wir aus solchen Enttäuschungen? Wenn es nicht mit, aber auch nicht ohne geht. so gehen wir doch trotzdem weiter, mit einer Leere, die nicht gefüllt werden kann. Eine Wunde, die nicht verheilt. Und entgegen der allgemeinen Redewendung bin ich der Überzeugung, dass die Zeit nur sehr Geringfügiges dazubeiträgt. sie deckt die Wunde nur ab, aus den augen aus dem sinn, aber heilend wirkt sie keineswegs. 

 

so ein mist. und ich vermisse dich vermisse dich misse dich isse dich e dich ich ch hhhhhhhhhh ... 

 

 

 

 

es hora de partir!

 

Ich habe gerade meine erste Bewerbung losgeschickt! 3 Seiten: Motivation, Lebensgeschichte, Zukunftspläne, bevorzugte Entsendungsländer mit ausführlicher Begründung.

Zwar bis jetzt nur für ein Infoseminar, aber nun beginnt damit mein kleiner persönlicher Kampf für mein Auslandsjahr. Richtig losgehen wird er im Herbst, oder ab Mitte September. Da öffnen die Mehrheit der Entsendeorganisationen ihre Pforten für die "neuen" Anwärter auf die heiß begehrten Weltwärtsplätze, Entsendung im August/September 2009!

Ich fühle mich gut, weil ich heute den ersten kleinen Schritt getan habe. Endlich habe ich eine erste kleine Entscheidung getroffen in Richtung Auslandsjahr.

Nicaragua, Costa Rica, Ecuador, Mexiko.

Wie viel ich mich in letzter Zeit durch ein Chaos von Landesinformationen, Auslands-Blogschreibern und - vor allem - Gewissensbissen geschlängelt habe. Und jetzt soll es endlich reichen, dieses Hin- und Her. ich könnte es mir niemals vergeben, wenn ich es nicht tue. also warum überlege ich noch? habe ich eine andere wahl, wenn ich mich nicht mein ganzes restliches leben hassen will?

 

Sehr ernüchternd war heute morgen die unerwartete Ansprache meiner Mutter. Sehr verletztend. ohja, sehr. noch nie hat sie mich gefragt, warum ich überhaupt weg will. tausende von kilomtern weit weg werde ich sein! weiß sie das? ja! und warum? sie fragt es nicht! es interessiert sie nicht! stattdessen faucht sie mich an, ich solle dann mein Zimmer räumen, für ein jahr solle es nicht leer stehen. meine möbel müssten weg. kein platz schließlich im haus. darum sollte ich mich kümmern! und darüber, was mit dem Kindergeld passiert. "nächsten sommer ziehst du also mit deinem auslandsjahr offiziell hier aus"  das tat weh, das schlug mir ins gesicht. "ich sehe es nicht ein, dieses jahr für dich auch nur ein bisschen mitzufinanzieren". meine schlussfolgerung: Einen weltwärtsplatz bekommen oder es gleich abschminken! alleine kann ich es auf keinen fall finanziell hinbekommen.

 

es ist fremd hier, alles so fremd. und darum fällt mir nichts anderes ein, als in die Fremde zu ziehen.  

 

weil es so aus mir rauskam ...

 

Viel zu häufig beklagt man sich darüber, was man nicht hat. Wie und wo es andere besser haben als man selbst. man ist neidisch, unzufrieden, würde doch so gern dies und jenes haben oder können.

ich bin glücklich ...

... dass ich sehen kann und die welt mit meinen Augen fasziniert bestaunen kann. Dieses unglaubliche Farbenspektrum in mir wirken lassen kann, diese Tropfen, Wellen, Kreise, Kanten, Lichtreflektionen, diese Sanftheit und diese Stärke, diese Weite und diese Enge. Nur visuell erfahren und doch geht sie einem so nah. ganz normal? wohl kaum.

... dass ich in einem reichen Land geboren bin, mit einen der höhsten gesicherten Lebensstandart auf der Welt. Dass mir dieser Ort meiner Geburt Chancen in die Wiege gelegt hat, von denen andere Menschen noch nicht einmal träumen dürfen. Dass ich weiß wie es sich anfühlt, im Winter eine heiße Dusche genießen zu können, mit Freunden ausgehen zu dürfen, abends ohne Todesangst vor Bomben oder Gewaltüberfällen über die Straße zu gehen, mir kleine materielle Wünsche erfüllen zu dürfen, dieses mir von Geburt aus zugesicherte Recht (!) auf angemessene (was ist angemessen?) Bildung zu nutzen. Ich könnte eine endlose Liste aufstellen. von ganz normalen Lebensumständen? wohl kaum.

...  dass ich klaren Verstandes bin, die Gabe habe, frei und offen zu denken (ja es ist eine so kostbare Gabe!), dass ich mich körperlich Bewegen kann, wie und wo ich es will. Dass ich nicht eingeschränkt bin bei körperlichen oder geistigen Behinderungen. normal? wohl kaum.

... dass ich Menschen kennengelernt habe in meinem Leben, die der Grund dafür sind, warum ich das Vertrauen in diese Bevölkerung nicht aufgebe.

... dass ich in der Lage bin zu lieben.

... dass ich einen Lebenssinn sehe, einen Traum habe, und ihn leben will. 

... dass ich jung bin, ich hören, riechen, schmecken, fühlen kann. diese vielfalt, dieser lebensrausch, dieses unbeschreibliche glück.

 

Vielleicht nicht alles ewig. vielleicht nicht alles unendlich für mich bestimmt, nein erzwungen festhalten kann man all diese Sachen nicht. aber im moment bin ich noch in besitz all dieses glücks. und dafür bedanke ich mich beim Leben. 

 

Größenrausch.

 

eine Frage, die mich in letzter Zeit immer wieder beschäftigt. sie kam mir, als ich auf dieser hohen Klippe neben dem Leuchtturm saß und auf das weite Meere hinaussah, rechts unter mir war ein kleinerer (aber immer noch gewaltiger!) "Felsvorsprung", die Wellen schlugen tief unten gegen ihn und es hatte schon etwas Abenteuerliches, auf ihm zu stehen, umgeben von diesen großen steinigen Gebilden.

und ich habe während meiner Pause dort so viele Touristen gesehen, so fasziniert von dieser Umgebung, immer den Fotoapparat in der Hand. sie sahen so winzig klein aus auf diesem grauen Untergrund, wie Ameisen auf dem Boden.

was fasziniert uns so daran? Werden wir Menschen von Dingen angezogen, die uns vor Augen führen, wie klein wir doch in dieser unglaublichen Welt sind? Suchen für gezielt dieses Gefühl der in der heutigen Welt so kaschierten Machtlosigkeit?

Ein einziger Schritt zu weit und alles wäre aus gewesen und gleichzeitig wäre alles weitergelaufen.

Dies hier ist älter als wir, es hat viel mehr erlebt und gesehen. jedes noch so kleines Element, dass dieses Monument beherbergt. und wir Menschen nehmen heutzutage alles für uns in Anspruch, wir wollen alles uns unterwerfen und dabei vergessen wir meist unsere winzige Größe. Ohne unsere großen Wolkenkratzer, unsere neuen Maschinen und Erfindungen wären wir nur ein Sandkorn, der so vom Wind hinuntergeweht werden könnte. Aber wir wollen uns fest verankern, wir wollen tief in den Boden und in die Luft, ja in den Weltraum vordringen.

Sandkörner wollen wir nicht sein, wir sind ja schließlich getrieben von natürlicher Neugier und Entdeckungslust. Was ist schon eines von Milliarden Sankörnern am Strand des Lebens? Irgendwann kommt so wie so die große Welle und wird uns fortspülen, deshalb müssten wir uns anderweitig verewigen im großen Lauf der Geschichte.

Aber ich würde am liebsten sagen: Kein Sandkorn gleicht dem anderen.  Egal wie klein es ist, und es ist in der Lage mit Geduld und Wille aus eigener Kraft Felsen zu formen!

 

fels.JPG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Größe wird auf diesem Foto nicht so gut übermittelt, aber es waren in diesem Moment auch 2 Menschen auf dem Felsrücken (ganz klein in der Mitte vielleicht zu sehen ;) ...

 

Die Schönheit liegt im aufmerksamen Auge des Betrachters.

Bilderflut

schuhe.JPG

 

blume.JPG

 

fischer.JPG

 

herz.JPG

 

katze.JPG

 

meer.JPG

 

m_ve.JPG

 

sonnenuntergang.JPG

 

taube.JPG

 

Und trotz schöner Momente bin ich enttäuscht, wütend, verletzt. und ich hatte es ja schon kommen sehen, war vielleicht gerade deswegen so angreifbar.

Zum vierten mal war ich nun auf dieser Insel, und es wird sicherlich mein letztes mal gewesen sein. die ganzen zwei wochen habe ich mich wie ein fisch in ein dose gefühlt, mit der aufschrift "deutscher tourist, bitte ausquetschen". alles war business, spanisch hörte man sehr selten. stattdessen wurde man an jeder ecke von besoffenen gölenden deutschen Stimmen bombardiert. 

zunächst konnte ich die abwertigen blicke der aufgestilten Chicas ignorieren, dann taten sie mir leid, nach einer woche nervten sie mich.

In den Diskos lief quasi nichts außer house und trance, wo bleibt da der charme? man ist in spanien, am meer wo die sonne scheint, wo man eigentlich schöne musik spielt, aber für die deutschen touris wird alles erdrückt. "für 39,50 bist du dabei, saufen bis zum umfallen, seit mal ehrlich mädels, darum seit ihr doch hier: saufen ... " blabla jeden tag der gleiche quatsch. an jeder ecke. am strand, am hafen, vorm hotel. "dann lernt ihr heiße typen kennen, die euch die nächsten tage was ausgeben und schwups habt ihr wieder das geld raus für den eintritt" ja klar und das ist mein traumurlaub. 

wo geht es hin mit unserer jugend? (oh mein gott, das hört sich an wie ein satz von einer genervten oma) im urlaub einmal abzufeiern, nun gut, wie man abfeiert bleibt jeden selbst überlassen und es ist auch völlig in ordnung.  aber diese intoleranz, die mir von allen entgegenprellte. diese unglaubliche oberflächlichkeit. und diese weltverschlossenheit. bis auf eine außnahme habe ich aus allen gesprächen, die ich in diesen tagen geführt habe, den schluss gezogen: die probleme der welt interessieren diese jungen leute nicht. sie "schießen sich ab" und diese abende erklären sie dann als "coolste", nein "GEILSTE" abende ihres lebens.  ich frage mich, ob sie jemals erfahren haben/werden, wie schön es sein kann, das leben wirklich zu fühlen. unbeeinflusst von irgendwelchen drogen. mit klaren sinnen und echten gefühlen. HA! "echten gefühlen"? das interessiert hier auch niemanden. hier geht kommunikation nur auf der körperlichen ebene.

 

und noch dazu kamen meinungsverschiedenenheiten mit meinen zwei exzellenten, mit denen ich da war. es gab sachen, die haben mich sehr verletzten, und es gab sachen, die haben mich extrem schockiert. es fielen worte, die mir ins gedächtnis und ins gewissen eingbrannt bleiben werden. und ich konnte nicht herrausfinden, ob dies auf gegenseitigkeit beruht. 

 

blicke ich nun zurück, so will ich nicht nur das negative sehen. aber es gab nunmal sehr viel davon. ich erinner mich wie ich auf der tanzfläche stand und mir fast schlecht wurde von der sinnlosen musik, von den blicken der kerle neben mir, von den alkoholgeruch. jeden tag nur das gleiche. alles war so überteuert, darum blieb einen fast keine andere wahl als dem typischen touri-tagesablauf zu folgen: aufstehen, frühstück, strand, duschen, abendessen, bar, disko. ich wurde so nervös, wollte allein sein, hätte und habe einmal fast tränen geweint. heimlich, versteht sich. ich wollte alles so gut es geht verbergen, aber es wurde immer schwieriger. ich nahm mir ab und zu auszeiten von allem, oben auf der klippe war mein lieblingsplatz. ich spürte den wind auf meiner haut und hörte das rauschen der wellen, ich ließ das eintönige hämmern der partymeile weit hinter mir. und da hörte ich ein lied auf meinem ipod, und ein satz kam in dieser sekunde "just because they can't feel it too doesn't mean that you have to forget ... " und ich erinnerte mich an die schönen zwei wochen in frankreich. ich erinnerte mich an die lieben menschen, die ich vermisse. vor allem erinnerte ich mich an meine privilegien, an mein lebensgefühl, das ich so liebte, an meine ziele ... und ich vermischte alles mit dieser tollen natur, die mcih umgab. mit dem sonnenuntergang. und ich sah etwas schönes in dieser zeit ...

"du gehörst hier nicht hin, und das ist auch gut so." diese erkenntnis hat sich jetzt bei mir eingebrannt. und ich sehe jetzt deutlich, dass ich mich woanders umschauen muss. abseits dieses abgestumpften mainstreams, und es ist erleichternd dies nun mit völliger überzeugung vertreten zu können. 

 
Über mich
Now even if you hold yourself
I want you to get cured
From this person
Who advises you
There is a disconnection
See through this point of view
There are so many special people in the world
Mehr über mich
« Oktober 2008 »
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • .
  • .
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30
  • 31
  • .
  • .

21Publish - Cooperative Publishing

guenstige buecher
Konzerttickets
Online Hotelbuchung
Notebook Schutzfolien
Kontaktanzeigen