Bring on the wonder.
Let's go to the hills where the outlines are clear
Bring on the wonder
Bring on the song
I pushed you down deep in my soul for too long
I fell through the cracks at the end of our street
Let's go to the beach, get the sand through our feet
[Susan Enan]
Ein Abend mit diesem Lied, alleine in seinem Zimmer und die Einsamkeit ist perfekt. Zwei einsame Seelen jedoch finden sich, schmiegen sich aneinander, verstehen obwohl es nichts zu verstehen gibt. Die eine schnurrt während die andere durch das seidige Fell streicht. Hingegen genießt es diese andere die Wärme auf ihrem Bauch zu spüren. Das gegenseitige Atmen zu spüren.
Er sieht mich an, als ob er mir etwas sagen möchte. Er ist da und gibt mir schlicht und einfach das Gefühl, dass es hier noch jemanden gibt, der mich in dieser Umgebung wärmt, die mir so kalt vorkommt. Er hat etwas Anmutiges in diesem Moment. Etwas Schimmerndes, Geheimnisvolles ... mein kleiner Panther.
Die Klänge von diesem Lied umgeben uns und langsam ist er dabei einzuschlafen. Ich will ihn nicht stören, denn ich seh ihm beim Träumen so gerne zu. Dann bewegen sich seine Pfoten immer, und seine Nase fängt an zu zucken ... ich werde meine Hand auf seinem Bauch haben, weil ich es so liebe wenn er so sanft atmet. Ich werde mich solange nicht bewegen, bis er aufwacht. ich könnte stundenlang hier noch so sitzen ...
Es ist unsere Ewigkeit, jetzt und hier. Morgen kann schon alles anders sein. Der Rausch kann vorbei sein, die ausgelöste Bezauberung. oder noch viel mehr könnte vorbei sein. aber das interessiert jetzt nicht ...
I don't have the time for a drink from the cup
Let's rest for a while 'til our souls catch us up
Paulo Coelho

Dieses Buch hat mich "nur" eine Woche begleitet, bis ich es durchgelesen hatte. Gelesen im Zug, am See, im Garten und vorm Schlafengehen.
Das, was mich an diesem Buch am meisten gereizt hat: es behandelt ein Thema auf komplett andere Weise, als man erwartet. Es stellt klare Kontraste zwischen dem körperlichen und sinnlichen/seelischen Begehren heraus, und gleichzeitig auch ihre enge Verknüpfung! Nachdem man dieses Buch gelesen hat, merkt man erst, wie oberflächlich die Gesellschaft und man auch selbst mit diesem Thema umgeht. Welche Vorurteile von klein auf in uns verankert werden: "männer wollen immer nur das eine", "prostituierte sind abschaum und haben mit wahrer liebe nichts am hut", "sex ist das wichtigste und tollste und aufregendste und jeder denkt den ganzen tag daran" ... aber nein, es sind nur ganze 11 minuten von der gesamten ewigkeit, in welcher man einander liebt!
obwohl ich zugeben muss, dass ich mich auf diesem terrain noch etwas unerfahren bewege, will ich nicht sagen, dass ich allem zustimme, was Coelho deutet. Etwas gestört hat mich der regelmäßige (eingeschobene) Bezug auf Gott, da die Hauptfiguren meiner meinung nach sehr gläubig waren, und ich mich hingegen mit den christlichen Vorstellungen nicht eins zu eins identifiziere.
Hätte ich nur ein paar Ausschnitte zunächst gelesen, so wäre ich wohl etwas zögernd an das Buch gegangen. Aber man muss es auf jeden Fall als ein Gesamtwerk sehen: es geht um die Entwicklung der Protagonisten.
Auf der Suche nach etwas, von dem zu wissen glaubt, dass man genau weiß, was es ist: Die liebe des lebens, geld, abenteurer. Und ich fande es sehr interessant, dass diese absurde Einstellung so stark herausgehoben wurde: Bevor man sich ins "Abenteuer" wagt, definiert man seine Ziele und setzt sie fest. und macht es dadurch unmöglich, sich währenddessen beeinflussen zu lassen, vielleicht einen neuen Weg zu wählen können weil man sich selbst (und damit auch seine Ziele) verändert.
Lesenswert!
kamera.
sie ist da, sie ist da, sie ist da!
und gleich wurde sie benutzt, um ein paar sommeremotionen einzufangen ....
marascaKirschen.
Ich träume. ich schwebe dahin. Und ich liebe diese Sehnsucht, den süßen Schmerz, den sie verursacht. Das Leben, eine Kirsche in meiner Hand.
Und nun wird man vor die Entscheidung gestellt: Reinbeißen, die knackige Hülle zerreißen, den ersehnten Geschmack genießen ... oder lieber warten. sich an der visuellen schönheit erfreuen, sich das wesentliche für später aufbewahren, nur davon träumen?
Wer sagt mir, dass die Zeit reif ist?
die ferien sind hineingebrochen und legen sich nun langsam wie ein schleier über mein bewusstsein. warum freue ich mich nicht? Vielleicht ist es die verdrängte einsicht: es sind deine letzten sommerferien! alles, was ab nun folgt, wird immer das "letzte mal" in deinem (schul-)leben sein. und was fühle ich jetzt in diesem augenblick? entlastung? angst? nein, leere! ich schwebe zwischen zweifel und zuversicht. blicke ich hinter mir, so sehe ich verschwendung des höchsten maßes. die zeit, wie im rausch ging sie vorbei. und blicke ich nach vorne, so kann ich es kaum erwarten, meine träume wahr werden zu lassen. und blicke ich in das jetzt, so ist alles was bleibt: beunruhigung.
das letzte schuljahr. viel passiert. veränderungen! entwicklungen, nicht um mir, aber umso mehr in mir! ein sehr wichtiger mensch wurde letzten sommer aus meinem alltagsleben gerissen, es musste sich nun ohne sie zu recht gefunden werden. aber der horizont wurde erweitert. einflüsse aus der hauptstadt. neue menschen in der stufe wurden ins herz geschlossen. die tiefsinnigen gespräche nahmen zu. gedankenaustausch. so viel gelacht. und so viel geweint. und der umzug: nachdem das gefühl einer zusammenbrechenden welt zunächst tapfer verteidigt wurde, so fing bald wieder an, ein neues feuer in mir zu brennen. die sinnlosigkeit, wenn ich die straßen dieses dorfes durchlaufe, ich sehe ihr ende. noch ist es nicht greifbar, aber die hoffnung es irgendwann zu erreichen trägt meine füße weiter vorwärts. der tag dieser zwangsversetzung war exakt der tag einer neuen begegnung, ein mensch mit wohl einzigartiger bedeutung nun in meinem leben, der etwas in mir beeindruckte: mein weltverständnis. lust zu leben. ja! die augen geöffnet für einen weiteren blick in mich und um mich herum. der abschluss dieses schuljahres war geprägt von einem schmerzenden abschied. loslassen. und dem gefühl des missverstandenseins.
und was sagt mir das nun? ich muss noch viel lernen. sehr viel.
gestern abend war große "letzter-schultag-sauferei" der oberstufe. nun sag mir mal jemand, woher kommt diese ablehnung in mir? warum sehne ich mich im moment nicht nach dem großen party-palmen-sauf-event, sonder einfach nur gemütlichen abenden in einer überschaubaren gruppe, neuen begegnungen, gemeinsame diskussionen über das leben mit all den musikalischen, emotionalen, abenteuerlichen vielfalten und facetten? sah ich um mich, so gingen alle völlig in dieser situation auf. und es war doch auch ganz nett (zu mindest bis zu dem zeitpunkt als alle zu besoffen war und in die schule eingebrochen wurde. fazit: 500 eur schulden für stufenkasse!). alle hatten sich amüsiert, aber ich fand irgendwie nicht hinein. ich habe zwar mitgeredet, hier angestoßen, da ein smalltalk, über witze von besoffenen mitschülern gelacht. aber ich fühlte mich stets außerhalb stehend. immer nur eher als beobachter als als teilnehmerin. und es fällt mir immer schwerer ... immer schwerer. und dann denke ich, hey ich bin 18, wir haben sommerferien, es ist normal dass man noch ein paar mal so zusammen feiert. man sollte es doch ... ja irgendwie genießen. aber es geht nicht. es ist diese sehnsucht, die mich wegzieht.
ich finde hier keine erfüllung.
Zeilensprung
"Ich bin zwei Frauen: Die eine will die Freude, das Abenteuer, die Leidenschaft, welche das Leben ihr bieten kann, voll auskosten; die andere will Sklavin einer Routine, eines Familienlebens sein, all der Dinge, die geplant und erfüllt werden können. [...] Die Begegnung einer Frau mit sich selbst ist ein Spiel mit ernsten Gefahren. Ein göttlicher Tanz. Wenn wir uns selbst finden, sind wir zwei göttliche Energien, zwei Universen, die aufeinandertreffen. Wenn in diesem Aufeinandertreffen die nötige gegenseitige Achtung fehlt, zerstört ein Universum das andere."
Paulo Coelho - Elf Minuten
( danke Nachtkatze ;)
i'm your best friend, of the day!
jeder ist alleine. jeden tag.
egal ob wir das glück haben, einen geliebten menschen an unserer seite zu haben. egal ob wir wahre freunde haben. egal ob wir eine sich kümmernde familie haben.
eigentlich sind wir doch immer alleine. bei uns, in uns sind wir immer alleine. denn wir können ganz alleine entscheiden. wir können entscheiden, ob wir ein messer oder eine blume in die hand nehmen. diese entscheidung kann uns keiner abnehmen, wir müssen sie alleine treffen. alleine! natürlich werden wir dabei von unserem umfeld geprägt, vor allem von unseren mitmenschen.
und es tut mir weh, diese zeilen zu lesen. die wörter bohren sich tiefer und tiefer in meine haut, auf mein herz zu. es schmerzt, je tiefer ich sie hineinlasse. ich hatte ja keine ahnung! ich habe meine blauäugigkeit noch nicht so ganz überstanden. je mehr ich aus anderen lebensgeschichten erfahre, so kann ich mit immer stärkerer festigkeit sagen: ich hatte eine relativ heile kindheit.
oh, ich fühle mich so dumm. dumm dumm dumm. das leben verpasst mir eine ohrfeige.
ich möchte helfen, aber die entscheidung, ob man das leben bejaht liegt, sie doch bei jedem selbst. ich fühle mich schwach, hoffnungslos. und dabei geht es hier doch um das wichtigste: die bekenntnis zu seinem persönlichen lebensglück.
now the gras is so green, but i can't see anything.
watching my life just passing by. just sit back and whatch the sky.
heute ist ein sinnloser tag. ohne-sinn! seine einzige erfüllung bestand in träumen, hoffen, existenzängste haben. und dann noch die viel größeren lebensängste, welche meine seele so stark belasten, dass sie sich kaum noch zu wort meldet. ich bin 18, und ich mache mir so viele gedanken. aber ich glaube nicht, dass das gedanken-machen falsch ist, weil zu sagen " ich hab ja noch zeit" ist wohl eine viel schlimmere einstellung. vielmehr macht mir dieses ewige hin- und her zu schaffen.
ich habe heute das haus nicht verlassen. ich habe die regentropfen gegen mein fenster schlagen hören und ich hätte weinen können (ich glaube ich hab es sogar, als ich aufwachte spürte ich es auf meinem gesicht. dieses unwohle gefühl von getrockneten salzigen tränen). aufstehen, internet, buch, internet, hinlegen, orientierungslos durchs haus laufen, hinlegen, aufstehen, internet.
es ist so traurig. zu viel raum und nährboden für ungünstige gedankengänge. sie zerstören vorfreude. sie zerstören hoffnungen. nichts ist so einfach wie es scheint, nichts könnte so klappen wie ich es möchte.
ich brauche klarheit, über meine wahren aussichten: was könnte ich schaffen? was WILL ich denn eigentlich schaffen? wo sind meine prioritäten?
ich will so viel lernen, ich sage es mir jedesmal! aber die motivation kommt nicht auf. es ist, als ob ich aus tausenden zahnrädern bestehen würde. manche laufen so schnell, wollen vorwärts kommen und drehen und drehen sich unaufhaltbar. aber die anderen, verrostet, träge geworden aufgrund schlechter erfahrungen oder einfach nur verbittert und abgeschreckt, sie laufen so langsam und bringen alles zum stoppen.
ich könnte jetzt aufzählen, was ich will. vom abi bis hin zum beruf, ja ich weiß ganz genau was mein wunsch ist. wann ich wo die richtigen menschen kennenlernen würde. und alles würde perfekt sein. ich könnte alles vereinen. aber so klappt das nicht. das ist keine realität. das leben lässt sich nicht planen! ich nehme mir jetzt vor, erstmal die ferien zu genießen, das internationale workcamp, neue bekanntschaften zu machen, mich inspirieren zu lassen, die welt mal von einer anderen seite aus zu sehen. und danach sieht alles bestimmt schon ganz anders aus. weil die erfüllung, die suche ich doch eigentlich hier. aber meine dumme angewohnheit, die erfüllung für die nächsten jahre zu p.l.a.n.e.n. so ein UNSINN! but how i wish for something more ...
and you're singing this song. thinking this is your life.
von der dürre und der flut.
eindrücke. impressionen. menschen, die gegen eine sucht ankämpfen. jeder tag ist eine neue herausforderung, jeder tag ein neuer start ins ungewisse. "werde ich heute trocken bleiben?"
viele gedanken kamen in mir auf. einerseits erkenne ich, dass ich glück habe. ja, jeder tag meines lebens ist erfüllt von glück. ich habe kontrolle über mich selbst, mal mehr mal weniger. ich kann meine zukunft selbst bestimmen. mal hoffnungsvoller, mal mit angst. und ich kann mich vor allem mit mir selbst auseinandersetzen! eine so verdammt wertvolle chance, die - wie ich heute gefühlt habe - nicht selbstverständlich gegeben ist. vor allem wenn man seine eigenen sinne betäubt um vor seinen problemen zu flüchten.
und die lebens-leidensgeschichte einer frau hat mich besonders über mich zum nachdenken gebracht: wenn man erstmal familie hat, kinder, hausfrau, einen mann, dann hat man keine zeit mehr, sich um sich zu kümmern. man vergisst, seine eigenen bedürfnisse zu hinterfragen. man lässt keine extremen emotionen aufkommen - wut, ärger, liebe, man unterdrückt sie um seinen verpflichtungen im alltag besser nachkommen zu können. wenn man jung ist, so hat man zeit, man denkt über sich selbst nach, muss selbstverantwortlich abwägen welchen persönlichen und beruflichen weg man einschlagen will. aber hat erstmal die familienroutine von uns besitz ergriffen, so will man seinen kindern nur das beste geben. immer für sie da sein. und man vergisst sich selbst.
in diesen minuten ging mir nur eins durch den kopf: niemals eigene kinder! niemals eigene kinder! ich leibe kinder, aber ich will keine eigenen. man darf niemals aufhören, sich selbst zu lieben. erst dann kann man seine liebe auch an andere weitergeben. und ich niemals in diesem abgestumpften kreislauf reingeraten. es ist nicht so, dass ich die verantwortung nicht haben will, aber ich habe angst, mein leben gegen eine bloße existenz zu tauschen. ja, "angst" ist wohl wieder das richtige wort. meingott, es sind verdammt egoistische gedanken. aber sie kamen in mir immer und immer wieder hoch.
ich habe glück. in so vielerler hinsicht. ich habe enorme chancen, unglaublich viele im vergleich zu so vielen anderen menschen auf der welt. das größte problem ist wohl nur, dass ich nicht weiß, auf welcher art und in welcher kombination ich welche dieser chancen nutzen will/muss/kann. welche prioritäten.
aber eins steht fest: keine sucht, nein ich will keiner sucht mich jemals unterwerfen. und ich will niemals aufhören, zu lernen. ich will niemals aufhören, mich anderen gruppen und menschen zu öffnen. ich will niemals aufhören, vorurteile abzubauen. ich will niemals aufhören, herausforderungen anzunehmen.
alles was ich tue, ist teil meines weges
ich folge den rythmus meiner individualität
ich begegne den verwunderten blicken der umgebung
komischer stil, komische musik, komische einstellung
ich frage, ich diskutiere, ich halte stand
so langsam fühlt man deutlich: ich will etwas anderes als ihr.
ich habe meine eigenen vorstellungen
und erst recht meine eigenen wünsche
sie definieren meine ziele
gespräche in der klasse zeigen eine außenseiterposition für mich.
aber es reicht mir nicht, meinen teller zu füllen und zu hoffen,
für die erfüllung morgen wirds auch reichen
ich rede nicht gerne von mir in der klasse, aber wenn jemand ernsthaft fragt, so ist es stets ein interessanten gesprächsthema.
ich möchte einmal getrennt sein von alten verpflichtungen, bindungen
ins ungewisse tauchen
mit der klaren gewissheit: ich komme wieder!
aber denkt nicht, ich werde mich dann in die reihe eurer abgestumpften selbstzerstörung einordnen
aber ich werde zurückkehren ins heimische terrain.
deutschland? ich weiß es nicht. so wie ich mich selbst nicht gefunden habe, so habe ich auch noch nichts gefunden, wo ich mich zuhause fühle. meingott, alles ist noch so verdammt ungewiss.
jung und gefangen in der freiheit.
the first way to kill yourself.
ich will mich selbst finden. werde ich mich auf meinem weg verlieren?
"wie, alleine?" ist man denn alleine?
im hintergrund vernehme ich ein rauschen, hysterisches schreien, schreie nach mir, aber es ist mir egal. ja verdammt, ich verstehe den sinn nicht! warum sich über diese sachen aufregen? warum kraft aufbringen, wo es noch so viele größere sachen gibt. es ist doch so nichtig. unheimlich unwichtig. aber auf meine meinung legt hier so wie so keiner mehr wert. sie kennen mich nicht. sie sehen mich nicht. sie haben nur ihre eigenen probleme im kopf. nein, eigentlich sind es keine. aber sie machen diese sachen selbst zu ihren problemen, indem sie sich hineinsteigern.
sie bekommen nur die ergebnisse in meinem leben mit, und fragen sich dann wie es zu diesen vielseitigen veränderungen kommt. aber was soll ich tun, ich hab keine kraft die entwicklung meines wesen der ganzen letzten jahre wiederzuspiegeln. auf dieser ebene ist sprache zwischen uns tabu. die nächsten menschen sind manchmal die fremsten.
ich weiß nicht was ich tue. lebe ich? liebe ich?
i hope you understand. i cannot be your friend. how could anybody love me when i came here all alone on my way to anywhere else. sorry, i'm just passing through. this isn't my town. this isn't my village. this isn't my sun on the wall. this isn't my water in the lake. this isn't my sound on the radio. is this me at all? i haven't found myself yet. so tell me, who do you want to love? who is standing here in front of you? maybe someday i will understand, maybe someday i will say that i felt wrong. but wrong feelings are hard to throw away. i'm addicted to them. i've always been and who knows - maybe i'll always be.
anything is lost and nothing is achieved yet. perhaps i should practise.
ich verletzte andere menschen. aber nennt mich nicht perfekt. nein nennt mich nicht so. manchmal weiß ich nicht was geschieht. manchmal verliere ich mich.
und es ist hart, mich danach wiederzufinden. aber reicht mir nicht eure hände. im moment habe ich meine krallen ausgefahren.
be my mirror.
"Wie schaffst du es, in allen Unglücken immer noch die positiven Seiten zu sehen?"
weil ich an mir gearbeitet habe. und weil ich es noch immer tue. seit jahren. jeden tag. weil ich das ewige gemeckert vor ein paar jahren satt hatte. diese ewige schlecht-macherei, die nichts aber wirklich nichts verändert und nur zu innerer und äußerer unzufriedenheit führt. dafür, so habe ich mir überlegt, ist mir meine kraft zu schade. nun soll man nicht denken, ich sei einer dieser aufgesetzten dauer-lächlerinnen, die sobald sie merken sie werden beobachtet nur mit ihrer schrillen quietischigen stimme verdeutlichen wollen "hach schaut her ich bin ja so gut gelaunt, 24 std am tag, niemals gehts mir schlecht". die eine schow in der schule abziehen und mit ihrer aufgesetztheit doch wirklich gute eindrücke bei manchen hinterlassen! aber sobald sie kurz aus der öffentlichkeit verschwinden, sieht es mit ihrer friede-freude-eierkuchen-einstellung doch gleich ganz anders aus.
nein. ich habe mir nur als vorsatz gesetzt, mich in nichts mehr mich hineinzusteigern, was mir eigentlich nur schadet. eine etwas egoistisch ausgerichtete einstellung, weil vor allem meine mutter bekommt wohl manchmal zu spüren, dass ich mich einfach nicht mehr in ihre überdrehten wutausbrüche integriere. dass ich ihr weder zustimme, wenn sie wieder psychisch übertreibt, noch ihr widerspreche. ich entziehe mich einer konfrontation aus den angehäuften erfahrungen, eine weiterbringende kommunikation aufzubauen würde eh scheitern. sie kann gerne kommen, wenn sie sich abreagiert hat. aber ich bin kein boxsack mehr. soll sie doch woanders draufschlagen. der alte boxsack braucht nun seine energie für sich selbst, er zentriert sie lieber auf die schönen seiten des lebens, seines lebens. verantwortung übernehmen für sein eigenes glücklichsein, und nicht die gründe seiner unzufriedenheit außerhalb suchen.
manchmal ist es nicht ganz so leicht, aber gerade wenn man solch einen satz von einer mitschülerin ehrlich ins gesicht gesagt bekommt, wo man es doch selbstverständlich fand das problem auf diese weise anzugehen, sehe ich das als einen beweis, dass sich da langsam aber sicher (wirklich sicher?) ein optimismus in mein unterbewusstsein einnistet.
zukunftsbotschaften.
Ein altes Buch. Staub nun auf meinen Händen. ein verrauchter stechender Geruch in der Nase. Vergilbte Seiten. Flecken auf dem Umschlag. Füllertropfen.
Nach irgendetwas auf der Suche gewesen, nicht gewusst wonach, und es in der hintersten ecke liegen sehen. Der eigentliche Grund, warum es mein Interesse erweckte, war der Satz in der Inhaltsangabe auf der Rückseite "Erst spät erkennen beide, daß die Suche nach einer Welt, in der es phantastisch anders sein wird, keine ausreichende Grundlange für die Beziehung zwischen zwei Menschen ist". Zaghaft aufgeschlagen. und dann diese Inschrift gelesen:
"Dieses Buch wird leider in der Schule besprochen. Alles ist hier langweilig, und ich hoffe, daß nicht jeder dieses machen muß wie ich.
Ich weiß nichts und ich tu' nichts.
P.S. : Aber ich tu' es gerne"
Und darunter ihre Unterschrift. Und überall im Buch kleine Anmerkungen. Ich habe ihren Namen, ich habe ihre Gedanken während sie es laß. ja und sie hat es 1977 gelesen. Aber mehr weiß ich nicht von ihr.
Es verursacht ein komisches Flackern. Ein kleiner Einblick in die Vergangenheit einer fremden Lebensgeschichte. etwas Alltägliches, ja Schulalltag!
Und nun verursacht meine Neugier fragen in meinem Kopf. Wer ist sie? Wie ist ihr Leben weiter verlaufen? Und dabei bin ich doch eigentlich gar nicht berechtigt, dies zu fragen.
abgestempelt
nichts geschieht. und wenn, dann alles auf einmal. zu viel, um in 24 std einer meiner Tage zu passen.
warum fällt es mir schwer, zu lächeln? ich komme mit all dem nicht klar. wenn ich unter strom stehe, so sehne ich mir eine auszeit herbei. und wenn sie dann da ist, dann nutze ich sie nicht. es kommen gedanken, gedanken die mir angst machen.
tief in mir drin, diese angst, sie kündigt sich mit einem leichten kribbeln an. dann steigt sie mir in den kopf. sie übernimmt die kontrolle, lässt keine anderen gedanken mehr zu. sie stößt einen teufelskreis an: es klappt nicht, ich hab schon zu viel falsch gemacht, es wird auch in zukunft nicht klappen.
"es"
und ich denke an schöne sachen, an sachen, auf die ich mich freue in der zukunft. aber dann plötzlich dieser gedankenstich: Was ist, wenn es vorbei ist? was machst du dann? und ich bin wie erfroren. ja, was mach ich dann? was mach ich, wenn ich nichts mehr habe, auf das ich mich freuen kann? was mache ich, wenn ich mir zu viel erhoffe. ich erhoffe mir, dass sich aus den schönen sachen in der zukunft neue schöne sachen in der zukunft danach ergeben. und was, wenn dem nicht so ist?
ich baue auf etwas erwünschten. ich will die früchte einer pflanze essen, dessen samen ich noch in der hand halte. wer sagt mir, dass die pflanze wachsen wird, dass sie wirklich später einmal früchte treagen wird?
ich male mir aus, wie schön es sein könnte. situationen. glücklichsein. und diese ausgemalten momente spiele ich wieder und wieder hab. und sie zaubern mir ein lächeln auf die lippen. ohja, wie ich mich freue! aber dann, was ist, wenn es anders wird. irgendwann wird es zu den erinnerungen zählen. werden diese erinnerungen einen enttäuschenden beigeschmack haben? mir leise ins ohr flüstern "tja mehr war's wohl nicht"
gefühle verblassen. das merke ich gerade sehr intensiv. da, wo einst ein feuer brannte, dort ist nun asche. ein kleines foto der einst so hellen flammen in der mitte. ja, ohja wie sehr ich dieses gefühl geliebt habe! ich wollte, dass es nie geht. hab es aufgeschrieben. wollte wörter finden. und doch gaben sie nie wirklich das wieder, was ich empfand. ich wollte es umschreiben. seitenlang. zum teil hier, zum teil in meinem seelenbuch. und ich habe es genossen, ich war glücklich. meingott, ja ich war es. ich hab mich hingegeben. und jetzt, jetzt bleibt nichts als die hülle. das foto in den ruinen. ich weiß noch, wie ich dieses gefühl beschrieben habe, ja ich kanns mir ja durchlesen. und ich weiß auch noch ganz genau, wie ich auf die einzelnen wörter kam, wie mir die laute dazu einfielen. aber es ist nicht das gleiche. ich fühle es nicht mehr, egal wie sehr ich es versuche. an stelle dieses umschriebenen gefühls macht sich unruhe breit. sie stachelt mich nun an. sie lacht schadensfroh über meine verzweiflung. ach wie naiv ich doch bin. nichts währt ewig. schon gar nicht glücksgefühle.
ich schließe meine augen. ich ziehe meine hände zurück.
alles so taub. ich höre nichts. ich sehe nicht wirklich. ich fühle nichts.
ich habe angst, anderen menschen zu vertrauen, weil ich mir selbst nicht vertraue. "In meinen Eingeweiden saß ein Tier, das fraß an mir und trieb mich um, später fand ich seinen Namen: Panik." [Christa Wolf]. und es passt so gut. ja Panik. PANIK. PANIK!
es wird niemals klappen. niemals niemals niemals niemals. ich werde mich niemals trauen, ich werde alles verprassen. mein ganzes leben. meine existenz ja so wie so, aber ich fühle mich im moment unendlich hoffnungslos. meine glücksauffassung, sie zerfließt mir zwischen den händen. diese glücksauffassung, welche mir nun schon seit wochen, ja monaten eine flamme im herzen und in der seele aufgestellt hatte. wärmend, guttuend. aber die flamme fing an, immer kleiner zu werden. sie flackert nun. und mit gläsernden blick sehe ich sie an. ich weiß, dass ich sie retten könnte. und genau das ist ja das schlimme!
Die Elite der Zukunft hat keine Gegenwart. immer und immer wieder hämmert sich dieser Satz in meinem kopf vor. ein satz, aus den tiefsten empfindungen, ja aus der tiefsten wut heraus entstanden. und jetzt, da wo er raus ist, wo er seine wörter gefunden hat und nicht nur noch bloße eingebung ist, da steht er vor mir. jeden tag. jede minute. jede sekunde. panik. PANIK. PANIK!
ich will so viel! ja ich will so verdammt viel. und doch gönne ich es mir nicht. ich will es nicht wollen!
ich bin alleine. sie schreien von allen seiten. sie wollen etwas von mir. und ich selbst will nicht wollen. sie reißen an mir, sie reißen mich aus meiner trance, in welcher ich nun schon seit stunden schwebe. eigentlich schon seit tagen, aber nun stößt dieser zustand auch nach außen. ich bin alleine. nur nebel um mich herum. ich bin alleine. ich sehe an, wie alles nach und nach zerbricht. was mir so wichtig ist, es wird gerade zerstört! meine einst so sicheren festungen, sie liegen bald in trümmern vor mir. und ich will etwas tun. aber ich bin alleine gegenüber dieser masse, dieser masse an missverständnissen, erfüllten ängsten und unerfüllten hoffnungen, problemen, benötigten planungen, zerbrochenen beziehungen. ich schließe meine augen. ich flüchte. ich ziehe meine hände zurück. und ich will es nicht wollen. ich bin alleine.
ein bild ist nichts als eine illusion von vergangenen momenthaften gefühlen. wir lieben es, weil wir es vorzeigen können vor unserem inneren gerichtshof. wir schützen uns damit, neue gefühle aufkommen zu lassen, wir halten an den alten gemochten gefühlen fest. ein urteil wird erwartet, zwischen abgestumpftheit und völligem schwachsinns.
auch sie ist nicht da. ihre hand in meiner hand. ein versprechen. unsere hände, hunderte von kilometern getrennt. ich bin alleine. ich brauche sie. ich brauche so viel. und doch will ich es nciht brauchen.
was sind unsere probleme schon in
jeder tag eine neue therapie. schritt eins: sich selber zweifel schaffen. schritt zwei: die hoffnungslosigkeit für komplett erklären, alle sachen hinschmeißen wollen, aufgeben wollen. schritt drei: sich zurückziehen, nachdenken, alleine (oder mindestens mit seinem kater). schritt vier: sich vor die frage stellen: möchte ich jetzt daran hängen bleiben, oder will ich trotz dieser beschissenen tatsache in der welt das beste aus meinem leben machen? für mich selbst, aber auch für meine mitmenschen? schritt fünf: sich für den optimismus entscheiden. für die taten. für das handeln, auch wenn es in der großen weiten welt wohl hoffnungslos aussieht. so ist es das für einen selbst und sein leben doch auf keinen fall.
es gibt von allem eine kehrseite. besonders gut herausgestellt im neuen blogeintrag dieser bewundernswerten frau, die einen traum hinterhergegangen ist, den ich im moment auch noch in den startlöchern träume. ein fremdes land, das wir europäer als exotisch bezeichnen. menschen helfen. und dabei für sich selbst antworten auf bisher unbeantwortete fragen suchen, antworten, die man in seiner "heimat" nicht findet. sehr lesenswert! keine oberflächlichen reiseberichte, sondern tiefgründige, tiefsinnige betrachtungen. selbst- und landeskritisch.
und in schritt eins hatte mir ihr neuer eintrag etwas ins gesicht geschlagen. bisher nur abenteuerliche, berauschende emotionen, und jetzt: der zauber ist vorbei, die realität kommt an einen heran. die ungerechtigkeit, das elend, das unendliche leid der bevölkerung. kein egoistischer erlebnistrip, nein: das leben! und das ist nunmal nicht immer rosarot mit gänseblümchen.
aber irgendwie habe ich dann spätestens in schritt vier begriffen, dass diese angst in mir allein eine angst vor enttäuschungen ist. angst, von den menschen enttäuscht zu werden, die einen oberflächlich betrachten. die einen ablehnen. angst, alleine zu sein. angst, trotzdem keine antworten auf ungestellte und doch vorhandene fragen zu finden. aber würde ich mich davon aufhalten lassen, zu handeln, so wäre die enttäuschung über mich selbst doch viel größer als die enttäuschung, die ich eventuel über andere empfinden könnte.
so schreibe ich dich.
auf deutsch, weil ich mich auf französischen Sprachterrain zu unsicher fühle. ich hoffe, du hast dein Wörterbuch zur Hand. weil es mir wichtig ist, weil du mir wichtig bist, und weil es mir wichtig ist, dir meine Sicht der Dinge offenzulegen.
"l'enfer, c'est les autres". aber gleichzeitig können sie auch der himmel sein.
Weil du mir Halt gegeben hast, weil du mir auf eine undefinierte schöne Weise neue Orientierung verschafft hast, so habe ich mich vielleicht zu sehr auf den äußeren Kampf konzentriert. Auf mich selbst und meine Überlegungen. und auf dich und dem, was du von dir verraten hast.
aber da gibt es noch mehr.
Der innere Kampf, ausgeführt in den dunkelsten Ecken unserer Seele, alleine, verloren. wir verschließen uns vor anderen und unserem Umfeld aus Angst vor Missverständnissen, vor Enttäuschungen, vor Verrat. Und diese Angst ist dort in uns, weil wir selbst schon alle mal jemanden enttäuscht haben. weil wir in einem Augenblick unseres Lebens schon alle mal jemanden verraten haben. Weil wir es zugelassen haben, dass Missverständnisse in uns herranwachsen und Vorurteile in uns füttern, die uns die Sicht auf die Realität versperren.
Während ich hierbei triumphierte, "meinen inneren Kampf gewann", mein Lebensgefühl nach und nach wieder zurückkam und ich mich für andere Sachen öffnen konnte, so war es für mich immer ein Rätsel, ob ich dich gerade glücklich und erfüllt sehen kann, oder ob du doch in deinem inneren auf der Suche bist, ewig unsicher und orientierungslos.
Ich sehe in dir einen unendlich gutmütigen Menschen. Verständnisvoll. Interessiert an den Lebensgeschichten anderer, und mögen es noch so unwichtige Einzelheiten sein. Du willst Menschen nach ihrem Charakter und nicht nach ihrem Aussehen bewerten. Du denkst an Menschen, denen es schlechter geht in der Welt. Du hast Leidenschaften, für die du dich hingibst. du hast einen weiten unabhängigen Horizont. Du kannst anderen Menschen viel geben.
Du bist gut! Aber du bist auch nur ein Mensch, der Fehler macht. Aber solange du diese in dir ausfindig machst, und über dich selbst reflektierst, selbstkritisch (was du bist), solange du aus ihnen lernst, solange zeugt dies nur noch zusätzlich von deinem verständnisvollen, aufrichtigen Wesen. Ungeschehen kannst du deine Fehler, deine Worte, deine Beleidigungen niemals machen. Aber fange an, dir und deinem Wesen zu vertrauen. Vertraue dir selbst, dass du nicht schlecht bist. nein, dass du gut bist.
Du hast etwas aus deinen letzten zwei Jahren gemacht, mehr als wohl die meisten Menschen in deinem Alter. Du hast dich Herausforderungen gestellt, und sicherlich viele von ihnen gemeistert. und es ist wohl irgendwo normal, dass man auch sachen rückblickend findet, über die man enttäuscht ist. aber siehe bitte nicht nur die negativen seiten.
Das alles schreibe ich aus meiner Sichtweise. Mehr kann ich nicht schreiben! Das ist alles was ich weiß, und ich maße mir an, dich so zu kennen. Ich sehe dich so. ich habe dich so kennengelernt. ich habe so mit dir geredet. ich habe so mit dir im wildpark gesessen nachts. ich habe so mit dir einen spaziergang in der sonne um den see gemacht. ich habe so mit dir gerdet. ich habe so mit dir stundenlang tee und kaffee in deiner kleinen wohnung getrunken und musik gehört.
denn ich vertraue dir.
Wenn ich jetzt von Vertrauen spreche, so muss ich sagen, dass ich nicht ehrlich war. Ich weiß von deinem Blog, schon seit Mitte März. Und damals, am 20. April, so war bereits ein Eintrag mehr oder weniger an dich gerichtet: meine ängste in deinen worten. , angestoßen von dir, "les psychotropes".
Du fehlst hier. Heute bin ich zum Bahnhof gelaufen, an deinem Haus vorbei. es ist nicht mehr das gleiche. etwas Leben wurde hier genommen. nicht wirklich, aber für mich. aber ich bin nicht traurig, es ist nur die nostalgie, die mich etwas trübt. auch ich wünschte, ich hätte einige sachen anders gemacht. aber ich sage mir, dass es auf die zukunft und gegenwart ankommt.
die Unsterblichkeit in uns.
es sind nur fotos. es sind nur zeilen. es sind nur kurze nachrichten. und doch können sie so verdammt viel bedeuten. und wenn man sie durchließt, so ist es als wenn man wochen, monate, ja sogar jahre innerhalb von ein paar minuten revue passieren lässt.
das ist so absurd, so unheimlich absurd. zwischen höhen und absoluten abstürzen, die einem einmal das herz gebrochen haben oder einen zu den wolken befördert haben, sie kommen im sekundentakt hintereinander. stärkere stimmungsschwankungen als diese erinnerungsdiashow kann es gar nicht geben. als wenn jemand die musik an einem regler immer lauter und leiser dreht. und du weißt nie ob du dir die ohren vor schmerz zuhalten musst oder ganz genau hinhören musst, um überhaupt etwas zu hören. sollst du tanzen oder entspannen, weinen oder lachen?
und doch betrachtet man nun alles aus einer distanz heraus. es ist nun nicht mehr so aktuell, man ist weiter im leben ... oder zu mindest woanders. man kann über dummheiten lachen oder in der nostalgie bluten.
aber manchmal kommt es vor, dass du etwas findest. ganz ungeplant fällt es dir in die hände. ein blickwinkel, eine situation, das gleiche lächeln, die gleiche stelle, der gleiche satz, der gleiche geruch, die gleiche atmosphäre. und auf einen schlag versetzt es dich zurück. entreißt dich aus deiner gegenwart, hinein in deine vergangenheit. du vergisst was nachher passiert war. du weißt nicht mehr als du damals auch wüsstest. und du hälst dich daran fest, an dieser flucht. damals warst du glücklich. damals war es so einfach. damals hatte man sich noch nicht so viele fragen gestellt, auf die man keine antwort findet. das blickfeld noch so enorm eingeschränkt, und dadurch leichter zufrieden zu stellen. erfüllung im kleinstadtleben mit all seinen oberflächlichkeiten. glücklicher mitläufer wenn man angenommen wird. keine sinnfragen. keine sehnsüchte.
so einfach. so einfach. so einfach. und zugleich ... überhaupt nicht lebenswert.
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