mitternachtsgespräche.
Wenn man sagt dass das Liebesleben wie eine Zugreise ist, dann habe ich Angst. Denn ich fahre alleine. Ich fahre immer alleine und atme die Liebe der anderen. Eine Reise kann weit gehen, aber auch nur eine Station. Manchmal muss man umsteigen. Aber wohin führt mich das alles? Ich sage mir ich muss laufen, laufen und die welt entdecken. Nicht durch die Fenster. Ich höre das gleichmäßige Klopfen auf den Schienen. jetzt. jetzt. jetzt. einschläfernd. eintönig. Alles engt mich so ein und ich weiß nicht wo oben und unten ist. Ich verliere mich in den Geräuschen in meinem Herzen, im Rauschen der Emotionen, die mir einen Schauer über die Haut laufen lassen. Ja, ich verliere mich. und ich lasse zu, dass ich mich verliere. Denn der Schmerz schmeckt so zuckersüß und verursacht ein Kribbeln, dass all deine Sinne betäubt. Berauscht. Aber ich habe Angst. Angst in wirklichkeit alleine zu sein. Angst. Angst keinen Ausweg aus diesem glitzernden Rausch zu finden. Die nächste Station, nun eine unverständliche Durchsage, und nicht wissen wohin man will. Man will doch eigentlich in einem ganz anderen Zug sein. Man ist nicht einverstanden mit der Situation, mit der Geschwindigkeit wie alles abläuft. Aber man bleibt sitzen. Weil man es immer so getan hat. Man hat sein Ticket in der tasche, das einem sicherheit garantiert. Man hütet es. Man hält es fest. Es hält uns fest.
Manchmal versuchst du, die träume eines anderen zu halten. Schweben. Fliegen. Lass dich tragen und das ist es was das leben ausmacht. Was sich außerhalb unserer gedanken und gefühle abspielt ist nur nebensache. Das hier und jetzt, zwischen dir und mir. Unvergleichbar.
Das leben ist nicht halb so interessant als das, wozu sie in unserem köpfen gemacht wird. Durch uns wird das leben erst lebendig.
Kommentare: 0
: 0
Bisher keine Kommentare vorhanden.