wolkenformation.

 

ich habe angst, abzustumpfen. ich würde gern ein paar mehr außergewöhnliche sachen machen, aber "außergewöhnlich", was ist das?

ich könnte mir im moment nicht vorstellen, jemanden zu lieben. und aus tiefster seele sage ich, dass ich niemanden mehr hier finden will, den ich liebe. weil ... ich will nicht. mh. komisch. ich will alleine losziehen, und ich will nicht an diesen ort gefühlsmäßig gebunden werden. wenn ich weiß dass die besonderen menschen, mit denen ich hier meine lebensgeschichte verschmelzen durfte (mit blick vor allem auf meine exzellenten), dann wird mir so das herz schon so schwer. aber ich weiß, dass sie auch nicht hier bleiben werden, aber wenn ich wüsste, dass hier jemand auf mich wartet, so könnte ich mich wahrscheinlich nicht frei entfalten. da, wo ich hingehe. egal wo. aber ich hätte immer im hinterkopf "nein, du darfst nicht". das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, weil man könnte jetzt sagen, wenn man jemanden wirklich liebt dann ist es kein problem treu zu bleiben. aber immer wäre dieser gedanke da "vielleicht gehst du ja doch eines tages wieder zurück". einfach diese einschränkung in einer zeit, wo ich erstmal alle alten ketten abwerfen will, um neue zu finden. denn ohne ketten in dieser welt geht es nunmal nicht. irgendwo kommen wieder neue bindungen und verpflichtungen aus allen richtungen.

ich frage mich, ob ich überhaupt geliebt werden könnte. weil so sehr ich mich auch manchmal nach diesen momenten sehne, von jemanden gehalten zu werden, zu wissen dass ich jemanden mehr vertrauen könnte als mir, so gerne genieße ich auch meine freiheit. und das sage ich, obwohl ich noch niemals diese "freiheit" verloren hatte. ich hatte noch nie eine feste beziehung. und wo andere in meinem alter jetzt darüber wehklagen und sagen, dass irgendetwas mit ihnen nicht stimmt, denn mit 18 hat man im durchschnitt schon 3 freunde gehabt und mit dem erstbesten seine unschuld verloren, aber nein, ich bin irgendwo froh, dass es bei mir nie so weit gekommen ist. ich fühle mich kein bisschen hinterherhinkend in meiner entwicklung. an erfahrungen hat es mir im allgemeinen auch nicht gefehlt, ich habe mit der zeit die spielregeln gelernt und sie immer mehr beherrscht. aber jetzt habe ich keine lust mehr darauf.

 

in den letzten monaten habe ich mehr und mehr gespürt was es heißt, wirklich zu lieben. und zwar das leben. mein leben. und das habe ich einen einzigartigen menschen zu verdanken. und ja, ihn liebe ich auf eine ganz spezielle weise. und zwar vom herzen bis in jede haarspitze, alles liebt ihn. aber er wird bald sehr weit für immer weggehen, und diese liebe bleibt hier auf mir lasten. ich werde sie mitnehmen, sie soll so beweglich und ungebunden wie ich werden. denn sie macht mich stärker. jeden tag.

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