meine ängste in deinen worten.


vergleiche mit den anderen, sie sind nichts wert. der eigentliche sinn steckt in einem selbst. aber doch diese angst in mir, nutzlos zu sein für den rest ("rest"?), seinen weg zwar zu gehen aber zu merken, dass man fällt. man kann es nicht aufhalten, es hat von uns besitz ergriffen und nun sind wir wie marionetten in einem selbst erbauten puppenspiel.

es tut mir weh, dass ich keine chance sehe. nicht völlig hoffnungslos, aber viel zu verbissen. so egoistisch orientiert wollte ich einst mit dir in diesen überlegungen verschmelzen, aber du weißt von nichts. du weißt nicht, dass ich weiß, wie du über so viele sachen in wirklichkeit denkst. und wie sehr du mir aus der seele schreibst. die gleichen überlegungen, nur in einem älteren lebensabschnitt. nur ein paar schritte weiter. schritte in die richtige richtung? das ist die quälende frage, die sich durch so viele zeilen von dir durchschlängelt. diese frage stellte ich mir auch schon so häufig, heißt das sie wird nie verschwinden?

so gern würde ich dir sagen, wie viel du mir auf eine besondere weise bedeutest. wie viel du in mir ausgelöst hast. remember: nicht der grund, aber der auslöser. wenn ich von "dir" spreche, dann spreche ich häufig von mir. von den gefühlen, den überlegungen in mir, die auf dir gründen, aber nicht direkt von dir. ich habe angst, dass du das falsch verstehen könntest, wenn ich bereit wäre, dir mein herz zu offenbaren. du fühlst dich fehl am platz, andere im gleichen alter finden erfüllung und du hast das gefühl, nur noch weiter zu fallen. ich möchte dir so gern helfen, aber solch einen status habe ich bei dir nicht. ich denke, es ist schwierig, solch ein enormes vertrauen, welches bis in die hintersten ecken der seele reichen müsste, aufzubauen. das braucht zeit, und die haben wir ja schließlich nicht mehr so viel.

aber ich möchte dir kraft geben, ich möchte dir zeigen, dass du mehr bist, als du vielleicht denkst. für andere. aber auch für dich. du denkst so viel an andere, an die, die es schwerer haben in der welt. aber vergiss dich selbst nicht. du kannst nur andere vom ganzen herzen lieben und helfen, wenn du dich selbst genauso liebst und dir selbst so viel wert bist.

ich möchte, dass du weißt, wie mich das alles berührt. ich würde es nicht verkraften, wenn du bald ahnunglos zurückfahren würdest. mir würde ein wichtiger teil vom großen sinn genommen werden. entzogen. vergönnt.

aber es ist nicht leicht, man kann solch ein gespräch nicht planen. es muss mit der stimmung und dem moment übereinstimmen. ich habe angst, so ein moment wird die nächste zeit nicht kommen. und das macht mich unruhig. ich wüsste gar nciht, wo ich anfangen sollte. so viele gedanken, so viele. wo bin ich damals angefangen? ich weiß es nciht mehr. aber wenn ich zu vieles überspringe, würdest du mich dann verstehen? würdest du verstehen, wie du mein leben verändert hast?

 

und die allgemeinsituation. es schmerzt, aber doch lässt es mich lebendig fühlen. ich finde gefallen an dem stechen im herzen und sage mir, dass ich vielleicht nie mehr im leben so sinnlich empfinden werde. wer weiß, wie es damit aussieht, ob man wirklich diese "sinnlichkeit" behält, diese hingabe für die kleinen gefühle, die man mit gedanken ausschmückt und sie bis auf den letzten tropen auskostet. nur die erfüllung darf man nciht in ihnen suchen. weil es keinen rand gibt, man würde sich verlieren.

aber es tut auch irgendwo gut, auch wenn dieses gefühl von angst und unsicherheit geprägt ist, so ist doch das bloße vorhandensein dieses gefühl ein beweis, dass ich lebe. und zwar mit körper und seele.

ich möchte dieses gefühl nciht für immer haben. ich will, dass es sich verändert. aber für den moment, ja vielleicht für die entwicklung meines kleinen lebens, ist es vielleicht ganz hilfreich. es gibt die sicht auf neue ebenen frei. schwerelos könnte man auf ihnen ruhen, den blick nur in der gegenwart. aber das ist nicht mein vorhaben, ich will kämpfen, ja. aber werde ich fallen, oder vorwärts kommen?

und somit bin ich wieder bei deiner (?) meiner (?) ausgangsfrage.

 

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