unerkannt.
und ich sitze hier und könnte weinen, weinen die ganze zeit. es überkommt mich wieder so eine welle der totalen frustatrion und melancholie. totale motivationsprobleme. so heftig wie gerade war es schon lange nicht mehr, und dabei habe ich doch gar keine lust mehr immer so traurig zu sein. aber es ist verdammt schwer dagegen anzukämpfen.
und dabei läuft wirklich grad nicht alles schlecht bei mir. schulisch gesehen sogar ganz im gegenteil, ich befinde mich in vielen fächern bezüglich klausurennoten und facharbeit an aller vorderster spitze. nach langer zeit im 2er- mittelfeld war das irgendwie ziemlich überraschend, aber natürlich auch beglückend und ich denke man darf auch etwas stolz sein.
aber jeder weiß, das sowas allein niemals innere erfüllung verschafft. mein leben ist trist, mindestens genauso wie das wetter gerade draußen. zwischendurch reißt mal der himmel auf, danach regnet es aber wieder tagelang durch, wenn nicht zu mindest graue wolken den himmel zuhängen. ich denke, dass jeder mir zustimmen würde: mein leben ist, so wie es im moment ist, total uninteressant. ich habe nicht wirklich hobbys, ich habe nicht wirklich außerordentliche sachen anstehen. ich gehe zur schule, bin im unterricht, gehe nach hause, vielleicht gehe ich noch etwas joggen, mache was im haushalt, gehe einkaufen. aber das wars auch!!!!! am wochenende treffe ich mich mit meinen freunden, gehe feiern - und selbst das kann ich nicht genießen!! sowieso konnte ich schon länger keinen freitag- oder samstagabend mehr genießen, weil meine gedanken immer woanders sind. bei dem, was ich mit ganzem herzen will, und was mir so unendlich weit weg - nein: unererreichbar! - erscheint, und was mich ganz fehl am platz in meinem alltagsleben fühlen lässt. diese einstellung, diese innere leere ist schrecklich! auf dauer kann sie tötlich sein, denn du beginnst, dich mehr und mehr aus der gegenwart zu flüchten. du sagst dir "naja, in zukunft wird alles anders sein, besser" ich träume davon, wie ich hier weggehen und meine erfüllung meiner sehnsüchte erreiche. aber die gegenwart bleibt handlungslos, unausgenutzt .. und die zukunft ist die gegenwart der nächsten sekunde, sodass sich logisch gesehen nie etwas ändern wird.
ich würde meinem leben so gern mehr inhalt geben. aber ich weiß nicht wie. wirklich, ich weiß es nicht. ich hab abstrakte vorstellungen, sehnsüchte, aber sie sind nicht zu greifen. ich sehne mich nach jemanden, der mir heute über die tische förmlich nebenbei zugerufen hat "achja, alles gute zum 18. geburstag nachträglich" das kann sehr, sehr weh tun. keine umarmung, kein lächeln, eine bloße formalität. in dieser sekunde war ich sprachlos, tausend gedanken gingen mir durch den kopf.
und alles, ja alles was ich will, ist mit ihm zu reden. der sache luft zu machen. über alles, das leben, meine sorgen, meine einstellung im moment, ich weiß er könnte mir helfen denn er ist der einzige, der im moment den zugang zu dieser stelle in meinem herzen und in meinen verstand hat. ich habe ihn den schlüssel selbst um den hals gehängt, aber gerade hab ich das gefühl, dass er ihn weggeworfen hat. und jetzt staut sich an dieser stelle so viel an, so viel verzweiflung, missverständnis, perspektivlosigkeit. so viel schmerz. so viele sehnsüchte, die ich nicht zuzuweisen vermag. ich brauche einen teil seiner erfahrung, denn er hat das alles auch durchgemacht. ich brauche einen teil seiner hoffnung. ich brauche einen teil seiner zuversicht. ich brauche einen teil seiner Motivation, die mir wieder einen freien blick auf das geben könnte, was ich doch wirklich will im leben, was wichtig ist. ich brauche einen teil seiner zuneigung. seiner wärme.
aber er lässt mich erfrieren.
du erkennst mich nicht wieder. allein. mein gesicht sei noch gleich, doch du weißt nicht, ob das reicht, um nicht alleine zu sein.
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Ich habe noch nie einen Eintrag gelesen, bei dem ich mit jedem Satz, ja mit jeder einzelnen Formulierung so sehr mitleide, weil ich all deine Gefühle und Gedanken bis auf's Kleinste nachvollziehen kann - zumindest über den allgemeinen Teil über die ungenutzte Zeit und die Unzufriedenheit im Alltag.
Ich weiß nicht, es verwirrt mich, dass ich auf einmal von so vielen Menschen höre, dass sie genau dieselben Probleme haben wie ich. Ich dachte immer, damit allein zu sein. Als Einzige unfähig, einen Sinn in ihr Leben zu bringen. Als Einzige nicht wirklich beziehungs- und gesellschaftsfähig. Immer tiefer ins Schneckenhäuschen zurückgekrochen..
Das Leben ist schon komisch. Vielleicht haben es die Menschen, die gar nicht so sehr darüber nachdenken, was morgen kommt, die einfach so intensiv wie möglich jeden Tag für sich leben, wirklich einfacher. Ich hab eben 2 Stunden mit meiner Freundin über genau diese Sachen hier telefoniert, ich bin jetzt gerade so ernüchtert, dass ich gar nichts weiter dazu sagen kann..
Miau, aber ich mag dir unbedingt noch eine ganz liebe (virtuelle) Umarmung schicken und dir sagen, dass du nicht allein bist!
Liebste Grüße, die Katzi