ich lasse zu, dass es tut mir weh, aber das ist noch lange kein grund zu verzweifeln.
ich lasse zu, dass es mich traurig stimmt, aber das ist noch lange kein grund hoffnungslos zu sein.
ich lasse zu, dass es mich lähmt, aber das ist noch lange kein grund diesen zustand nicht zu bekämpfen.
the perfect dream, the perfect life?
ich frage mich, ob mich jemals wirklich etwas auf dauer zu frieden stellen könnte. ich meine, ob nicht alles irgendwann monoton und unausreichend wird, wenn der reiz des neuem verflogen ist.
man hört ja immer mal wieder hier und da, dass es da menschen gibt, die ihren traum verwirklicht haben, jetzt da wohnen wo sie von geträumt haben und in dem beruf arbeiten, wo sie völlig drin aufgehen.
angestoßen wurde diese überlegung von der letzten stunde, die ich damit verbracht habe mich wahllos durchs internet zu klicken. ich bin auf ein paar blogs gestoßen, und bei einem bin ich etwas länger geblieben. es ging um abschied von einem lebenstraum. sie hat alles gemacht, was sie sich vorgenommen hat. sie ist in ihre traumstadt gezogen, sie hat den beruf, den sie anstrebte, und hat sogar geheiratet. und jetzt, nach 6 jahren, merkt sie, dass sie nciht mehr glücklich ist, da, wo sie jetzt lebt. die stadt ist ihr zu stressig geworden, sie kommt mit vielem nicht mehr klar, auch wenn sie sehr dankbar für das ist, was sie hat. und nun überlegt sie, nochmal einen neuanfang zu starten.
das glück lässt sich nicht planen und in die richtung lenken, wo wir es gerne hätten. aber kommt man wirklich nie zur ruhe? ich mein, ruhe ist vielleicht das falsche wort. nicht ruhe im sinne von "in einem ruhigen dorf in einem schicken einfamilienhaus mit grünem vorgarten und nachbarschaftsgrillen leben", sondern ruhe im sinne von zufrieden sein, ja sogar frieden geschlossen haben mit seinem leben.
wenn wir das erreicht haben, was wir uns in unseren träumen in unserer jugend ausmalen, was wir ehrgeizig anstreben, ist es dann am schluss wirklich das, was wir später brauchen? das ist alles so schwierig, weil alles ist so dynamisch. die welt in und um uns. unsere träume verändern sich doch, aber wir können doch nicht jedesmal das steuer komplett rumreißen wenn wir merken, dass es das nciht mehr ist. dann käme man doch niemals an. nirgendwo. und so käme man zumindest irgendwo an, wo man bauen kann.
gibt es wirklich ein perfektes leben? mit perfekt meine ich jetzt keine utopische vorstellung, glaube ich zumindest, denn mir ist sehr wohl bewusst dass es immer schlechte tage im leben geben wird. aber die gehören zum perfektem. ich meine perfektionismus im sinne von "mit meiner gesamtsituation im leben glücklich sein". nicht morgens aufwachen und wünschen, am liebsten den tag verschlafen zu können, weil man im alltagstrott untergeht, weil man tief im inneren schon deutlich spürt, dass man sein lebensinhalt verfehlt hat.
braucht es dazu nur den richtigen mut, seine eigenen wege einzuschlagen, oder gehört da noch mehr dazu?
wir sieht es aus mit dem glück? das leben besteht aus lauter zufällen. ich sehe das zwar optimistisch, aber es stimmt mich zu tiefst nachdenklich.
woher weiß man, in welchem beruf man aufgehen wird? mir ist z b klar geworden, dass ich mit menschen arbeiten will. selbst lehrerin scheint mir nicht mehr so abwegig, obwohl ich bis vor ein paar monaten nur lachend davor weggerannt wäre. da hieß es am liebsten naturwissenschaften und laborarbeit. aber nein, ich kenne mich inzwischen gut genug um zu wissen, dass es mich auf dauer nicht erfüllen würde. ich würde mich zu sehr abgeschotten fühlen, in einem kleinen labor nur umgeben von geräten und anweisungen.
aber menschen, sie sind so vielseitig, jeder ist einzigartig und bringt seine eigene geschichte mit. wenn man einen beruf will, der nie langweilig werden kann, so ist es ein beruf, in dem du beständig die chance hast, neue menschengeschichten kennenzulernen, andere weisheiten mit auf dem weg zu geben, die du durch eigene erfahrungen im persönlcihen leben entwickelt hast.
klingt das übertrieben?
achgott, ich weiß nichts genaues mit meiner zukunft anzufangen. einmal ist es so, am anderen tag wieder anders.
dreh dich mit mir. noch einmal. im kreis?
wir haben alle unsere probleme in unseren familien. die einen mehr, die anderen weniger. aber es sind solche tage wie heute, die mir einfach über den kopf wachsen und langsam aber sicher mir immer weiter die kehle zuschnüren. es sind keine gespräche mehr möglich, denn sie arten immer in ein kreuzverhör aus, in denen es meiner ansicht nur darum geht, zu beweisen, wer noch die größte macht über den anderen ausüben kann.
im moment wird auf weiteren feldern gekämpft, grenzüberschreitend und es verlangt viele opfer.
aber nun sitze ich hier und fühle eine enorme leere in mir. wirklich, da ist nichts. bin ich abgestumpft? früher ist mir das immer ziemlich nahe gegangen, ich wollte nie schwäche zeigen und habe mich zum weinen auf mein zimmer zurückgezogen. immer, wenn menschen zum ersten mal gehört haben, dass meine eltern geschieden sind seit ich vier bin, da kam immer dieser wehleidige blick, der sich durch mich durchbohrte. er ging durch mir durch, es war unangenehm für mich, und ich wollte niemals das mitleid der menschen haben. was bringt es mir? es ging mir doch nicht schlecht. es war doch ganz ok. andere hatten es doch noch viel schwerer als ich. um mich brauchte man sich keine sorgen machen, sagte ich immer und immer wieder. es wurde eine eingeübte monotone antwort. aber dann gab es an diesen einsamen abenden diese momente, an denen ich mir eingestehen musste, dass die wunden tiefer in mir verankert waren, als ich es mir selbst zugestehen wollte, konnte.
aber es hat mich gelehrt, vorsichtig zu sein. ich habe gelernt, auch menschen, die du meinst doch in und auswenig kennen zu müssen, weil du sie schließlich schon seit deiner geburt kennst, auch diesen menschen nicht bedingungslos zu vertrauen. jetzt mal ehrlich, was wissen wir über unsere eltern? klar, wir sehen sie meistens jeden tag, wir reden mit ihnen über die alltagsplanung, wir essen mit ihnen. aber ich muss sagen, dass ich nicht das gefühl habe sie zu kennen, im sinne von sie zu verstehen, sie zu verstehen mit ihren gedanken, ja ihr wesen zu verstehen. von ganz tief innen. denn über solche sachen haben wir nie gesprochen. ich habe nie erfahren, was denn ihr wesen ausmacht, was sie erlebt haben in sich.
im moment sind sie mir ein rätsel. was erwarten sie von mir? ich habe das gefühl, viel zu viel mit mir selbst beschäftigt zu sein, als dass ich noch genug kraft hätte, welche ich in dieses wirrwarr an problemen investieren könnte. der knoten dieser probleme ist nicht mehr lösbar, und je mehr man an ihm zerren und rütteln will, desto fester zieht er sich zusammen und desto größer wird er. und ich will nciht mehr. ich lasse ihn so, wie er ist, und versuche, an neuen knoten meines lebens zu arbeiten. dieser strick ist nicht mehr da, um mich zu halten, aber es gibt viele neue. ich muss mich von ihm trennen, ich darf nciht mehr auf ihn zählen.
ohja, ein thema, über was schon viel geschrieben wurde. durchgelöchert, analysiert, interpretiert in büchern, von pädagogen, sozialarbeitern und und und. und doch ist es doch für jeden einzigartig. denn niemals wird man die spuren der kindheit verwischen können, und auch wenn, der weg, auf welchen diese spuren sind, den ist man gelaufen. zurücklaufen geht nicht, es geht immer weiter.
manchmal ist es hart, weil ich denke ganz alleine zu sein. zwischen den fronten, und ich bekomme die schüsse ab, die eigentlich für die gegenüberliegende seite gedacht werden. und dann hält man sich plötzlich die hand vor den mund und sagt "ach du meine güte, das ist nur weil es nicht mehr anders ging".
verständnis geht über die jahre verloren denke ich. und ich hab vieles nicht mitbekommen, was zwischen ihnen vorgefallen ist. aber der frust wird immer an den ausgelassen, der nunmal da ist . et voilà, c'est moi. das kleine mädchen, was jetzt plötzlich 18 ist, und immer noch nichts dazugelernt hat, um ihre eltern befriedigen zu können. sie macht immer noch fehler, sie muss immer noch ihren kopf durchsetzten.
- und sie wird nciht mehr lange bleiben. sie hat ihre augen jetzt nach vorne gerichtet. hängt bitte keine ketten an ihre füße.
funkenwunder.
als ich gestern 45 min mitten in der nacht auf den zug warten musste, fing es plötzlich an zu schneien. sehr stark sogar. aber es war nicht unangehm, die flocken waren so dick wie richtige wollknäule und sie fielen so sanft vom himmel als wenn kein wind jemals existiert hätte. es sah so schön aus. das orangene licht der alten bahnhofslaternen hat sie zum leuchten gebracht und sie sahan aus wie kleine funken, die vom himmel auf mich rieselten.
um ein uhr nachts ganz allein auf einem bahnhof zu stehen ist vielleicht nicht so die wunschvorstellung eines mädchen, aber in diesem moment hätte ich noch viele stunden mehr da stehen können. i got lost in the beauty of everything i saw ... the world isn't half as bad as they paint it to be.
ich schloss einfach die augen und ließ sie auf mein gesicht schneien. wenn ich die augen geöffnet habe, so war es, als wenn ich ganz woanders war. eine unendliche weite von tiefschwarzem himmel, und dann diese herrumirrenden schneeflocken, die kurz vor mir zu orangenen funken wurden. zum träumen. und dazu noch die richtige musik von meinem ipod im ohr, die flocken tanzten zu ihr. es waren fast die schönsten minuten des abends gewesen.
vielleicht wird es mir irgendwann vergönnt sein, meinen träumen so intensiv nachzuträumen vorzuträumen wir zur zeit. so sinnlich. vielleicht liegt es einfach nur an den ferien, dass viel zu viel zeit habe, meinen gedanken freien lauf zu lassen. vielleicht liegt es an meinem alter, wer weiß. vielleicht liegt es an der musik, vielleicht liegt es an den anregungen und einflüssen von besonderen menschen. aber irgendwie ist es doch wohltuend schön, auch wenn häufig stark schmerzende einsichten kommen. ich will sie am liebsten nicht verlieren, diese ansichtsweise vom leben.
Yann Tiersen
ich glaube da erwacht gerade eine Hingabe für seine Musik in mir. ich weiß nicht ob man sie teilweise als klassische musik bezeichnen kann, aber es hat so etwas perfektes. die musik kann so eine ruhe übertragen, und im nächsten moment verursacht sie pures adrenalin in deinem blut und starkes herzklopfen.
Am ausdrucksstärksten finde ich die Stücke "comptine d'un autre été" und "summer 78".
Stelle die Lautsprecher etwas lauter, schließe deine Augen und lasse dich von den Tönen leiten. Es ist überwältigend, diese Schwingungen in dir zu fühlen. Das ist pure seelische Hingabe.
Es hat doch fast etwas schaurig-schönes.
Ich höre dieses Lied schon nun seit einer halben Stunde, und ich sehe etwas vor meine Augen, aber ich kann es nicht beschreiben. Es kommt vielmehr von innen, es sind undefinierbare Farben und Formen. Aber sie verursachen etwas, und ich bin mir nicht sicher ob es mir gut tut. denn es unterstreicht die einsamkeit. ja, das einzige, was mich stört (und ja es liegt an mir und gefällt mir wirklich nicht), das ist, diesen moment alleine zu erleben, es stört mich dass keiner hier ist, der das auch fühlen kann, genauso wie ich. jemand, der meine seele versteht in ihren grundzügen. mit dem ich jetzt hier sitzen würde und mich treiben lassen würde.
und diese einsamkeit ist gewachsen, seitdem ich weiß, dass es da jemanden gibt der so denkt wie ich. das diese person wirklich existiert. jemand, der die gleichen gedanken, sehnsüchte und gefühle in sich hat wie ich. zum ersten mal denke ich, dass man mich verstehen könnte. und doch ist es, als ob jemand eine mauer zwischen uns errichtet hat, und ich nun von allen vier seiten eingeschlossen bin. alleine. und es tut unheimlich weh, wenn man weiß, was sich außerhalb dieser mauern abspielt. solange man nichts davon weiß, könnte man mit seinem kleinen leben in den vier wänden glücklich werden ohne probleme. aber jetzt, wo man weiß, dass es außerhalb noch mehr gibt, dass der sinn des ganzen doch gar nicht hier drinnen liegt, da ist es unmöglich sich mit dem hier zufrieden, ja erfüllt zu fühlen.
man hat eine lücke entdeckt, die schon immer da war, aber mit der man sonst immer ganz gut leben konnte, weil man ja nicht wusste, dass es die passende Erfüllung wirklich gibt. Man nimmt sie nun viel bewusster wahr ...
Einerseits ist es gut, man merkt in diesen Zeiten, was man wirklich braucht/ will und kann nun Verantwortung für sich selbst übernehmen. man kann gezielt nach dieser Erfüllung suchen. Aber wenn man denkt sie gefunden zu haben, aber sie einen dann doch wieder genommen wird, so bleibt eine größere Wunde zurück als vorher, und man hat Angst zu verbluten. Man hat Angst, noch viel mehr zu verlieren. Aber alles Einreden nützt nichts, man wird nie wieder ohne diese Erfüllung so glücklich sein. Wem einmal die Augen geöffnet wurden, wer es einmal gespürt hat, dem kann der Erfahrungswert auch durch Schließen der Augen nicht wieder genommen werden. so einfach ist das einfach nicht.
und ich habe Sehnsucht nach ihm. und ich weiß das ist falsch. ganz falsch. ich weiß noch nicht einmal ob er das hier ließt oder nicht aber ich habe einfach keine lust mehr auf facetten. ich wäre bereit, mich hinzugeben. lass mich bitte nicht verbluten. bitte.
smile, smile for me little girl
Erfüllung
Du bist das einzige Hindernis auf dem Weg zu einem erfüllten Leben.
Les Brown
Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute nicht fertigbringt.
Marcel Ayni
Begeisterung
Du kannst in anderen nur entzünden, was in dir selber brennt.
Heiliger Augustinus
Optimismus
Du bist ein Optimist, wenn Du mehr Träume in Dir trägst, als die Realität zerstören kann.
Aus: Der Lebensfreude-Kalender 2005
Mut
Das Leben ist ein Lied - singe es.
Das Leben ist ein Spiel - spiele es.
Das Leben ist eine Herausforderung - stelle dich ihr.
Das Leben ist ein Traum - lass ihn wahr werden.
Das Leben ist ein Opfer - bringe es dar.
Das Leben ist Liebe - freue dich darüber.
Sai Baba
Die Dinge verändern sich nicht.
Das Einzige, was sich verändert,
ist deine Sichtweise.
Carlos Castaneda
Zitate von Menschen, die etwas verstanden haben im Leben. soviel ist klar. und sie wollten ihre Einsichten mit anderen Menschen teilen, sie wollten, dass andere an ihren Erfahrungen wachsen können und vielleicht nicht die gleichen Fehler machen wie sie einst gemacht haben.
Und wenn man sich so vieles durchließt, dann denkt man immer "ja klar ist doch ganz logisch, habe verstanden". und dabei merkt man eig gar nicht, dass dabei der wahre Wert dieses Ratschlags noch ziemlich abstrakt und ungreifbar für einen selbst bleibt.
Das schwierige ist, dass wir so gewohnt sind aus der Schule, Sachen, Texte strukturiert zu analysieren, Methoden zu erlernen und sie dann auf weitere Aufgaben bewusst anzuwenden. Aber ganz ehrlich, das hier läuft nunmal so nicht. Wer erinnert uns bitte daran, wenn wir gerade wieder durch Selbstzweifel aufgehalten werden, welche Weisheit wir jetzt bitte anwenden sollen. Wo wir mit ihr angreifen können, um unsere Probleme klar differenziert zu lösen. Das ist doch alles viel zu komplex.
Man müsste es unterbewusst verinnerlicht haben, bei jedem Handeln, nein! schon viel eher, bei jeden Gedanken, ja der Auslöser dieses Gedankens, der eigentlich erst bestimmt, in welche Richtung dieser Gedanke sich weiterentwickeln kann, dieser Auslöser in uns, diese instinktiven Reize müssten schon nach diesen Weisheiten ausgerichtet sein. Aber sind sie denn wirklich so steuerbar? So beeinflussbar, wenn man weiß, was man will, kann man sagen "so dann werde ich jetzt hier gelassener immer reagieren und hier konsequenter?" . Vielleicht kann man die Reaktionen, die man nach außen trägt, denen man seinen Mitmenschen zeigt, kontrollieren, weil man sich vorher überlegt "oh nein, diese Wut in mir will ich jetzt nicht zeigen" aber dann hat man doch schon das eigentliche ziel verfehlt!! man will diese Wut doch erst gar nich aufkommen lassen ... in sich, um seinetwillen ... nicht nur um anderenwillen. Wut ist hier nur ein einzelnes Beispiel, aber wenn man es erstmal auf die eigene optimistische Zukunftseinstellung überträgt würde es z B noch ein viel weiteres Ausmaß annehmen.
Man sieht es Menschen doch an, ob sie nur den ganzen Tag lächeln, um zu zeigen, dass sie doch ach so optimistisch sind, oder ob wirklich ihr Herz uns da entgegenlächelt. Und das kann man verdammt schlecht lernen, finde ich. ich merke das an mir selbst. Häufig denke ich mir im nachhinein, man da hast du dir aber mal wieder total den abend versaut wiel du so verklemmt warst. lass dich doch einfach mal fallen, sei glücklich, genieße den moment. aber nein, es kommt immer was dazwischen in meinem kopf. und wie kann man das abstellen?
irgendwann will ich einmal auf einen Berg stehen und in die überwältigende Weite der Welt blicken.
ich will die augen schließen und die ruhe in mich aufnehmen, ich will der natur lauschen und bis in die kleinsten ecken meines körpers spüren, dass ich lebendig bin. ich will den wind auf meiner haut spüren, die sonne auf meinem kopf, die zufriedenheit in meinem herzen ... bevor ich luft hole und so laut schreie wie ich kann ...
"ICH LIEBE DAS LEBEN!"
i believed in you from the start
Dieses Foto habe ich vor ein paar Jahren in Frankreich geschossen. Und jetzt habe ich es zufällig wiedergefunden. Ich könnte mich darin verlieren, es sagt so viel aus. Diese Leuchtkraft des Grüns, als wenn es sagen will "Hey, es wird Frühling, neues Lebensgefühl, nutze die Sonne in deinem Herzen"
Diese kleine Ranke hat es geschafft, sie ist über den Berg, sie hat sich die steile Steinwand hinaufgearbeitet, über viele Jahre, aber nun ist sie oben und kann sich festhalten und ausruhen.
Irgendwie gibt es doch Hoffnung zu wissen, dass irgendwo da oben eine sonnige Plattform auf uns wartet.
now it's ok, now everything is fine, the world will turn on and i opend my eyes and my heart to that valuable present called life.
lauf // lauf // lauf weiter, aber vergiss niemals den boden unter deinen Füßen. er trägt dich, du kannst dich aus ihm ausruhen, wenn du eine Pause auf deinem Weg nach oben brauchst.
Der Sturm in deiner Seele
ließ dir die Wellen über dem Kopf zusammenschlagen
und nun
Ruhe.
Ruhe
Ruhe unter den Wellen
Aber sie sind immer noch da.
Und die schließt die Augen
Und lässt dich sinken.
Und das ist gut, das ist richtig.
Die Wellen zeugen davon, dass du existierst.
Aber die Ruhe zeigt nun, dass du lebst.
der letzte abend mit 17 ...
.. und es reicht nur kurz für einen recht oberflächlichen eintrag.
der tag war heute sehr stressig, ich bin ziemich geschafft von den vorbereitungen, die ich dieses jahr ganz alleine erledigen musste. eine erfahrung wert, ich habe meinen stolz behalten ;) aber meine süßen (die jeden moment kommen werden) muntern mich gleich auf, da bin ich mir ganz sicher. werden etwas hier vortrinken, und dann wahrscheinlich feiern fahren in die studentenhochburg.
mit etwas nostalgie und einer kleinen träne im auge blicke ich dem morgigen datum entgegen. aber es überwiegt doch deutlich die neugier, was mich alles erwarten wird in meinen zukünftigen "Erwachsenenleben". vorsätze will ich mir nicht machen, das bringt nichts. vielmehr an einer optmistischen, selbstverantwortlichen lebenseinstellung arbeiten. ich will leben, lieben, mit geliebten menschen neue abenteuer durstehen, mit ihnen lachen, essen, trinken, feiern, tanzen (!) und glücklich sein. ich möchte einmal sagen können "ich würde im moment nirgendwo anders sein wollen, denn hier bin ich glücklich" ja, das möchte ich einmal sagen, aus tiefsten herzen. ich möchte den duft neuer länder riechen, die zeilen noch unbekannter bücher lesen, die wärme noch nicht bekannter und doch geliebter menschen spüren. leben.
ich möchte endlich endlich aufhören, nur an sachen in der baldigen zukunft zu denken, die mir nicht gefallen, und dafür das hier und jetzt zu vergessen! ich möchte den tag nutzen, lachen auch wenn ich weiß dass ich morgen ein grund zum weinen haben werde. aber wenn ich schon morgen weine, warum dann den heutigen tag auch verschenken?
ich werde viel abschied nehmen müssen im leben, und ich weiß dass ich starke probleme damit haben werde. die sache mit der einsamkeit. aber ich werde auch viele neue bekanntschaften machen. im moment lasse ich alle meine kontakte spielen, um erfahrungen zu hören bezüglich auslandsaufenthalte nach dem abi. ich werde viele neue bekanntschaften machen.
und diese gedanken sind im moment stetig dabei, bei allem was ich tue, was ich ansehe. ich analysiere alles auf diesen hintergrund, ich sehe menschen im einkaufsladen, auf der straße, im zug und frage mich, ob sie glücklich sind. ich wünsche es ihnen.
ja, ich wünsche es doch allen. und ich kann meinen egoismus nciht verleugnen, ich wünsche es mir auch!
aber jetzt raus aus meine kopf, ihr gedanken, jetzt wird hemmunglos gefeiert. cheers.
hochexplosiv.
hochexplosiv. der kleinste falsche eindruck vermag meine euphorische einstellung in pure und tiefsitzende melancholie umzustürzen. und es nervt mich langsam. bei allem, was ich tue, sehe, höre, lese, fühl, bei all dem so viele verwirrende gefühle! das gefällt mir nicht ...
und im moment ist es wieder kurz vorm tiefen absturz. alles hier erdrückt mich, ich will weg, frei sein, meine seele zur ruhe kommen lassen. es ist alles so verwirrend, ich möchte, dass mein herz und mein verstand endlich akzeptieren, dass es so nicht weitergeht. aber sie möchten es nicht. es ist traurig.
ich bin in einem großen motivationsloch gefangen, und ein strudel zieht mich immer weiter runter. auch wenn ich einmal kurz wieder zwischendurch luft holen kann, so geht es doch immer weiter bergab.
ich könnte jetzt eine umarmung gebrauchen, eine aufrichtige, die mir sagt, dass ich es schon schaffe, die sache mit dem leben. die sache mit dem glücklichwerden. die sache mit den richtigen entscheidungen und vor allem diese dumme fiese sache mit der liebe.
ich bin überfordert mit der situation hier zu hause, man erwartet so viel von mir. und dabei bin ich mit meinen eigenen erwartungen an mich schon überfordert. es ist verdammt schwierig gerade. und dabei kann ich doch die sorgen aller verstehen, ich würde doch so gerne alles richtig machen, eine perfekte tochter sein, aber ich bin nunmal nciht perfekt, ich kann das einfach nicht. ich war immer schon die, die aus der reihe getanzt ist. mein bruder konnte immer allen erwartungen gerecht werden, und langsam aber sich geriet ich in eine schublade der versager, und diese schublade wird grad ordentlich angesägt von allen seiten.
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sonder den Jahren mehr Leben zu geben. Alexis Carrel
und was mache ich? meingott, ich werde in zwei tagen 18, und was habe ich schon erlebt? im moment könnte ich sagen: gar nichts! wobei ich doch weiß, das es nicht stimmt. aber meine sehnsüchte und wünsche setzten gerade einen so hohen maßstab, dass alles andre bereits erreichte/erlebte/gefühlte ganz klein erscheint. und das ist einer der schlimmsten gefühle, die man haben kann: nutzlosigkeit. bedeutungslosigkeit.
ich möchte weg, ganz neu anfangen, oh jaa wie süß ist dieser wunsch. so bunt ich es mir alles ausmale, so stärker werde ich enttäuscht werden.
Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie unskenn ein für allemal; dasmit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei - Es ist ohnehin schon wenig genug. Max Frisch
it's just another story on my way.
es wird weiter gehen. das wird es doch, oder?
nur weil es nicht alles so glitzernd verläuft, wie man sich immer alles in seinen schönsten wünschen und ringen ausmalt, heißt es noch lange nicht, dass es nicht weiter geht.
durch jede begegnung im leben wird man reicher. also nutz diese quelle, um wiederrum andere zu berreichern. schöpfe das leben aus, träume nicht und verzweifle nicht, wenn diese träume träume bleiben.
schlaflose nächte, die letzten tage meiner jugend neigen sich dem ende zu. ich kann sagen, dass dieses jahr einer meiner reichsten jahre war. es gab höhen und tiefen, enorme abgründe aber auch steile höhenflüge. alles im allem hat dieses 17. lebensjahr so prägend auf mich gewirkt wie vielleicht noch kein anderes. und auch wenn die trauer an vielen tagen überwiegte, so war es doch rückblickend eine süße trauer, eine trauer, die mir im nachhinein immer die augen geöffnet hat. nie, vielleicht nie mehr in meinem leben wird es so süß sein zu trauern. das leben birgt lauter geheimnisse in sich, und jeder moment ist so kostbar. wäre ich anfang 17, so würde ich nun sagen, dass es so wichtig für mich wäre, jeden dieser kostbaren und besonderen momente festzuhalten. fotos, geschichten, briefe. alles. hauptsache für immer mein und niemals vergessen. aber jetzt, wo dieses jahr sich dem ende neigt, wo so viele menschen, eindrücke, gesehendes, gefühle, erfahrungen auf mich eingewirkt haben und mich in irgend einer noch unbestimmten weise geformt haben, so sage ich nun: all diese moment sind bereits vereinigt. und zwar in mir, so wie ich jetzt hier sitze und sich meine finger über diese tastatur bewegen. in diesen worten, in diesen zeilen. genau diese gedanken. so weit haben mich diese momente gebracht, dass ich um diese uhrzeit hier sitzte, gezeichnet von den frühsten verwirrungen in meiner gefühlswelt, und geleitet von der gesamtzahl aller momente in meinem leben. warum sollte ich also länger versuchen, sie so krampfhaft festzuhalten? warum? bin nicht ich es, das schon alles beeinhaltet? in mir sind sie doch schon festgehalten.
dabei war ich noch nie ein wirklicher fan von fotos. meiner meinung nach können sie die wirkliche atmosphäre nie wiedergeben, sie sind nur abbildungen eines teilausschnittes, nicht representativ, und doch für so viele ersetzten sie im nachhinein die wirklichen gefühle, die man bei aufnahme des bildes in wahrheit innerlich so vermisste. sie werden zu vorzeigeobjekten "schaut her, wie viel spaß wir hatten! ich lade sie hoch, auf myspace, schülervz! schaut sie euch alle an, ich zähle die klicks". ist das nicht albern? und während man die fotos macht, da ruft man am liebsten noch "einen moment alles stillhalten, und gekonnt lächlen bitte".
es gibt keine perfekten bilder. perfekte momente schon.
you can go your own way.
um dies zu können, muss ich zunächst wissen, was denn überhaupt "mein" weg ist. zu viele gedanken, viel zu viele im moment in meinem kopf.
ein schlag in den magen, schon lange nicht mehr mit apetit gegessen. ich zwänge es mir rein, ich könnte kotzen. und das nur, weil ich etwas mit ganzem herzen will, es aber nie bekommen werde. die schlechte angewohnheit, der innere unzufriedenheit immer wieder freie bahn zu geben, wenn neue einsichten kommen, die nicht in "mein konzept" passen. anstatt das beste draus zu machen! ich hasse diese pessimistischen einstellungen, die mich heute morgen mit verheulten und angeschwollenen augen haben aufwachen lassen. ICH WILL DAS NICHT. aber das mit dem wolllen, das ist ja immer so eine sache.
ich frage mich, ob das noch gesund ist, sich solche gedanken zu machen wie ich. ist es normal, so viel nachzudenken über das, was man will. im großen und ganzen, meine zukunft, mein herz, mein beruf, mein land.
diese angst, diese angst über die ich schon so häufig geschrieben habe. sie ist ein hoch explosives gemisch aus der angst vor der einsamkeit, der angst vor der nutzlosigkeit in der welt und der angst, nichts besonderes zu sein. ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, jemals schon mit jemanden darüber gesprochen zu haben. und es frisst mich auf. es zerstört mich. es vernichtet alle schönen momente, es macht mich blind für die kleinen sachen im alltagsleben. es tötet alle vorfreude. es versaut meine abende, wo ich es dann bevorzuge alleine zu weinen, als mit freunden zu feiern. und das nur, weil ich anfangen will, an mir zu arbeiten. Ja ich will anfangen, aber doch tue ich es doch nie!!! solch ein teufelskreis. warum tue ich es nie? weil ich denke, dass ich eh nicht schaffe. je suis trop faible. beaucoup trop faible. ich weiß nicht wo ich anfangen soll. und anzufangen, müsste ich erst wissen, was ich will. und genau das weiß ich nicht.
ich denk grad an dich. eine umarmung tät jetzt gut. ich weiß jetzt, dass es bei dir niemals über eine freundschaftliche beziehung hinausgehen wird. aber eine freundschaft, habe ich die überhaupt verdient? ich bin mir da nicht so sicher. sicher bin ich mir nur, dass du der erste bist, mit dem ich mich stundenlang unterhalten konnte, ohne mich albern zu fühlen, ohne mich rechtfertigen zu müssen. es gibt sehr viel was ich dir noch sagen will, aber ich habe angst, dass du es falsch verstehst.
mein kopf war zwischendurch etwas zu weit in den wolken, das gebe ich zu. und die einsicht war wirklich hart für mich, obwohl es doch gar keinen grund dafür gibt. heute geht es wieder, es ist ein neuer tag, ich muss damit klarkommen. ich muss den kampf in mir austragen. und zwar alleine.
ich brauche immer etwas, woran ich mich festklammern kann. das ist ein weiteres zeichen meiner schwäche. ich brauche immer etwas, worauf ich mich freuen kann. damit meine lebensfreude nicht untergeht. und im moment finde ich nichts. gar nichts. alles, was ich sehe, gefällt mir nicht. note unbefriedigend. das leben könnte so einfach sein. und ich sitzte hier und bin unzufrieden. mit mir selbst, mit meiner situation, mit den sachen, die ich nie ändern werden könne. verdammt. mist. fuck. scheiße. ahrg.
auf der suche nach gelassenheit. nach geborgenheit.
welchen weg muss man da einschlagen?
[nachtrag]
Diese einsicht
Leise tropfend auf dein gewissen
Reuhe? Nein
Bedauern? Nein
Verlust? Nein. Gewinn!
Und doch stört da etwas.
Der mensch hat die dumme kleine angewohnheit, immer mehr haben zu wollen. Er kann nicht länger mit der gleichen dosis zu frieden sein.
Ein kuss auf die quelle deiner sehnsucht in deinem herzen. Wer das nie erlebt, der kann es im moment nicht ganz nachvollziehen, wie ich mich fühle. Dieses gefühl ist nicht beschreibbar, man kann es in keine richtung einordnen. Nicht traurig, nicht fröhlig, sondern erfüllend! Du sitzt hier alleine, an einem freitag abend, und hörst immer wieder dieses lied. Und deine gedanken drehen sich nur um dieses gefühl. Du kannst es in dir aufnehmen. Alles ist ruhig und doch stachelt es dich zur unruhe an.
Es erfüllt dich mit den verschiedensten sachen. Von der linken flüstert es genieß den moment dieses verlangens, gib dich dem moment ganz hin und dabei verursacht es ein leichtes kribbeln im bauch, welches nach und nach in deinen kopf steigt, aber von der rechten knirscht es ungeduldig jetzt kümmer dich auch um das verwirklichen deiner sehnsucht, verlier dich nicht zu sehr in der träumerei ... und dabei kneift es dir ab und zu in die seite und verursacht ein leichtes zucken.
Und die genießerin in mir sitzt jetzt grade hier und lässt ihre tränen über ihr gesicht laufen, weil sie sich so unglaublich erfüllend einsam und machtlos fühlt. Eine gute rechtfertigung um die forderung von der rechten abzublocken. Sie will im moment gar nicht mehr, als von ihrer sehnsucht zu träumen. Diese freiheit nimmt sie sich.
es ist doch so, dass wir wirklich alle freiheiten der welt haben, wir müssen sie nur für uns definieren.
Denken und fühlen, das ist seelensache.
Lieben und freiheit, das ist definitionssache deines herzens.
Du möchtest dich hingeben, denn du hast es satt mit all den oberflächlichkeiten, die dir im alltag gegen den kopf geschmissen werden und denen du aus gewohnheit und selbstschutz nur freundlich entgegengrüßt um den erwartungen gerecht zu werden.
Ich weiß nicht, ob es jemals jemanden geben wird, dem ich mich bedinungslos, und ich meine eindeutig bedinungslos hingeben werde! Mit herz und seele. Dem ich die tür zu meinem innersten öffnen werde. Aber wenn es ihm gibt, so hat er mehr macht über mich als ich selbst. Somit wäre der schlüssel aus meiner hand. Genau der schlüssel, dem ich gelernt habe immer fest angebunden um meinen hals unter all den facetten zu tragen, die mich durchs leben bringen.
it's clear, clear .. it has never been so clear!
jeder, der sich schon einmal abends durch das netzt geklickt hat, sei es im studi-/schülervz, myspace oder sonstiges, der hat es vllt auch schon mal gespürt. es gibt da draußen so viele geschichten, so verdammt viele, unbegreiflich für den einzelnen. alle mit ihren bildern, fotos von lächelnden menschen, die sich in den armen halten, fotos von einzigartigen reisen, fotos von geliebten menschen, freunden, bekanntschaften, die man in anderen ländern gewonnen hat ... alles hat den ganz persönlichen wert. und doch machen wir doch nie neue erfahrungen. es sind immer alte erfahrungen, die neue menschen machen. die weite des internetzt führt es uns nur so klar vor augen, dass unsere eigene persönliche geschichte nur klein und unbedeutend ist.
klein und unbedeutend in der welt? ja.
klein und unbedeutend für die menschen, die du liebst, die dich lieben, deren leben du veränderst? niemals.
deswegen traurig? nein, glücklich.
ist es nicht viel wertvoller, menschen seine liebe zu geben, anstatt das gesamte weltgeschehen zu leiten? würde das erfüllen?
es ist viel wichtiger, dass das leben für einen selbst nicht klein und unbedeutend ist.
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