abendlecktüre
Cabriel Barylli "Butterbrot"
gestern abend, vorm einschlafen, noch diesen absatz gelesen. und er birgt so viel wahres.
" aber wenn die Hormone Tango tanzen, sagt man zu allem möglichen 'ja und amen', Hauptsache, es sieht nach Ewigkeit aus. Und das ist es ja, worauf es hinausläuft - auf die Behauptung, dass man auf ewig glücklich sein möchte, und dabei hofft man, dass dieses Wollen allein schon genügt."
dieses buch ist so unglaublich aufschlussreich. jeder, der sich nach dem wahren sinn der liebe in der heutigen stressigen welt fragt, sollte einmal einen blick reinwerfen. die monologe des erzählers sind zum teil überwältigend, und - ich kann jetzt nur von mir selber sprechen - man erkennt sich so häufig wieder. man erfährt einen aha-effekt. dieser tut manchmal weh, weil es doch so gemütlich ist, sich alles schönzureden. 'die sachen mit der liebe'. aber was es wirklich heißt, sich für das gemeinsame Weitergehen zu einigen, diese überlegungen werden doch meist von den momentanen glücksgefühlen ertränkt.
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