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Werner Schulz zur V-Frage

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Diese persönliche Erklärung von Werner Schulz (Bündnis 90/Die Grünen) sollten sich alle in meiner (ja, ich steh ja generell dazu *g*) rot-grünen Koalition mal ausdrucken und an die Wand hängen, damit sie immer dran erinnert werden, an welcher unsäglichen Farce sie da heute teilgenommen haben. Ob das nun von Werner Schulz  "nachkarten" ist, weil er keinen sicheren Listenplatz mehr hat oder ob er mit seiner Verfassungsklage seine Schäfchen ins Trockene bringen und noch weiterer 15 Monate Abgeordneter sein will ist mir relativ egal. Er spricht mir aus Seele. Das war heute keine Sternstunde der Demokratie so wie ich sie verstehe, ganz im Gegenteil. Und ich bin beeindruckt dass wenigstens einer der 304 Abgeordneten der Koalition den Mund aufmacht und Tacheles redet.
Und dass die anderen Grünen sich darüber jetzt mokieren ist ebenfalls ein Armutszeugnis, weil es mal wieder nur zeigt, wie weit entfernt von jeglicher Realität oder Realitätssinn sich Bundes-Politiker heutzutage scheinbar befinden. Das Raumschiff Bonn ist wirklich gut in Berlin gelandet.

Und im Gegensatz zu Bernd Ulrich von der ZEIT bin ich - genau wie Schulz - auch nicht der Meinung, dass Schröder sich damit als Patriot erweist, weil er das Mandat zurückgibt, aber ein Rücktritt zu "demütigend" wäre. Schwachsinn. Rücktritt wäre das einzig Anständige gewesen, wenn er meint, dass seine Mehrheit nicht stabil ist und er nicht weiter regieren kann, denn dass er nicht weiter regieren wird ist doch auch jedem klar. Eine Farce, wie es wirklich nicht schlimmer geht. Vermutlich erhofft Schröder sich mit einer Niederlage bei Neuwahlen einen besseren Platz in den Geschichtsbüchern  als durch einfachen Rücktritt, aber ich glaube, da täuscht er sich. Wir werden es ja irgendwann mal nachlesen :-)

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