Mir war mein direkter Terrassen-Nachbar schon seit meinem Einzug sehr
sehr unsympathisch. Ein nerviger Dummschwätzer, im Sommer mit permanent
zu laute Musik und ein extremer Sonnen-Anbeter, der dann eben auch
immer den ganzen Tag draußen sitzt und dabei in meine Wohnung glotzen
könnte, wenn ich nicht immer die Jalousie an der Terrassentür unten
hätte. Ein richtiger Assi halt.
Den Herbst und Winter über war ich schon ganz froh, dass ich ihn nicht
zu Gesicht bekommen habe. Ich hoffe, die Phase hält auch noch eine
Weile an. Allerdings könnte ich mich bald mal gezwungen sehen, rüber zu
gehen und ihn auf einige Missstände hinzuweisen, die er aber vermutlich
auf den Mieter über ihm schieben würde, der im Prinzip ähnlich assig
ist.
Die Speisereste, die einer von beiden (oder beide) immer wieder einfach
so auf die Wiese gekippt hat, weil er wohl zu faul ist, sie draußen in
die Biomüll-Tonne zu schmeißen, haben mich zwar den ganzen Winter über
nicht sonderlich gestört, denn Jalousie war ja immer unten (siehe oben
*g*). Vor einigen Tagen erzählt mir aber eine Nachbarin aus meinem
Haus, dass eine andere Mieterin im Nachbarhaus an deren Biomüll-Tonne
und im Garten Ratten gesehen hätte, die - höchstwahrscheinlich durch
die Speisereste angelockt wurden. Eine Meldung bei der
Vermieter-Genossenschaft hätte aber wohl noch nichts an den Zuständen
geändert.
In der Tat. Ratten habe ich hier vor meinem Erdgeschoss-Fenster /
Terrasse zwar noch nicht gesichtet (zum Glück!!), aber es liegt schon
wieder oder immer noch alles Mögliche auf der Wiese, ziemlich nah am
Haus und somit auch an meiner Balkon-Terrasse. Und das ist schon
irgendwie ein bisschen ekelig, wo ich doch heute immerhin schon meine
Balkon-Möbel aus der Abstellkammer geholt habe.
Aber rüber zu gehen und bei diesem Typen an die Balkontür zu klopfen
und ihn jetzt deswegen ansprechen zu müssen... brrh, da sträubt sich im
Moment bei mir noch alles. Vor allem, weil er es vermutlich eh auf den
anderen Typen schieben wird, so war das mit der Musik im Sommer auch.
Bleibt nur zu hoffen, dass er - sonnenhungrig wie er ist - auch bald
seine Freiluft-Saison eröffnen wird und ihn selbst der Bio-Müll direkt
vor seiner Nase (noch näher als vor meiner) hoffentlich auch stören
wird.
Bei solchen Problemchen sehne ich mich fast wieder in die „Hotelanlage
Mama“ zurück. Aber auch nur fast *g* Und außerdem befindet sich dieses
Hotel inkl. Garten ja nur zwei Straßen weiter, da kann ich zur Not
immer problemlos in den Garten. Wobei das fürs mal eben ein bisschen an
die frische Luft setzen, eben doch schon wieder zu weit weg ist.
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