Zugegeben: in einer Stadt mit 33.000 Einwohnern passiert vielleicht
nicht jede Woche so viel, dass man als Lokalzeitung damit seine Seiten
immer gut mit Inhalt füllen kann. Aber dass hier im Moment wirklich so
wenig Berichtenswertes passiert, dass in der heutigen Samstags-Ausgabe
auf einer halben Seite ausführlich über das einjährige Bestehen eines
Swingerclubs in der Stadt berichtet wird, finde ich dann doch ein
bisschen seltsam.
Angefangen von den Mühen der Betreiber, den Laden erst mal herzurichten...
"Die Halle bot sich dazu wunderbar an. Erstmal lag aber viel Arbeit vor
den beiden. "Hier stand nicht eine Wand", erinnert sich Noia. Also
spuckten sie in die Hände und verwandelten in Eigenarbeit die
Industriebrache in einen stilvollen Club."
...bis hin und den vielen netten Sachen, die man dort anscheinend alles so machen kann.
Auf den "Spielwiesen" kann sich jeder nach seiner Fasson austoben.
Einige Pärchen ziehen sich in den abschließbaren Raum zurück, andere
genießen es, beobachtet zu werden. Partnertausch ist kein Muss. Oft
passiert das von allein, wie bei Patrick und Karina, die sich mit
Thomas und Birgit zurückziehen.
Nennt mich spießig, aber das muss ich im Lokalteil meiner Tageszeitung nicht wirklich im Detail lesen. Oder doch?
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