Einträge "Dezember 2004":
Samstag, 1. Januar 2005
Tops & Flops Ende Dezember 2004 (27.12.04 - 31.12.04)
Top
- Jacobs Choco-Vanille Cappuccino
- ein verspätet eingetroffenes, sehr sehr nettes Weihnachtsgeschenk
- entspannte freie Tage „zwischen den Jahren“
- endlich mal wieder Spieltag-Sieger in der Tipprunde
- die DVD mit dem Heimat- und Kirmesfilm (aus dem Jahr 1951) meiner Heimatstadt
hinzugefügt am 01.01.2005 um 13.25 Uhr
- die Silvesterparty mit den Bläck Fööss in der Köln-Arena
Flop
- Fahrgäste, die einen zutexten, sobald sie neben einem sitzen (dieses Mal: im Bus)
- mit vollgepackten Einkaufstaschen auf nicht geräumtem Bürgersteig auf dem Hosenboden landen
- ausgerechnet bei stundenlangem Schneetreiben mit Schneeräum- und streudienst an der Reihe sein
- Bombendrohung beim Eishockey in Iserlohn
- dass vier (!!!)
Kleinstadt-Apotheken, das Medikament nicht vorrätig haben, das in
Düsseldorf sogar die kleine Apotheke im Bahnhof immer vorrätig hat
Bombendrohung
Jetzt kann ich also „Bombendrohung“ auch abhaken auf der Liste der
Dinge, die ich unbedingt mal erleben wollte. *Irony-Mode off* Ich
war gestern Abend beim Eishockey in Iserlohn und als die Mannschaft
trotz unerwartetem Sieg nach der Ehrenrunde direkt vom Eis verschwand,
war das schon komisch. Dann fingen auf ein mal die Ordner an, alle
Zuschauer mit
„Bitte die Halle sofort räumen“ raus zu schicken.
Allgemeines Gegrummel unter den Anwesenden.
„Was soll das denn?“ - „Das
gab’s ja noch nie.“.
Kurz danach machte dann das Wort von der „Bombendrohung“ die Runde. Die
einen hielten es für ein Gerücht und wollten die Halle bzw. den
Party-Keller nicht verlassen (schließlich gab es einen Sieg zu feiern),
die anderen verzogen sich schnell weit weg von der Halle, ich befand
mich räumlich und stimmungsmäßig irgendwie dazwischen ;-).
Ich konnte mich schließlich nicht dem Argument verschließen, dass viel
mehr Polizei und Feuerwehr vor Ort sein müsste, wenn die
Sicherheitskräfte diese Bombendrohung wirklich ernst nehmen bzw. als
wirkliche Bedrohung einschätzen würden. Und dass dann sicher auch der
Platz vor der Halle schleunigst geräumt werden müsste. Aber das war ja
nicht passiert, da standen wir also eine Weile in der Eiseskälte und
haben überlegt, ob wir nicht doch schon nach Hause fahren sollten.
Andererseits war mir so nah an der Halle doch ein bisschen mulmig
zumute, denn wenn da was hochgegangen wäre, hätte es uns da draußen
sicher auch irgendwie erwischt. Meine leichten Bedenken wurden dann von
den mich begleitenden „Strategen“ (zwei meiner Brüder + ein Kumpel von
ihnen - alle drei zu dem Zeitpunkt schon mit „zweistelligem
Alkohol-Pegel“) immer wieder mit dem oben genannten Argument widerlegt.
Ca. eine halbe Stunde nach Spielende, war dann wohl alles abgesucht und
keine Bombe gefunden und wir durften doch noch in den Party-Keller, was
aber aus musiktechnischen und sonstigen Gründen dann auch eher ein
Flop war. Immerhin hat Iserlohn überraschend gegen den
Tabellenvierten und ich ebenso überraschend den Spieltag in meiner
Tipprunde gewonnen. Ist doch auch was.
Currently playing: Studio Alternativ Programm: Rote Wand (Hubert von Goisern)
Mittwoch, 29. Dezember 2004
Südasien
Je mehr Bilder zu sehen und Einzelheiten zu lesen oder hören sind,
desto schrecklicher wird es. Am schlimmsten für mich zu ertragen sind
die Augenzeugenberichte, die jetzt so nach und nach zu hören sind und
vor allem auch die Geschichten von Kindern, die nun dort auf einmal
nicht nur verletzt sind, sondern eben auch ihre Eltern und sonstige
Familien-Angehörige verloren haben. Eigentlich ist es echt nur noch zum
Heulen. Und dabei haben gerade die deutschen und europäischen Opfer ja
sogar noch das „Glück“, dass sie in ihre Heimat zurückkehren können.
Die ganzen einheimischen Opfer hingegen hingegen...
50.000 Tote, das sind fast doppelt so viele Menschen, wie meine Stadt
Einwohner hat. Gestorben innerhalb von wenigen Minuten, das übersteigt
im Moment echt noch meine Vorstellungskraft. Und man kommt schon ein
bisschen ins Grübeln, oder?
Montag, 27. Dezember 2004
Tops & Flops Mitte Dezember 2004 (20.12.04 - 26.12.04)
Top
- die vielen schönen Squeeze-Pix auf der Fanclub-Weihnachtsfeier der Kölner Haie
- Paul Traynor: der eindeutig netteste neue Hai dieser Saison (die # 7er sind eben einfach immer klasse)
- das Ende der einjährigen Kreativ-Pause
- nette Weihnachtsgeschenke
- Best of bzw. Wiederholungen von "Schmidteinander" im WDR
- „100 Jahre - Der Countdown“ auf Phoenix
- der traditionelle 2. Weihnachtsfeiertag-Spiele-Abend mit netten Freunden
Flop- im eisigen Schneeregen den Bus verpasst zu haben
- Regen an Heilig Abend bzw. „grüne Weihnachten“
Currently playing: Schmidteinander Wiederholungen (Video)
Freitag, 24. Dezember 2004
Harald Schmidt - wieder da
Das Feuilleton und überhaupt jeder, der was zu schreiben hat, überschlägt sich ja im Moment mit Kommentaren zu Harald Schmidts Rückkehr auf den Bildschirm. Vieles ist echt nett zu lesen, vieles wiederholt sich, einiges bringt es auf den Punkt.
Doch Schmidts gestrige Premiere im Ersten hat wieder einmal sein ebenso schlichtes wie geniales Erfolgsrezept verraten, mit dem er auch als Kahlkopf oder mit Irokesenschnitt vor die Kamera treten könnte: Er versucht tatsächlich, im Fernsehen selbständig zu denken. Er hat den Mut und die Frechheit dazu, die Fähigkeit und die Sprache. Das Entscheidende aber: Er tut es wirklich. Das allein ist schon viel mehr, als in diesen Zeiten füglich zu erwarten ist. Eine schöne Bescherung.(aus
Spiegel online: "König Vollbart" (Reinhard Mohr)
Werbung für die Mayersche...
Komischerweise ist mir die geniale Werbung auf den Treppenstufen von
der U-Bahn Haltestelle rauf auf den Kölner Neumarkt - direkt vor die Tür der
Mayerschen vorher nie so aufgefallen. Aber vielleicht weil ich gar
nicht mehr so oft dort mit dem KVB unterwegs bin?
Es fing schon ganz unten an mit so was wie "Noch 36 Stufen..." - "Noch
25 Stufen..." (genauen Text hab ich leider vergessen) und dann gab's
den Countdown, zu dem mir das Foto nicht so ganz geglückt ist, aber es
war
Noch 10 Stufen bis zum Gehirntrainer
Noch 9 Stufen bis zum Leserausch
Noch 8 Stufen bis zur Weiterbildung
und dann ging's so weiter.
Leseparadies bringt es einfach 100% auf den Punkt! Und die Mayersche am
Neumarkt in Köln ist und bleibt einfach meine Lieblings-Buchhandlung.
Ok, die vielen anderen
Mayerschen Buchhandlungen sind auch nicht schlecht, aber diese ist nun
mal die größte. Und selbst, wenn die Filiale in Dortmund eventuell
NOCH größer sein sollte als die am Neumarkt, hab ich die "Mayersche" eben am Neumarkt in Köln
kennen und lieben gelernt. Für Leseratten wie mich ist die wirklich das
Paradies, vor allem weil man so ungestört stöbern und schmökern kann,
ohne direkt eine aufmerksame bis aufdringliche Verkäuferin im Nacken
hat. Leseparadies eben!
Currently playing: U2: Sunday, Bloody Sunday (Webradio: RockAntenne)
Donnerstag, 23. Dezember 2004
"Harald Schmidt" - Premiere
Das hatte ich damals zur Premiere in der ARD geschrieben und man kann
das hier ja sogar nachträglich dem richtigen Datum zuordnen. Wie
praktisch. Ebenso wie das Verschieben von Einträgen von einer
Rubrik in die andere.
Und man kann sich ja sogar an diesen Look gewöhnen
Es ist schon echt lustig, als er vor einem Jahr seine Kreativpause
eingelegt hat, dachte ich: "Oh Gott, wie sollst du in Zukunft ohne die
all-abendliche Dosis HSS überleben?" Dann war er weg und ich hab
gemerkt, es geht relativ problemlos, also so sehr hatte ich die HSS
dann komischerweise gar nicht vermisst. Beim "Heimspiel" in Heilbronn
dann allerdings doch wieder ein bisschen. Und heute nacht wollte ich
nur kurz kontrollieren ob der VCR auch schön alles aufgenommen hat und
dann bin ich doch hängengeblieben und nach den ersten paar Minuten
dachte ich nur: "Wie hast du überhaupt die letzten 52 Wochen OHNE ihn
überlebt?" *g*
Ok, das letzte Drittel der Show war schon eher mau, als das "Fit für
Deutschland" und "Harold explains Germany", das zog sich ziemlich und
war auch nicht wirklich lustig, aber dafür ja alles andere vorher. Und
ich lasse ihm auch gerne etwas Zeit bei der "Wieder-Eingliederung in
den deutschen Arbeitsmark>
War doch mal ein echt schönes leicht vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.
Mittwoch, 22. Dezember 2004
Adressbuch aktualisieren
Auf meiner "unbedingt in den Weihnachtsferien erledigen" Liste stand
"Adressbuch aktualisieren" ganz weit oben. Und damit hab ich dann heute
mal angefangen. Bin ich die einzige, der es schwer fällt Adressen und
Telefon-Nummern (im Handy-Zeitalter insbesondere Telefon-Nummern)
einfach so zu "streichen"? Also die Kontaktdaten von einigen Leuten und
somit quasi ja auch diese Leute selbst eindeutig und klipp und klar aus
dem eigenen Leben zu streichen? Weil man von ihnen entweder schon ewig
nichts mehr gehört hat. Oder auch gar nichts mehr hören will und sich selbst auch nie bei ihnen melden würde.
Aber wenn der einzige Grund dafür, jemanden im Handy-Speicher zu
belassen, DER Grund ist, über die Nummern-Anzeige beim Anruf dann
direkt zu wissen, dass ER/SIE anruft und um dann eventuell gar nicht
erst ranzugehen... dann stimmt in dieser "zwischenmenschlichen
Beziehung" wohl doch irgendwas nicht *g* Gibt es dann überhaupt noch
irgendeine Art von Beziehung? So oder so, auch diese Nummern hab ich
jetzt also konsequent gelöscht.
Bei den Adressen ist es alles halb so wild, denn da ich mein Adressbuch
als Text-Datei führe und dann eben ausdrucke, speichere ich die
aktuellste Version natürlich unter einem neuen Titel ab und hab somit
für den Notfall doch noch die alten "Backups" auf dem PC. Aber die
Handynummern sind nun unwiderruflich verloren. Ich frage mich gerade,
ob ich die nicht auch besser noch mal hätte abtippen und somit sichern
sollen? Wäre dann aber schon sehr gestört gewesen, oder? Wen ich
jahrelang nicht anrufe, dessen Nummer brauche ich sicher in den
nächsten Jahren auch nicht mehr.
Auf jeden Fall hab ich jetzt schon mal ziemlich ausgemistet, das
hinzufügen von vielen neuen netten Namen und Nummern (bzw. das
Übertragen der Nummern aus dem Handyspeicher sicherheitshalber auch mal
in Papierform... merkt man mir an, dass ich leicht pingelig bin?)
setze ich dann morgen fort.
Und jetzt grübel ich vermutlich doch noch mal 'ne Weile drüber, ob es
so klug war diese oder jene Handy-Nummer wirklich zu löschen. Irgendwie
ist es halt ein komisches Gefühl, sich eingestehen zu müssen, dass der
Kontakt zu manchen Menschen einfach auf der Strecke geblieben ist.
So was baut doch auf...
Ich arbeite im Moment in einer Projektgruppe, deren Arbeitsauftrag
mir eigentlich viel zu sozialpolitisch bzw. sozialwissenschaftlich ist,
denn eigentlich komme ich ja aus einer ganz anderen Ecke (Umwelt,
Nachhaltigkeit, Planung etc.) Aber wie heißt es so schön: It pays my
dues. Auf jeden Fall bin ich da inhaltlich wirklich gar nicht so "fit"
und hab also auch einige Probleme dort konzeptionell konstruktiv
mitzuwirken.
Für unser zu erarbeitendes Diskussionspapier hatte ich mir dann auch
den Teil ausgesucht, der mir am einfachsten auf Grundlage anderer
Texte zu schreiben schien (und auch "abschreiben" will ja eine Kunst
sein *g*) Mit meinem Entwurf war ich dann aber gar nicht glücklich,
weil a) die Vorlagen schon echt umständlich formuliert waren und b) mir
ja immer noch der "inhaltliche Zugang" fehlte. Will sagen, ich war mir
total unsicher, ob ich nicht genau die falschen Schwerpunkte gesetzt
und das alles auch noch total verquer formuliert hatte. Hier dann aber
die Anwort der wissenschaftlichen Mitarbeiterin, die unserer
Projektgruppe betreut.
liebe Susanne, den Text finde ich richtig super, alles wichtige
drin, da bleibt nichts zu sagen, außer dass irgendwo ein "n" zu viel
stand. bis nachher
So was liest man doch immer wieder gern, gerade wenn man eh nicht zu
den Personen gehört, die mit einem Höchstmaß an Selbstsicherheit durchs
Leben gehen. Und ich überhöre nun auch ganz eiskalt die Stimme in
meinem Kopf, die mir hin und wieder versucht einzuflüstern, dass diese
Kollegin sich doch total irrt, weil der Text auf jeden Fall Schrott
war. Die Kollegin ist die Expertin für das Thema, sie muss es wissen :-)
Current mood:

Glücklich
Dienstag, 21. Dezember 2004
Die Fledermausmenschen von Manila
Ich hab gerade in der ZEIT diesen Artikel über die Slums in der 3. Welt bzw.
eben speziell über Manila gelesen und bin echt noch ziemlich
erschüttert. Irgendwie jammern wir hier in unserem Land ja schon ein
bisschen auf hohem Niveau.
Die Fledermausmenschen von Manila
Münster
Ein schönes Zitat aus einem Vortrag bei einem Fach-Forum zur "Zukunft
der Städte". Der Zusammenhang war in etwa, dass es eben Städte gibt,
denen es schon sehr gut geht und die somit auch nicht mehr besonders
gefördert werden, wenn sie mit dem Zustand zufrieden sind und auch
keine neuen Projekte oder Initiativen starten.
"Münster ist so eine Stadt, der
geht's ja schon sehr gut. Vielleicht sind die ja auch schon satt. Und
dann sinkt die Arbeitslosenquote eben vielleicht nicht mehr. Und die
Bildungsquote steigt vielleicht nicht mehr. Sondern Münster bleibt
einfach Münster. Es wird schwarz regiert und es regnet."
Montag, 20. Dezember 2004
Tops & Flops bis Mitte Dezember 2004 (01.12.04 - 19.12.04)
Top
- die gut überstandene Ausschuss-Sitzung + die extra Erwähnung
in der Lokalpresse am Tag darauf
- die Reaktion der Mitreisenden im ICE auf einen
ganz besonderen Handy-Klingelton
- das super „Jahres-Ausklang“-Wochenende in Würzburg
& Gschwend
- ein erfolgreiches Plätzchen-Backen... und dass ich
den
Schoko-Schock der „Mars-Cookies“ (hoffentlich) ohne bleibenden Schäden
überstanden habe ;-)
- dass endlich die Tagzilla Extension für
Thunderbird 1.0. funktioniert
- eine klasse Party zum „100.
Geburtstag“
- meine neue (naja, jetzt zum ersten Mal benutzte)
Elch-Bettwäsche von IKEA
- die 3-Punkte-Würfe von Vilius Gabsys (Union
Baskets
Schwelm)
Flop
- das missglückte Plätzchen-Backen zu
Wochenbeginn
- Schlüssel
vergessen, die 2.
- ein schlecht gelaunter, auf den Schiri
schimpfender und
überhaupt nur moppernder Zuschauer in der Reihe hinter mir beim
Basketball
Samstag, 18. Dezember 2004
7 Fragen zum Freitag - Lottofee
Deutschland im Lotto-Rausch: Am Mittwoch knackten zwei Spieler den
größten Lotto-Jackpot der deutschen Lotto-Geschichte. Sieben Fragen zum
Glücksspiel:
1. Spielst Du Lotto?
Nur sehr unregelmäßig und natürlich... siehe Frage 2.
2. Hast Du Dich vom hohen Jackpot diesmal anstecken lassen?
Ja, zugegeben.
3. Hast Du bei einem Gewinnspiel bereits einmal gewonnen? Was?
3 Richtige im Lotto waren bisher das höchste der Gefühle, glaube ich.
4. Was würdest Du mit einem Lotto-Gewinn von 13 Millionen machen?
Den größten Teil sicher gut anlegen bzw. damit eine Stiftung gründen
und das Entscheiden darüber was dann durch diese Stiftung finanziert
wird, zu meinem neuen Job machen. Viel Reisen und es mir gut gehen
lassen.
5. Was ist das Fasziniernde am Glücksspiel?
Das man so schnell und ohne sich anzustrengen viel Geld gewinnen kann
und somit eventuell schnell zu großer materieller Sicherheit gelangt.
6. Du bekommst eine Nacht in Las Vegas und 10.000 Dollar. Wo gibst Du das Geld aus?
Einen Teil sicher beim Glückspiel, einen Teil für ein grandioses Essen
und Party und sonstige Unterhaltung. Und wenn es „erlaubt wäre“ würde
ich einen Teil davon aufheben um mir noch eine schöne Reise durch den
Südwesten der USA zu gönnen. So doll ist Las Vegas nämlich wirklich
nicht, ich war schon mal eine Nacht da, das hat eigentlich gereicht.
7. Hast Du eine Glückszahl, die Dir auch schon einmal tatsächlich einen Gewinn eingebracht hat?
Nee, eigentlich nicht. Wie gesagt, 3 Richtige und die auch per zufälliger Zahlenauswahl.
Quelle:
Cult 7
Führerscheintest online
Von den ersten 5 Bögen wäre ich bei zweien mit Pauken und Trompeten
durchgefallen, bei zweien nur knapp und nur einen hätte ich bestanden.
Ohje, das ist schon ein Armutszeugnis.
Theoretische Führerscheinprüfung online
Schlüssel vergessen, die Dritte
So langsam wird’s ja ein bisschen peinlich. Oder besser gesagt, besorgniserregend. Oder beides. Aber in diesem Fall kann ich eigentlich meinem Bruder zumindest eine Teil-Schuld geben *g* Er hat mich gestern Abend mit dem Auto abgeholt und ich wollte die Chance nutzen endlich mal die vielen Getränke- bzw. Verpackungskartons (z.B. vom Gartentisch, der Karton steht also schon seit einem halben Jahr in meinem Abstellraum) wegzubringen. Er kam also runter, schnappte sich ein paar der Kartons, meinte „Nimm mal ein Messer mit zum Kleinschneiden“ und „Ich geh schon mal wieder rauf, ich stehe mitten auf der Straße!“ und verschwand. Ich suchte also hektisch nach einem Messer, schnappte mir die restlichen Kartons und das Altpapier, machte das Licht im Vorflur aus, zog die Treppenhaustür hinter mir zu und eilte nach oben zur Straße.
5 Minuten später, Papier und Kartons entsorgt, auf dem Weg zu meiner Freundin merkte ich auf einmal, dass ich meinen Schlüsselbund nicht in der Hosentasche hatte. Hatte ich überhaupt abgeschlossen? Hatte ich meine Wohnungstür überhaupt zugemacht? Oder hatte ich meine Schlüssel aus Versehen irgendwo vor mich ins Auto geschmissen? Oder aus Versehen in die Tüte mit dem Altpapier? Meine Schreckensvisionen wurden immer schlimmer. Es half alles nix: Meine Freundin ins Auto geladen, zurück zu mir bzw. meiner Mutter, die meine Zweitschlüssel hat. Auf dem Weg dorthin wahnsinnig konstruktive (*ironymode off*) Kommentare meines Bruders und „Ich hab mich in Köln damals auch mal ausgeschlossen. Der Schlüsseldienst hat mich 150 Mark gekostet“ Erzählungen der Freundin. Danke, genau so was wollte ich in dem Moment hören ;-)
Mit den Zweitschlüsseln und nach einigen weiteren konstruktiven Kommentaren meiner Mutter (so a la „Das kann auch nur DIR passieren“) ging es also zurück zu meiner Wohnung. Ich betrete den Vorflur und sehe: Die Wohnungstür ist zugezogen. Na toll! Dann steckt der Schlüssel sicher noch von innen. Und ich komme jetzt mit dem Zweitschlüssel auch nicht rein. Einer der konstruktiven Kommentare meines Bruders war übrigens: „Wie kann man denn auch so blöd sein und den Wohnungsschlüssel innen stecken lassen?!?!?“ (Ganz einfach, weil ich ihn sonst sicher öfter mal vergessen würde mitzunehmen, aber das hab ich da besser nicht geantwortet, sonder alle - ich geb's zu berechtigten - Vorwürfe stoisch ertragen).
Mein Bruder meinte zwar auch, dass es Türen gibt, die man aufschließen kann obwohl auf der anderen Seite der Schlüssel steckt, aber das das funktionieren könnte, konnte ich mir ja irgendwie gar nicht vorstellen. Probiert hab ich es trotzdem. Und die Tür ging auf. Nächster Gedanke: Shit, dann hast du den Schlüsselbund irgendwo verloren. Ich wusste in dem Moment nicht was das größere Drama gewsen wäre. 100€ Schlüsseldienst oder alle wichtigen Schlüssel (auch fürs Büro etc) verloren zu haben. Ich schau auf die Innenseite der Tür: Nicht zu glauben, da steckt der Schlüsselbund. Und mit einem lauten Plumps fiel mir ein riesiger Felsbrocken vom Herzen.
Was lerne ich daraus? Lerne ich überhaupt irgendwas draus? So wie ich mich kenne, befürchte ich ja mal: Leider gar nix ;-)
Freitag, 17. Dezember 2004
kreative Domains
Das lief bzw. fuhr mit heute als Werbeaufkleber an einem Auto über den
Weg. Ich kannte diese Web-Adresse und die Agentur die dahintersteckt eigentlich schon,
aber musste über diese Kreativität doch wieder mal schmunzeln.
http://www.wie-Sie-ins-Web.com
Patriotismus-Debatte
Und schon wieder ein Martenstein-Artikel, von einem Kollegen reingereicht. Klasse Text!
"Wahre Liebe eifert nicht" - Acht Irrtümer oder: Warum wir in Deutschland keine Patriotismusdebatte mehr brauchen"
(Harald Martenstein im Tagesspiegel, 12.12.04)
Besonders schön ist es, nebenbei die Landtags-Diskussion zu genau
dieseem Thema zu hören und zu merken wie gerade die CDU einen Irrtum
nach dem anderen als Argument in den Raum wirft.
Currently playing: Landtag Live: Aktuelle Stunde zur Patriotismus-Debatte
Dienstag, 14. Dezember 2004
Speiseplan für Vegetarier
Folgendes fand ich heute im Intranet auf dem Speiseplan unseres
Betriebs-Restaurants (Kantine klingt so gewöhnlich und es ist ja auch
vom Ambiente her netter als eine Kantine)
Ein Hoch auf die immer gut und vielfältig bestückte Salatbar! Aber
manchmal wird uns Veggies das fleischlose Leben ja wirklich nicht ganz so
leicht gemacht.
Currently playing: VIVA: Robbie Williams Special
Freitag, 10. Dezember 2004
Harald Martenstein!
Seine kurzen Kolumnen sind ja meist schon göttlich, aber bei längeren
Artikeln übertrifft er sich ja dann immer noch mal. Die Kritik immer
super gut auf den Punkt gebracht und eben sehr sehr unterhaltsam
geschrieben Aktuelles Thema:
Intimitäten: Klaus Wowereit als Partygänger, Gerhard Schröder als
liebevoller Familienvater - warum Politiker es lieben, sich privat zu
zeigen
Unbedingt lesenwert.
Donnerstag, 9. Dezember 2004
Jess' Kolumne
Immer wieder gut, die Texte von Jess Jochimsen, die in unregelmäßigen Abständen in meine mailbox flattern.
Jess' Kolumne: Im Kopf des Bankers
Currently playing: Juli: Tränenschwer
Donnerstag, 9. Dezember 2004
beginnende Politiker-Eitelkeit?
Aus unterschiedlichen Gründen hab ich mich ja eigentlich immer davor gedrückt größere lokalpolitische Aufgaben zu übernehmen. In erster Linie sicher weil ich - man mag es mir vielleicht nicht ansehen *g* - ein eher unsicherer Typ Mensch bin, der sich eigentlich auch lieber im Hintergrund hält. Und es mir insbesondere nicht so leicht fällt, vor fremden Menschen meine Meinung oder eben bestimmte Positionen zu vertreten. Naja und aus einigen anderen Gründen vielleicht auch ;-)
Da wir aber für den Planungs- und Umweltausschuss einen neuen Vertreter brauchten, ich dafür durch mein Studium eigentlich am besten qualifiziert bin und es mich eigentlich auch interessiert, konnte ich mich also nicht drum drücken. Der Sprung ins kalte Wasser (oder besser gesagt, das massive Reinschubsen seitens meiner Partei-Kollegen) war/ist vielleicht aber auch der richtige Weg.
Jetzt sitze ich also im Ausschuss, hab dort am Montag in meiner 2. Sitzung endlich mal den Mund aufgemacht, zu einem bestimmten Tagesordnungspunkt dann eben unsere Forderungen angebracht und gemerkt, dass das alles eigentlich ganz easy ist. Die von mir (unnötigerweise, ich weiß) befürchteten negative oder contra Reaktion der anderen Parteien oder der Verwaltung blieben aus, unsere Anregungen wurden eben einfach so aufgenommen und gut war’s. Wie sagt man so schön: die anderen kochen auch nur mit Wasser. Wobei ich mich an das übliche Politiker-Blablabla von so einigen anderen auch erst noch gewöhnen muss.
Mit einer von meinen Anmerkungen wurden wir (bzw. ich namentlich als „Grünen-Sprecherin“) in dem großen Zeitungsartikel zu diesem Thema sogar noch mal gesondert erwähnt. In einem extra Kasten! Wow, das finde ich ja dann doch schon wieder irgendwie cool. Im Nachhinein, wenn alles gut geklappt hat, im Mittelpunkt stehen, ist ja auch ganz was anderes, da hab ich auch gar nichts gegen ;-) Aber haben müssen tue ich das für mein Seelenglück, glaube ich, trotzdem nicht unbedingt andauernd.
Currently playing: Fernsehen: WDR2 - Hart aber fair...
5 km können sooooo lang sein
Ich war gestern im Kino, genauer gesagt im UCI Bochum, von mir aus über
Landstraße und Autobahn normalerweise in 20 Minuten zu erreichen. +/-
2-3 Minuten je nach Tageszeit (Berufsverkehr oder nicht). Gestern hab
ich wohl einen neuen Rekord aufgestellt, allerdings in negativer
Hinsicht. Um 19.20 Uhr bin ich auf die Autobahn, und stand dann direkt
in der nächsten Kurve gut 5 Kilometer (laut WDR2 Verkehrsmeldungen) bis
zur nächsten Abfahrt im Stau. 50 Minuten lang! Ich hatte vergessen,
dass 5km SO lang sein können. Ursache für das Ganze war übrigens die
Baustelle zu einer
Fahrbahnerneuerung der rechten Spur und eben wohl der Berufsverkehr um
die Zeit.
Der Tiefpunkt war natürlich dann die Bestätigung von Murphys Gesetz,
das ja besagt, dass sobald man die Spur gewechselt hat, weil einem die
erste zu langsam schien, genau diese erste nun die Schnellere ist und
man auf der anderen, auf der es vorher schnell lief, nun besonders
langsam vorwärts kommt. Man weiß es ja auch eigentlich besser, also
dass man NICHT die Spur wechseln sollte, aber man macht's dennoch,
oder? Also ich zumindest und entsprechend geärgert habe ich mich dann
auch. Über mich selbst vor allem. Aber hinter 'nem LKW wollte ich halt
auf der rechten Spur auch nicht hängen.
Wie auch immer, irgendwann hatte ich dann natürlich fast 'nen Krampf im
rechten Fuß, weil es so ein elender Stop-and-Go Verkehr war. Echt der
Horror! Und zwischendurch dann per Handy (bzw. SMS) mit den Leuten zu
kommunizieren, die vorm Kino auf mich warteten, war dabei dann auch
nicht so einfach. Ich weiß schon warum ich lieber Bus & Bahn fahre,
nur leider ist das UCI mit den netten Originalversionen für mich gar
nicht ohne Auto zu erreichen.
20 Minuten nach offiziellem
Film-Beginn stand ich dann im Kino und erfuhr per SMS von meiner
Freundin, dass die Karte bei der „Abreißerin" hinterlegt sei. Oh, das
war ja mal was Neues. Ich war leicht beunruhigt ob das wirklich so
klappt, aber als ich vorsichtig zu ihr sagte „Meine Freundin müsste meine Karte für mich hier hinterlegt haben, für die OV" kam die sehr freundliche Antwort: „Sie sind also die Susanne?"
Ich konnte ganz verblüfft nur nicken, die Frau lächelte, drückte mir
die inzwischen von ihr abgerissene Karte in meine vollbepackten
(Nacho-Menü *g*) Hände und wünschte mir noch einen schönen Abend. Das
hat den Stau-Stress ja fast wett gemacht. Echt klasse!
Weiteres
kleines Highlight: Kurz vor 20 Uhr erwischte ich im WDR2 ganz zufällig
„2nd chance" von Marie Fredriksson. Der Song kriegt also doch „airplay"
im deutschen Radio. Freut mich ja sehr, auch wenn ich den Song an sich
gar nicht so toll finde. Aber es geht ja ums Prinzip ;-)
Samstag, 4. Dezember 2004
Marie Fredriksson - andra chans
Meine "wilden" Roxette-Fan Zeiten - in denen ich viel über
unterschiedliche Arten von Fans und Fan-Sein gelernt habe (das mal nur so am Rande *g*)
- sind zwar schon gut 8 Jahre her, aber ich verfolge ihre Aktivitäten
(Roxette, schwedische Solo-Projekte) dennoch sehr aufmerksam. Das geht
dann so weit dass ich gestern eine 45minütige Dokumentation aus dem
schwedischen TV als AVI Datei aus dem WWW gezogen habe (270 MB, 4,5 Stunden
Download-Zeit, es lebe DSL). In der Doku wurde über Marie und ihre
letzten zwei Jahre berichtet: Gehirn-Tumor, OP, Chemo etc, aber eben
auch über das in dieser Zeit entstandene englischsprachige Album "The
Change".
Und auch wenn ich eben nicht mehr so ein Fan bin, ging's zum Teil doch
sehr unter die Haut aus ihrem eigenen Mund zu hören wie sie diese Zeit
erlebt hat und sie eben auch doch noch sichtlich gezeichnet von den
Medikamenten zu sehen. Aber sie ist wieder da und nutzt ihre "2nd
Chance", was mich ja doch sehr freut. Und noch was Erfreuliches -
allerdings ganz Profanes: Ich hab doch relativ viel von dem verstanden
was dort erzählt wird. So schlecht ist mein Schwedisch zumindest was
Hören (und Lesen sowieso) angeht doch noch nicht geworden. Nur selber sprechen
ist nach wie vor ein Ding der Unmöglichkeit :-)
In Deutschland haben diverse TV-Magazine über diese Doku berichtet und
z.T. auch Ausschnitte gezeigt (mit deutscher Übersetzung), beim ZDF ist
der Bericht noch verlinkt.
Bericht bei "Hallo Deutschland" (ZDF, 26.11.04)
Currently playing: MTV: irgendeine Award-Show?
Freitag, 3. Dezember 2004
7 Fragen zum Freitag - Jingle Bells
Erster Advent, die Weihnachtszeit startet … Sieben Fragen zu Weihnachten
1. Auf was in der Weihnachtszeit freust Du Dich am meisten?
Auf nette Weihnachtsmärkte, Plätzchen und hoffentlich viel Schnee
2. Was magst Du in der Weihnachtszeit am wenigsten?
Kletternde und hängende Weihnachtsmänner an Dachrinnen, auf Hausdächern, an Fenstern usw.
3. Backst Du selbst Weihnachtsplätzchen? Welche am liebsten?
Bis jetzt hab ich es immer Muttern überlassen, aber in diesem Jahr in
der eigene Wohnung muss ich wohl auch selbst ran. Ich hab ein paar sehr
lecker klingende Rezepte für diverse Schoko-Plätzchen
4. Gibt es einen festen Brauch an Heilig Abend in Deiner Familie?
Seit Jahren wird bei uns an Heilig Abend gedartet... keine Ahnung warum.
5. Hast Du schon alle Geschenke für dieses Jahr zusammen?
Nöö!
6. Wie richtest Du Deine Wohnung für Weihnachten ein?
Bis jetzt hab ich noch nichts Spezielles, aber morgen wollte ich
zumindest einen Weihnachtsstern kaufen, damit es immerhin ein bisschen
weihnachtlich wird
7. Welche CD darf in der Weihnachtszeit in Deinem CD-Spieler nicht fehlen?
Da hab ich gar keine besondere Präferenz
Quelle:
Cult 7
David Bowie Junior...
... arbeitet in unserer Post-Filiale als Postbank-Berater! Zumindest
war das mein erster Gedanke als dieser Typ heute mittag durch die - wie
immer im Dezember gut besuchte - Post-Filiale ging um an dem - wie
vermutlich in JEDER Filiale - in einer Ecke stehenden
Postbank-Tisch ein Kundengespräch zu führen. David Bowie. Nur jünger.
Gespenstisch!
Und natürlich konnte ich es mir heute in der Stadt nicht verkneifen
doch ein Buch zu kaufen, dass ich im Sommer schon längst kaufen wollte,
aber ich damals dachte, "lass es liegen, du hast noch genug anderes zu
lesen!". Hab ich zwar jetzt immer noch, aber der Stapel ist immerhin
nicht mehr so klein *g*
Currently playing: Bon Jovi: These Days
Wise Guys Adventskalender
Wie der Titel schon sagt... die Kölner Acapella Band
Wise Guys hat
auf ihre Seite nun auch einen Adventskalender (man muss ein bisschen
runterscrollen) und hinter jeder Tür steckt ein kurzer Videoclip.
Entweder ein Aussschnitt aus einem Live-Konzert oder etwas witziges aus
dem Backstage-Bereich oder... ok, keine Ahnung, es waren ja erst drei
Türchen zu öffnen.
Der Clou an der Sache ist es, was zu sehen ist, wenn man ein Türchen
öffnet, dass laut Datum noch nicht geöffnet werden darf. Wirklich
witzige Sache! Zumindest für Wise Guys Fans :-)
Donnerstag, 2. Dezember 2004
Bücher-Kauf-süchtig?
Ist das noch normal? Ich hab vorgestern erst mit einem 700 Seiten
Wälzer angefangen, der mich sicher noch eine Weile beschäftigen wird
und hab noch mindestens drei Bücher hier liegen, die ich bald lesen
will ( + diverse die ich bei Gelegenheit mal lesen will) und dennoch
hab ich so ein komisches Gefühl, dass mein "musst du noch lesen" Stapel
zu klein ist oder ich eigentlich doch bald mal dies oder jenes Buch
kaufen oder zumindest aus der Bibliothek ausleihen sollte. (Ausleihen, weil ich es mir eigentlich
abgewöhnen wollte, alle Bücher direkt selbst zu kaufen, seitdem ich
gemerkt habe, dass ich mindestens 1/3 doch schnell über Ebay wieder
loswerde(n muss). Aber meist kaufe ich sie trotzdem, anstatt sie auszuleihen *g*).
Nichtsdestotrotz kramte ich gerade in meiner Schublade in der ich all
meine Notizen, Ausdrucke, ausgerissene Werbungen oder Rezensionen,
sprich: alle Titel, die ich bei Gelegenheit mal lesen möchte,
aufbewahre und überlege, wann, wie und mit was ich meinen Stapel wohl
mal am günstigen aufstocke. Und dabei merke ich dass einige Zettel
schon seit über einem Jahr in dieser Schublade liegen... aber das sind
noch nicht mal die Bücher, die ich jetzt als erstes auf meiner Liste
stehen hätte.
Irgendeine Art von leicht-gestörtem Suchtverhalten ist das schon, oder?
Wenn es einen irgendwie beunruhigt, dass der Bücherstapel zu klein ist?
Current mood: leicht beunruhigt
Donnerstag, 2. Dezember 2004
Tops & Flops Ende November 2004
Top- Dan Browns "Angels & Demons" (auf Deutsch „Iluminati“): total konstruierter Plot, aber dennoch sehr spannend!
- eiskalte klarer Winterluft atmen
- die Firefox und Thunderbird Updates
- Blistex Lippenbalsam (gibt's bei Schlecker)
- wegen unfreiwilliger Null-Diät (s.u.) problemlos 2,5 Kilo abnehmen
Flop - die ersten „kletternden“ Weihnachtsmann-Figuren auf Hausdächern, an Regenrinnen usw.
- Tage an denen einem alles aus der Hand fällt (Mittwoch, 24.11.)
- zeit- und nervenraubende Installation von Software-Updates
- der absolut platzraubende Weihnachtsmarkt zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Straßenbahn-Haltestelle
- Die Haie verlieren zu Hause 3:0 gegen Augsburg. Und sogar verdient!
- ungeplanter 5 Tage dauernde Krankenhaus-Aufenthalt wegen Verdacht auf Blinddarm-Entzündung
Appendizitis, die 2.
Vermutlich könnte ich bald ein Buch drüber schreiben. Im letzten
Jahr lag ich Ende November für ein paar Tage mit Verdacht auf
Blinddarmentzündung flach. Der Untersuchung meines Hausarztes und
die Blutwerte ergaben aber nicht so eindeutig, ob der nun akut
entzündet
/ nur entzündet / nur gereizt war. Ich wurde „nur“ krankgeschrieben
(also
musste nicht ins Krankenhaus), durfte nix essen (aber immerhin normal
trinken), sollte den Unterbauch kühlen (ist immer gut bei Entzündung)
und nach ein paar Tagen war der Spuk
vorbei.
Letzten Samstag Nachmittag (fast auf den Tag genau ein Jahr
später) treten die gleichen Beschwerden auf wie im letzten Jahr... nur
waren die Schmerzen diesmal noch ein bisschen schlimmer. Samstag Abend
ging’s mir dann schon ziemlich schlecht und ich hab mich
kurzentschlossen ins Krankenhaus bringen lassen.
“Möchtest Du in das oder in das Krankenhaus?“ -
„Mir egal, Hauptsache IRGENDWOHIN!“
Irgendwann
lag ich dann in der Notaufnahme unseres Kreis-Klinikums. Flach liegen
war schon mal gut. Während nebenan Finger verbunden, Knieschneiben
eingerenkt (naja, so in etwa *g*) und besoffene alte Männer versorgt
wurden, harrte ich der Dinge, sprich der Blutwerte die da kamen. Fazit
nach gut zwei Stunden: Nur die weißen Blutkörperchen waren zu hoch,
alles andere normal, die Tast-Untersuchung sprach auch nicht für eine
akute Appendizitis (wie man so schön sagt). Der diensthabende Arzt: „Ich glaube nicht, dass der entzündet ist, aber Sie sollten mal zur Beobachtung hierbleiben.“
Also am Samstag Abend um 22 Uhr rauf
auf die Chirurgische Station, Null-Diät - das hieß nix Essen und viel
schlimmer nix Trinken! - dafür aber eben Elektrolyt-Infusion. Von
Samstag Abend bis Montag früh. Ab dann durfte ich immerhin Tee trinken
und
Zwieback essen, Montag Nachmittag wurde ich dann vom Tropf befreit und
Dienstag und heute durfte ich dann sogar wieder etwas „Richtiges“
essen... was man sich halt so richtiges unter „Aufbau-Kost“ vorstellen
kann *g*
Die Schmerzen waren im Prinzip Sonntag Nachmittag schon wieder
viel geringer, Montag ging’s mir schon wieder ziemlich gut und gestern
erst recht. Der Grund warum ich so lange dort ausharren musste, war
eben dass meine Blutwerte (wie schon im letzten Jahr) nicht so
eindeutig waren. Ein andere Entzündungswert war angestiegen und der
musste erst wieder sinken, bis ich nach Hause durfte. Was dann heute
Nachmittag der Fall war.
In 4 Tagen Krankenhaus hat man aber viel Zeit
nachzudenken. Über die Frage, warum eigentlich zwischen 10 Uhr und
20 Uhr im deutschen Fernsehen eigentlich nur Schrott bzw. nichts
Interessantes läuft, über die Unterschiede zwischen
Krankenhaus-Realität und Krankenhaus-Fiktion wie z.B. in „Nikola“ (mein
Chefarzt war übrigens netter als im Fernsehen *g*) oder auch in
„Emergency Room“. Für „ER“ hab ich mich irgendwie nie begeistern
können, aber gestern hab ich es zum ersten Mal geschaut, weil es laut
TV-Zeitung auch um einen Patienten mit Verdacht auf Blinddarmentzündung
ging. Wie passend! So hektisch wie in ER ging’s in „meiner“ Notaufnahme
aber nicht zu, es liefen auch keine Kinder von Mitarbeitern stundenlang
ungefragt durch die ganzen Flure und bei mir kam auch keiner auf die
Idee wegen des Blinddarms ein CT zu machen... Sehr komisch alles. Und
mir definitiv auch zu hektisch gefilmt, aber nun gut :-)
Man kann auch
über die Frage nachdenken, was Sony Pictures wohl im Mai 2005 mit den
vielen nicht mehr benötigten „Nikola“-Requisiten anfangen wird oder
über gewisse „schriftstellerische“ Probleme-Konstellationen und vor
allem darüber, was man in seinem vorherigen Patienten-Leben verbrochen
hat um in diesem nun mit einer sehr anstrengenden Zimmer-Nachbarin
gestraft zu werden.
Ok, es ging ihr an den ersten Tagen wirklich nicht
so gut und sie war eigentlich lieb und nett, aber eben anstrengend! Eine Oma
(im wahrsten Sinne) Ende 60: schwerhörig, mit enormen Atem-Problemen
(ich hab noch nie jemanden so keuchen hören, wenn sie nur ins Bett
steigen muss), auf Dauer schwer erträglichem Ruhrgebiet / Bergisches
Land Dialekt („Ich muss schon widda nachm Klo!“) sehr
mitteilungsbedürftig und was das Anstrengendste war, in gewissen Dingen
eben doch eher unselbständig. („Kumma, issas durchgelaufen? Soll ich nache Schwester klingeln?“)
HILFE!
Es gibt so Momente da frage ich mich schon warum ich nicht zu
der Sorte Mensch gehöre, die ihre Mitmenschen (und eben auch deren
Probleme) ohne Schwierigkeiten ignorieren können. Und die in so einem
Zimmer dann eben nicht 2 Tage lang heimlich ein Auge drauf haben,
dass die Zimmer-Nachbarin sich nicht zum 2. Mal versehentlich die
Braunüle aus dem Handrücken zieht. Andererseits... würde ich mich als
so eine Sorte Mensch vermutlich auch nicht wohlfühlen. :-)