Kostenloser Counter --- snip, snip --- --- snip, snip ---"

Man kennt das ja: Nach einem Zusammenbruch kommt der nächste Zusammenbruch. Und dann muss man sich erst ein bisschen erholen, ein bisschen rumgammeln, damit man den nächsten Zusammenbruch verkraften kann. Thats life

Das heißt im Klartext: Mir ging es richtig scheiße, ich habe geheult und ich konnte nicht aufhören, ich wusste nicht wohin mit mir, was tun, was lassen. Gerade wieder beruhigt, da fing mein Schatz auf einmal an zu kotzen und zu fiebern und zu hyperventilieren und vor allem zu würgen und zu zittern und verschmolz farblich mit der Wand.

Heute gehts ihm wieder besser. Wir sind ganz lange spazieren gegangen, um seinen Kreislauf wieder hinzukriegen. Ich hab ihm Magen-Tropfen gegeben und Kamille-Tee und Zwieback. Und ihm einen Eimer hingestellt, damit er sich ins Bett legen kann und nicht die ganze Zeit vor der Kloschüssel hucken muss. Und siehe da, er hat den Eimer gar nicht gebraucht und hat geschlafen, geschlafen, geschlafen und jetzt ist er zwar noch ein bisschen schwach, aber es geht ihm besser. Zum Glück. 

Und ich, ich hab mir Bücher bestellt. Kann es kaum erwarten meinen eigenen Sartre zu haben.

Und der Himmel ist grau 

 

 

Ich glaube, die Bloghof Community hält mich für einen exzentrischen Nerd. Niemand kommentiert mehr meine Einträge....
 

Punkt punkt komma klar

Die Beziehung, die ich zu Sartre und dabei vor allem zu seinem Werk führe, ist eine intensive Hassliebe. Dieser Typ bringt mich vollkommen um den Verstand. Ich könnte mich stundenlang darüber aufregen, wie er schreibt, was er denkt und gleichzeitig bin ich so begeistert davon. Manchmal kommen mir fast die Tränen, wenn ich einen Satz von ihm lese, weil er mich so berührt. Es ist genial, wie er die Wörter miteinander verknüpft, die Sätze fließen lässt, und ich spüre wirklich die Leidenschaft, die er in seine Arbeit hineingelegt hat, ja ich spüre sie, auch körperlich. Könnte ich mit ihm sprechen, würde ich mich wahrscheinlich stundenlang mit ihm anschreien und dann mit ihm schlafen. So fühlt sich zumindest meine Arbeit an: ein stundenlanger Kampf und dann die Ekstase.
Er berührt mich auf einem Niveau, auf dem es kaum auszuhalten ist.
 

Ich hatte früher so einen Komplex. Ich konnte nicht als erste nach Hause oder schlafen gehen. Ich bin immer bis zum Ende geblieben, weil ich Angst hatte, etwas zu verpassen.

Aber jetzt gibt es irgendwie nichts, was man verpassen könnte. Es ist immer alles die gleiche Soße. Und irgendwie finde ich es sogar besser es zu verpassen, denn sonst würde ich mich nur darüber ärgern. 

Ich halte mich einfach raus, dann bleibt meine Seelenruhe erhalten.  

 

Sartre zu lesen...

... ist wahrlich ein Abenteuer.

Philosophische Argumentationen sind in der Regel chronologisch aufgebaut. Ein Argument folgt dem nächsten und am Ende zieht man eine Schlussfolgerung.

Nicht so bei Sartre. Er verwickelt sich in Widersprüchen, verheddert sich in Abschweifungen, Zusammenfassungen, Kommentaren zu anderer Leute Philosophien etc.

Und am Ende zieht er an einem einzigen Schnürchen und der ganze Knoten löst sich auf.

Ich liebe das.

 
Über mich
Ich widerstrebe Perfektion an.
Mehr über mich
« November 2008 »
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30

21Publish - Cooperative Publishing

guenstige buecher
Konzerttickets
Online Hotelbuchung
Notebook Schutzfolien