Neben den Kolumnen auf www.s-hip.de, zwitschert Kitty nun auch unter stuttgart_grrl!

www.twitter.com/stuttgart_grrl
Neben den Kolumnen auf www.s-hip.de, zwitschert Kitty nun auch unter stuttgart_grrl!

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Meine Lieben, es ist so weit, heute habe ich mein neues "Büro" bezogen und zwar in der Stuttgarter s-hip.de-Redaktion. Von dort aus werde ich in Zukunft funken und wünsche mir, dass Ihr mir weiterhin treu ergebene Leserinnen bleibt. Andernfalls muss ich meine Hoffnungen, Träume und Gemeinheiten hinfort in mein kleines Tagebuch schreiben, aber das kichert nicht zurück...
Zappt Euch also zu www.s-hip.de! See you there, Darlings!
Liebe Leserinnen, liebe Internetsurferinnen, treue Freundinnen, das alte, runzelige Jahr neigt sich seinem wohlverdienten Ende zu. Es gibt noch einen Knall, einen Tusch, ein Prosit und dann entschwindet es in die unendlichen Weiten der Vergangenheit. Schlecht war es nicht, ich habe kein Grund zur Klage. Aber das Neue birgt auch Aufregendes und da greife ich erzählerisch schon mal etwas voraus: Kitty Hunter wird umziehen. Das alte Domizil hier ist technisch ein wenig morsch geworden. Kitty Hunter wird, in ungewisser Bälde, in einer quasi heimatlich benachbarten Web-WG ihre Zelte aufschlagen. Näheres und Ganzgenaues gebe ich an dieser Stelle bekannt, sobald es soweit ist.
Nun aber genug schwadroniert vom taubtrüben Musenginst. Jetzt eine konkrete Ankündigung: Unser aller Lieblingsseite – nach Kittyhunter – nein, nicht Lesarion! sondern s-hip.de wurde heuer 10 Jahre alt und das ist Anlass für eine ordentliche Sause! Ausgerichtet wird die Party zu Ehren des Geburtstagskindes von der feministischen Gummizelle in Sachen Film, kurz Starfrucht e.V., es verspricht also ein kurzweiliger Abend zu werden. Doch entscheidet selbst: sagt ein Bild nicht mehr als tausend Worte?

Bleibt mit nur noch zu sagen: Guten Rutsch ins neue Jahr meine Lieben, Glück in der Liebe & der Leidenschaft, party on und schaut wieder herein, wenn es heißt: Kittys Lach- und Lügengeschichten: das Drama nimmt seinen Lauf...
Gestern, meine Lieben, begab ich mich dorthin, wo sich sonst nur 50jährige Provinzpaare hin trauen: Ins Friedrichsbau Varieté. Was soll ich sagen, ich habe mich ganz köstlich amüsiert! Man muss voraus schicken, dass allein das Wort „Varieté“ mir für gewöhnlich die Haare gen Himmel richtet. In diesem speziellen Fall hingegen war es etwas völlig anderes: Es war die Burlesque Show von Miss Evi's Company, manchen bekannt als Evi und das Tier. Miss Evi in ihrem zwanziger Jahre Outfit erinnert an eine Mischung von Olive Oil (Popey) und Josephine Baker (Bananentanz), sie führt durch das Programm und scharrt eine Truppe sehr ansehnlicher Damen um sich, die sich auf kokette Weise nackig(er) machen. Gewürzt wird die Show mit einigen (wahnsinnig sexy aussehenden!) Artisten und (doch, recht lustigen) Spaßvögeln. Die garçons und filles gaben wirklich alles, bzw. warfen fast alles von sich – aber im Publikum, schien mir, hatte hauptsächlich die Vorderreihe des B-Blocks Spaß: mein Damenkränzchen klatschte und johlte bei jeder fallenden Hülle und jedem unschuldigen Augenaufschlag der darbietenden Mademoiselles, hingegen saß der Rest, die Krawattebekleideten Ehemänner, doch etwas verhalten neben ihren Ehefrauen. Also meine Herren: wozu geht man in eine Burlesque Show, wenn nicht, um sich schamlos zu amüsieren? Ich jedenfalls, jawoll, ich hatte meinen Spaß, nur eines habe ich vermisst: eine dralle Schönheit auf der Bühne. So jung und hübsch und gänzlich ohne Problemzonen die jungen Dinger: Das ist nett anzuschauen, aber eine richtige Burlesque, weiß Gott, die braucht Frauen mit ein paar Pfunden im Korsett. Wer weiß, vielleicht schule ich ja noch um und werde selbst eine verruchte, verdammt erotische, Medchen zum Kreischen bringende Dame in Lack und Mieder. Vorhang auf für Miss Kitty Hunter, die halbe Bruttoregistertonne, die Euch mit ihrer Puschelpeitsche mal richtig einheizt!

In Amerika ist dieser Tage ein Eheversprechen unter Homos genau so viel Wert, wie ein Aktienkauf: Am nächsten Tag weiß man nicht, ob man das große Los gezogen hat oder ganz auf Anfang geht. Da hilft dann auch kein euphorisches "Yes we did!". Vielleicht eher ein ernüchtertes: We'll do it again and again. So viel zu den so genannten inalianable rights "life, liberty, and the pursuit of happiness". Da bin ich froh, dass Old Europe doch ein klein wenig fortschrittlicher ist als die neue Welt. Hier können einem wenigstens die Fundamentalisten und die ewig Gestrigen nicht ständig gleich wieder das Lebenskonzept ausknipsen. Warum wird es uns nur so schwer gemacht spießig zu werden... (fragt sich eine, die überhaupt nicht heiraten möchte!).

Am kommenden Samstag (8.11.) findet in der Weissenburg eine Gale-Cocktailparty statt! Ihr wisst schon, das, öh, Homobier. Hier gemischt mit, äh, allerhand anderem zu:
NORD, der NordicGALE, erfrischend minzig und abgerundet
OST, der SunriseGALE, Kuba trifft auf Erdbeere
SÜD, der BeachGALE, berauschend wie eine Nacht am Meer
WEST, der ParadiseGALE, Rot wie die Liebe
"Alle Kreationen mit GALE; dazu weitere Cocktails à la carte, heißem Sound und jede Menge Entspannung."
So weit die Girls von Gale. Ich hab das einfach mal abgeschrieben von der Gale-Webseite. Klingt, nun ja, irre genug, um es mal zu probieren. Und wenn's echt gaga schmeckt, gibt's vielleicht doch noch einen gepflegten Cosmopolitan zum Nachtisch. Oder ein schnödes altmodisches Bier, für die Butches unter uns ;-)

Grautrübt der Herbst meine Lieben aber göttinseidank ist das Queerfilmfestival in Esslingen gerade wieder angelaufen. Das sollte man, und vor allem frau, sich nicht entgehen lassen - ein herbstliches Highlight! Ein Feuerwerk der bunten Bilder, eine Splisskur gegen Herbstdepressionen! Frau Hunter empfielt z.B. den Lesbenkurzfilmabend am kommenden Montagabend. Am besten aber: gleich ein Dauerticket kaufen (gibts das? Ich will es!!).

