Ein Kuss ist NICHTS ohne ein Lächeln.

Eine lang erwartete Fortsetzung.

Auch wenn ich die Hoffnung nie aufgegeben hatte, es war kalt gewurden um mein Herz. Meine letzte Freundin hatte mich zwar nie so wirklich verlassen. Aus unerfindlichen Gründen ist es mit uns seit Weihnachten letzten Jahres aus. Und es war besser so. Wir haben uns trotz der minimalen Entfernung nie gesehen, das war einfach nicht das Wahre...

Vor zwei Wochen feierte eine Komilitonin ihre Einzugsfeier in die neue Wohnung. An diesem Freitag wollte ich auch nach Dresden, ich war eingeladen. Und es sollte mein erstes Wochenende in der "neuen Heimat" sein, Ich hatte mir vorgenommen anzukommen, doch bisher war ich das nicht. Ich bin jedes Wochenende nach Hause gefahren, in der Angst zuhause etwas zu verpassen. Aber dieses mal war das nicht so. Der Plan stand, ich WOLLTE zu dieser Feier. Warum, weiß ich nicht. Ich hatte es einfach irgendwie im Gefühl. Kurz bevor ich nun nach Dresden gefahren bin war ich noch bei meinem besten Freund, R. Dort wurde mir auf einmal kotzübel, mein Blick kreuzte sich, mir wurde schwindlig, ich war käseweißt und konnte nicht mehr gerade ausgehen, und das von einen moment auf den anderen. Ganz komisch. Nach einer Zigarette, einer Tasse Tee und drei Stück Zucker wägte ich ab, ob es denn wirklich sinnvoll wäre heute noch auf die Autobahn zu fahren um nach Dresden zu kommen, nur wegen dieser einen party. Auf der anderen Seite: Ums Autofahren wäre ich nicht drumrum gekommen, und nach Hause wollte ich eigentlich auch nicht wieder. Also habe ich mir ein Herz gefasst, und nachdem mir einwenig besser war, fuhr ich los. Das ging auch problemlos. Es war viel Verkehr, aber das war kein Ding. Ich habe viel Fahrerfahrung, bin ein aufmerksamer, sicherer Fahrer, ohne Angst vor zu viel Betrieb, im Gegenteil - Eigentlich kann es mir ja nicht rasant genug gehen. Nachdem ich in meiner Wohnung erstmal etwas gegessen hatte (Der ganze Tag war etwas mager gespickt, daher wahrscheinlich auch mein Kreislaufkollaps) bin ich los zu party. Halb 11 war ich da. Lautes Gekicher und Gegacker, ein leichter Zigarettengeruch flutete den Raum, es roch nach Bier und vielen Menschen. Und das erste was ich feststellte war, das meine Komilitonin sehr viele, sehr hübsche Freundinnen hatte. Es gab eine, dir mir besonders ins Auge stach. Nicht weil sie besonders aufgetakelt war, nein, sie entsprach einfach dem Bild der Frau, auf das ich stehe. Klein, dunkle Haare, braune Augen, zierlich, keine riesigen Brüste, sportlich, hübscher Po, und dazu machte sie noch einen sehr netten Eindruck. Sie lächelte. Und wenn ich sie kurz beobachtete und sie lächtelte, dann musste ich auch grinsen. Später zog ich eher zufällig aus Doofheit ihren Schal an, wir quatschten darauf hin einige Worte, nichts ernstes - nichts bedeutendes, dann rauchten wir eine, philosopherten kurz über die Zukunft, und das wir beide mit spätesten 25 Eltern sein wollen. Und das war es eigentlich auch schon. als ich halb 3 meine Bahn verpasst hatte, und nun 65 minuten nach Hause laufen musste, hatte ich sehr viel Zeit nachzudenken. Wobei es da eigentlich nicht viel gab. Auf eine gewisse art und weise war diese Frau interessant. Sie war nett, sie war klug... aber das wäre NIE etwas gewurden, schon aufgrund der Distanz.. Am nächsten Tag fand ich dann ihre Seite im studi, und ich bedankte mich für die geliehene Zigarette. Sie schrieb kurz zurück. Später addete sie mich im ICQ, und wir quatschten kurz miteinander. 5 Stunden später redeten wir immernoch. und das war kein Flirten oder Dummquatschen oder so, nein, das war viel eher ein ehrliches Gespräch über Alles Mögliche, und es tat mir einfach gut. Am nächsten Abend das gleiche. irgendwann schrieb sie mich wieder an, wir begannen zu reden. Über alles, über Dinge die wir "lieben". Ich sagte, dass ich zufällige berührungen liebte. Und sie meinte, ob es mir denn aufgefallen wäre, das sich auf dem Sofa unsere Hände berührt hätten. Es war mir aufgefallen. und obwohl ich solche momente liebe, es ist doch komisch und man weiß kaum wie man sich verhalten soll. Ich ließ meine Hand eine ganze weile genau neben ihrer, ich wusste nicht warum, es fühlte sich gut an. Sie hatte zarte, warme Haut. Einen Tag später schrieben wir wieder. Und es wurde immer besser. Wir quatschten über Gott und die Welt. Nicht smalltalk like, sonder ernst, offen und ehrlich, und voller Gefühl. Von Anfang an fand ich diese Frau klasse. Sie war so ehrlich. Man brauchte sich bei ihr nie verstellen. Sie war einfach anders als alle anderen die ich bisher erlebt hatte, und irgendwie machte sich bei mir ein leichtes "Verliebtsein" breit. Zu dem Zeitpunkt wusste ich, das das schnell vorbei sein würde - aus uns wäre nie etwas gewurden. Mittwoch redeten wir wieder - und wieder war es sehr schön, und wir haben uns ehrlich gesagt, das das was zwischen uns ist, irgendwie komisch ist. So ehrlich, so vertraut, als würden wir uns ewig kennen. Und ich sagte ihr, das ich mich ein bisschen verknallt hätte. nach einen gewissen hin und her, diversen Vorstellungen und Überlegungen, hatte ich die Sache schonwieder abgehakt. Das würde eh nichts. Sie wohnt so weit weg, würde ich das in Kauf nehmen wollen? Donnerstag kam dann der Gedanke, ja, warum nicht, und ich stellte fest, das ich bisher immer vor meinen Ängsten weggelaufen bin. Vor neuen Schritten, großen überwindungen und Distanzen hatte ich immer Angst. Und wir beschlossen, das der einzige Weg um herauszufinden, ob zwischen uns wirklich "etwas ist", der ist, das wir uns treffen. In meinem Kopf ging es hin und her. Auf der einen Seite sagte ich mir, "Man, diese Frau ist klasse, du konntest mit keiner so rede wie mit ihr, trau dich! Versuch es, Mach es einfach, was soll passieren?" auf der anderen Seite waren Gedanken wie "ach, du wirst die strecke umsonst fahren, willst du wirklich ne Freundin in einer anderen Stadt, ist es das wert, wird das was, sie hat gesagt sie hätte nen freund, was soll das und überhaupt, das wird doch eh nichts..." Freitag fuhr ich nach Hause. Samstag wieder nach Dresden, und im Anschluss zu ihr. Mit Magenkrämpfen und Unwohlsein. Ich konnte den ganzen Tag nichts essen, mir war einfach nur übel. Nach anderthalb Stunden war ich in in Leipzig. Fand ihre Straße auf den 2. Versuch, wartete 5 Minuten. Und da kam sie. Ich wusste noch wie sie aussah. Ich hatte ihre Stimme vergessen, aber ich wusste das sie nett war. Das ich mit ihr reden konnte. Zwischenzeitlich kamen gedanken wie "was machst du eigentlich hier", aber als sie näher kam merkte ich, das ich mich in diese Frau verknallt hatte. Wir fuhren Schlittschuh. Haben geredet. Gelacht. Händchen gehalten. Uns berührt. Zufällig, ganz leicht.. Und es war schön. Im Anschluss waren wir im Park spazieren, haben über alles mögliche geredet, philosophiert. Ich habe ihre Hand gehalten, und es war toll. Mir bestätigte sich immer mehr das Gefühl, das diese Frau etwas besonderes ist. gegen Mitternacht war ich wieder zuhause. Auf der heimfahrt musste ich viel lächeln. Sie trieb mir einfach ein Lächeln ins Gesicht, genau wie wenn ich mit ihr schrieb. Sie war einfach toll, und ich konnte über alles mit ihr reden.. Letzte Woche schrieben wir regelmäßig über ICQ. Jeden Tag. Wir verabredeten uns. Freitag habe ich sie am Bahnhof abgeholt. Ich hab gewusst das da etwas ist. Und ohne das wir uns bis dahin geküsst hätte oder "Ich liebe Dich" gesagt hatte, hatte ich ein tolles Gefühl bei der Sache. Wir waren mit ihrer Freundin und anderen bekannten in einer Ausstellung, im Anschluss bei mir etwas kochen. Nur sie und ich. Nach dem essen saßen wir auf der Couch und sie sah mich an, mit ihren riesigen wunderschönen braunen Rehaugen. Und ich küsste sie.nein, wir küssten uns, und es fühlte sich toll an. Nachdem wir ein paar Getränke und Spiele eingepackt hatten, machten wir uns auf zu ihrer Freundin (meiner Komilitonin) zum Spieleabend zu sechst. Ich saß neben ihr, wir sahen uns immerwieder an, lächelnd, mit einem ganz besonderen Ausdruck im gesicht. Wir berührten uns, und schon auf dem Weg hoch zu ihrer Wohnung küssten wir uns in jedem Stockwerk, sodass wir ein paar Minuten länger brauchten. gegen Drei waren wir dann wieder bei mir. Es ging ganz schnell das wir im Bett lagen, und uns in den Armen. Ohne das da etwas lief. Wir küssten uns, streichelten uns, und es fühlte sich nach etwas ganz besonderem an. Früh wachten wir nackt auf, nach einer nacht, in der ich um 4 auf die Uhr sah, um 5, um 7, um 11 - eine Nacht in der ich eigentlich nicht schlief. Am nächsten Tag zeigte ich ihr Dresden, oder zumindest das was ich kenne, dann waren wir im Café, trafen wieder ihre Freundin, waren im Museum. Eigentlich wollte sie Samstag schonwieder heim, aber sie blieb noch eine Nacht. Wir redeten, wir küssten. Und ich sagte ihr, das ich mich in sie verliebt habe.. Sie ist ein Mensch, der verletzt wurde. Der schon viel mitmachen musste, an falsche Typen geriet, und nie wirklich geliebt wurde. Und ich spürte, das zwischen uns etwas besonderes war. Heute verbrachten wir den ganzen Tag im Bett. Redeten, Schmusten, und noch mehr, und es war wunderschön. Wenn sie mich ansah, dann musste ich lächeln, dann war ich einfach glücklich. Sie ist Ich im Körper einer Frau. Mit ihr kann ich reden, ohne Fake zu sein, ohne sich "cool" darstellen zu müssen. Wir haben geredet so wie wir sind. ehrlich und offen. Wir haben viel gelacht, viel geschmusst, und als ich sie zum bahnhof gebracht habe, war mir nach Weinen zu Mute. Aber auf eine glückliche Art und Weise. Ich habe mich etwas getraut. ich habe in meinem Leben tatsächlich mal etwas gewagt. Und es war richtig. Ich habe eine Chance bekommen, eine wunderbare Frau kennen zu lernen. Und ich habe mich in sie verliebt. Das mag naiv klingen, oder als ob ich eine rosarote Brille aufhab, aber ich habe mich noch nie so wohl gefühlt wie mit ihr, Samstag saßen wir im Zwinger, neben ganz vielen Menschen. und wenn wir uns küssten, dann war alles um uns einfach weg. Dann habe ich nur noch ihre wunderschönen weichen Lippen gespürt, ihren Atem, ihre Hände, ihre Haare. Es war als wäre alles andere einfach nicht mehr wichtig in diesem moment, und das war es mich auch nicht. Diese Frau ist etwas besonderes. Ich war mir noch nie so sicher, das das etwas werden könnte. Nächstes Wochenende fahre ich sie besuchen. und ich wünsche mir nichts mehr, als das das klappt. Ich liebe sie. Und ich hatte bei noch keine Frau ein solches Gefühl von sicherheit und geborgenheit. It seems like i have allways known you...

Und wenn ich sie küsse und die Augen schließe, dann spüre ich wie sie lächelt, und dann fühle ich, das sie etwas ganz besonderes ist.

 
  Geändert am 17. November 2008 um 11:12
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Autobahn.

Und 350 km später bin ich einfach nur glücklich sie gesehen zu haben, und sie in den Arm nehmen zu dürfen.
 
  Geändert am 9. November 2008 um 13:16
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Stop crying your heart out

Wie schnell kann man sich verlieben (/verknallen)? Wie lange braucht eine Frau um einen hoffnungslos Sentimentalen Typen für sich zu gewinnen? ^^

Ein wahrscheinlich unerreichbares Streiflicht am Horizont, was mir wieder Hoffnung macht. Eine tolle Unterhaltung, die mir nicht nur einmal ein Lächeln ins Gesicht getrieben hat..

Verknallt sein ist schön, auch wenn es am nächsten Morgen wieder vorbei ist.
 
Current mood: Glücklich

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Ich bin untröstlich.

Entschuldigt bitte meine inaktivität, aber das Studium stresst im Moment einfach nur. Das Fach Computergrafik beschäftigt sich ja mit OpenGL Programmierung, das bedeutet allerdings mehr Mathematik als ich für möglich hielt... Die letzten Nächte waren geprägt von Schlaflosigkeit und Ratlosigkeit, bin ja gespannt wie das weitergehen soll...

R.s Vater war zum zweiten mal im Krankenhaus. Ich hatte schon das schlimmste befürchtet, das er nicht mehr wiederkommt. Das wäre ein Rückschlag. Sein Haus wird im Dezember zu einem Spottpreis versteigert... In der Hinsicht gehts im Freundeskreis bergab im Moment, daher kotzt es mich umso mehr an das ich mich gerade mit anderen Dingen beschäftigen muss, in den letzten Monaten als ich zuhause war sind wir wieder ganzschön zusammengewachsen, da ist es traurig das so etwas gerade jetzt passieren muss, es tut mir leid für R. Und wenn es so kommt wie wir alle es vermuten, wird dieses Weihnachten wohl ganz traurig, mit einem Begleiter weniger an unserer Seite. Ein Begleiter, der länger an R.s Seite ist als wir alle... Sein Vater. Er stirbt!
 
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Herbst, mal wieder.

Eine der vier schönsten Jahreszeiten die es gibt, schafft es mal wieder mich in die diversesten Gefühlsschwankungen zu katapultieren, die es gibt.. Ich bin nicht glücklich, aber es ist auch nicht so das es mir jetzt schlecht ginge oder so.. nein, ich fühle mich eigentlich ganz gut. Das Wetter in dieser Jahreszeit ist doll, ich habe viel Spaß in letzter Zeit.. aber irgendwie macht sich bei mir laaangsam das Gefühl breit das es mal wieder schön wäre, sich zu verlieben.. Aber irgendwie bin ich anscheinend zu unentschlossen dafür, keine Ahnung wie ich das erklären soll.. Ist ja auch egal, wird schon irgendwie.. ;)

Das Studium hat wieder voll angefangen und ist auch ganzschön spannend. Ich beschäftige mich im Moment mit Software Engineering und OpenGL, wirklich sehr spaßig... Man merkt das das Grundstudium dem Ende zugeht, denn die Fächer werden zunehmend interessanter... Gestern Abend war ich auf der Geburtstagsfeier meiner Mitbewohnerin, wo leider nur die Hälfte der geladenen Gäste erschienen.. sehr schade für sie, aber es war trotzdem schön, da ich mal wieder ein paar Leute getroffen habe zu den ich ewig keinen Kontakt mehr hatte... Das Wochenende war wieder zu kurz, Gott sei dank muss ich aber morgen erst um 13.10 Uhr raus.. Nunja.. eigentlich wollte ich mich nur mal wieder melden, damit ihr nicht denk ich bin verschutt gegangen oder so ;) Liebe Grüße!
 
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Heizen!

Das letzte Wochenende war geprägt vom Stress, Freitag hatte mein Bruder Geburtstag, gestern meine Cousine, und heute mein Onkel. Das Wochenende war also geprägt von vielen Feierlichkeiten, Kuchen und der buckligen Verwandschaft. Zu meiner persönlichen Freude bekam ich am Freitag eine Mitteilung das ich mir im Autohaus die Schlüssel für den neuen Shirocco abholen könne, das tat ich auch umgehend, und genoss den Abend in dem neuen Sportflitzer von VW. Es ist lustig (und erschreckend zu gleich) das wirklich so gut wie jeder andere Autofahrer auf eben genau dieses Auto schaute beim Vorbeifahren. Und genauso erschreckend fand ich es eigentlich auch, das sich das sooo gut anfühlte, aber wer kennt das nicht... Wenn man sich mal für den kurzen Moment vorkommt als hätte man etwas besonderes, dabei ist es ja immernoch NUR ein Auto. Samstag hatte ich dann noch eine Probefahrt im neuen VW Passat CC, wirklich sehr schickes Auto, flink und gemütlich. Wer noch Geld übrig hat, und gerade KEIN Haus bauen möchte, sich jedoch keinen Siebener leisten kann, der tut mit dem CC eine gute Investition.. Nicht das ich es mir leisten könnte, aber es tut gut, mal so etwas zu sagen, gute Nacht! ;)
 
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ruhiger Start - Semester III

Das neue Semester beginnt ganz ruhig. Noch bin ich auch allein in der Wohnung, bis Montag. Sonntag war schrecklicher Verkehr auf der Autobahn.. Regen, eng, alles zu langsam.. und dann diese Leute die denken sie müssten in der Baustelle die linke Spur mit 60 blockieren sich dann aber nicht an den anderen vorbeitrauen.. Nunja. Ich bin jedenfalls noch gut angekommen, fand dierekt mal keinen Parkplatz, musste mich also ein paar Straßen weiter hinstellen. Früh klingelt dann das Handy - mein Autohaus am anderen Ende - mein Auto stünde verkehrt herum in einer Einbahnstraße welche zudem noch eine Baustelle ist, ich solle das SOFORT wegfahren sonst wird der kleine abgeschleppt." Ja. Sicher. Besagte Straße war nur am Vorabend weder eine Einbahnstraße oder eine Baustelle. Außerdem parkte ich ja dort nicht allein. Da ich in einem solchen Fall von "Früh Schilder hinstellen und mal schnell die Regel änder" allerdings weiß, das einem Fahrzeugbesitzer IMMER eine Räumungszeit von 24 Stunden gewährt werden muss, daher hatte ich Zeit, ging erstmal duschen und frühstücken. Und als ich ankam stellte sich heraus, die Bauarbeiter hatten auch vergessen die Straße vom anderen Ende als Einbahnstraße zu deklarieren, denn ein Polizist war heftigst damit beschäftigt "Geisterfahrer" zum umdrehen zu zwingen. Nunja. So weit zum vermeindlichen "Falschparken"... nichts passiert... neue Fächer: Da unsere gute alte GDI-Professorin anscheinend Mutterschaftsurlaub nimmt, wird ihr Fach von einer Vertretung gehalten. Da der gute Herr die Vorlesungsfolien eins zu eins übernimmt emuliert er Praktisch nur Frau Prof "Ich hasse Männer" und macht dies sogar deutlich besser. Danke also an den armen Hund der mit dieser Frau ein Kind bekommt, fürs schwängern. Das nächste Fach - Software Engineering scheint ebenfalls nett zu werden. Da viel Gruppenarbeit angesagt ist, die Professorin wirklich sehr nett ist, und auch die Prüfung nicht zu hart zu werden schein. Das gestern als letztes vorgestellte Fach Computergraphik hat schon einen neuen Namen weg, nämlich "besoffen Baggerfahren". Der noch ziemlich jung wirkende Herr der dieses Fach gibt ist wirklich lustig (bzw versucht lustig zu sein), macht sich nichts aus Fäkalsprache und ist auch sonst ziemlich offen und flexibel was sein Fach angeht. Punkte sammeln kann man wie man will, auch Bonuspunkte gibts auf alles mögliche, DIE lassen sich sogar zur Klausur hinzuzählen wenn gewünscht, und die Klausur ist auch so eine Sache... Er möchte eigentlich nur Interesse wecken, daher alles sehr kurz und komprimiert. Eine feine Sache wird das letzte freiwillige Praktika, dort heißt es dann "Modelling". Und wer mit macht, darf mal im TU-Baggersimulator fahren. Das Ding wiegt wohl 3 Tonnen, ist in alle Richtungen schwenkbar. Und da JEDER fahren darf und das ja ne gewisse Weile dauert verbindet ER das immer mit nem "kleinen" Grillfest. Wo dann auch Studenten ohne Führerschein mal Bagger fahren dürfen. Und die, die einen Schein haben, dürfen sogar mal betrunken fahren... Da heute nur Praktika stattfinden würden, uns allerdings der Vorlesungsstoff dazu fehlt, habe ich heute frei, und werde mal das Chaos hier zuhause in Ordnungbringen. Irgendjemand hat das Badfenster offen gelassen, man  kann sich denken wie es aussieht...
Zum Wetter ist zu sagen, das ich mich gestern  nacht spontan in den Herbst verliebt habe. Wenn man in Dresden die Münchener lang spaziert, sieht man wie die vielen hellen Blätter in das orangene Licht der Straßenlaternen getaucht werden. Die Blätter die am Boden liegen sehen aus wie Schnee, und die die gerade zu Boden fallen machen das ganze Bild komplett. Komplett romantisch. Ich glaube ich muss heut noch nen Fotoapparat auftreiben um das ganze mal zu knipsen, sah wirklich klasse aus. Da freut man sich auf das was noch kommt ;)
Ein hoffentlich grandioses Semester ;)

So viel dazu. Muss jetzt frühstücken, tschüss und allen Studienbeginnern hier auf Bloghof einen tollen Start ins neue Leben, man liest ja schöne Sachen hier ^^

 
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20 Jahre.

Tiefgang. Joah.. ich habs versprochen daher kommt es jetzt. Mit zwei Jahrzehnten hat man viel erlebt. Und obwohl ich nie ein "Problemkind" war, würde ich schon sagen das ich eine Menge mitgemacht und durchgemacht habe, im Positiven wie im Negativen. Und den Schluss den ich darauf ziehe ist, das es immer weitergeht. Egal was du machst, egal wohin du gehst, egal ob das was du tust ein Fehler ist, du solltest keinen Schritt bereuen. Deswegen bin ich auch nicht ein Mensch der sich "alt" fühlt.. und ich mein Bitte ja was soll das, ich werde 20... Wäre ich der Hauptdarsteller in einem Computerspiel, würde ich hoffen der Spielfortschritt wäre bei 25% und die Erfahrung bei 20%. Sexappeal 100% und Selbtüberschätzung auf Zweihundert. Gleich treffe ich ein paar Freunde, wir trinken ein paar Bier, philosophieren über Gestern, Heute und Morgen. Und Morgen, ja, da geht das Leben wie bisher, nur das ich mir ne neue Zahl merken muss. Und bis ich die wirklich in petto hab, wird wohl ein Jahr ins Land gehen müssen.. Liebe Grüße ;)
 
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100 Jahre.

Tiefgang. Deutscher Rap ist nicht gerade das repräsentative Genre für lyrische Intelligenz in deutsch, aber trotzdem. Mit seinem neuen Album "Freiheit" hat es Curse wiedereinmal geschafft. Nach der großartigen Single "Freiheit" mit Marius Müller Westernhagen konnte ich einfach nicht anders als mir die CD zu kaufen, weil ich den Rest auch noch hören wollte. Und ich kann sagen: Ich bin alles andere als enttäuscht. Curse schafft es, mit sehr viel Stil und Können Themen anzuschneiden, an denen sich bisher kaum Künstler gewagt haben (Track "Lila"). Die Musik ist durchweg genial. Ein Mix aus HipHop, orchestraler Musik, Gesang, Bläsern, viel Klavier, und einem schlagfertigem Künstler am Mikrophon geht wirklich durch Mark und Bein, und das sage ich nicht, weil ich ihn schon immer mag, nein, dies sage ich, weil seine Texte wirklich bewegen. Ich würde ihn gern als Lyriker bezeichnen, denn dann kann ich behaupten das es kaum ein anderer deutscher Lyriker schafft, eine solche Masse anzusprechen, mit kritischen Texten, Geschichten, so viel Positivem, so viel Passion, Begeisterung, und Freiheit. Das Lied "100 Jahre" läuft bei mir nun seit 2 Tagen rauf und runter, und sobald es bei youtube veröffentlicht wird, MÜSST ihr es euch ansehen, weil dieses Lied einfach mitreißt und begeistert. Storytelling der feinen Art...

Das Album trumpft außerderm mit Kooperationen namhafter Künstler wie Xavier Naidoo, Silbermond, Patrice, Clueso.. uvm auf.

Alles in Allem meine absolute Kaufempfehlung für alle, die mal wieder Texte zum Nachdenken und Zuhören suchen. Curse bewegt.

 
Currently playing:Curse

Das Gefühl priviligiert zu sein.

Ja! Ich habe Privilegien, und es fühlt sich sooo gut an! Heute Abend war geplant eine schöne DVD zu sehen, leider war ich mal wieder zu voreilig und zeitiger da als mein Kumpel bei dem wir den besagten Filmabend machen wollten, also fuhr ich kurzentschlossen ziellos durch die Gegend, als auf einmal die zwei Fahrzeuge vor mir eine Sturzbremsung machten. Im letzten Moment erkannte ich auch den Grund dafür, ein Polizist mit leuchtender Kelle, der mitten auf der Straße stand, wollte anscheindend nur ein Fahrzeug kontrollieren. Wie es so normalerweise ist ziehen Polizisten ja willkürlich irgendwelche Fahrzeuge von der Straße, verlangen Führerschein, Fahrzeugpapiere und wollen einen Blick auf den Verbandskasten und das Warndreieck werfen. Als ich jedoch erschüttert feststellen musste das auch der zweite Wagen an den Standstreifen fuhr und der Polizist immernoch auf der Straße stand und mir drohend mit seiner Kelle zuwinkte, wurde mir leicht warm.. (Das liegt nicht an der Sitzheizung, sondern an der komischen Verhaltensweise, das man unter der Fuchtel der Staatsgewalt ins Schwitzen gerät wenn "nicht alles" am Fahrzeug "original" ist..) Jedenfalls blieb ich stehn, sah da 5 bis 6 Polizisten/Polizistinnen, 3 große Bullentr Polizeitransporter und machte ersteinmal den Motor aus. "Das kann länger dauern". Ich sah wie gleich 3 Beamte das Auto vor mir musterten. Der gute Herr musste aussteigen, holte zugleich einige Papiere heraus, die Damen von der Polizei durchsuchten mit Taschenlampen den Innenraum, und den Kofferaum, tasteten dann den Mann ab. Mir wurde wärmer. War ich überhaupt angeschnallt? Hatte ich die farbenfrohe (nicht ganz erlaubte) Innenbeleuchtung ausgeschalten, war meine Musik zu laut? Und wie ich noch darüber nachdachte trat auf einmal eine Polizistin an mein geöffnetes Fenster und sagte: "Hey! Ach du bists, grüß dich!" Erstaunt stellte ich fest, hey, diese Frau, irgendwoher kennt die dich, kennst du sie auch, und dann schoss es mir ein.. Das war doch DIE Frau mit der ich auf der letzten Sportlerweihnachtsfeier über die Polizei geredet hab. Die Frau eines Sportlerkollegens von mir, wirklich sehr nett, ich konnte mich sehr gut mit ihr unterhalten. "Kann ich nochma schnell in deinen Kofferaum gucken?" "Ui, sucht ihr was bestimmtes?" "Ja, Terorristen!" "Na da brauchst du nicht in den Kofferaum gucken der steht schon vor dir", sagte ich mit einem kleinlautem Lachen. Sie grinste, sah einen sauberen Kofferaum, sogar mein Warndreieck lag sauber aufgeräumt neben der Anlage. Dann lächelte sie mir zu, sagte "Danke, komm gut weiter!" Ich verabschiedete mich mit einem "Machs auch gut, schönen Abend noch!" und fuhr unbehelligt vor den beiden anderen Fahrzeugen die mit rausgezogen wurden davon. Im Losfahren stellte ich fest das es noch ein schöner Abend für die Polizisten werden musste, denn da hatte sich langsam eine Schlange gebildet.

Und was lernen wir daraus? Es ist gut überall Bekannte zu haben. So kommt man sogar im Fall der Suche nach Terroristen schneller voran. Sogar wenn man nur sinnlos durch die Gegend fährt, weil man sowieso zu viel Zeit hat. ;)
 
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