der Neandertaler - WissenschaftsProjekt


homo neanderthalensis
über Fossilien
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Zunächst muss eine Skizze der Grabungen angelegt werden: Erkennungsmerkmale wie Flüsse und Berge, die satellitengesteuerte Position (GPS) und eine Dokumentation per Fotografie. Damit sind die Funde geografisch, zeitlich und geologisch zugeordnet, da ihre Lage oft für ihre Interpretation bedeutsam ist. Sie sind stets von Sedimenten überlagert. Knochen und Zähne sind zum Teil von Kalkkrusten aus Kohlenwasserstoffverbindungen überzogen. Im Sedimentgestein wird alldas angesammelt, was irgendwann angespült worden ist, also floss. Diese Schicht muss dann im Laufe der Zeit durch geologische Prozesse wieder an die Erdoberfläche gelangen, damit Grabungen möglich sind.
Die Taphonomie beschäftigt sich mit der Fossilierung ehemaliger Lebewesen. Dazu gehört auch die zeitliche Zuordnung von tierischen Fossilien zum Vergleich. Mit den urzeitlichen Riesenschweinen in Ostafrika ist z.B. eine Tiergruppe gefunden, die in den letzten 4 Millionen Jahren an den Zähnen einer ständigen Veränderung unterlag (ähnlich den Ammmoniten der Schwäbischen Alb). So kann bei einem Homminidenfund aus Ostafrika der Lebenszeitpunkt anhand der ihn in derselben Erdschicht umgebenden Schweinezähne hergeleitet werden (diese sind bereits aufgrund ihrer Funddichte lückenlos bestimmt).
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