Miiiaaaau

Es gibt so Tage, wenn sie ganz besonders laut schreit und ganz besonders nervig ist und mehr als nur ganz besonders wild an der Tür kratzt, Tage an denen sie mich um kostbare Minuten Schlaf bringt, an diesen Tagen, da könnt ich mich fast verlieren. (Selbstverständlich verlier ich mich nicht sondern) Da schrei ich dann einfach ganz laut. Ich brülle, werde wütend, werfe mit Pölstern und bin ausweglos.

 

Denn dieses MIIIAAAAUUUUUU das sie aus ihrem kleinen Körper hervorpresst ist wie die Nägel die auf einer Tafel kratzen - ganz besonders um 06:00 Früh - es bringt mich um meinen Verstand. Wenn sie dann auch noch ihre narrischen 5 Minuten hat (jede viertel Stunde drei mal) dann ist das Fass kurz vorm überlaufen. 

 

Ich versuch mich jetzt nochmal hinzulegen und vielleicht, vielleicht krieg ich noch ein Mützchen voll Schlaf.

 

 

 
Currently playing:miaaaauuu
Current mood:unausgeschlafen

elementar

Manchmal wenns ringsum ganz still ist, wenn ich alleine bin und nicht mal die Stadt einen Mux von sich hören lässt, dann kommen mir elementare Gedanken, die mein gesamtes Lebenskonzept auf den Kopf stellen (möchten). Abgesehen von den Fragen die wir uns alle stellen (früher oder später) - wer bin ich, was kann ich, woher komm ich und wo geh ich hin... bla bla... gibts da noch so Fragen, die nicht nur mich betreffen. Fragen die sich mit allen anderen NUR NICHT MIT MIR auseinandersetzen. Wieso ist das alles so, wer ist Schuld an dem Leid in dieser Weld, was sollte geändert werden und warum zur Hölle zeigt jeder mit dem Finger auf andere wenn es um die Schuldfrage geht. Aber unterm Stricht finden die Fragen ihren Weg zurück zu mir - WAS KANN ICH TUN? WIE KANN ICH HELFEN?  Und als Antwort steht ganz allein die Angst. Nicht nur eine Angst sondern unzählig viele Ängste die gleichzeitig in mir hochsprudeln. Aus einem einzigen Grund - weil es elementare Fragen sind. Sich jedoch die Last der Welt auf die SChultern zu legen ist unklug. Also verlasse ich den Stillen Moment und dreh Musik auf. Die Angst verblasst, die Fragen bleiben unbeantwortet und mein Leben geht weiter, genauso wie ich es kenne. 

Und ganz plötzlich werden die Fragen spezifisch, egoistisch, unüberlegt und banal. Die Antworten darauf sind einfach.

Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken lasse ich das Licht im Bad brennen, den Kühlschrank zu lange offen, kaufe unnötige T-shirts beim H&M, fahre jeden Meter mit meinem Auto und trenne nicht mal den Müll. Ich putze mit Cilit Bang, ich verwöhne meine Katzen anstatt sinnvoll zu spenden, ich wasche meine Handtücher viel zu häufig und benutze chlorgebleichtes Druckerpapier. Mein Handytarif ermöglicht mir stundenlanges Telefonieren, im Fernsehen schau ich lieber eine stupide Serie als Euronews, ich kaufe Fertigmenüs wenn ich zu faul bin zu kochen und öffne meine Fenster wenn ich heize. Während dem Zähneputzen lass ich manchmal das Wasser laufen und für jedes meiner Körperteile habe ich eine eigene Creme. Ich trinke Abends mal ein Gläschen Prosecco um zu Entspannen und verzichte nur sehr ungern auf meine technischen Hilfsmittel. Am Sonntag mops ich mir gelegentlich die Zeitung und für einen Löffel Nutella könnt ich sterben. Ich zahle monatlich Geld, um auf Fitnessgeräten Laufen zu gehen, ich fahre oft zu schnell im Stadtgebiet und ich gehe jedem Konflikt in der Öffentlichkeit aus dem Weg. Manchmal verurteile ich Menschen die ich garnicht kenne, ich lasse meine Pflanzen austrocknen und kauf mir dennoch immer wieder neue und wenn ich etwas unbedingt haben will, spielt der Preis eine kleine Rolle. Ich besitze rund 20 Taschen - Tendenz steigend und kaufe manchmal Bücher weil sie mich interessieren, komme aber nicht dazu sie zu lesen. Ich akzeptiere Dinge oft als Tatsachen anstatt sie zu hinterfragen, mein Bankkonto hat ein dickes Minus und dennoch kaufe ich Biogemüse und meistens drücke ich auf den großen Knopf bei der Klospülung.

 

..... Ich könnte diese Liste endlos weiterführen und je länger ich darüber nachdenke frage ich mich... WAS KANN ICH ÄNDERN?  So vieles scheint offensichtlich, doch bewusst wirds mir erst wenn es GANZ STILL IST und meine Gedanken ganz groß werden. Wenn es sich nicht mehr NUR UM MICH dreht... wenn es dann aufeinmal Leid auf dieser Welt gibt - erst dann wird mir klar, WAS ich verändern kann. Beim nächsten Mal, werde ich die Musik nicht aufdrehen und zusehen, etwas zu VERÄNDERN solange ich noch kann. Denn wir sind hier nicht alleine - die Welt gehört uns allen zusammen und jeder einzelne hat die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass es dieser Welt gut geht! 

 

 Der Herr gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Friedrich Christoph Oetinger

 

 

 

 
Currently playing:Muse - Supermassive Black Hole
Current mood:still

Wiedererwachen

Ich bin zurück in meinem Blog. Nach einer Auszeit der kreativ-sprachlichen Umsetzung möchte ich mich wieder vermehrt darum bemühen meine Gedanken in die virtuelle Welt hinauszutragen. Der Zweck den ich damit verfolge ist kurz gesagt - egoistisch, da mir die Verarbeitung meiner Gefühle und Geschehnisse in Worten leichter fällt als sie lediglich zu denken! Daher gibt es wieder Neues aus dem Hause keetsch!

Um auch gleich bei den Neuigkeiten anzuknüpfen, dürfte ja nach meinem letzten Post offensichtlich geworden sein, dass eine neue Ära hereingebrochen ist und mich in andere Dimensionen katapultiert hat. Nicht nur auf beruflich/professioneller Ebene sondern auch im privaten Bereich hat sich viel (Schönes) getan. Auch wenn sich die schönen Dinge im Leben (noch) nicht ganz auf meine berufliche Laufbahn überlegen lassen, muss ich im Großen und Ganzen auch hier feststellen, dass die Veränderung der Tätigkeit immer - IMMER - eine Veränderung der Einstellung und Lebensweise nach sich zieht. Und ich möchte es hier einmal ganz positiv sehen noch keinen Job gefunden zu haben, der mich durch und durch erfüllt. Ich persönlich bin überzeugt, dass die Suche nach dem RICHTIGEN JOB immer ein Prozess ist, der nicht nach 2 Bewerbungen abgesegnet werden kann. Klar mancheine/r mag Glück haben - dazu zähle ich mich allerdings nicht - und darf mich auch nicht darauf verlassen. Daher stecke ich inmitten von unzähligen Bewerbungen, Gesprächen und Aussichten, die nicht immer ganz so zurückspielen wie ich es mir wünsche. 

Fakt ist, dass sich schön langsam aber sicher herauskristallisiert wofür ich gemacht bin und worin ich mich verwirklichen möchte. Fakt ist, dass ich viele Erfahrungen gesammelt habe, die mir nur hilfreich sein können. Fakt ist, dass ich die Zeit die ich für mich habe sehrwohl auch genießen kann und bis in die letzte Faser ausnutze. Fakt ist, dass alles was in Zukunft auf mich zukommen wird eine neue Herausforderung darstellt, der ich sehr gerne ins Auge blicken möchte - VORFREUDE! 

Ein weiterer Fakt, der emotional gesehen nicht als Fakt abgestempelt werden sollte, ist, dass ich bis über beide Ohren verliebt bin. Bis über beide Ohren und noch viel weiter. Wir sind ein gutes Team, wir harmonisieren und verbinden, wir  lieben und leiden und vorallem passen wir zueinander - wie die sprichwörtliche Faust aufs Aug. Auch wenn wir uns mit einigen Unterschieden den Tag würzen, sehe ich mich in den grundlegenden Einstellungen, die die Basis schaffen, in ihm wieder. Diese Vertrautheit bringt mir Sicherheit die ich in der Form noch nie zuvor gefühlt habe. Eine schöne Zeit, eine aufregende Zeit - eine spannende Zukunft! Denn auch die gemeinschaftliche Zukunft liegt nicht in weiter Ferne. Wir sehen uns gemeinsam auf Hürden und Freuden zugehen - und das ist wohl das wertvollste Geschenk, dass du von einem Menschen bekommen kannst. 

 default

Eine neue Zeit ist angebrochen, neue Wege werden bestritten
und neue Visionen werden skizziert - gemeinsam versteht sich!

 

 

 Wer von Anfang an genau weiß, wohin sein Weg ihn führt,
wird es nie weit bringen.

Napoleon I. Bonaparte

 

 

 
Currently playing:Boyce Avenue - Bleeding Love (acoustic)
Current mood:strahlend

Glorreiche Vollendung

Es ist nun schon fast 2 Monate her, dass ich mein Studium abgeschlossen habe. Soweit ich das beurteilen kann, hat die Erkenntnis und die wahrhaftige Akzeptanz über diese Tatsache noch nicht stattgefunden. Ich befinde mich gerade irgendwo im Erholungsland, frei von Bindungen und Verpflichtungen, frei von Druck und Vorschriften. Es kommt mir vor als gäbe es gerade nur MICH und all diejenigen, die ich in mich aufsauge und die mich umgeben. Menschen die mir meinen Alltag versüßen und mit tagtäglichen Highlights überraschen. Es tut gut und fühlt sich richtig an. Auch wenn sich schön langsam der Nebel des Arbeitszwangs breit macht und ein Gefühl des Unbehagens in mir auslöst.

Es wird Zeit, Zeit sich auf die Zukunft vorzubereiten und zu beginnen zu realisieren, dass nun ein neues Zeitalter begonnen hat. Eines, das ich mit einem Menschen teilen darf, der sich auf eine ganz besondere Art in mein Herz geschlichen hat. Auf eine, mir sehr typische und doch aufregend neue Art - geprägt von Widerspruch gepaart mit inniger Wärme und Aufrichtigkeit. Ein schöner Blick in die Zukunft, wenn ich nachts vor dem Einschlafen dahin seniere und mir tagtäglich aufs neue ausmale welche Träume mich im Schlaf begleiten sollen. Träume, die sich an einer starken Schulter noch so viel besser träumen lassen. Es fühlt sich gut an. Es ist neu, frisch, aufregend und prickelnd, ES IST SOMMER und er soll nie aufhören!

 

DEN SOMMER SCHÄNDET KEIN DONNERWETTER

 

 

 
Currently playing:Jack Johnson - new album
Current mood:sunny

neverending story

Diese Uni macht mich fertig. Es fühlt sich an als wäre das Ende noch so weit entfernt und doch stehe ich so knapp davor. Das Wiederholen der elendigen Prüfung raubt mir den letzen Nerv und zerstört meine letzten Gehirnzellen anstatt sie zu bereichern. Es fühlt sich falsch an und meine Ablehnung gegenüber der ganzen Handelsmaterie mutiert zu einem großen grünen Monster, das das Hauptfunktionszentrum meines Gehirns belagert. Wie soll ich hier positiv assoziieren?

 

Positiv Denken kann man angeblich lernen. Eigentlich dacht ich, dass ich es beherrsche meinen Optimismus über Wasser zu halten und einen positiven Ausblick in meine Zukunft zu legen. Doch derzeit ist mir diese Klarsicht verweigert und ich sollte versuchen sie wieder zu gewinnen. Koste es was es wolle, ansonsten sehe ich hier kaum Fortschritt.

Also gehen wir es ganz pragmatisch an. Positives Denken wirkt sich sowohl auf mein allgemeines, seelisches Wohlbefinden als auch auf meine geistigen Fähigkeiten aus. Eine positive Grundeinstellung bewirkt, dass meine Sinnesorgane besser funktionieren und der Lernakt durch eine besser Merkfähigkeit gekennzeichnet ist. Ausgeglichenheit ist das das Schlagwort an dem ich mich aufhängen sollte, an dem ich festhalten sollte. Also werde ich versuchen einen Ausgleich zu finden. Ich habe gehört Sport soll hier recht hilfreich sein. Bezogen auf einen meiner vergangenen Einträge sieht man schnell, dass ich so meine Problemchen mit dem Sport habe. Aber vielleicht sollte ich es tatsächlich ausprobieren. Ist ja nicht so, als hätte ich garkeine Erfahrungen mit der positiven Wirkung von körperlicher Betätigung. Also werde ich heute laufen gehen. Das Wetter ist dementsprechend angenehm und die Lände verlockt zu ausgleichenden Ausflügen. 

Außerdem soll positives Denken die Kreativität ankurbeln und es möglich machen besser zu hören und zu sehen. Vielleicht sollte ich einen neuen Zugang zum Lernen finden. Eine neue Form oder besser gesagt Art der Herangehensweise an das ganze Gebiet finden. Dazu möchte ich aber sagen, dass ich im Laufe meiner Unikarriere bereits mehrfach meinen Lernstil gewechselt habe und das Ergebnis stets ähnliche Ausmaße erreichte. Dennoch - Umdenken ist die Devise also werde ich mir ein neues Plätzchen und eine angenehme Umgebung suchen. Zusätzlich werde ich einmal ein paar Takte mit Pez reden. Als gelernet Lernberaterin kann sie mir bestimmt Tipps geben mein Lernumfeld entsprechend zu gestalten.

Und zu guter Letzt habe ich mir sagen lassen, dass positives Denken einen großen Einfluss auf meine Konzentration haben soll. Wenn ich mich besser konzentriere steigen die Chancen, eventuelles Interesse am Handel ausfindig machen zu können und somit länger an dem ganzen Wirr Warr hängen zu bleiben.

 

Also, positives Denken ist angesagt. Die Angst vor dem Misserfolg muss dem Optimismus weichen und neue Perspektiven ermöglichen. Ich kann das, ich kann umdenken und dem Ziel eine neue Orientierung geben. Es ist zum greifen nah, ich muss nur noch hinlangen und es einfach nehmen, ohne Angst, ganz ohne Zweifel und mit positiver Zuversicht darauf vertrauen, was ich kann und wie ich es erreichen möchte. ICH KANN DAS!

 

Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher.

Charlie Rivel

  

 
Currently playing:Art Brut - Direct Hit
Current mood:optimistisch - in a way!

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