neverending story
Diese Uni macht mich fertig. Es fühlt sich an als wäre das Ende noch so weit entfernt und doch stehe ich so knapp davor. Das Wiederholen der elendigen Prüfung raubt mir den letzen Nerv und zerstört meine letzten Gehirnzellen anstatt sie zu bereichern. Es fühlt sich falsch an und meine Ablehnung gegenüber der ganzen Handelsmaterie mutiert zu einem großen grünen Monster, das das Hauptfunktionszentrum meines Gehirns belagert. Wie soll ich hier positiv assoziieren?
Positiv Denken kann man angeblich lernen. Eigentlich dacht ich, dass ich es beherrsche meinen Optimismus über Wasser zu halten und einen positiven Ausblick in meine Zukunft zu legen. Doch derzeit ist mir diese Klarsicht verweigert und ich sollte versuchen sie wieder zu gewinnen. Koste es was es wolle, ansonsten sehe ich hier kaum Fortschritt.
Also gehen wir es ganz pragmatisch an. Positives Denken wirkt sich sowohl auf mein allgemeines, seelisches Wohlbefinden als auch auf meine geistigen Fähigkeiten aus. Eine positive Grundeinstellung bewirkt, dass meine Sinnesorgane besser funktionieren und der Lernakt durch eine besser Merkfähigkeit gekennzeichnet ist. Ausgeglichenheit ist das das Schlagwort an dem ich mich aufhängen sollte, an dem ich festhalten sollte. Also werde ich versuchen einen Ausgleich zu finden. Ich habe gehört Sport soll hier recht hilfreich sein. Bezogen auf einen meiner vergangenen Einträge sieht man schnell, dass ich so meine Problemchen mit dem Sport habe. Aber vielleicht sollte ich es tatsächlich ausprobieren. Ist ja nicht so, als hätte ich garkeine Erfahrungen mit der positiven Wirkung von körperlicher Betätigung. Also werde ich heute laufen gehen. Das Wetter ist dementsprechend angenehm und die Lände verlockt zu ausgleichenden Ausflügen.
Außerdem soll positives Denken die Kreativität ankurbeln und es möglich machen besser zu hören und zu sehen. Vielleicht sollte ich einen neuen Zugang zum Lernen finden. Eine neue Form oder besser gesagt Art der Herangehensweise an das ganze Gebiet finden. Dazu möchte ich aber sagen, dass ich im Laufe meiner Unikarriere bereits mehrfach meinen Lernstil gewechselt habe und das Ergebnis stets ähnliche Ausmaße erreichte. Dennoch - Umdenken ist die Devise also werde ich mir ein neues Plätzchen und eine angenehme Umgebung suchen. Zusätzlich werde ich einmal ein paar Takte mit Pez reden. Als gelernet Lernberaterin kann sie mir bestimmt Tipps geben mein Lernumfeld entsprechend zu gestalten.
Und zu guter Letzt habe ich mir sagen lassen, dass positives Denken einen großen Einfluss auf meine Konzentration haben soll. Wenn ich mich besser konzentriere steigen die Chancen, eventuelles Interesse am Handel ausfindig machen zu können und somit länger an dem ganzen Wirr Warr hängen zu bleiben.
Also, positives Denken ist angesagt. Die Angst vor dem Misserfolg muss dem Optimismus weichen und neue Perspektiven ermöglichen. Ich kann das, ich kann umdenken und dem Ziel eine neue Orientierung geben. Es ist zum greifen nah, ich muss nur noch hinlangen und es einfach nehmen, ohne Angst, ganz ohne Zweifel und mit positiver Zuversicht darauf vertrauen, was ich kann und wie ich es erreichen möchte. ICH KANN DAS!
Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher.
Charlie Rivel
Current mood:optimistisch - in a way!
Countdown
Es sind die letzten Stunden kurz vor meiner mündlichen Diplomprüfung angebrochen. Ich zähle die Momente (fraglich wie sie quanitifizierbar sind - dennoch) ich zähle sie... und von einem Moment zum anderen ändert sich meine Zuversicht und mein Vertrauen in mein Wissen und das Erlernte.
Die große abhängige Variable defniert sich als die konkrete Fragestellung - so gesehen ist es reine Glückssache. Fragt er mich J-I-T werde ich brillieren. Fragt er mich Varianzanalysen und Chi Quadrat Tests sollte ich den 9. Mai in Angriff nehmen.
Nervosität macht sich breit.
Prüfungen erwarte bis zuletzt.
Johann Wolfgang von Goethe
Current mood:zittrig
Coke
EYES WIDE OPEN....
... und was lernen wir von der Geschicht'?
... Coke um 01:00 des Nächtens nicht!
Current mood:putzmunter
Es wird interessant...
... doch auch ein wenig gefährlich. Es ist so eine Sache, das liebe Internet, diese lieben Datingbörsen und Single-Treffs. Eigentlich ist diese ganze Verzweiflungssache ja nicht meins und ich gebe zu es ist mir sogar "peinlich" anonym darüber zu schreiben. Mir geht es gut, ich habs nicht so bitter nötig und aktiv auf der Suche bin ich jetzt auch nicht unbedingt. Ich hab mich vor einem Jahr einmal bei so einer Seite angemeldet. "Hei, ich komm aus Wien und DAS bin ich"... wenn man das überhaupt so sagen kann. Mich durch einen Fragebogen charakterisieren zu lassen stelle ich im vorhinein bereits in Frage. Wie dem auch sei - ich habe mich aus einer Laune heraus dort angemeldet und habe vor 1 Woche, nach ewig langer Zeit, mal wieder in meinen Account gesehen - und wie es so ist, bleibt man nicht lang unbeobachtet. Schon wurde ich angemailt, geflashed und sonst noch so Spässe, die das virtuelle Dating-Leben aufregender gestalten sollen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mir die Männer der Region also reingezogen - äußerst amüsant muss ich gestehen - überaus drollig. Bis mich dann ein junger, sympathischer Italiener aus Wien angeschrieben hat, mit dem ich bis dato in "regem" Austausch stehe.
Die Skepsis ist jedoch mein konstanter Begleiter in diesem Szenario. Nicht, dass ich es nicht genießen würde neue Leute kennenzulernen oder mich gar einmal mit "jemandem" zu treffen, aber irgendwie hat diese Seite etwas ganz "armseliges". Autsch ich weiss, auch ich hab dort ein Profil - das lässt mich nicht unbedingt in einem heroischen Licht erstrahlen - und ich will wetten unzählige andere Profile hätten wohl nie gedacht einmal "dort" zu landen. Aber gut, Italian-boy und ich verstehen uns grundsätzlich ganz gut, fraglich jedoch die Intention seinerseits sich dort ein Profil anzulegen. Mit neugierigen Fragen durchlöchere ich seinen Charakter um herauszufinden WO denn sein PROBLEM liegt. Warum er denn "ein Profil" hat und wieso er denn überhaupt "single" ist. Aber alles scheint seine Richtigkeit bzw. seine Legitimation zu haben und schön langsam beginne ich mich selbst zu hinterfragen. Warum der Zweifel? Warum das Misstrauen? Warum der wahnwitzige Gedanke an einen Psychokiller? (diese verdammt schlechten Horrorfilme hinterlassen Spuren).
Wir leben im Zeitalter der Technologie und Information. Anonym und gleichzeitig ein deart offenes Buch, dass es schlimmer kaum noch geht "Ich zeig dir ein Foto, aber wie ich heisse, sag ich dir nicht"... VERQUER! Also was tun? Ein spannendes Abenteuer eingehen und auskundschaften wo dieses "Profil" hinführt - oder - sei hier Vorsicht geboten? Italienisches Eis schlecken im ersten Bezirk, mit netter Gesellschaft, kulturellem Austausch und einem frühlingshaften Spaziergang - kann diese Vorstellung tatsächlich gefährlich sein oder bin ich nun offiziell "verzweifelt"?
Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
Demokrit
Current mood:überlernt
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