Die Entdeckung der Zeit
Wenn ich in meinem Blog herumscrolle und meine vergangenen Einträge auf mich wirken lasse, dann überrascht mich Eines immer wieder - die rasante Geschwindigkeit, in der die Zeit vergeht. Wenn ich daran denke, dass mein letzter Eintrag bereits 1,5 Monate her ist, erschrickt mich vorallem die Tatsache, dass ich mich noch äußerst lebhaft an die Gefühle und Gedanken dieser Nacht erinnern kann. Ebenfalls ist mir noch in Erinnerung aus welcher Motivation heraus ich die Zeilen verfasst habe und welche Vorstellungen über die Zukunft sich in mir breit gemacht haben! 39 Tage - ein erstaunlich übersichtlicher Zeitraum und dennoch stehe ich der Empfindung über die tatsächliche Dauer noch sehr ambivalent gegenüber...
Die Zeit ist tückisch und sollte für mich, und ich denke ich spreche hier auch für den ein oder anderen Mitstreiter auf dem Planeten Erde, nicht als Orientierungshilfe herangezogen werden. Denn wie auch Glück ein relativer Vergleichsmaßstab ist, ist auch die Zeit - obwohl man sie grundsätzlich als Konstante betrachten kann - ein individuelles Werkzeug des Selbstbetrugs. Selbstbetrug deswegen, weil zualler erst Zeit subjektiv unterschiedlich schnell vergeht und zweitens, weil Zeit uns immer wieder daran erinnert, dass unser Leben auf Erden (nicht un-)endlich ist! Die Vergängnis des ungreifbaren Tickens der inneren Uhr und das Aufflackern der Erinnerungen an Träume die wir (noch) nicht erreicht haben, lassen uns für Momente verharren und werden kurzerhand remodelliert. Und genau in diesen Momenten erteilen wird er Zeit eine neue Definition.
Es gibt Tage in meinem Leben, da bin ich unproduktiv, launisch, unausgeschlafen und einfach sauer - DIE ZEIT STEHT STILL.
Andere Tage strahlen, geben mir Mut und ein Lächeln steht mir stets ins Gesicht geschrieben - WEG WAR SIE, DIE ZEIT - die Erinnerung ist geblieben. Wenn ich später daran zurückdenke, ja, "dann waren das noch Zeiten".
Ich finde es erstaunlich, dass je nach der aktuellen Beschäftigung in gerade diesem Moment die ZEit für jeden von uns eine andere Wertigkeit hat - obowhl sie doch eindeutig messbar ist und konsequent linear verläuft. Natürlich gibt es Theorien über Theorien wie Zeit nun wirklich ist und ob sie dann doch nicht so linear wäre. Humbug - das ist die Wissenschaft - mich interessiert MEINE EMPFINDUNG und die sagt mir rational: 1 Minute hat 60 Sekunden - und emotional: shit der Zug fährt in 10 Minuten und ich muss noch, duschen, essen, anziehen ... und weg war sie, die Zeit!
Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.
Benjamin Franklin
Current mood:nutzlose Bücher über Unternehmensberatung lesen
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