Die Frage nach dem Sinn...
.... hab ich mir schon oft gestellt, Bücher darüber gelesen und mich intensiv mit "wofür", "woher", "weshalb" beschäftigt. Doch eindeutige Antworten gibt es auf diese komplexe Frage nicht. Eine Frage die viele Möglichkeiten zulässt und die es für jeden individuell zu beantworten gilt. Doch was, wenn der Sinn auch individuell unscharf zu erkennen ist und jede weitere Fragestellung noch mehr Verwirrung impliziert? Bis zu welchem Alter ist es toleriert den persönlichen Sinn des "wohin" noch nicht eindeutig erkannt zu haben? Toleriert die Gesellschaft uns, wer gibt den Takt vor und warum fühlen wir uns in unserem westlichen Zuhause so sehr verbunden zu den Zwängen der Gesellschaft?
Derzeit beschäftigt mich nicht vorrangig die Frage des "was möchte ich tun" sondern vielmehr stelle ich in Frage ob ich das, wovon ich einmal dachte es tun zu "wollen" wirklich tun möchte? Wir leben in einem kapitalistischem Land, in dem sich Ziele meist als messbare Tatsachen definieren und der persönliche Erfolg im Vordergrund steht. In den vergangenen Monaten habe ich mir viele Gedanken über mein Lebensziele und die Meilensteine auf meinem Weg gemacht. Soll es wirklich "nur" Ziele in meinem Leben geben die durch stetige "Verbesserung" und Emporarbeiten erreicht werden. Bei dem Gedanken daran gibt es einen Teil in mir der schlagartig blau, grün, gelb und rot anläuft und sich in dieses Muster nicht hineinzwängen lässt. Das mag daran liegen, dass ich noch immer nicht erkannt habe WAS ich tun möchte - allerdings könnte es auch damit zu tun haben, dass ich einfach ETWAS tun möchte, das bis zu einem gewissen Maße selbstlos ist und nicht mir sondern andern Menschen, die es bitter nötig haben viel mehr Wert schafft.
Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur, weil der Weg zur falschen gerade nicht frei war.
Hans Krailsheimer
Current mood:unentschlossen
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