Das Gleichgewicht der Nacht
Es ist 01:49. Ich sitze in der Daponte und die residents haben Reinzeichnung. Die neue Augabe des Magazins bahnt sich ihren Weg ins Leben und bedarf voller Unterstützung seiner treuen Anhänger. 1 Raum, 5 Menschen, 5 Dosen Red Bull, 6 Pizzen und 4 Computer sorgen für die richtige "Arbeitsstimmung". Wie lange diese Stimmung jedoch anhalten soll ist noch unklar. Es könnten 2 Stunden sein oder mehr. Wahrscheinlich wird uns der Sonnenaufgang in unseren Schlaf begleiten.
Die Woche kann ich vergessen. Bereits den Montag ohne SChlaf verbracht, die Prüfung am Dienstag verbockt und die nächste Nacht auch nicht anständig nachgeholt. Und wieder bleiben meine Augen geöffnet für ungewissen Zeit. Ist es wichtig? Was heisst es ausgeglichen zu sein und die Zeit nach "Vorschrift" auszuleben. Warum werden wir nachts müde und aktiv unter Tags? Geht es denn auch andersrum? Ist es eine Notwendigkeit den Schlaf vor 00:00 zu ergattern, um nach Schönheit zu eifern. Werde ich schneller alt, wenn ich die Nächte lebe?

Vor noch wenigen Jahren spürte ich keinen Unterschied. Ob Tag oder Nacht, ob Schlaf oder Munterkeit, ich bastelte mir mein Leben so, wie ich es brauchte, zu der Zeit wann ich es brauchte und aus Gründen die mir in dem Moment wichtig waren. Heute ist es anders. Ein wenig anders. Ich merke wie mir die Zeit davon läuft, vorallem wenn alles ruhig ist. Die Minuten bevor ich in Träume verfalle, fühlen sich wie kleine Ewigkeiten an. Kostbare Zeit! Soll ich sie mit Schlaf verschenken oder muss ich schlafen um die Zeit in der ich wach bin auch bewusst und aktiv zu erleben?
FOLLOW YOUR INSTINCT!
Current mood:müde
Gespräche im Vertrauen
Gestern durfte ich wieder eine Erfahrung machen, die sich automatisch einstellt, wenn ich mich mit einem Freund von mir treffe. Nur selten schaffen wir es, uns qualitativ Zeit zu nehmen, zu reden und uns auszutauschen. Vorallem bedarf es immer einem "Vorwand". Er wird weg gehen - nach New York - für "länger". Er wird mir sehr fehlen, auch wenn ich ihn nur selten zu Gesicht bekomme.
Dennoch fühle ich mich zu ihm verbunden wie zu nur wenigen Menschen in meinem Leben. Unsere Gespräche und die Art und Weise wie wir miteinander umgehen haben mich schon vor langer Zeit geprägt und in einer aufregenden Phase zum Nachdenken gebracht. Ihm habe ich zu verdanken, dass ich erkannt habe, "Dinge" zu hinterfragen und sie nicht einfach anzunehmen - "so wie sie sind". Er hat mir vor langer Zeit die Augen geöffnet und ich habe sie nicht mehr verschlossen. Auch so gestern. Seine Funktion als mein Spiegel hat fortwährend Bestand und zeigt mir ungeschminkt auf, wie ich mich verändere, wie sich meine Ansichten und mein "Gelerntes" in meinem Leben einen Weg bahnen und wie mein Verhalten auf andere Personen wirkt.
Auch wenn er diese Zeilen wohl nie lesen wird, möchte ich ihm danken, für die Zeit und die Ehrlichkeit, für die Offenheit und die Freundschaft, diese, für mich, einzigartige Freundschaft. Denn nicht mit jedem Menschen kann man über Grundsatzfragen und Lebensaufgaben besser, qualitativer und bereichender reden als mit ihm. Ich wünsche dir einen herausragenden neuen Lebensabschnitt und du kannst davon ausgehen - I'll be in New York - SOON!
Current mood:dankbar
Coachpotato aus "Nicht-Überzeugung"
Heute Früh bin ich auf meiner Couch aufgewacht. In embryonal gefaltener Position, musste ich meinen Körper, geweckt durch einen warmen Sonnenstrahl in meinem Wohnzimmer, erst mühsamst dazu überreden, sich zu bewegen. Genickschmerzen, Gelenkskrachen und Kreuzweh, waren die schmerzhaften Erfahrungen des heutigen Morgens! Und , wie bereits in vorhergehenden Einträgen angemerkt, habe ich natürlich verschlafen!
WARUM zieht mich diese Couch nur so an. Sie hat die Größe eines Smarts, ist ca zwei Jahrzente halt und so abgenutzt wie die Ehe meiner Eltern. Meine Beine stehen dezent über den Couchrand, mein Kopf liegt, trotz einer körperlich waagrechten Position, stets senkrecht und der Blick zum Fernseher ist ein verhängnisvolles Unterfangen. Dennoch, der Ruf meines 2x2 m Bettes, gestern num 01:35 war nicht laut genug!
Nach 1 Woche andächtigen Heilfastens, gesellte ich mich seit Sonntag wieder in den Kreis der "Nahrung-zu-sich-nehmen"-den. Gegen Ende dieser Woche ging es mir hervorragend. Meine Motivation und meine Glücksgefühle, die mich durch den Tag begleiteten, stiegen konstant an. Kaum futter ich wieder, sitz ich wieder in der selben "Coachpotato"-Pfütze und habe morgens Schmerzen! Was für ein fürchterlicher Tagesbeginn.
Ich bin in meinem Leben an einem Punkt angelangt, an dem ich mich fragen sollte, ob "Regelmäßigkeit" meine "Spontanität und Abenteuerlust" ersetzen sollte. Innerlich wehre ich mich gegen jegliche Angriffe und dennoch merke ich, dass die Veränderung ehrhebliche Erleichterungen mit sich brächte. Doch meinen Lebensstil aufzugeben würde meiner überzeugten Grundeinstellung widersprechen.
Was tun? Kämpfen?
Current mood:durcheinander