Irgendwie ist der Gedanke an morgen unheimlich. Morgen ist alles vorbei. Keine Fußball-WM. Unsere Stars sind im Urlaub - verstreut in alle Winde. Ein paar Diskussionen noch - bleibt Klinsi, wären wir Weltmeister geworden, wenn Frings im Halbfinale nicht gesperrt worden wäre, werden wir jetzt 2010 Weltmeister? Zwei, vielleicht drei Tage können wir uns damit vielleicht über Wasser halten, können uns noch ein bisschen auf die Schulter klopfen - Weltmeister der Herzen, Weltmeister im Weltmeisterschaft austragen. Aber dann... dann ist es unwiederruflich vorbei, und die nächste WM kriegen wir frühestens in 30 Jahren. Das ist eine verdammt lange Zeit. Vielleicht gibts zwischendurch noch eine Europameisterschaft oder Olympische Spiele. Aber lässt sich mit dieser wagen Hoffnung unsere Seele nähren. Tatsache ist, dass wir in den Alltag zurückmüssen - und das geradewegs im Sommerloch. Wir werden uns mit der 4. Wiederholung einer ZDF-Schmonzette den Abend vertreiben müssen - wohl kaum ein Anlass für Public Viewing. Und die Tour de France kann dieses Loch in diesem Jahr auch nicht füllen, präsentiert sie sich doch als bodenloses Schlammloch in der Dopingschlacht.
Tja, da müssen wir uns wohl mit uns selbst beschäftigen. Man könnte ja mal wieder selbst Sport treiben. Oder sich verlieben. Oder einfach nur im Biergarten sitzen - ohne Kampf um die beste Sicht auf den Fernseher. Summer in the city. Als Gesprächsthema bietet sich zur Abwechslung das Wetter an, dass in letzter Zeit irgendwie unbeachtet blieb.
Und im September ist das erste Spiel zur EM-Qualifikation...
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