Dienstag, 29. August 2006
Ich hasse mich
das meeresrauschen, die schönen wellen, den regen auf dem meer, der sand, das liegen, die unterhaltungen, die busfahrt, die dunkelheit, fremde städte, alle leute, die ich mag, fast alle, das vermissen, wissen, dass es so niemals was wird, die gedanken, die verschwunden sind, die zeit, die ich nicht erleben kann, das mitreden, auch wenn ich es nicht mag, das lachen, ja das soviele lachen, keinen gedanken an meine probleme verschwenden, einen tag frei sein.
das durfte ich heute nicht erleben.
die trauer, die immer wieder aufkommt, meine ganzen gedanken, die mich langsam auffressen, die einsamkeit, denn niemand ist da, die angst es ihm zu erzählen, die unendliche übelkeit, der hass auf mich selbst, der regen, der wie immer ist, das hin und her reißen, soll ich? soll ich nicht, das weggehen, das dableiben, das gefangensein in einem weiteren normalen tag und wissen, dass ich diesen tag verloren habe. ganz und gar.
das habe ich erlebt.
mal sehen, wie heute wird. bestimmt schrecklich. und jetzt laufe ich ersteinmal von zu hause weg. nur vorher muss ich es noch meinem vater erzählen. ich will nicht. ich bin traurig. ich weine. und ich weiß nicht, warum ich euch das erzähle.
Currently playing: die schmerzenden gedanken in meinem kopf
»13:47 »8 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Geändert am 29. August 2006 um 14:12 Sonntag, 27. August 2006
Don't waste your time on me you're already the voice inside my head.
I miss you I miss you.

Currently playing: blink 182 - i miss you
»16:58 »5 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Geändert am 27. August 2006 um 16:59 Freitag, 25. August 2006
Himmelsformen


Currently playing: aerosmith - amageddon
Current mood:
Glücklich »19:57 »8 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Donnerstag, 24. August 2006
Das alte Spiel
Currently playing: goethes erben - lebend lohnt es
»22:04 »7 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Geändert am 24. August 2006 um 22:11 Ganz still.
So schwarz - So leer - Ganz still
Allein vom leeren Blick fixiert
Erwartet er den Stern im Nichts
Auf ein bekanntes Augenpaar
Das in das Zimmer blickt
Im schwarzen Fenster spiegelt sich
Ein mürber Strauß einst leuchtend roter Rosen
Sie duften nicht
Die Nacht schluckt jede Wahrheit vor der Tür
Sie liebten sich berührten sich
Und ruhten nach dem Sturm
So schwarz - So leer - Ganz still
So schwarz - So leer - Ganz still
Kein Mondlicht weist ein Ziel im Nichts
Der Raum begrenzt den Blick
Die Freiheit ist so nah wie fern
Der Schlaf ließ ihn allein zurück
Allein - nicht frei - allein
So schwarz - So leer - Ganz still
So schwarz - So leer - Ganz still
Ein tiefer Blick gefriert das Glas
Sein Bruderbild gleicht ihm aufs Haar
Kein Augenblick bleibt regungslos
Befreit die Wahrheit vor der Tür
So schwarz - So leer - Ganz still
So schwarz - So leer - Ganz still
Currently playing: Goethes Erben - Ganz Still
»19:18 »Kommentieren
von: herbstregen in: Straßenmusikant
Und manchmal klopft es so stark, das meine Brust sich auf und ab bewegt.
Currently playing: Glashaus - Wenn das Liebe ist
Current mood:
Traurig »17:28 »1 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Geändert am 24. August 2006 um 17:31 Mittwoch, 23. August 2006
Nachgeschmack des Lebens
Currently playing: Betontod - Schwarzes Blut
Current mood: lebendig
»20:11 »3 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Dienstag, 22. August 2006
gedankenspiel.
»21:19 »6 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Geändert am 22. August 2006 um 21:20 Dämmerung

Current mood: regnerisch.
»18:34 »5 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Montag, 21. August 2006
Verschobene Geschichte.
Gerade fühle ich mich wirklich frei, so wie lange nicht mehr. Ich bin einfach gegangen. Fortgegangen von all meinen Problemen und jetzt bin ich hier. Genau hier. Die Blätter schwirren über meinem Kopf umher und ab und zu landet sogar eines von ihnen neben mir auf dieser alten Bank. Niemand ist hier. Und doch scheint es so, als ob jede Sekunde jemand kommen könnte. Der Weg ist unendlich lang, eingemauert von diesen vielen Bäumen. Der Boden ist mitlerweile nicht mehr erdig, so wie er es im Sommer oder im Frühjahr immer ist. Er ist bunt und auch wenn ich normalerweise kein bunter Mensch bin, so liebe ich doch die vielfallt der Farben im Herbst. Jedes Blatt sieht ein bisschen anders aus und erzählt ebenso eine andere Geschichte. Ich setze den Stift auf ein Stück Papier an und fange an zu schreiben. Ich spüre, dass es richtig ist und diesmal etwas großes enstehen wird. In letzter Zeit hatte ich mich zu oft zu einer Geschichte gezwungen und das funktioniert dann einfach nicht. Man kann sich nicht zu einer Märchenwelt zwingen, entweder, sie entsteht, oder sie tut es nicht. Und für eine wirklich fantastische zauberhafte Märchenwelt benötigt man nunmal einfach Geduld. Doch genau dadurch, habe ich immer einen Blog und einen Stift mit, für den Fall, dass sich eine Märchenwelt ergibt. Der Wind weht über mir, es wird kühler und dunkler. Ich ziehe meinen Mantel ein bisschen enger um mich herrum, greife wieder zu meinem alten Stift und zauber weiter. "Und es ist nicht so als würde sie die Zeit nicht lieben, im Gegenteil, sie liebt es Nachts, wenn sie nicht schlafen kann, dem Ticken der Uhr zuzuhören und manchmal sogar ihre Zeiger zu beobachten, aber heute wollte sie einfach nicht, dass diese Zeit vorbei ging. Zuviel Schönheit lag in ihr." Es wurde immer kälter um mich und langsam konnte ich die Buchstaben nicht mehr erkennen. Also beschloss ich, aufzuhören. Man könne ja weitermachen, wenn es wieder heller wird. Ich stand auf und ging ein Stück durch das Dunkle. Ich weiß, am Anfang sagte ich, ich könnte mir nicht vorstellen Nachts hier umher zu irren. Aber anscheinend habe ich mich getäuscht. Es macht mir nicht viel aus, ich weiß, dass ich hier sicher bin. Die Bäume verraten es mir. Manchmal muss man ihnen nur zuhören und man weiß, was passieren wird. Noch scheint der Sternenhimmel klar. Aber später fängt es bestimmt an zu regnen. Die Bäume haben es mir erzählt. Ich lächele einfach so vor mich hin und gehe immer weiter geradeaus. Sehe nach oben, geradeaus, nach links und nach rechts und stelle doch keinen Unterschied fest. Alles ist gleich schön. Ich lege mich auf eine Wiese am Rand dieses Weges. Es dauert nicht lange und ich bin eingeschlafen, träume von wirren und verschwommenen Erinnerungen und von einer Zeit, die vielleicht einmal sein wird. Irgendwann wache ich auf, ich friere weiterhin und bin bis auf die Haut durchnässt. In der Nacht hat es also geregnet. Ich komme mir frei vor, einfach eine Nacht draußen zu verbringen unter freiem Sternenhimmel. Auch wenn ich die meiste Zeit geschlafen hatte. Die Sonnenstrahlen weckten mich, zeigten mir das Licht, zeigten mir die Welt. Wann bin ich denn das letzte mal durch Licht aufgewacht? Hm. Ich weiß nicht. Es ist bestimmt schon lange her. Ich schleppe mich bis zur nächsten Bank und schreibe meine Geschichte zu Ende. Sie ist gut geworden. Irgendwann gehe ich nach Hause, nachdem ich die Luft noch genießen konnte. Frühstücke und der Alltag wird wieder beginnen. Aber ab und zu brauch man einfach mal eine Auszeit.
Current mood:
Skeptisch »19:18 »10 Kommentare (0
)
von: herbstregen in: Straßengedanken
Zweifel
Ist es war was wir hier sehn?
Wissen wir das wir hier sind?
Oder sind wir gar nicht hier?
Wissen wir etwas?
Oder wissen wir nichts..
Verdammt..
Wieso geht es einem Menschen von die eine auf die andere Sekunde so schlecht?
Oder viel besser?
Ich weiß wirklich nicht warum ich diesen Blog noch führe..
Weil ich eigentlich nur den Leuten damit auf die nerven gehe ..
Und nicht weiß was es mir bringt..
Ich schreibe hier rein aus langeweile..
Und nur mit gestörten Texten..
Ich schreibe hier rein aus Wut
Mit Texten die niemand versteht
Ich schreibe hierrein aus Trauer
Damit ich merke das sich jemand für mich interresiert
Langsam sah sie hinnauf
Zu den Sternen
Sie schienen unerreichbar
Aber doch fühlte sie sich ihnen nahe
Auch wenn es erdacht war
Sie wusste doch
Sie sind bei ihr
Beobachten sie jede Nacht
Helfen ihr zu atmen
Da zu sein
Einfach zu überleben
Dennoch
Wusste sie manchmal nicht
Warum die Sterne ihr so nah sind
Und ihr Leben so weit fort..
Man wartet sein ganzes Leben
Auf irgendetwas
Irgendjemanden
Doch wann findet man es?
Bekommt man es?
Und wenn man es hat..
Und es wieder weg ist?
Was passiert dann?
Stirbt man dann?
Wenn man es gefunden hat..
Was man sucht?
Ist man dann erst tot?
Sterben kleine Kinder so früh
Weil sie schon so früh denn Sinn erkannt haben?
Und die die älter werden
Waren blinder und erkannten ihn erst später?
Deswegen kann uns auch nie jemand eine Antwort geben..
Weil man stirbt nachdem man sie kennt..
Aber ist das wirklich logisch?
Oder doch wieder nur Illusion?
Wieso frag ich mich eigentlich soviel..
Ich weiß es doch eh nicht..
Und ich hab scheiße gebaut
Verdammt
Ich will entfliehen
Aus dieser Zeit
diesen Gedanken
Diesem Leben
Dieser Stadt
Diesem Land
Diesem Universum
Dem Dasein
Ich glaube
Ich will einfach nur
Vor mir selbst fliehen...
Worte
Worte aneinander gereiht. Je nachdem in welcher Reihenfolge sie stehen, können sie einen Sinn erfüllen. Wir nehmen sie als ganzes da. Etwas das aber selbstverständlich ist. Doch wo wären wir ohne die Worte? Wenn wir sie nicht hätten können wir oftmals nicht das zum Ausdruck bringen, was wir fühlen. Wir würden nicht auf den Punkt leben können. Manchmal sind Worte etwas, das unser Herz berührt, manchmal aber auch etwas das an uns vorbeizieht, oder etwas das uns tief vleretzt. Man kann die Worte so vielseitig einsetzen. Die richtigen Worte zu finden fällt uns oft schwer. Wir denken es gibt kein Wort für das was wir beschreiben möchten und sagen dann wieder durch ein anderes Wort, das aus was wir zum Ausdruck bringen möchten. Worte haben Magie, auch wenn viele Menschen das nicht glauben. Aber selten zieht und etwas so in den Bann wie die richtigen Worte von dem richtigen Menschen. Einer Person die es schafft den Worten Magie zu verleihen ist selten. Aber wenn mandoch so eine Person findet sollte man jedes Wort von ihr anhören und es in sein Herz schließen, denn dann hat man auch ein wenig Magie bei sich.
Ich möchte Bilder an meine Wand hängen. Bilder die Geschichten erzählen, Bilder die einen zum weinen und lachen bringen. Bilder die für einen da sind. Aber ich finde keine Bilder. Keine die so etwas in mir auslösen. Und unser Drucker funktioniert nicht. Sonst hätte ich schon längst welche ausgedruckt.
Ich habe schon die Welt gesehen. Habe an einer Blume gerochen. Habe gelacht. Habe geweint. Habe Freunde gefunden und verloren. Habe mein Leben bis jetzt gelebt. Habe Hausaufgaben gemacht. Über Lehrer gelästert. Habe das Lachen von Kindern gesehn. Habe mit Tieren gespielt. Habe auf einer einsamen Wieso geliegen und das Gras gespürt. Habe dem Mond beim untergehen zu gesehn. Habe der S o n n e beim Aufgehen zugegiert. Habe gesprochen und geschwiegen. Bin durch Regen gelaufen und habe die Sonne auf meinem Haar gespürt. Bin durchs Meer geschwommen. Am Strand entlang gelaufen. Treppen hochgestiegen. Voller Aufrgegung auf etwas gewartet. Habe geatmet. Habe geschrieben. Habe Worten einen sinn gegeben. Doch es gibt 3 beduetende Dinge die ich noch nicht erlebt habe. Ich bin noch nie gestorben, habe noch niemanden sterben sehn. Und ich habe noch nie geliebt.
Meine Gedanken Kreisen
Aber ergeben keinen Sinn
Ich verstehe meine Gefühle nicht
Verstehe nicht, was sie mir sagen wollen
Der Regen schlägt mal lauter, mal leiser gegen die Scheiben
Trommelt ein chaotisches Lied in mein Ohr
Ich öffne die Tür
Und stürze mich in ihn
Für ein paar Augenschläge vergesse ich mein Leid
Ich atme einmal tief ein
Und komme wieder zu den Gedanken zurrück
Spielen sie verrückt mit mir?
Oder verstehe ich sie einfach nicht?
An meinem Körper sammeln sich die Tropfen..
Ich drehe mich um und setze mich wieder hin.
Versuche die Gedanken auszuschalten
Aber gleichzeitig sie zu vertehn
Dann koche ich mir einen Kaffee
Oder einen Tee
Weil ich einfach nicht klar komme
Villeicht ist es eine "Phase"
Villeicht ein schlechter Traum
Aber was ist es?
Ich bin ein Idiot.
Ein riesengroßer Idiot.
Ja, immer wieder sagt es mir das.
Und alle anderen geben mir auch das Gefühl einer zu sein.
Noch einmal stehe ich auf.
Noch einmal sehe ich nach draußen,
Nach dem Gewitter
Dann gehe ich in mein Zimmer
Lege mich auf mein Bett
Zünde ein paar Kerzen an
Und lasse mich wieder von meinen Gedanken und Gefühlen qäuelen...
Gedanken.
Gedanken, die einen immer und immer mehr aufressen.
Worte.
Worte, die einen innerlich zu Tode verletzen.
Mitleid.
Mitleid, das man nicht haben möchte.
Hass.
Hass, den man jeden Tag wieder fühlt.
Das Klarwerden.
Das Klarwerden, was doch immer scheitert.
Das Wissen.
Das Wissen, das zu verschwinden scheint.
Die Angst.
Die Angst, die mich Schritt für Schritt begleitet.
Die Tränen.
Die Tränen, die ich jede Nacht heimlich weine.
Die Menschen.
Die Menschen, die mir soviel beteuten.
Die Liebe.
Die Liebe, die mich im Stich lässt.
Die Welt.
Die Welt, die sich einfach immer weiter dreht.
Die Wut.
Die Wut, DIE IMMER WIEDER AUSBRICHT.
Das Wirrwarr.
Das Wirrwarr, was ich zu verstehen versuche.
Die Tiere.
Die Tiere, die mir halt geben.
Die Schule.
Die Schule, die mich ablenkt.
Das Schreiben.
Das Schreiben, indem ich wohl meine Bestimmung finden werde.
Die Familie.
Die Familie, die einzigartig ist.
Die Musik.
Die Musik, die mich von meinen Gedanken befreit.
Die Bäume, die Sterne, der Regen, der Himmel, die Sonne, der Tag, die Nacht, die Autos, die Fahrräder, die Lehrer, die Fußballspiele, die Kleidung, der Stress, das Versagen, das Gewinnen, das Lachen, das Kreischen, das Singen, das Deutschland, das Hamburg, das Universum, das Sonnensystem, das Weltall, die Reisen, die Bekannten, die Unbekannten, die Geschäfte, das Alltägliche, das Ungewöhnliche, ich.
An all das, versuche ich mich jeden Tag zu gewöhnen. Aber ich scheitere. Ich kann es nicht. Ich versuche es. Aber ich scheitere. ICH VERSUCHE ES.
Einmal, einmal glücklich sein. Einmal jemanden haben, der mich einfach mitten in der Nacht anruft und mir sagt, wie gern er mich hat. Mich vermisst, mich nicht mehr sehen kann und das gleichzeitig. Mir die Welt zeigt, mir meine Gedanken stehlt und sie ausspricht, mit mir im Gras steht und versucht die Sterne zu fassen, mit mir auf einem Konzert rocken geht, mich nicht mehr zur Ruhe kommen lässt, mit mir kuschelndend im Bett liegt, mir ein Leben schenkt.
Wenn man nur....
»19:03 »Kommentieren
von: herbstregen in: Blitzgedanken
"Und wenn ich dir jetzt sage, dass ich dich liebe!?", fragte er. "Und wenn ich dir jetzt antworten würde, dass ich es auch tue!?", fragte sie. "Was wäre dann?" Und er ging auf sie zu... Während er langsam anfing schief zu lächeln. "Ja", auch sie fing an zu lächeln... "Was wäre wohl dann..." Und näherte sich einen Schritt. Sie standen jetzt nur noch einen Meter auseinander. "Dann würde meine Gefühle hin und her springen", flüsterte er. "Wie definierst du springen?", fragte sie und ging noch ein Stück auf ihn zu. "Wenn ich gleichzeitig vor Glück weinen und lachen will, wenn ich dich küssen und umarmen will, dich berühren, sich von dir zu entfernen nur um wieder zu dir zurrück zukommen, ich möchte in dein Ohr flüstern und in die Welt schreien wie sehr ich dich dann mögen würde... und gleichzeitig mit dir im Gras liegen und sich mit dir im Regen drehen... Aber alles gleichzeitig?! Das geht nicht.... Deswegen springen meine Gefühle.", sprach er mit zunehmender Begeisterung... Sie lächelt bis über beide Ohren und fuhr ihm durchs Haar. Beide näherten sie sich noch ein Stück. Nasenspitze an Nasenspitze standen sie nun da. Sie sahen sich tief in die Augen und lächelten wieder beide, lachten schließlich laut und vielen nebeneinander auf den Boden. "Siehst du die Wolken da?", wisperte sie. "Jah.. was ist mit denen?" "Die sind genau, wie wir. Siehst du... sie nähern sich immer näher und näher an einander. Gleich zerfließen sie zu einem..." Er drehte sich auf die Seite und betrachtete ihr so wundervolles und reines Gesicht. Es schien, als würde sie nichts bemerken, sah einfach nach oben in den Himmel und lächelte versonnen. "Hm.. Wollen wir nochmal auf unser Fragespiel zurrück kommen?", fragte er. "Ich weiß nicht, sind nicht Aussagen viel besser?" Er dachte kurz nach, eine Strähne viel aus ihrem Haar. "Verdammt, wie gut kann ein Mensch aussehen", dachte er leise. Einen Moment später sah sie auch sein Gesicht über ihrem Kopf, er sah ihr tief in die Augen. "Na, Dornröschen? Soll ich dich Wachküssen?" "Klar, mein Prinz" Und er fing an zu zittern... näherte sich langsam ihrem Kopf und auch sie näherte sich ihm, noch ein letzter Blick in ihre Augen und dann schlossen sie sie. Küssten sich eine Weile so, vergaßen alles. Dann, lösten sie sich wieder und lächelten sich an. Beide so verliebt... "Und wenn ich...", begang sie und er unterbrach sie: "Ich liebe dich...", sagte er dann. Und sie lächelte weiter... Einfach immer weiter.. und nahm ihn in den Arm und spürte seine Haut... Und flüsterte dann in sein zitterndes Ohr: "Ich dich auch."
Ich sitze also nun hier oben und sehe auf die Welt hinnunter. Das erste was ich sehe sind Menschen. Ja, diese Wesen tummeln sich wie Ameisen über die Erde, es gibt kaum noch Orte an denen man keinen mehr findet. Sie fahren in Autos, auf Fahrrädern, in Büssen, Bahnen oder sie gehen zu Fuß. Manchmal sitzen sie auch einfach auf einer Wiese und lassen die Zeit verstreifen. Den Menschen den ich mir anseh ist fazinierender als jeder Andere. Als ich einst auf die Welt kam, es mag schon eine Weile her sein, durfte ich mir einen Menschen aussuchen auf den ich aufpasse. Ich habe mir diesen ausgesucht. Er war noch klein, aber strahlte schon etwas nahe zu Perfektes aus. Seine Austrahlung verzaubert mich immer wieder. Gerade sitzt er dort unten im Garten und sieht in den Himmel. Ob er weiß, das ich es war, der ihm schon so oft geholfen hat? Wahrscheinlich nicht. Aber hoffen kann man ja noch. Er steht auf und bewegt sich hin und her. Er hat Angst und Gedanken fliegen durch seinen Kopf. Was er denkt, kann ich nicht sehen. Aber ich kann es erahnen. So gut wie ich kennt ihn keiner, nicht einmal er selbst. Das Mädchen, das er so liebte, war gegangen. Ich weiß nicht für wie lange... aber anscheinend für immer. Und er überlegt wohl noch, wie er sie zurrück bekommen kann. Wenn ich ihn so leiden sehe, zerreist es jedesmal wieder mein Herz. Villeicht werde ich ihm ja helfen das Mädchen wieder zubekommen. Immerhin kenne ich ihren Engel ja nur zu gut... Ich weiß das er wirklich liebt... doch kann ich ihm wirklich helfen? Oder muss er es doch alleine machen? Schwierig... wie jede Entscheidung die ich treffen muss... Verdammt..
Amy saß drinnen im Warmen und dachte über ihr Leben nach. Draußen war einer der schönsten Sonnenuntergänge, die sie je gesehen hatte. Aber sie blieb drinnen sitzen, wollte seine schönen Farben nicht sehen, wollte sie nicht alleine genießen.
Die ersten Wolken zogen an ihrem Fenster vorbei. Tief grau und erdrückend wirkten sie. So als wollte sie die Welt verschlingen, sie in sich aufnehmen.
Amy lag noch immer auf ihrem Bett und sah die Wand an. All ihre Gedanken zogen an ihr vorbei. Wie in einem Film. Ihr Blick wanderte nur für einen Moment zum Fenster. Sie erblickte die Wolken, die sich mitlerweile vermehrt hatten und die Farben des Sonnenuntergangs spiegelten. Jetzt erschein er wirklich in allen Farben.
Amy stand auf und stellte sich ans Fenster. Und genau in diesem Moment sah Amy den ersten Regentropfen an der Fensterscheibe. Es bilideten sich nach und nach immer mehr Tropfen. Amy stand einfach nur vor dem Fenster. Es sah aus als würde sie in die Leere starren, einfach an all den Wolken vorbei.
Plötzlich wurde ihr dunkles Zimmer von einem grellen Licht erleuchtet. Der erste Blitz zog sich durch die vielfallt von Farben. Kurz darrauf folgte auch ein tiefes Gröllen.
Die Autos auf der Straße schienen in Zeitlupe zu fahren. Einige Tropfen worden von dem Lichtkegel der Autos angestrahlt. Amy sah noch ein letztes mal nach draußen, dann eilte sie aus der Tür. Immer schneller rannte sie nach unten durchs Treppenhaus. Der Donner hörrte sich hier wie Bomben an. Sie blieb stehen. Mitten im Lauf. So als wüsste sie nicht, was wirklich passiert war. Langsam ging sie weiter, kam auf einer großen Wiese an. Niemand außer ihr dem Rasen und einen einzigen Baum da. Amy weitete ihre Arme wie ein Vogel aus, began sich im Kreis zu drehen und spürte die Regentropfen auf ihrer Haut. Sie liefen ihr Gesicht hinnunter, füllten ihre Kleidung. Sie drehte sich immer schneller. Der Donner spielte in ihren Ohren eine laute Melodie. Die BLitze schossen abwechselnd über den Himmel und erhellten die Erde. Amy hatte das Gefühl sie könnte, die von den Blitzen erzeugte Elektrizität, schmecken. sie hörte auf sich zu drehen, aber in ihrem Gefühl drehte sie sich doch noch. Das Gewitter wurde immer stärker. Kam immer näher. Blitze rasselten mitlerweile wie Regentropfen auf die Erde wie Regentropfen nieder. Es war ein einiziges Spiel von Licht und Dunkelheit, von der Stille und den lauten Geräuschen und auch von den Regentropfen die Amy in eine andere Welt zauberten. Amy dachte an eine Menge, während sie völlig regungslos den Baum ansah. Der erste Gedanke der ihr kam, war das sie auch ein Regentropfen sein möchte. Im ewigen Kreislauf teilhaben will. Verdampfen, abregnen. in einen Strom fließen. Doch auf einmal wurde sie aus ihren Gedanken getrieben. Eine vorerst unergründliche Angst machte sich in ihr breit. Amy wollte nur weg von diesem Baum. Sie drehte sich schnell um und sprinntete von dem Baum weg. In der nächsten Sekunde pasierten dann zwei Dinge gleichzeitig. Amy stolperte über einen Stein und viel zu Boden. Hinter ihr schlug mit einem lauten, tösenden Knall ein Blitz im Baum ein. Für einen Moment schienen alle Geräusche wie ausgeschaltet. Amy sah hoch und erblickte nun den brennenden Baum. All sein Stolz schien durch einen kleinen Blitz verloren gegangen zu sein. Amy roch den Rauch. Sah die roten Flammen, die bis zu den Wolken hinnauf schlugen. Ja, der Baum war groß gewesen. Er hatte schon immer wunderschön ausgesehn. Doch Amy fand, dass er noch nie so schön wie jetzt aus sah. Doch ihr wurde auch klar, dass sie ihn niewieder sehn würde. Soviele Erinnerung hatte sie mit ihm verbunden. Soviele schöne und auch traurige Ereignise. Und jetzt? Jetzt schien alles vorbei zu sein. Amy konnte und wollte diesen Baum nicht mehr so sehn. Mitten in all den Regen, den Donner, den Blitzen und dem Feuer drehte Amy sich um und fing fort. Ging fort in ihr neues Leben, mit der Erkenntnis, das nichts jemals wieder so sein wird, wie es einmal war.
Twice
Einst war die Erde ein ganzes. Es gab einige Kontinente zwischen denen teilweise Meere lagen. Aber insgesamt war es doch eine Erde. Eine Art Kugel. Die Menschen ähnelten sich. Einige waren größer, andere kleiner, dicker, dünner, Mann oder Frau. Aber alle hatten sie ähnliche Gedanken. Jeder hatte etwas Gutes und jeder etwas Böses in sich. Aber wie alles, veränderte sich auch die Erde. Die Menschen merkten es zwar, aber es war ihnen relativ egal. Sie sahen es als völlig normal an. Aber nichts war normal gewesen. Ein großes Gewitter war aufgekommen. Überall Regen und Wolken. Mehrere Wochen ging es so. Nicht nur in einem Land oder zwei. Sondern auf der ganzen Welt. Die Menschen wunderten sich. Aber taten doch nichts dagegen. ein halbes Jahr nachdem nur Regen viel, die Menschen keine Ernte mehr bekamen und das Wasser überhand über das Land nahm. Fragten die Leute sich, ob die Welt untergehn würde. Sie waren panisch. Flüchteten auf hohe Berge. Oder gebiete die über den Meeresspiegel lagen. In einer besonders stürmischen Nacht teilte sich dann die Erde. Langsam brach sie in zwei Hälften. Immer weiter entfernten sie sich von einander. Erst merkten nur die wenigsten Leute was geschehen war. Aber durch die Nachrichten wusste es bald die ganze Welt. Die eine Hälfte hatte von nun an kein Regen mehr. Hatte wieder normales Wetter, war in einer stabilen Umlaufbahn. Die andere hingegen flog Ziellos durch die Gegend. Sie wurde zur reinsten Hölle. Die Menschen von der anderen Seite versuchten die Menschen der Hölle zu entreißen. Aber es gelang ihnen nicht. So ist unsere Erde entstanden. Wir sind die Hölle. Die Erde hat sich regeneriert. Ist wieder zusammengewachsen. Aber die Menschen sind genauso schlimm geblieben. Die andere Erde, mit all den glücklichen Leuten, ist nun in einer anderen Galaxie. Und dort sind die Menschen glücklich. Dort ist jeder glücklich. Wohin gegen unsere Erde einfach nur ein Ort der Hölle ist...
Können wir nur hoffen das wir den gleichen Fehler nicht noch einmal begehen.
Sie öffnete ihre Augen und sah sich in der Wüste. Sie drehte sich um, doch auch dort war nur der heiße Sand. Über ihr brannte die Sonne. Sie fing an zu schreien, rief nach Hilfe, wollte das sie irgendwer hört. Aber niemand war da. Sie schrie sich beinahe die Lunge aus dem Hals, aber es war niemand da. Sie brach schließlich erschöpft auf dem Boden zusammen. Sie fing an in sich selbst hinnein zu schreien. Denn von außen herraus schien sie niemand zu hören. Also verstummte sie. Weinend und alleine lag sie auf dem heißen Wüstensand. Die Sonne schien ihr Leben zu verbrennen. Sie sehnte sich nach ein bisschen Regen und jemanden der sie hörte. Nach vielen Stunden sah sie einen Menschen. Er kam auf sie zu. Er verstand sie. Es kam ihr vor als würde sie ihn schon ewig kennen. Aber sie kannte ihn nicht. Sie sah ihn das erste mal in ihrem Leben. Aber er hörte ihr zu. Selber sagte er nichts. Er nickte nur ab und zu. Aber er verstand sie und hörte sie. Als sie sich ausgesprochen hatte blinzelte sie einmal kurz. Und der Mensch schien sich wieder zu entfernen. Sie schrie ihm hinter her, er solle sie nicht alleine lassen. Aber er verblasste immer mehr. Irgendwann wurde ihr klar, dass er nur eine Fata Morgana war. Wie alles in ihrem Leben. Sie erinnerte sich an ihre Vergangenheit. Es war genauso gewesen. Es war ihr nur nie aufgefallen. Auch da hatte sie immer geschrien. Sie hatte geschrien und niemand hatte sie gehört. Die Leute hatten sie nie verstanden. Aber sie hat es nicht richtig bemerkt gehabt. Nun, wo sie alleine in der Wüste liegt, stellt sie erst fest wie es doch schon immer war. Wenn man gehört werden möchte, wird man nicht gehört. Man wird nur gehört, wenn man wie all die anderen ist. Glücklich mitzieht, das tut was die anderen für normal und richtig halten. Aber sie war nie einer von ihnen gewesen. Und jetzt merkte sie, wie alleine sie doch war. Trotz ihrer Freunde. Irgendwann lag sie da nur noch. Tag und Nacht. Über Jahre. Sie weiß nicht, dass sie eines Tages aufwachen wird und feststellt, dass es nur ein Traum ist. Doch wie lange wird sie noch träumen...?
Und nun...?
Ich wollte euch den Himmel beschreiben
So wie ich es einst mit der Hölle tat
Ich wollte euch in die wunderschöne Welt hinnein versetzen
So dass ihr alles mögliche tun würdet, um in den Himmel zu kommen
Ich wollte euch ein Stück Himmel schenken
Wollte ich weiß machen, dass es sowas gibt
Wollte beschreiben wie glücklich alle Menschen dort sind.
Dass es sowas wie wahre Liebe gibt.
Dass die Sonne auf Dauer scheinen kann.
Dass man die Menschen von oben lachen sehn kann.
Wollte euch ein kleines Lächeln auf's Gesicht zaubern.
Doch ich habe vergessen, wie es ist glücklich zu sein.
Kann mir nicht vorstellen, wie der Himmel auch nur annährend aussieht.
Und deswegen lass ich es bleiben und möchte von euch wissen,
Könnt ihr noch den Himmel noch beschreiben?
Tropfend stieg sie aus dem Wasser, hing ihre Tasche um und machte sich auf den Weg ins Nirgendwo. Sie hatte erkennt, dass sie so nicht weiterleben konnte. Und machte sich auf ihren unendlichen Weg.
Sie wird sich verlassen und neu finden. Villeicht wird sie sich sogar vergessen...
Mitten in der Nacht wache ich also auf...
Mein Blick wandert hoch zur Decke
Meinen Gedanken fliegen umher
Einen klaren kann ich nicht fassen..
Ich kann nicht mehr schlafen..
Also lieg ich hier und vergesse die Zeit um mich herrum
Und starre meine weiße Decke an..
Ich seh hinnaus aus dem Fenster...
Draußen weht Wind..
Der Himmel ist bewölkt..
Niemand da, der mich in den Arm nimmt..
Mir zeigt das ich existiere
Und es wert bin zu existieren..
Ich drehe mich zur Seite
Drücke meinen Cd-Player an.
Langsam erfüllt mich die Musik..
Ich summe leise mit..
Drehe mich zur anderen Seite
Zur Wand
Und sehe wieder sie an..
Wieviel man in meiner Wand erkennen kann
Überall die Schwamm streifen..
Manchmal haben sie Formen..
Die dunklen Punkte..
Manchmal sind es einfach nur Punkte..
So vestreicht die Zeit..
Die Zeit ins Unendliche..
Einfach mal abschalten, nichts mitbekommen..
Nur der Musik lauschen..
In seinem Bett liegen..
Und die Zeit vergessen..
Ich lausche das erstemal in meinem Leben
Richtig den Texten..
Die die Jungs da singen..
Sie haben Recht..
Es stimmt was sie versuchen einem mitzuteilen..
Wieso geht es ihnen wie mir?
Kann man sich wirklich in einem anderen Menschen wiederfinden?
Und wenn ja, warum sind sie dann weg?
Your feeling sad
Your feeling lonely
And noone seems to care
Weiter singen sie...
Eine leise Träne läuft mir dann die Wange herunter..
Ich will aufstehn..
In den Spiegel sehn und sagen:
"Du kannst es schaffen, weine nicht, das Leben geht weiter, auch ohne dich."
Doch ich bin nicht stark genug..
Mein Körper hat nicht die Kraft...
So bleibe ich liegen
Und höre zu, wie die sanfte Stimme, mein Leben erzählt...
Nach einer Unendlichkeit schlafe ich dann wieder ein..
Wache am Morgen auf..
Und wunder mich warum mein Cd-Player an ist..
So wie jeden Tag..
Nun liege ich hier. Mit dem Blick zur Decke. Ich bin regungslos. Kann nur still tamen. Meine Gedanken sind geflohen. Sie sind überall, nur nicht hier. Es hat augehört. Ich spüre keinen Schmerz mehr. Sowohl keinen körperlichen, als auch geistigen. Ich vernehme nichts mehr, nur das Surren der Aperrate und leise Stimmen, die unendlich weit entfernt scheinen. Ein Gesicht taucht über meinem Bett auf, ich kann es nicht erkennen, es ist verschwommen. Da spüre ich wie man mich drück. Mich einfach nur drückt, so als würde es es niewieder tun können. Was passiert hier? Das Drücken lässt nach. Die Person wird weggezogen. Nun sehe ich wieder die weiße Krankenhaus Decke. Endlich! Ein Gedanke hat mich gefunden. "Die Person war die die du schon immer geliebt hast, deine ganze Familie ist hier. Alle sind sie da, nur wegen dir. Sie sind da und werden dich nie vergessen. Sie lieben dich und werden es immer tun. Versuch ihnen doch noch einmal ins Gesicht zu sehn", flüsterte der kleine Gedanke.
Ich bedankte mich bei dem Gedanken und ich bemerkte das mein Körper mehr als nur normal geschwächt war.
"Nur noch ein bisschen mehr", sprach der kleine Gedanke.
Ich habe es geschafft. Ich lächele zarghaft und seh noch einmal in jedes einzelnde Gesicht. So schön sahen sie alle aus. Das letzte Gesicht war das von ihr. Ihr wunderschönes Gesicht. Wie oft, hatte ich es lachen sehn und jetzt, weinte sie, aber es war noch viel schöner. Mein BLick blieb an ihr haften. Führ Jahre, Jahrtausende und die Ewigkeit. Dies würde das Letzte sein was ich für immer sehn sollte. Meine Liebe.
»18:57 »Kommentieren
von: herbstregen in: Lebensgeschichten
Habt ihr noch Zeit? Wenn nicht lest später weiter. Oder lasst es bleiben. Es liegt ganz alleine bei euch. Wenn ihr noch Zeit habt dann lehnt euch zurrück, entspannt euch, macht leise Musik im Hintergrund an und nehmt meine Worte in euch auf. Erinnert euch daran, wenn es soweit ist. Versteht sie. Und setzt sie in eurem Leben ein.
Es war Abend gewesen. Ein schöner Herbstabend. Die ersten Blätter flugen durch die Luft und landeten auf den Köpfen fremder Menschen. Pierre und ich hatten den Tag zusammen verbracht. Wir hatten an einem See gelegen und diesen ersten Herbstag genossen. 2 Jahre waren wir nun zusammen. Zwei wunderschöne Jahre. Meine Eltern hatten sich längst an ihn gewöhnt. Hatten längst verstanden, dass es mir ernst mit ihm war. Wir waren gerade auf dem Weg zu seinem Auto, als Pierre mich aus den Gedanken riss: "Wie lange ist es her, dass du dich wie ein Kind gefühlt hast?" Ich liebte ihn für seine völlig aus der Luft gegriffenden Fragen, die mich immer zum Grübeln brachten. "Ganz ehrlich? Ich weiß nicht... jedes mal wenn ich bei dir bin fühle ich mich geborgen und Geborgenheit ist bei mir schon ein Stück Kindheit." Pierre nickte versonnen. Wir gingen weiter, doch Pierre blieb stehn. Mit leiser Stimme fragte er: "Liebst du mich?" "Ja natürlich liebe ich dich, du Narr." Er schüttelte den Kopf. "Nein liebst du mich wirklich? Dreht sich dein Kopf in jeder Sekunde nur um mich? Würdest du mir alles verzeihen und für mich sterben? Mich bis ans Ende der Welt tragen, selbst wenn ich viel schwerer bin als du? Ich würde das für dich tun." Ich überlegete kurz. War dies nicht eine Mädchen Frage gewesen? Möglich. Aber natürlich liebte ich ihn, daran gab es keinen Zweifel. "Pierre? Was ist passiert?" Ich wusst edas etwas nicht stimmte. So würde er nicht reden. Sonst würde er mir einfach den ganzen Weg sagen, wie sehr er mich liebe. "Es ist..." Pierre verstummte. Ich sah ihn fragend an. "Was ist Pierre?" Stille. "Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Setz dich hin und schließ die Augen und versrpech mir sie nicht zu öffnen bevor ich es dir sage, okay?" "Okay...." Ich hatte mich auf den Boden gesetzte und wartete nun darauf, dass ich meine Augen öffnen durfte. Ich merkte, das er sich hinter mich setzte. Er hielt mich fest. Nicht ein normales Umarmen, mehr ein fest Drücken, so als würde er sich von mir verabschieden wollen. Leise hörte ich seine Stimme ganz nah an meinem Ohr: "Ich werde dir jetzt etwas erzählen. Etwas das mir sehr schwer fällt. Bitte, lass mich zu Ende erzählen... ich kann es sonst nicht." Ich nickte langsam mit dem Kopf, dann sprach er weiter "Ich liebe dich, das weißt du, oder? Ich erinnere mich an jeden Moment mit dir als wäre es mein Lieblingsfilm, dessen Dialoge ich auswendig kenn. Ich werde dich auch immer lieben, und du mich. So eine Liebe wie unsere gibt es nur einmal. Es ist nicht einer dieser normalen Lieben. Nicht einer dieser, jene man aus dem Film kennt. Unsere Liebe ist etwas besonderes. Etwas, dass uns verbindet. Wir teilen eine Seele. Nein, wir sind eine Seele. Wir sind wie Bruder und Schwester, wie Feuer und Eis, wie Liebe und Hass, wie Himmel und Erde, wir können nicht ohne einander. Aber wir müssen es trotzdem versuchen. Keiner von ihnen, ob Himmel, Erde, Hass, Liebe, Brüder, Schwestern, Feuer, Eis, keiner von ihnen ist perfekt. Denn sie sind alleine. Wir aber sind zusammen perfekt. Doch ich kann nicht für ewig perfekt sein. Das wird langweilig. Und du kannst es auch nicht. Ich wette in diesem Moment siehst du mein Gesicht, wie es sich immer weiter von dir entfernt. Auch ich habe meine Augen geschlossen und dein Gesicht flieht vor mir. Ich spüre Tränen auf deinen Gesicht. Marie, ich spüre sie. Aber ich liebe dich. Das darfst du nicht vergessen. Es mag klingen wie in Titanic. Aber auch so ist unsere Liebe nicht. In diesem Leben, bist du das einzige was mich hier hällt. Das was mein stützender Phal ist. Aber es zieht mich mehr und mehr in die Richtung des Todes. Ich möchte nicht sterben. Aber ich werde es bald. Ich fühle es in meinem Herzen. Wenn du eine Mathearbeit verhauen hast und du schon weißt, das es nicht besser als eine fünf wird, dann fühlst du das doch auch, oder? Und so ist es bei mir. Mein Körper fängt an sich gegen mich zu stellen, meine Seele abzustoßen. Er hat festgestellt, dass wir perfekt geworden sind. Und einer von uns gehen muss. Weil die Welt nichts Perfektes akzeptiert. Und ich möchte dich nicht noch mehr verletzen. Du wirst es nicht verstehn. Ich verstehe es selber nicht. Aber möchtest du mich sterben sehn? Selbst wenn.. ich möchte nicht, dass du mich leiden siehst. Ich möchte, dass du mich so in Erinnerung behälst... du in meinem Arm, wir beide zusammen. Das möchte ich. Nur das. Ich werde höchstens noch 1-2 Monate leben... und in der Zeit, wirst du mich nicht mehr sehn. Verstehst du mich? Auch mir laufen Tränen übers Gesicht. Marie, weine doch nicht. Ich liebe dich doch. Und wir treffen uns doch wieder. An einem Ort, an dem wir perfekt sein dürfen. An einem Ort an dem wir uns lieben dürfen." Pierre hatte Recht, ich weinte... dies konnte doch nur ein schlechter Scherz sein. Noch immer hatte ich meine Augen geschlossen. Schließlich wollte er es so. Auf einmal hatte ich gemerkt, wie seine Wärme sich von mir entfernte. Mein Magen wurde plau. Lange Zeit dauerte es, bis ich von weit hinten ihn rufen hörte, ich dürfte die Augen öffnen und ich müsse ihn nicht suchen. Er würde
mich schon wiedersehn. Sofort waren meine Augen aufgesprunge. Ich war aufgesprungen. Erst war mir Schwindelig gewesen, doch dann wollte ich ihn einfach nur finden. Ich drehte mich, aber er war nicht zu sehn. Ich brach zusammen. Konnte nicht glauben, dass er einfach so gegangen war. Ich musste ich übergeben. Die Leere in meinen Magen hielt ihn nicht davon ab... Nein, ich konnte hier nicht liegen bleiben. Ich musste ihn finden. Pierre konnte nicht so einfach abgehaun sein. Doch er war es. Und ich würde ihn nicht wieder sehn.
Natürlich hatte ich ihn noch gesucht. Ich war in den Wald gerannt, Kilometer über Kilomenter. War zwischendurch zusammen gebrochen, hatte mich übergeben, haluzieniert, geweint. Jeden Schritt den ich weiter lief, war ich mehr gestorben. Aber ich hatte ihn finden wollen. Doch er war nicht da. 5 Tage hatte ich in dem Wald nach ihm gesucht. 5 Tage. Aber er war nicht zu finden. Irgendwann war ich eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Ein paar Wanderer hatten mich gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Reden konnte ich mit niemanden. Pierre. Pierre wo bist du? Pierre ist weg. Unterhaltungen mit mir selbst waren die einzigen, die ich zuließ. Aber auch sie machten mir Angst. Noch jetzt weine ich, bei diesen Zeilen. Auch wenn sie kalt wirken. Auch wenn sie mir Angst machen. Wahre Liebe findet man nur einmal. Wahre Liebe findet nicht jeder. Viele denken, dies ist die einzig wahre Liebe. Und dann? Dann lassen sie sich scheiden und finden die nächste wahre Liebe. So läuft es doch. Aber was wir hatten, war wirklich wahr. Ich glaube auch immer noch seinen Worten. Auch wenn es villeicht Naiv ist. Aber es war wahre Liebe. Und die Welt ist an keiner Ecke perfekt. Nur bei uns war sie es. Für eine viel zu kurze Zeit.
»18:49 »Kommentieren
von: herbstregen in: Albion