Auf
einer assyrischen Abbildung von Jahrhunderten vor Christus sieht man
arabische Krieger, die nichts als ein Lendentuch tragen. Entweder
hatten sie noch keine lange Gewänder, oder die haben sie zum kämpfen
abgelegt.
Das lange Gewand existierte auf jeden Fall in der Entstehungszeit des Islam. Zu dem Kleidungsstück paßt das Wort tashmîr,
das Aufkrempeln der Ärmel, aber vor allem das Aufschürzen des unteren
Teils, der mit einem Gürtel befestigt wurde. Hoch ging das Gewand wenn
man zu arbeiten, rennen, jagen oder kämpfen hatte, um größere
Beweglichkeit zu ermöglichen.
Im Koran steht der Ausdruck: ‘am Tage des Gerichts, da ein Unterschenkel entblößt wird (yukshafu ‘an sâq)’
(Koran 68:42). Das bedeutet, daß an dem Tag ein Gewand aufgeschürzt
wird, weil es hart zugeht, es drauf und drüber geht. Wessen
Unterschenkel wird in dem Koranvers entblößt? Am Tage des Gerichts ist
es Gott, der tätig wird; also betrifft es dessen Bein? Tatsächlich gibt
es eine Tradition von Abu Sa‘id al-Chudri, übergeliefert bei
al-Buchari, in der es heißt: ‘Ich habe den Propheten sagen hörten:
Unser Herr wird seinen Unterschenkel entblößen ... usw.’ Wenn Gott eine
Hand hat, wird er wohl auch ein Bein haben. Mit dieser
Vorstellung hatte man kein Problem, man sollt nur nicht fragen, wie
genau. Ein wenig sprachwissenschaftliche Erfahrung führt aber zu einer
rationaleren Einsicht. ‘Es wird ein Unterschenkel entblößt’ war
bestimmt schon längst ein idiomatischer Ausdruck geworden, wobei
niemand mehr an ein konkretes Bein von wem auch immer dachte. Sowie im
Deutschen bei: ‘seine Hände in Unschuld waschen’ auch niemand mehr an
eingeseifte Hände denkt.
In der Kunst
des Mittelalters haben die biblischen Gestalten immer europäische
Bekleidung getragen. Bis man sie allmählich - Rembrandt war vielleicht
ein der ersten - türkische Kleidung anzog. Ab dem 19. Jahrhundert
tragen sie alle schlecht verstandene arabische Kleider; nicht nur in
der großen Kunst, auch in Andachtsbildchen, Kinderbibeln und
Bibelfilmen. Das Konzept ‘Orient’ spielt dabei sicherlich eine Rolle,
aber auch die Tatsache, daß arabische Kleidung so bedeckend ist wird
willkommen gewesen sein. Man möchte sich Jesus und sein Umfeld nicht
mit nackten Oberkörpern oder in Lendentüchern vorstellen, wie in der
lässigen Mode der Griechen und Römer. Ja, am Kreuz, da muß er fast
nackt sein. Das hat eine eigene Erotik; aber das ist eine ganz andere
Geschichte.
Einträge "Februar 2005":
Sonntag, 27. Februar 2005
Samstag, 26. Februar 2005
Osthäppchen
In Le progrès égyptien standen immer die kulturelle Veranstaltungen annonciert, die die Botschaften der europäischen Staaten organisierten. Der Zutritt war frei. So konnte man auch als Student mal in Konzerte gehen, zu Film-Festivals oder zu Vernissagen, bei denen das interessanteste oft war, daß dort auch Häppchen serviert wurden. Leckere Häppchen hatten die Italiener, aber auch das Herder Institut, das zur Botschaft der DDR gehörte. Dieses Institut hatte deutlich die Absicht, es den ägyptischen Studenten angenehm zu machen und unter ihnen Anhänger zu gewinnen. Daß auch Nicht-Ägypter die Häppchen genossen, wurde weniger geschätzt. Das Personal hatte Sprechverbot: Die kalten blonden Schönheiten konnte man nicht einfach so anreden; sie sagten kein Wort zurück, und schon gar nicht wenn man sie später irgendwo in der Stadt sah..
Es war aus einer gewissen Langeweile, daß ich auch ein, zwei Mal ins Herder Institut gegangen war. Später habe ich das bedauert, denn sie hatten mich wohl auf einer Liste zur Beobachtung eingetragen; das wurde noch lästig.
Die DDR hatte auch eine Propaganda-Zeitschrift auf Arabisch, die kostenlos verteilt wurde. Was darin stand, weiß ich nicht mehr; es war aber populär bei den Studenten wegen den cover girls. Das muß man in Leipzig doch gewußt haben: Eine kräftige, blonde Traktoristin in kurzen Arbeitshosen auf dem Umschlag, das kam in Ägypten herüber wie reine Pornographie. Das Blatt wurde weiter nicht ernst genommen, die Fotos um so mehr.
Es gab Studenten, die die gesammelten Schriften von Marx und/oder Lenin auf Deutsch besaßen, und das waren viele Bände. Ich nehme an, daß auch die aus dem Herder Institut stammten. Deutsch lesen konnten sie aber nicht. Im Nachhinein waren das vielleicht gerade die Studenten, die irgendwie als Spitzel tätig waren. Nun, wer war das nicht in Ägypten? Aber es machte doch ein Unterschied, ob es einfach für die ägyptische Geheimdienst war, oder für die DDR. Die waren noch schlimmer als die Russen, hieß es.
Und jetzt käme ich zu einem peinlichen Erlebnis mit so einem Spitzel, so peinlich, daß es sogar mit zu meiner verfrühten Abreise geführt hat. Aber jetzt fühle ich mich gehemmt; nein, das kann ich nicht aufschreiben. Politisch und geheimpolizeilich ist die Sache längst entschärft, da war auch nicht viel; aber oh Mann, da werde ich innerlich auf einmal sehr unruhig; heftiger Widerstand.
(Nein, es ist nicht gut geschrieben, aber darum geht es jetzt nicht. Erst mal strömen lassen, korrigieren kann immer noch.)
Es war aus einer gewissen Langeweile, daß ich auch ein, zwei Mal ins Herder Institut gegangen war. Später habe ich das bedauert, denn sie hatten mich wohl auf einer Liste zur Beobachtung eingetragen; das wurde noch lästig.
Die DDR hatte auch eine Propaganda-Zeitschrift auf Arabisch, die kostenlos verteilt wurde. Was darin stand, weiß ich nicht mehr; es war aber populär bei den Studenten wegen den cover girls. Das muß man in Leipzig doch gewußt haben: Eine kräftige, blonde Traktoristin in kurzen Arbeitshosen auf dem Umschlag, das kam in Ägypten herüber wie reine Pornographie. Das Blatt wurde weiter nicht ernst genommen, die Fotos um so mehr.
Es gab Studenten, die die gesammelten Schriften von Marx und/oder Lenin auf Deutsch besaßen, und das waren viele Bände. Ich nehme an, daß auch die aus dem Herder Institut stammten. Deutsch lesen konnten sie aber nicht. Im Nachhinein waren das vielleicht gerade die Studenten, die irgendwie als Spitzel tätig waren. Nun, wer war das nicht in Ägypten? Aber es machte doch ein Unterschied, ob es einfach für die ägyptische Geheimdienst war, oder für die DDR. Die waren noch schlimmer als die Russen, hieß es.
Und jetzt käme ich zu einem peinlichen Erlebnis mit so einem Spitzel, so peinlich, daß es sogar mit zu meiner verfrühten Abreise geführt hat. Aber jetzt fühle ich mich gehemmt; nein, das kann ich nicht aufschreiben. Politisch und geheimpolizeilich ist die Sache längst entschärft, da war auch nicht viel; aber oh Mann, da werde ich innerlich auf einmal sehr unruhig; heftiger Widerstand.
(Nein, es ist nicht gut geschrieben, aber darum geht es jetzt nicht. Erst mal strömen lassen, korrigieren kann immer noch.)
Treppenhäuser
Kairo,
ach ja. Die Treppenhäuser. Marmor, ein Aufzug mit Gußeisenernem Gitter
und geschliffenem Glas. Beim Eingang ein meistens bauchiger Portier in
einer weißen Galabiyya auf einem Küchenstuhl, der alles weiß, alles
sieht. Aus Kostengründen nur eine Birne an der hohen Decke. Und dadurch
dieses einzigartige, krümelige, nein pulverige Licht.
Es sieht so aus, daß noch eine Menge Erinnerungen an Kairo unterwegs ist. Das hatte ich total nicht erwartet! Möglicherweise ist die Ursache in der Tatsache des Blogführens selbst gelegen. Unwichtiges Gekritzel, am Rande des Lebens. Wahrscheinlich kommt es gerade deshalb hoch. Ich sollte es vielleicht mal korrigieren und schöner machen. Aber dann wäre die Echtheit wieder gefährdet.
Auf jeden Fall werde ich am Ende des Monats alles nach Möglichkeit sprachlich korrigieren - ohne einen richtigen Deutschen zur Hilfe zu ziehen, aber die Kasusendungen, Wortgeschlechter usw., kann ich auch selbst - und die Texte in die verschiedene Rubriken ablegen. Dann gerät Kairo wieder mehr aus dem Sicht, aber es bleibt doch noch da.
Es sieht so aus, daß noch eine Menge Erinnerungen an Kairo unterwegs ist. Das hatte ich total nicht erwartet! Möglicherweise ist die Ursache in der Tatsache des Blogführens selbst gelegen. Unwichtiges Gekritzel, am Rande des Lebens. Wahrscheinlich kommt es gerade deshalb hoch. Ich sollte es vielleicht mal korrigieren und schöner machen. Aber dann wäre die Echtheit wieder gefährdet.
Auf jeden Fall werde ich am Ende des Monats alles nach Möglichkeit sprachlich korrigieren - ohne einen richtigen Deutschen zur Hilfe zu ziehen, aber die Kasusendungen, Wortgeschlechter usw., kann ich auch selbst - und die Texte in die verschiedene Rubriken ablegen. Dann gerät Kairo wieder mehr aus dem Sicht, aber es bleibt doch noch da.
Freitag, 25. Februar 2005
Ghasîl makwâ
Die Erinnerungen von Kairo sind glaube ich hoch gekommen durch die Kurzgeschichte von Salwâ Bakr, die ich gerade las. Mußte auf einmal denken an den Weg von der Uni in Kairo zur Innenstadt, denn die Geschichte spielt sich nämlich ab an der Straße seitlich von der Uni nach Bulâq Dakrûr. Ich wohnte dort in einem Studentenwohnheim, und sah wieder vor mir wie ich dann abends mal in die Stadt ging. Man konnte auch mit dem Bus fahren, die Linie 888 (1), aber oft war mir abends nach spazieren zu Mute.
Erst kam man dann beim Bügler (2) vorbei; dort waren meistens wohl einige Kommilitonen. Manche von ihnen hatten nur ein Hemd; sie wuschen das am Nachmittag im Waschbecken. Wahrscheinlich mit Rabso, dem weißen Riesen Ägyptens (‘I am Mister Rabso!’ sagte das Männchen in der Werbung, ganz auf Englisch). Wenig Detergentien und viel Scheuerpulver war das, Rabso; Endergebnis bei weißen Textilien meistens grau. Nun, wenn der Student das Hemd dann gewaschen hatte, war es an der Luft schnell getrocknet und dann ging er im Schlafanzug zum besagten Bügler, der makwagi, der für ein, oder waren es zwei, Piaster das Hemd wieder Tiptopp bügelte. Erst nahm sein Gehilfe noch seinen Mund voll Wasser und sprühte das geschickt über das Hemd, wie ein lebendiges Pflanzensprühgerät. Mit ungewaschenem oder ungebügeltem Hemd oder mit ungeputzten Schuhen zur Uni gehen, das war undenkbar. Von daher auch die ganze Reihe Schuhputzer beim großen Tor.
Wo war ich? ja, beim Bügler. Dort standen immer Bekannten herum, es war ein richtiger Treff. Manchmal fragte ich, ob jemand Lust hatte, mit in die Innenstadt zu gehen, aber meistens nein. Die Studenten, die sich hier aufhielten waren arm; sie hatten einfach nicht den Mut, sie fanden sich nicht vornehm genug für die Innenstadt. Warum sollten sie sich das teure Leben ansehen, das sie eh nicht bezahlen konnten?
Dann ging es zu Fuß weiter, durch Doqqi. Ein schöner, ruhiger Spaziergang war es; das ist jetzt nicht mehr vorstellbar. Am Misaha-Platz stand links noch die Villa, in der eine alte Prinzessin wohnte, die so respektabel (oder einfach alt) war, daß man sie nicht verjagt hatte. In der Villa rechts war der Studentenklub der Kuwaitis untergebracht, erkennbar an den geparkten Rolls Royces und den Kästen Whisky auf den Balkons (3). Scotch scheint in Kuwait das Nationalgetränk zu sein.
Was tat ich dann in der Innenstadt? Den Geruch der großen Welt einatmen. Schaufenster gucken, wenn auch wenig Begehrenswertes darin lag. Kinobesuch: richtig gut waren die ägyptischen Filme noch. Ein Getränk vielleicht auch, bei Groppi oder bei Excelsior, wo auch die Russen herkamen und wo es weibliche Bedienung gab. Oder in dem unsäglichen griechischen Saufloch in Tawfîqîya. Zurück mit dem Taxi? Dreizehn Piaster. Ja, ich hatte schon etwas mehr Geld als die ägyptischen Studenten: 36 Pfund im Monat. Und meine Hemde mußten nicht teuer gebügelt werden, denn sie waren selbstbügelnd - was sich allerdings in der Sommerhitze als Nachteil erwies.
(1) Das stimmt nicht; die 888 fuhr nach Zamalik. In die Stadt fuhren die 8 und die 9. (11.10.2007)
(2) Wo der Bügler war, ist jetzt ein Frisörladen. (25.2.2006)
(3) Die Villa beherbergt jetzt die Sprachabteilung des Goethe-Instituts. (25.2.2006)
Erst kam man dann beim Bügler (2) vorbei; dort waren meistens wohl einige Kommilitonen. Manche von ihnen hatten nur ein Hemd; sie wuschen das am Nachmittag im Waschbecken. Wahrscheinlich mit Rabso, dem weißen Riesen Ägyptens (‘I am Mister Rabso!’ sagte das Männchen in der Werbung, ganz auf Englisch). Wenig Detergentien und viel Scheuerpulver war das, Rabso; Endergebnis bei weißen Textilien meistens grau. Nun, wenn der Student das Hemd dann gewaschen hatte, war es an der Luft schnell getrocknet und dann ging er im Schlafanzug zum besagten Bügler, der makwagi, der für ein, oder waren es zwei, Piaster das Hemd wieder Tiptopp bügelte. Erst nahm sein Gehilfe noch seinen Mund voll Wasser und sprühte das geschickt über das Hemd, wie ein lebendiges Pflanzensprühgerät. Mit ungewaschenem oder ungebügeltem Hemd oder mit ungeputzten Schuhen zur Uni gehen, das war undenkbar. Von daher auch die ganze Reihe Schuhputzer beim großen Tor.
Wo war ich? ja, beim Bügler. Dort standen immer Bekannten herum, es war ein richtiger Treff. Manchmal fragte ich, ob jemand Lust hatte, mit in die Innenstadt zu gehen, aber meistens nein. Die Studenten, die sich hier aufhielten waren arm; sie hatten einfach nicht den Mut, sie fanden sich nicht vornehm genug für die Innenstadt. Warum sollten sie sich das teure Leben ansehen, das sie eh nicht bezahlen konnten?
Dann ging es zu Fuß weiter, durch Doqqi. Ein schöner, ruhiger Spaziergang war es; das ist jetzt nicht mehr vorstellbar. Am Misaha-Platz stand links noch die Villa, in der eine alte Prinzessin wohnte, die so respektabel (oder einfach alt) war, daß man sie nicht verjagt hatte. In der Villa rechts war der Studentenklub der Kuwaitis untergebracht, erkennbar an den geparkten Rolls Royces und den Kästen Whisky auf den Balkons (3). Scotch scheint in Kuwait das Nationalgetränk zu sein.
Was tat ich dann in der Innenstadt? Den Geruch der großen Welt einatmen. Schaufenster gucken, wenn auch wenig Begehrenswertes darin lag. Kinobesuch: richtig gut waren die ägyptischen Filme noch. Ein Getränk vielleicht auch, bei Groppi oder bei Excelsior, wo auch die Russen herkamen und wo es weibliche Bedienung gab. Oder in dem unsäglichen griechischen Saufloch in Tawfîqîya. Zurück mit dem Taxi? Dreizehn Piaster. Ja, ich hatte schon etwas mehr Geld als die ägyptischen Studenten: 36 Pfund im Monat. Und meine Hemde mußten nicht teuer gebügelt werden, denn sie waren selbstbügelnd - was sich allerdings in der Sommerhitze als Nachteil erwies.
(1) Das stimmt nicht; die 888 fuhr nach Zamalik. In die Stadt fuhren die 8 und die 9. (11.10.2007)
(2) Wo der Bügler war, ist jetzt ein Frisörladen. (25.2.2006)
(3) Die Villa beherbergt jetzt die Sprachabteilung des Goethe-Instituts. (25.2.2006)
Straßenkunst
Zwei italienische Clowns springen zum Vorschein aus ein Seitengäßchen und führen ihren Akt auf, ganz auf die Schnelle; heimlich natürlich, denn solche Künste sind im Polizeistaat Ägypten strengstens verboten! Ihr Akt ist grob, obszön, schwul. Noch während ihres Auftritts sammeln sie das Geld ein bei dem schnell zugeströmten, mitwissenden Publikum. Dann verschwinden sie irgendwo in ein Treppenhaus, und auch die Zuschauer sind weg. Nichts gewesen - aber welch ein Trost in so einem Land!
Samstag, 5. Februar 2005
Schreibangst
Also
dann. Bis Montag nichts für die Universität zu tun. Das Arbeitszimmer
aufgeräumt. Nachschlagewerke und Sekundarliteratur bereit gelegt. Eine
Kanne Ingwerwasser gekocht, zum feucht bleiben. Eine Fluchtroute
vorbereitet: wenn die Spannung zu hoch wird, werde ich mir kurz den
Liebesroman Aschwâk von Sayyid Qutb ansehen. Mal sehen, ob auch dieses
Werkchen meine Vermutung bestätigt, daß Fundamentalismus auf
Sexualangst zurück zu führen ist. Oder mindestens immer damit
einhergeht.
Aber das Hauptanliegen bleibt: an meinem Artikel über die Verbindung zwischen Koran und Prophetenbiographie zu arbeiten. Sonst wird Jane böse, und noch abgesehen davon, ich würde mich schämen. Bis morgen 13.00 habe ich Zeit; dann steht ein Waldspaziergang mit N. an.
Aber das Hauptanliegen bleibt: an meinem Artikel über die Verbindung zwischen Koran und Prophetenbiographie zu arbeiten. Sonst wird Jane böse, und noch abgesehen davon, ich würde mich schämen. Bis morgen 13.00 habe ich Zeit; dann steht ein Waldspaziergang mit N. an.
Die beste Zeitungsüberschrift der letzten Tage: Bush droht dem Nahost mit Frieden (taz, 4.2.2005)
Islamwissenschaft
Die
Zeitung meldet, daß die Frankfurter Uni demnächst zwei durch die Türkei
bezahlte Professoren anstellen wird. Religionswissenschaft sollen die
lehren, und zwar Islamwissenschaft. Das ist keine gute Nachricht. Bis
jetzt hat die Türkei nur Imame exportiert; jetzt kommt auch der
Oberbau. Gegen den in der Türkei offiziell verbreiteten Islam ist
nicht viel einzuwenden; er ist mild, pragmatisch und wahrscheinlich
sogar hilfreich gegen Terrorismus. Aber es gehört sich nicht! Deutsche
Unis sollen unabhängig bleiben. Ist die Republik schon so verarmt, daß
sie selbst nicht mehr ein paar Professoren bezahlen kann? Oder hat man
in Frankfurt einen Rektor, der wahllos jedem Geldbeutel hinterherläuft?
- Texte finden
- Archiv
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
- September 2006
- August 2006
- Juli 2006
- Juni 2006
- Mai 2006
- April 2006
- März 2006
- Februar 2006
- Januar 2006
- Dezember 2005
- November 2005
- Oktober 2005
- September 2005
- August 2005
- Juli 2005
- Juni 2005
- Mai 2005
- April 2005
- März 2005
- Februar 2005
- Januar 2005
)