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Montag, 24. August 2009

Hatif geht hier weg

Ich ziehe um. Ich ziehe ein bei http://wahlmarburger.blogspot.com /. Im Laufe der Zeit wird das Wichtigste verschleppt.

Autor: hatif in: Verschiedenes

Samstag, 20. Juni 2009

Nackige Frauen

Wie schön wäre es gewesen, wenn die protestierenden Iranierinnen sich per Twitter abgesprochen hätten, kollektiv ihre Kopftücher abzuwerfen... . Aber nein, die Zeit ist noch nicht reif. Alles wird sich wieder legen.

Autor: hatif in: Verschiedenes

Montag, 27. April 2009

Türkei und Armenien

Die Türkei versucht die Beziehungen zu Armenien zu normalisieren. Das ist eine gute Nachricht. Jetzt kann man nur hoffen, dass Obama und Europa sich nicht einmischen und sich moralische Diktaten verkneifen können, z.B. über die Anerkennung des Armeniermordes in ersten Weltkrieg als Genozid. Lass es ruhig reifen; es ist wertvoller, wenn sie selbst darauf kommen.
Autor: hatif in: Verschiedenes

Montag, 2. März 2009

Geldverschwendung?

Warum Gaza wiederaufbauen? Es wird eh demnächst wieder kaputt geschossen.
Autor: hatif in: Verschiedenes

Dienstag, 10. Februar 2009

Israelwahl

Nichts ist uninteressanter als die Wahlen in Israel. Welche Regierung auch immer an die Macht kommen wird, sie wird den bereits über vierzig Jahre andauernde „Friedensprozess" weiterführen wie gehabt.
Autor: hatif in: Verschiedenes

Freitag, 21. November 2008

Kilroy was there too!

Auch in der arabischen Halbinsel kritzeln die Menschen ihre Namen an Wänden und Mauern. Neuerdings wurde in Nordwest-Arabien, an der Straße von Medina nach Syrien, die folgende Inschrift entdeckt:

Bismillāh. Ana Zuhayr katabt zaman tuwuffiya ʿUmar sana arbaʿ wa-­ʿišrīn

„ Im Namen Gottes. Ich, Zuhayr, schreibe (dies) in der Zeit dass ʿUmar starb, im Jahre 24".

Diese Inschrift bestätigt 1) das traditionelle Todesjahr (=644) des Kalifen ʿUmar, 2) die frühe Einführung der islamischen Jahreszählung, 3) die frühe Existenz der diakritischen Punkten, mit denen in der arabischen Schrift einige Buchstaben auseinander gehalten werden.

Wenn es keine Fälschung ist, ist die Inschrift ein Rückschlag für die ganz modernen Geschichtschreiber, die von der Frühzeit der Islam gar nichts mehr übrig lassen möchten.

In: ʿAli ibn Ibrahim Ghabban, „The inscription of Zuhayr, the oldest Islamic inscription (24 AH/AD 644-45), the rise of the Arabic script and the nature of the early Islamic state," in Arabic archaeology and epigraphy 19 (2008), 209-236.

Autor: hatif in: “Orient”

Samstag, 25. Oktober 2008

Luft schnappen in Kairo 8

Limousine. ‘Warum mietest Du dir kein klimatisiertes Auto mit Chauffeur für den Tag? Es ist erschwinglich, und so kommst Du überall hin ohne durch diesem schweren Gestank waten oder fahren zu müssen.' Das riet mir ein Freund, aber er hat es nicht verstanden. Überall hin? Ich muß nirgendwo hin. Ich habe in Kairo nichts zu tun, außer da zu sein, und meine Erinnerungen zu erfrischen und mit neuen Einzelheiten zu bereichern. Der Weg ist das Ziel. Die Autobusse kann ich nicht mehr nehmen, weil sie voller sind als je - oder scheint das nur so? Überdies traue ich mir nicht mehr, darauf zu springen und mich von außen an der Tür oder an der Traube der Fahrgäste festzuhalten und dann rechtzeitig abzuspringen. Ich habe nicht mehr die jugendliche Kraft, Schnelligkeit und Gelenkigkeit, aber es kommt noch dazu, daß auf die Traube kein Verlaß mehr ist. Man ist nicht mehr bereit, Ausländer aufzunehmen. Wie mir bei meinem vorigen Besuch ein empörter junger Mann erklärt hat: ich soll Taxi fahren. Die Menschen haben recht: sie wissen inzwischen sehr wohl, daß ich hundert Mal mehr verdiene als sie, und ich nehme ihnen nur den Platz. Bleiben also der Fußweg oder die einfachen Taxen der Billigklasse.
Autor: hatif in: Verschiedenes

Dienstag, 21. Oktober 2008

Universität und Islam

Den Münsteraner Professor der Islamwissenschaft Kalisch hat man seines Unterrichts enthoben, weil er eine Meinung verkündet hatte, die einem islamischen Verein nicht genehm war. Schlägt jetzt eine Welle der Empörung durch die deutschen Universitäten? Nö. Wahrscheinlich werden alle Universitäten so handeln wie die in Münster. Geld und Studentenzahlen sind was zählt; nicht der Inhalt der Lehre.

Nicht nur Neonazis, auch Islamisten werden hierzulande immer wieder gerne toleriert.

Autor: hatif in: Verschiedenes

Freitag, 17. Oktober 2008

Luft schnappen in Kairo 7

Toiletten. Längst ist die Zeit vorbei, daß man als ausländischer Mann nur in den großen Hotels, bei Groppi oder bei den ausländischen Fluglinien aufs Klo gehen konnte. Jetzt gibt es auch ein Netzwerk von MacDonalds, Kentucky Fried und etliche Coffeeshops, was Männern mit schwachem Blasen das Leben sehr erleichtert. Es gibt sogar einige öffentliche Toiletten in Kairo, Eintrittspreis £E 0,50; wegen mangelnder Hygiene aber nur in Notfällen zu empfehlen.
Islamische Männer können ihre Notdurft bei der Moschee verrichten; christliche nicht. Und die Frauen aller Glaubensrichtungen? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie sie es machen, aber ohne Zweifel sind sie in Kairo klomäßig unterprivilegiert, wie in anderen Weltstädten auch.

Autor: hatif in: Verschiedenes

Dienstag, 14. Oktober 2008

Luft schnappen in Kairo 6

Französisch. Der Aufstieg war nicht leicht gewesen: die ägyptische Schule mit Fremdsprachenabteilung, also etwas Englisch gelernt, aber nicht genug für ein wirklich guten Job. Das reicht nur zum Bellboy in einem Hotel o.ä.. Dann aber die zweite Chance: weil M. Kopte ist, konnte er eine Ausbildung und Job bei einer ausländischer Kirch bekommen. Hat also doch noch richtig Englisch gelernt. Jetzt geht es ihm recht gut. Aber was macht der Idiot? Er schickt, unter beträchtlichen finanziellen Opfern, seine beiden Kinder in die französische Schule. Als Reaktion gegen Amerika kann ich das noch verstehen. Aber es geht ihm also nicht darum, den Kindern praktische Chancen zu geben, er will, daß sie chic werden, zur Oberschicht gehören. Aber dazu reicht die französische Sprache nicht, dazu braucht man auch Familienhintergrund, Immobilien und viel Geld, von dem man nicht reden muß. Überdies bröckelt das Französisch als Elitesprache seit Jahrzehnten. In Kairo ist es eher die Sprache von reichen Großmüttern geworden. M. hat ein veraltetes Vornehmheitsideal.
Die altersschwache Tageszeitung Le Journal d‘Égypte mit ihren hilarischen Society-Seiten, habe ich diesmal nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich ist ihre Herausgeberin Lita Gallad, das Urgestein der Francophonie, letztendlich verstorben. 

Autor: hatif in: Verschiedenes