Der Schnee im Garten

Wir haben einen späten Frühling, und vor drei Wochen war noch Schnee.

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So viel Schnee wie im ganzen Winter noch nie gewesen war. Als Eisbaerfreundin habe ich mich gefreut, aber nicht der Wagen, der fahren musste.

Eisbaerfreundin

 
Current mood: Skeptisch

Mein Leben bisher 1

Ich bin am Anfang der fünfziger Jahre geboren. In einer nordfranzösischen GroBstadt, in einem Ballungsgebiet an der Grenze zu Belgien, so dass ich als kleines Mädchen gedacht habe, es gäbe Grenzen zwischen jeder Stadt. Diese Stadt im Osten des Ballungsgebiet war Industriestadt, vor allem Textil, aber leider auch Chemie war dort zu finden. Versandhäuser gab es auch mehrere. Ihre Aufgabe war vor allem die Textilienarbeit der Stadt und der umgebenden Städte in Richtung des direckten Verkaufs an die Hausfrauen zu vermarkten.

Diese Stadt war echt grau damals. Denn die Industrie und die Benzindünste hatten alles schwarz gemacht. Hohe Schloten, die heutzutage fast alle abgerissen worden sind, bestimmten auch die Stadtlandschaft. Die Häuser, nicht besonders groB, waren aneinandergereiht. Die meisten Häuser waren entweder am Anfang des Jahrhunderts oder zwischen den beiden Kriegen gebaut worden. Man fing auch an, neue Stadtviertel zu bauen mit etwas gröBeren Häusern.

Die meisten Häuser in den Arbeiter- und Angestelltenvierteln bestanden aus einem kleinen Salon vorne, ein Esszimmer dahinter, das ein Fenster zum Hof oder zum kleinen Garten hatte, einer Küche, die meistens in einem Nachbau war, der einen Teil des ehemaligen Hofes besetzte. Zwischen dem Salon und dem Esszimmer ging eine Treppe zum ersten Stockwerk hoch, wo zwei Zimmer auf jeder Seite des Treppenhauses waren. Das Treppenhaus war unten durch eine Tür geschlossen, die vom langen Gang trennte, der vom Wohnzimmer zur Haustür führte. Daher war es im Treppenhaus sehr dunkel, wenn man das Licht nicht aufmachte. Das groBe Elternzimmer war vorne über dem Salon, und das kleine Kinderzimmer war hinten, über dem Esszimmer. Eine andere Treppe, die der ersten Treppe folgte, führte in die Dachkammer, aber dorthin gingen die Kinder nur sehr selten, weil die Tür zu war. Hinter dem Hof und der Küche war ein kleiner Garten, die Toilette war drauBen, so dass man im Winter frierte, wenn man dorthin musste. Im Sommer war es kein Problem, wir Kinder lebten zu dieser Jahreszeit im kleinen Garten. Nur für das Essen und zum Schlafen gingen wir in das Haus hinein, und wenn es regnete. Ein Badezimmer gab es nicht, und wir badeten jeden Samstagabend in einem groBen Messingstopf, die man mit einer Mischung aus warmen und kaltem Wasser gefüllt hatte. Nicht weit vom Küchenherd im Winter, damit es uns nicht kalt wurde.

Mein Vater war Angestellter in einem Versandhaus. Also haben wir bis ich zehn wurde, in einem solchen Stadtviertel gewohnt, wo heutzutage nur Ausländer  zu wohnen akzeptieren. Aber die Häuser sind seitdem entweder ausgerissen oder renoviert werden. Damals war es ein Stadtviertel für die Mittelschicht. Das besondere an unserem Haus und insbesondere an unserer StraBe war, dass parallell zur StraBe hinter den Gärten die Eisenbahn fuhr. Und damals war die Eisenbahn nicht so leise wie heute. Es gab diese riesigen Dampflokomotiven, die viel Lärm machten. Und mit diesem Lärm, mit dem stoBendem Geräusch der Dampfmaschine, mit dem langem Gleisenzacken der ¨Personen- und Güterzüge, die langsam vorbeikamen, denn wir wohnten zwischen zwei nicht weit voneinander liegenden Bahnhöfen, mit diesem Lärm habe ich meine Kinderjahre verbracht.

Und es war schrecklich, wenn mitten in der Nacht oder wenn ich gerade ganz hinten im Garten spielte, eine besonders lärmende Lok vorbeikam, und dass die schweren Züge den ganzen Boden und das Haus zittern lieBen. Wenn ich hinten im Garten spielte, kam ich laufend in den winzigen Hof zurück, wenn ich einen Zug von weitem hörte, und flüchtete mich in die Nähe des Hauses.

Aber eigentlich fuhren wir nie mit dem Zug. Einmal nahm mein Vater meine Mutter, meinen Bruder und mich in den Zug, um uns zu zeigen, wie es drinnen war, und wir fuhren in die zwölf Kilometer entfernte gröBte Stadt des Ballungsgebiet. Mein Vater hatte seinen Führerschein bekommen und als ich ungefähr 4/5 Jahre alt war, kaufte mein Vater ein 2 CV. Die erste hüpfende Ente war grau, die zweite, einige Jahre danach, graublau. Ich glaube bis dahin fuhren wir ans Meer in anderen Autos, in dem groBen Traction Avant der Nachbarn oder in dem grauen Peugeot 403, der von einem Kollegen und Freund meines Vaters namens Valère (es war sein Vorname) gefahren war. Immerhin hatte mein Vater viele Freunde, so dass wir nie mit dem Zug ans Meer fahren mussten.

eisbaerfreundin

 

Bald wieder da

Hallo! Leute ! Ich komme bald wieder (in einigen Tagen eigentlich) !Beschämt Entschuldigungen !

LächelneisbaerfreundinCool

 

Musik in meiner Kindheit. Rundfunk.

Nun, der Text, den langen Text den ich über dieses Thema schrieb, ist gefallen (anstatt zu schlafen gab mir mein Laptop nach einer kurzen Pause, ein Error-Seite, die den Computer zum Wieder-Einschalten zwang). Also schreibe ich nun den Text in kleinen Abschnitten. Nur dass die Lust am Schreiben für heute etwas vorbei ist.

In meiner frühen Kindheit gab es bei uns keinen Plattenspieler und keinen Fernseher auBer bei meinen mütterlichen GroBeltern. Zu Hause hatten wir nur einen groBen Rundfunkapparat. Alles was ich auBer der Musik, die dieser Radioapparat uns spendete und zu meinen Ohren kam, waren die Lieder, die meine Mutter sang, und sie sang nicht viel, und die Lieder, die ich im Kindergarten von den Lehrerinnen lernte. Im Radio hörten wir nicht nur Musik, sondern auch Nachrichten, und viele andere schönen Sachen wie gesprochene Sendungen mit Geräuschen. Sagen wir Hörspiele. Das war in den Fünfziger Jahren. Wir hörten immer den gleichen Sender, der später France Inter wurde. Das war RTF (es war noch nicht die ORTF) Radio Télévision Française. Der Radioapparat stand in einer Ecke des Wohnzimmers, wie heutzutage der Fernseher. Was wir vom Radio zu hören bekamen war also nicht nur Musik. AuBer der Nachrichten konnten wir  uns auch an jedem Samstagabend eine Geschichtssendung anhören : La tribune de l'histoire. Dann hatten die geschichtlichen Ereignisse als ich zwischen 6 und 10 war, keine Geheimnisse mehr für mich. Ich war in französischer, deutscher, russischer, englischer, österreischicher Geschichte bewandt. Da gab es immer die gleiche Musik am Anfang und viele Geräusche. Und mit den von Schauspielern gespielten Texten und den Geräuschen konnten wir uns selber unsere Geschichtsbilder im Kopf bauen. Und da sah ich, wie Sissi am Fenster eines Schlosses wehmütige Gedichte las und schrieb. Da war ich erfüllt von einer unendlichen Sehnsucht. Und da gab es auch diese Krimi-Hörspiele Les maîtres du mystère. Jede Woche gab es ein neues Rätsel und wir hörten gespannt bis spät in die Samstagnacht, um zu wissen wem diese geheimnisvollen Mörderschritte, die man nur hören konnte, gehörten.

Und die Musik? Da gab es allerlei Musikarten, die aus diesem Radioapparat strömten. Als ein Walzer oder ein Tango gespielt wurde, tanzte meine Mutter mit mir als ich mit ihr allein war, und sonst waren noch Jazz, Chansons und klassische Stücke zu hören. Die Chansons waren die gleichen, die man in der Schule bei der Preisverleihung Ende Juni sang. Man sprach noch kaum von Jacques Brel, man sprach schon von Georges Brassens. Und da sangen wir in der Schule "Le Parapluie" : "Il pleuvait fort sur la grand route, elle cheminait sans parapluie..." Es regnete stark auf der Nationalstrasse, sie ging ohne Regenschirm..." Man sang von Dalida "Bambino" und noch von den Compagnons de la Chanson "Telstar". Das war ein Lied über den ersten Satelliten, die man in den Weltraum schickte. "Tout là haut, là haut dans le ciel bleu, un astre dans le ciel brille (...) c'est une étoile en plein jour, une étoile d'amour". Ich übersetze : Ganz oben, oben im blauen Himmel funkelt ein Gestirn.(...) Es ist ein Stern am hellen Tage, ein Liebesstern". Das war 1960. Ich war neun.

eisbaerfreundin

 

Computer aus : gefallener Eintrag.

Ich schrieb hier schon eine ganze Stunde über Musik in meiner Kindheit und die Story des französischen Chansons mit meinem Leben verbunden, aber da war plötzlich mein Computer (Laptop) aus, und der Eintrag, von dem ich nichts aufgenommen hatte,  ist gefallen. Ich kann ihn nicht jetzt wieder schreiben, es wäre zu lang, aber ich versuche es ein anderes Mal. Ich muss arbeiten. Schade, dass war ein schöner Text. Und so geht Literatur aus Versehen verloren.  Weinen

eisbaerfreundin

 

Mein erster Eintrag

Beschämt Nun komme ich zum ersten Mal hierher und fühle mich etwas schüchtern. Was Sie über mich und mein eher romantisches Wesen wissen möchten, können Sie auf der Über mich Seite lesen. Enschuldigung, dass die Rubriken noch leer sind (es wird kommen). Warum heiBt dieser Blog und heiBe ich Eisbärfreundin ? Weil ich mich in den kleinen Eisbären Knut verliebt habe. Sehen kann ich ihn nicht, er ist zu weit. Aber nun, wie wird's mit ihm weiterkommen? Und wie wird mit allen aussterbenden Pflanzen- und Tierartenweitergehen, die es auf der Welt gibt ?

Und als Romantikerin bin ich immer noch auf der Suche nach der unerreichbaren dichterischen blauen Blume, mag Eichendorff und solche Dichter, die dann frei in der Natur wanderten. Französische Dichter mag ich auch. Was halten Sie  von Verlaine und Prévert?

Ich mag auch Folk und mit Woody und anderen Folk-Singern virtuell (in Wirklichkeit nicht : zu gefährlich!) auf den Dächern der Güterzüge der Staaten, Gitarre im Rücken hängend,  reisen und an meine verlorene Jugend träumen. Aber jung bleiben wir im Herzen, oder ?

Ich höre auch mal gern Drehleier und französische Folkmusik, auch keltische und irische. Klassische Musik mag ich auch. Und Renaissance und Barock;

Lächeln Mit freundlichen GrüBen.Lachanfall 

Eure Eisbärfreundin.

 
Current mood:mit leisen Schritten kommend

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