Warum berühren manche Bühcer, und warum andere nicht?
Liegt es an der Thematik, am Autor, am Stil?
Warum berührt mich der Werther, während Christiane F. mich völlig kalt lässt?
Werther ist uralt, Goethe war ein Macho und zudem halt eich generrell
nichts von Exzentrischen Spinnern, die sich tagelang an Mückchen und
Bienchen erfreuen können um sich im Endeffekt wegen einer lapalie
umzubringen.
Aber nun gut.
Christiane F. dagegen sollte mich mehr berühren. Zichhundert Drogentote
Kinde rund Jugendliche jedes jahr, ich möchte später eventuell mal in
eienr Suchtberatungsstelle oder an Schulen Präventionsarbeit leisten,
und trotzdem find eich das Buch nicht im geringtsen berührend.
Ähnlich ist es mit Porno, von irvine Welsh. Ich finde den
Trainspottingnachfolger unglaublich gut geschrieben. Trivialliteratur
eben die unterhält. Lustig, firsch, vulgär, anders. Aber in keiner
Weise berührend. ich kann mich nichtmal über den Protagonisten
aufregen, wie ich es bei Werther kann, entwickle sogar eine gewisse
antihelden-sympathie für die weibliche protagonistin... aber berührung
null.
Obwohl Goethe einen so speziellen Spinner beschrieben hat kann sich
wohl jeder mit ihm mal identifizieren. Eckermann schreibt sogar: "Es
müsste schlimm sein, wenn nicht jeder einmal in seinem Leben eine
Epoche haben sollte, wo ihm der Werther käme, als wär er bloß für ihn
geschrieben"
Und ich denke da skann hinkommen. ja, vermutlich hat jeder ab und an mal so eine Phase.
Das ist bei Christiane F. und Porno anders.
Ich häng an keiner nadel, ich drehe keine Privatpornos in schlecht
beleuchteten Pubs, bin nicht nymphoman und ein Versager, und
Cracksüchtig nebenbei auch nicht.
Vielleicht bewundert man ganz spezielle Antihelden. Klar, coole Sau,
die mit ihrem Dozenten pimpert, schamlos ihre Sexgeschichten
geschockten bekanntschaften erzählt, und in schmierigen Pubs Pornos
dreht... aber wer kann sich bitte damit identifizieren?
Diese Antihelden sind einfach zu typisiert. Da passt alles zusammen.
man bewundert sie, oder man findet sie abstoßend, jedenfalls sind sie
spezielle klischees, die, wie es bei klischees meistens der fall ist,
niemand ganz ausfüllen mag.
Beim Werther ist das anders.
Er ist zwar auch ein ganz spezieller Spinner, aber eben in so einer
allgemeinen Situation, in die sich ejder reinmverstezen kann. Ich
behaupte jeder träumt von Freiheit, von einem vagabundenleben, wenn man
so möchte. Jeder war warscheinlich mal verliebt, vielleicht auch mal
unglücklich. Nicht jeder würde sich umbringen, aber auch den
Fluchtgednaken an sich hatte wohl jeder mal, egal in welcher form die
Flucht gewesen wäre.
Scheinbar haben es tote Autoren noch drauf gehabt mit kleinen Metaphern viel in sich zu vereinen.
Andeutungen lassen nunmal mehr offen, als die knallharten Fakten. Und
diese Andeutungen sind es wohl, die ein Buch berührend machen.
Einträge "vor die Nase":
Dienstag, 28. März 2006
Freitag, 30. Dezember 2005
Bonjour Tristesse von Francoise Sagan
Ich geb's ja zu, zum selberlesen bin ich diesmal zu faul.
Die Hörbücher von der Brigitte haben es mir angetan. Und es ist wirklich zu schön, wenn man von einer angenehmen Stimme ein gutes Buch vorgelesen bekommt.
Denn gut ist dieses Buch zweifelsohne. Geschrieben aus der Sicht eines jungen Mädchens, das zusammen mit ihrem 40-jährigen Vater, und dessen ständig wechselnden Affären lebt.
Die Protagonistin scheint sich gut mit diesem Leben arrangiert zu haben. Sie genießt es sogar, nach den Jahren auf dem klosterinternat, so etwas wie eine kleine Femme fatale in Paris Nachtleben geworden zu sein, ohne ernsthaft in Verruf zu geraten.
Und mitten hinein in diese zweifelhafte Alltagsidylle platzt im Sommerurlaub an der Côte d'Azur Anne, eine bekannte Designerin, die sich in den kopf gesetzt hat das Herz des Vaters zu erobern.
Mit Erfolg.
Er verlässt seine 27-jährige Freundin für diese reife Frau, und beschließt sie zu heiraten.
Ceciles Weltbild gerät ins wanken. Sie ist hin- und hergerissen zwischen Faszination für die gebildete Pariser Welt in der Anne lebt, und Abscheu diesen konservativen Lebensverhältnissen gegenüber.
Sie fasst einen plan, hinter dem sie eigentlich nicht steht, und der tragische Folgen haben wird.
Ganz klarer Daumen nach oben für dieses Buch.
Und wenn Iris Berben es noch mit ihrer melodischen Stimme vorliest fühlt man sich wirklich zurückversetzt,. und fühlt sich wie ein kleines Kind, dem die Mutter eine gute Nacht Geschichte vorliest.
Die Hörbücher von der Brigitte haben es mir angetan. Und es ist wirklich zu schön, wenn man von einer angenehmen Stimme ein gutes Buch vorgelesen bekommt.
Denn gut ist dieses Buch zweifelsohne. Geschrieben aus der Sicht eines jungen Mädchens, das zusammen mit ihrem 40-jährigen Vater, und dessen ständig wechselnden Affären lebt.
Die Protagonistin scheint sich gut mit diesem Leben arrangiert zu haben. Sie genießt es sogar, nach den Jahren auf dem klosterinternat, so etwas wie eine kleine Femme fatale in Paris Nachtleben geworden zu sein, ohne ernsthaft in Verruf zu geraten.
Und mitten hinein in diese zweifelhafte Alltagsidylle platzt im Sommerurlaub an der Côte d'Azur Anne, eine bekannte Designerin, die sich in den kopf gesetzt hat das Herz des Vaters zu erobern.
Mit Erfolg.
Er verlässt seine 27-jährige Freundin für diese reife Frau, und beschließt sie zu heiraten.
Ceciles Weltbild gerät ins wanken. Sie ist hin- und hergerissen zwischen Faszination für die gebildete Pariser Welt in der Anne lebt, und Abscheu diesen konservativen Lebensverhältnissen gegenüber.
Sie fasst einen plan, hinter dem sie eigentlich nicht steht, und der tragische Folgen haben wird.
Ganz klarer Daumen nach oben für dieses Buch.
Und wenn Iris Berben es noch mit ihrer melodischen Stimme vorliest fühlt man sich wirklich zurückversetzt,. und fühlt sich wie ein kleines Kind, dem die Mutter eine gute Nacht Geschichte vorliest.
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