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Montag, 12. Juni 2006

Schnöde neue Welt

Wie stellt man sich Künstlerkreise vor?

Großartig. So hab ich sie mir zumindest früher immer vorgestellt. Und seitdem ich im Prager Künstlerviertel war wusste ich ganz genau wo ich dazugehören wollte.

Ich habe mir das très chic vorgestellt, solche Vernissagen, Lesungen und einfach weiterführende philosophische Gespräche über Gott und die Welt bei Jasmin-Tee und Keksen, die irgendwie nach Kümmel schmecken, aber hochkünstlerisch wirken.

 

Und jetzt? Jetzt hab ichs quasi geschafft.

Bewege mich zwischen hippen Kunststudenten, avantgardistischen Kurzfilmrgeisseuren und Popliteraten oder solchen, die es werden wollen.

Und was habe ich davon? Nichts.

Nagut, ich habe eine Menge über den Umgang mit Öl-Farbe gelernt und wirklich einige nette Bilder herausbekommen, aber ansonsten bleibt unterm Strich reine Enttäuschung stehen.

 

Dieser suizidale Lebensstil, den ich anfangs noch zu bewundern gepflegt habe wirkt lediglich lächerlich. Leute, die nur zugedröhnt Kreativität entfalten können, oder generell zugedröhnt sind kann ich nicht ernst nehmen.

Ich habe definitiv eine Menge interessanter Leute kennen gelernt in den letztern anderthalb Jahren, aber wirklich bodenständig war niemand von denen. Scheinbar haben alle in ihrer Traumwelt gelebt.

Und was bringt mir eine Traumwelt in der Tweed-Blazer und künstlerisches Auftreten und Aussehen mehr zählen als Debatten über Studiengebühren?

Sie sind scheinbar große Redner, diese Künstler, erzählen von großen revolutionären Ideen und anderen Pferden, und sitzen im Endeffekt weiterhin mit ihrem hippen, immer etwas runtergekommen wirkenden Tweed-Blazern in ihren hippen, immer etwas runtergekommenen Szene-Cafés im hippen, immer etwas heruntergekommenen Szene-Viertel rum, und dröhnen sich zu mit, je nach Genre, weißem Pulver oder aber grünem Zaubermittel.

 

Im Endeffekt verabscheue ich das oberflächliche rumgewackel dieser Leute ebenso sehr wie das der Leute, die ich auf den ersten Blick als oberflächlich erkenne.

Ob ich mit ihnen rede oder ob in Hamburg einer in die Elbe pisst. Danach bin ich so schlau wie vorher.

gebloggt von: Blumenhirn

Dienstag, 6. Juni 2006

grenzwertig ist noch geschmeichelt

... wenn man das Pfingstwochenende beschreiben möchte.

Es hat schon seltsam angefangen mit dem 18. Geburtstag der Tochter meines Schulleiters. Sie haben sich große Mühe gegeben, aber für gewöhnlich gehört kuscheltierangeln, topfschlagen, schokokusswerfen und verstecken spielen nicht so zum alltag ines 18. geburtstags.
außerdem haben wir feuer gespuckt. das fand ich dann wiederrum sehr originell, und spaßig.
Nach dem Geburtstag wollten wir in den King Kong Klub in Essen, und eigentlich wollte B. fahren, hätte auch alles gepasst. Im Laufer des Abends wurden aus 4 Tanzwütigen sechs, und ein Auto war zu klein.
Ich, blöd wie ich nunmal bin, war nüchtern und demnach die ideale Fahrerin.

Ich stand also um viertel nach 1 in der Nacht vorm Bett meiner Eltern und hab um den Autoschlüssel gebettelt.
Mit Erfolg. Die Fahrt ar allerdings nicht ganz so erfolgreich...
"Ey, wir müssen hier die nächste raus!"
"Wir können nicht raus, da ist ne Baustelle."
"Doch klar, das Auto vor dir blinkt doch"
... ich hab also auch geblinkt und wollte Lenken.... bis mir aufgefallen ist:
"Das Auto fährt durch die Hütchen aber..."
"Oh, dann gehört das wohl zur Baustelle..."

Wer denkt auch daran, dass um halb 2 in der Nacht an Baustellen gearbeitet wird...
Mitten in Essen an eienr AMpel wird auf einmal die hintere Tür aufgerissen und jemand springt ins Auto. M. und ich haben so feste geschrien vor Schreck. Es war aber nur K. der im anderen Auto rausgemobbt wurde ;)
In Essen angekommen hab ich dann erstmal die Einfahrt eines Parplatzes zugeparkt, weil ich den großen Parkplatz nicht gesehen hab... aber man hat ja aufmerksame, und lachende Beifahrer.

Der King Kong Klub an sich war sensationell. Wunderbare Musik, gutes Publikum.... allerdings hab ich noch nie so viel Geld für so wenig Cola bezahlt.

Morgens um viertel vor 8 waren wir zuhause. Zum Glück um 8 stand M. vor der Haustür um mich zum Lost&Found Lagerverkauf abzuholen.
IHr Bruder meinte das sei irgendwo im Sauerland, man fahre also knapp ne Stunde... Das Navigationsgerät hat uns bei Eingabe der Adresse eine 360 Kilometer lange Strecke ausgespuckt, und als wir hinter Hannover waren wurd auch dem letzten von uns 5 bewusst, dass M's Bruder sich wohl feste vertan hat mit den Städtenamen.
Dreieinhalb Stunden nach Abfahrt, irgendwo kurz vor Hamburgdurften wir dann feststellen, dass der Lagerverkauf nichts weiter als ein schlechter Witz war, und dass selbst die allerhässlichsten Klamotten nur in den utopischen Größen XS und XL vorhanden waren.
In dem Jungenraum (es war aufgeteilt auf 4 Normalgroße Wohnräume...) hab ich zumindest eine Hose für den Urlaub ergattern können, die zwar auch irgendwie zu groß ist, aber in der kleinsten Jungengröße passt.
Die Jacke, die ich mir geholt hab allerdings in ner großen Jungengröße (bei Jungenjacken rechnen sie einfach keinen Platz für die Brust ein, nich?), und Schuhe hab ich bekommen.

Frustriert sind wir danach nach Hannover gefahren um da weiter einzukaufen. Dank akutem Schlafmangel bion ich auf ner Bank eingeschlafen auf der ich auf die anderen, die in nem Laden waren warten wollte. Emne Oma mit Krücke hat an mir gerüttelt und gerufen "ey, mädchern, bisse besoffen?" ... abrtr klar, in Niedersachsen kennt man keine Bankschläfer.

Nachdem wir das Auto über eine Stzunde gesucht haben haben wir auch noch beim Ausparken ein anderes gerammt, dessen besitzer, ein ca. 35 jähriges Mamasöhnchen, das mit Papis Auto unterwes war, nicht angetan vom kratzer in der stoßstange war, der aber bei aller ehrlichkeit nicht von uns sein konnte. wir sind grade zurückgefahren und der kratzer ist an der seite und nichtmal an einer erhöhten steller.
Ich meinte nur zu dem guten Mann "wissen sie, der kratzer ist ihr kleinstes problem, ihr kofferraum war die ganze zeit auf... aber wir haben zwanzig minuten drauf aufgepasst"
wir sind also relativ unbeschadet abends zuhause angekommen.

so, hätte ich mehr zeit würd eich ausführlich vom wunderbaren jazzfestival in moers erzählen, aber morgen...
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gebloggt von: Blumenhirn

Mittwoch, 24. Mai 2006

zu wenig zeit....

um hier viel und ausführlich zu schreiben.
schade eigentlich.

naja letztes wochenende war klasse, ich habe interesse am besten freund meines ex-freundes.. mal sehn was für abenteuer oder unstimmigkeiten das noch allen beteiligten beschert... optimismus klingt anders.

in leverkusen war ich auch... es war das gemeinste unwetter, das ich jemals erleben durfte, und ich als fahranfänger bei hagel und einer sichtweite von .-.. naja gar keine sichtweite, auf der Autobahn.
Zum Glück bin ich auf der mittleren Spur gefahren... Auf der rechten lag ein Baum. Wie ich da reagiert hätte weiß ich nicht. Aber warscheinlic falsch mit tödlichem Ende.

Die Klausurphase ist vorbei, Zentralklausuren stinken zum Himmel, und noch 4 Wochen, dann sind Sommerferien.

Heute gibts für mich zuerst ein Zelt (fürs Festival), dann e vernünftzige Isomatte (für den UIrlaub), und ein zungenpiercing (fürs Ego).
gebloggt von: Blumenhirn

Freitag, 19. Mai 2006

ein aussichtsreiches wochenende

Ich liebe meine Wochenenden ja seit jeher.
Aber dieses scheint ganz besonders toll zu werden.
Heute Abend sehe ich den Film Sakrieg. Diese Tatsache an sich begeistert mich noch nicht so, vor allem weil das Buch unglaublich toll war und der Film nicht im entferntesten daran heranreichen wird. Aber die Person mit der ich den Film sehe ist nett. Es ist die Zettel-hinterlass-Person von ein paar Einträgen drunter.

Morgen fahre ich 120 kilometer mit dem auto nach leverkusen, weil zwei freunde da was kaufen müssen kurz. sie bezahlen mir das spritgeld und lassen mich fahren weil mir das so kurz nach dem führerschein noch spaß macht.
Ich würde nicht zu mir ins Auto steigen... da sieht man mal wie sehr die beiden mir vertrauen ;) Sogar ihr Leben vertrauen sie mir an.
Selber Schuld.

Morgen Abend gehts dann in den Hof. da sehe ich meinen Lieblingsexfreund wieder. Wir verstehen uns ja ganz gut.

Samstag ist Selbstmord? Wer zum Teufel sind Tocotronic?
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Current mood: Glücklich
gebloggt von: Blumenhirn

Donnerstag, 18. Mai 2006

Jungs, Hormone, und andere Dinge die meine Welt nicht braucht

Ob es an den stetig steigenden Temperaturen, dne kürzer werdenen Röcken oder dem bietsigen gelben Pollenstaub in der Luft liegt weiß ich nicht.
Fakt ist aber man will sex.
nicht von mir, das wäre ja noch schöner.
aber im allgemeinen da scheinbar schon. und weil Man(n) scheinbar viel Sex nicht mit Ehgrloichkeit in Verbinbdung bringen kann werden kleine Mädchenherzen gebrochen wohin das Auge sieht.

Ich betreibe grade Langzeitstudien an zweien meienr Ex-Freunde. Und beide haben nichts anderes im Sinn als ihre Gene unter das Volk zu bringen. Naja, eher ihre Spermien, in der Hoffnung, dass sie möglichst schnell danach abgetötet werden.

Sie unterscheiden sich im großen unbd ganzen in nur zwei Punkten.

Der eine weiß, dass er das will, und zieht es vor den Mädchen zu sagen "so, ich möchte eigentlich nur mit dir schlafen, bitte verlieb dich doch nicht in mich", und der andere denkt seine absicht sei klar, und müsse nicht weiter erwähnt werden.

Wer von beiden der cleverere ist liegt auf der Hand. Letzterer nämlich. Er kriegt mit minimalem Aufwand ne menge sex. Der andere logischerweise weniger. Brutale Ehrlichkeit kommt eben nicht immer an.

Trotzdem, und ich denke das liegt vort allem am Alter, fährt der Ehrliche besser.
Während er dann eben nur alle zwei, drei Wochen die Gelegenheit hat seine Gene zu verstreuen, hat der andere mehrmals in der Woche Gelegenheit dazu. Einschließlich hysterischer Anrufe von Mädchen, die an die Große Liebe mit ihm geglaubt haben, und ihm wütend hinterhertelefonieren. Drohungen von den Brüdern und Freunden dieser Mädchen, und einem schlechten Ruf, der zwar an sich nicht wichtig, allerdings auch nicht ganz ungefährlich ist.


Der zweite Punkt ist die eigene Akzeptanz des Handelns. Während ex-freund nummer eins weiß, was seine Ziele sind, schiebt ex-freund nummer zwei sein verhalten auf die drogen.
Das ist natürlich eine gute Ausrede hinkt aber in einem ganz entscheidenen Punkt.
Drogen verändern nihct das Unterbewusstsein, sondern verschieben lediglich die Barriere zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein.
Wäre sein Glaube an Monogamie und seine Abneigung gegen Promiskuität wirklich so fest in ihm verankert, würden Gegenteilige Triebe auch nicht unter Drogeneinfluss zum Vorschein kommen.
Vielleicht unter dem Einfluss halluzinogener Drogen, aber sicher nicht unter dem Einfluss von Kokain und Marihuana.
Einzige Erklärung ist also, dass der besagte Herr unterbewusst schnell wechselnden Geschlechtspartnern gar nicht mal abgeneigt ist. Genausowenig dem Fleischessen, was er unter dem Einfluss diverser Stoffe in höchsten Tönen lobt, wohingegen er das unter normalen Umständen verteufelt.

wie dem auch sei. Beide Sorten von Jungen bringen mich regelmäßig zur weißglut.
Ersterer wegen dieser arrogantenh Direktheit und letzterer wegen dieser, achtung Trendwort, hinterfotzigkeit.
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gebloggt von: Blumenhirn