Einträge "Juni 2006":
Donnerstag, 15. Juni 2006
WM-Party
Montag, 12. Juni 2006
Schnöde neue Welt
Wie stellt man sich Künstlerkreise vor?
Großartig. So hab ich sie mir zumindest früher immer vorgestellt. Und seitdem ich im Prager Künstlerviertel war wusste ich ganz genau wo ich dazugehören wollte.
Ich habe mir das très chic vorgestellt, solche Vernissagen, Lesungen und einfach weiterführende philosophische Gespräche über Gott und die Welt bei Jasmin-Tee und Keksen, die irgendwie nach Kümmel schmecken, aber hochkünstlerisch wirken.
Und jetzt? Jetzt hab ichs quasi geschafft.
Bewege mich zwischen hippen Kunststudenten, avantgardistischen Kurzfilmrgeisseuren und Popliteraten oder solchen, die es werden wollen.
Und was habe ich davon? Nichts.
Nagut, ich habe eine Menge über den Umgang mit Öl-Farbe gelernt und wirklich einige nette Bilder herausbekommen, aber ansonsten bleibt unterm Strich reine Enttäuschung stehen.
Dieser suizidale Lebensstil, den ich anfangs noch zu bewundern gepflegt habe wirkt lediglich lächerlich. Leute, die nur zugedröhnt Kreativität entfalten können, oder generell zugedröhnt sind kann ich nicht ernst nehmen.
Ich habe definitiv eine Menge interessanter Leute kennen gelernt in den letztern anderthalb Jahren, aber wirklich bodenständig war niemand von denen. Scheinbar haben alle in ihrer Traumwelt gelebt.
Und was bringt mir eine Traumwelt in der Tweed-Blazer und künstlerisches Auftreten und Aussehen mehr zählen als Debatten über Studiengebühren?
Sie sind scheinbar große Redner, diese Künstler, erzählen von großen revolutionären Ideen und anderen Pferden, und sitzen im Endeffekt weiterhin mit ihrem hippen, immer etwas runtergekommen wirkenden Tweed-Blazern in ihren hippen, immer etwas runtergekommenen Szene-Cafés im hippen, immer etwas heruntergekommenen Szene-Viertel rum, und dröhnen sich zu mit, je nach Genre, weißem Pulver oder aber grünem Zaubermittel.
Im Endeffekt verabscheue ich das oberflächliche rumgewackel dieser Leute ebenso sehr wie das der Leute, die ich auf den ersten Blick als oberflächlich erkenne.
Ob ich mit ihnen rede oder ob in Hamburg einer in die Elbe pisst. Danach bin ich so schlau wie vorher.
Donnerstag, 8. Juni 2006
you are truning into something I detest...
Zwar ist die Thematik grundverschieden, aber die tatsache an sich bleibt.
Mein ex-Freund überweist das Geld für die Flüge nicht. Er Sei sich nicht sicher "was das richtige wäre" (3 Wochen vorm Abfluigtermin)... Das richtige wäre mir das Geld zu überweisen, dass er mir seit einem guten halben jahr schuldet.
Die Fluggesellschaften haben das schleißlich schon vor Monaten von meinem Konto abgebucht.
Die Frage was ich mich denn so aufregte konnte er sich nichtmal verkneifen. Warum reg ich mich wohl auf? Weil er ein unzuverlässiger, arroganter Idiot ist.
Ich seh das schon kommen. Er zahlt nix, sagt die Flüge ab, ist fein raus und ich bleib auf den Kosten sitzen.
Ich hasse ihn. Ich spreche wirklich selten von Gefühlen wie Hass.
Aber das wa sich fühle wenn ich momentan an ihn denke geht über die obligatorischen Magenschmerzen hinaus, die ich in den letzten drei Monaten nach jedem Telefonat mit ihm hatte. Ich bin wütend, und ich verabscheue seine arrogante Art.
Aber ich werde mich nicht weiter aufregen.
Ich habe ein Altrernativprogramm für die 15 tage gefunden. Immerhin finden in den Tagen mehrere Festivals statt, die ich besuchen kann, und meine Freunde wollen auf der Enteninsel zelten. Ich kann also sowohl Zelt als auch Rucksack, Schlafsack und Isomatte verwerten.
Und das Geld für die Flüge... naja ich sehs als schlechte Erfahrung an aus der man lernt und weiser wird.
... so viel Ärer um nichts. Und er war nichtmal gut im Bett.
Current mood:
WütendDienstag, 6. Juni 2006
grenzwertig ist noch geschmeichelt
Es hat schon seltsam angefangen mit dem 18. Geburtstag der Tochter meines Schulleiters. Sie haben sich große Mühe gegeben, aber für gewöhnlich gehört kuscheltierangeln, topfschlagen, schokokusswerfen und verstecken spielen nicht so zum alltag ines 18. geburtstags.
außerdem haben wir feuer gespuckt. das fand ich dann wiederrum sehr originell, und spaßig.
Nach dem Geburtstag wollten wir in den King Kong Klub in Essen, und eigentlich wollte B. fahren, hätte auch alles gepasst. Im Laufer des Abends wurden aus 4 Tanzwütigen sechs, und ein Auto war zu klein.
Ich, blöd wie ich nunmal bin, war nüchtern und demnach die ideale Fahrerin.
Ich stand also um viertel nach 1 in der Nacht vorm Bett meiner Eltern und hab um den Autoschlüssel gebettelt.
Mit Erfolg. Die Fahrt ar allerdings nicht ganz so erfolgreich...
"Ey, wir müssen hier die nächste raus!"
"Wir können nicht raus, da ist ne Baustelle."
"Doch klar, das Auto vor dir blinkt doch"
... ich hab also auch geblinkt und wollte Lenken.... bis mir aufgefallen ist:
"Das Auto fährt durch die Hütchen aber..."
"Oh, dann gehört das wohl zur Baustelle..."
Wer denkt auch daran, dass um halb 2 in der Nacht an Baustellen gearbeitet wird...
Mitten in Essen an eienr AMpel wird auf einmal die hintere Tür aufgerissen und jemand springt ins Auto. M. und ich haben so feste geschrien vor Schreck. Es war aber nur K. der im anderen Auto rausgemobbt wurde ;)
In Essen angekommen hab ich dann erstmal die Einfahrt eines Parplatzes zugeparkt, weil ich den großen Parkplatz nicht gesehen hab... aber man hat ja aufmerksame, und lachende Beifahrer.
Der King Kong Klub an sich war sensationell. Wunderbare Musik, gutes Publikum.... allerdings hab ich noch nie so viel Geld für so wenig Cola bezahlt.
IHr Bruder meinte das sei irgendwo im Sauerland, man fahre also knapp ne Stunde... Das Navigationsgerät hat uns bei Eingabe der Adresse eine 360 Kilometer lange Strecke ausgespuckt, und als wir hinter Hannover waren wurd auch dem letzten von uns 5 bewusst, dass M's Bruder sich wohl feste vertan hat mit den Städtenamen.
Dreieinhalb Stunden nach Abfahrt, irgendwo kurz vor Hamburgdurften wir dann feststellen, dass der Lagerverkauf nichts weiter als ein schlechter Witz war, und dass selbst die allerhässlichsten Klamotten nur in den utopischen Größen XS und XL vorhanden waren.
In dem Jungenraum (es war aufgeteilt auf 4 Normalgroße Wohnräume...) hab ich zumindest eine Hose für den Urlaub ergattern können, die zwar auch irgendwie zu groß ist, aber in der kleinsten Jungengröße passt.
Die Jacke, die ich mir geholt hab allerdings in ner großen Jungengröße (bei Jungenjacken rechnen sie einfach keinen Platz für die Brust ein, nich?), und Schuhe hab ich bekommen.
Frustriert sind wir danach nach Hannover gefahren um da weiter einzukaufen. Dank akutem Schlafmangel bion ich auf ner Bank eingeschlafen auf der ich auf die anderen, die in nem Laden waren warten wollte. Emne Oma mit Krücke hat an mir gerüttelt und gerufen "ey, mädchern, bisse besoffen?" ... abrtr klar, in Niedersachsen kennt man keine Bankschläfer.
Nachdem wir das Auto über eine Stzunde gesucht haben haben wir auch noch beim Ausparken ein anderes gerammt, dessen besitzer, ein ca. 35 jähriges Mamasöhnchen, das mit Papis Auto unterwes war, nicht angetan vom kratzer in der stoßstange war, der aber bei aller ehrlichkeit nicht von uns sein konnte. wir sind grade zurückgefahren und der kratzer ist an der seite und nichtmal an einer erhöhten steller.
Ich meinte nur zu dem guten Mann "wissen sie, der kratzer ist ihr kleinstes problem, ihr kofferraum war die ganze zeit auf... aber wir haben zwanzig minuten drauf aufgepasst"
wir sind also relativ unbeschadet abends zuhause angekommen.
so, hätte ich mehr zeit würd eich ausführlich vom wunderbaren jazzfestival in moers erzählen, aber morgen...
)