Einträge "März 2006":
Freitag, 31. März 2006
antriebslos
man kann gar nicht so wenig lust auf etwas haben, wie ich momentan auf den urlaub habe.
ich meine, die thematik finde ich noch immer klasse, aber mit meinem ex-freund... das gibt nix. sollten wir uns nochmal zusammenraufen, rein freundschaftlich, wird es sicher da zum eklat kommen. und das wäre fürhcterlich, alleine wiel ich völlig aufgeschmissen wär ein der pampa und er spanisch spricht.
ich würde den urlaub lieber mit püppi machen, wir haben überall zusammen spaß. egal ob in prag, oder in düsseldorf, oder in ihrem heimatkaff an der nordsee. wir hätten siche rauch beim pilgern spaß. nur ob das dann noch so meditativ wäre... ich wieß nicht. eigentlich wärs ja gut, wenn wir beim pilgern nicht so viel miteinander reden würden.
Currently playing: The Moldy Peaches - Who's got the crack
ich weiß wirklich nicht was er will
ich könnte mich aufregen, wenn ich den blog-eintrag meines ex-freundes lese.
Er hat also den Eindruck, als mache ich mir selber etwas vor, wenn ich
sage, dass ich enttäuscht von seinem Verhalten bin, ihn nichtmehr
wiedererkenne, und mich scheinbar völlig verschätzt hätte was seinen
charakter angeht.
wie arrogant muss er denn bitte sein, um anzunehmen, dass das ja gar
nicht infrage käme, dass ich ihn wirklich nicht mehr so mag wie früher?
Un dich widerspräche mir selber, weil ich Angst (wovor?) hätte, und mich schämen (wofür) würde.
Er sagtd es weiteren, dass ich beeinflussbar sei, weil emine Freunde
ihn für einen bekloppten Freak halten, und ich angeblich einen freund
wünsche, den ich arrogant als mein Anhängsel präsentieren könne.
Schon klar.
Meinen ersten richtigen Freund fanden meine Freunde auch höchst suspekt
(außer Nathy, die findet ihn nach wie vor geil), und wir waren
schließlich lang genug glücklich. Ist also fast logisch was der Herr da
von sich gibt.
Und ich verhielte mich merkwürdig.
Haha, ja da shat er mir auch shcon am Telefon gesagt.
Wenn ich folgende Situation schildern darf:
Ich wollte nicht, dass er zu meinem geburtstag kommt. Weil, ich habe
mit ihn auf Partys einfach keinen Spaß. Ich kann mit ihm reden, und in
museen gehen, aber in erster Linie alleine. Weil: er spricht eifnach
nicht wenn mehr Leute dabei sind. Noch extremer wirds, wenn er die
Leute nicht kennt. Er sitzt rum, guckt grenzdebil durch die Gegend, und
wenn man ihn anspricht, so wie Eddy das letztes mal gemacht hat, dann gibt er pampige Antworten, als hielte er sich für was besseres und stände über dem ganzen.
Sprich: Ich hab beim feiern ohne ihn eifnach viel mehr spaß. Und da ich
an meinem geburtstag spaß haben will soll er eben nicht kommen. wären
wir noch zusammen wäre das kein problem. dann würd eich mich eben damit
arrangieren,d ass ich mich in erster linie um ihn kümmern müsste, aber
so besteht da gar keine notwendigkeit. und für die anderen gäste ists
ja auch nicht grade toll, wenn da ne miesepetrige spassbremse in ner
ecke sitzt. Ich möchte nunmal den größtmöglichen spaß haben, und den
lass ich mir durch ihn nicht vermiesen. ich lad ja auch nicht die
größten chaoten ein, die mir den garten auseinander nehmen, weil ich
mit denen auch keinen spaß hätte.
Desweiteren möchte ich nicht mit zu geburtstagen seiner freunde. wieso
auch? seine freunde interessieren mich nicht, ich will sie gar nicht
kennen lernen, und jetzt gibt es auch keine notwendigkeit mehr sie
kennen lernen zu müssen. wobei einen, ich bin mir sicher du liest mit,
den würde ich schon gern kennen lernen. freaks find ich immer ne halbe
stunde lang faszinierend, bevor ich sie auslachen muss. wir sind
schließlich nichtmehr zusammen, wieso sollte ich jetzt noch Interesse
an seinen freunden heucheln?
das ist also mein seltsames verhalten, das ich mit sich widersprechenden argumenten belöegt würde. aha.
Am hübschesten find eich, dass ich scheinbar jetzt wahrheiten zu
einstigen lügen offenbare. Klar, wenn er sagt unsere beziehung sei in
allen bereichen super gewesen, und ich sag das war nicht so, dann muss
ich ja zwangsläufig sagen was eben nicht so klasse war.
und dass man nicht in ner beziehung hingeht und sagt,:
"hey du, übrigens, du bist völlig abgehoben und realitätsfremd,
du laberst und laberst und laberst und tust nix, du kannst nicht
küssen, du bist schlecht im bett, und hör verdammt nochmal auf in der
u-bahn rumzutanzen" ist doch wohl klar, oder?
seine antwort darauf war, dass er dachte ich sei ein wenig
abenteuerlustiger und künstlerischer, und würde nicht so sehr dem
klischee entsprechen.
aber er sieht ja auch in seinen drogeneskapaden kunst, und denkt seine
u-bahntänze wären schauspielerisch total wertvoll, und ich hätte ja
auch drüber gelacht. ja, ich habe ihn ausgelacht, zusammen mit zwei
anderen mädchen, die mir noch herzliches beileid zu so nem freak
gewünscht haben.
von daher bin ich gerne das personifizierte klischee.
Vor allem kritisiert er, dass ich ihm diese lügen aufgetischt habe, und das nichtmal bereue.
ich finde, es gehört zum anstand dem freund nicht um die ohren zu hauen
wie mies er im bett ist, und dass er völlig neben der realität lebt.
sowas muss man nicht sagen, das wäre gemein. ich fidne da ist
beschönigen erlaubt.
ich will ja auch nicht, dass er mir sagt "boah siehst du heute scheiße
aus." das kann er mal schön für sich behalten, interessiert mich doch
gar nicht. und es gehört eifnach zur höflichkeit sowas für sich zu
behalten.
Ach er unterstellt mir auch noch ein psychatrisches Problem... ne
gespaltene Persönlichkeit oder sonstwas. Aber da shat er sicher von
seinem Freund, der das hier sicher grade liest, kleiner, niedlicher
stalker, und ihm brühwarm von diesem eintrag erzählen wird. dieser
kleine freund hat ihm auch nahe gelegt, dass ich ne
persönlichkeitsstörung hätte, und vor einiger zeit meinte er auch shcon
ich hätte ein problem mit menschen. insbesondere mit denen männlicher
art.
schön, dass ich noch nie ein wort mit ihm gewechselt habe, aber er scheint mich ja zu kennen.
Und ich spiele eine Rolle. und alles was nicht in mein Rollenklischee passt zertrampel ich fies.
Aha. Am Telefon hat er zu diesem Ausspruch übrigens zum wiederholten
mal sein Beispiel angebracht, dass im großen Stil halluzinogene Drogen
zu konsumieren Kunst sei.
ich lass das jetzt mal unkommentiert hier stehen....
und wenn es doch alles so scheiße war, und ich ihn ja scheinbar so
fundamental angelogen habe, wieso kommt er dann immer, und immer und
immer wieder an und sagt, dass wir es doch nicht ausschließen sollten,
dass das nochmal was mit uns gäbe, und dass er ja gar nicht wisse wieso
wir schluss gemacht hätten, weil eigentlich hätte es ja gar kein
wirkliches problem gegeben. und wieso muss er bei jedme telefonat immer
wieder die beziehung diskutieren, die keine mehr ist, wenn er bei jedem
telefonat sagt, dass es das letzte mal war?
ich will gar nicht mehr versuchen ihn zu verstehen. Ich will nur noch
den blöden Sommerurlaub mit ihm durchziehen, und wenn nicht ist auch
nicht schlimm, dann kommt eben Püppi mit, und dann bin ich, sollte sich
sein Verhalten nicht ändern, fertig mit ihm.
Currently playing: Go Betty Go - Saturday
Current mood:

Ärgerlich
Donnerstag, 30. März 2006
Theorieprüfung
... erfolgreich bestanden :)
Gleich gehts zum theaterstück vom literaturkurs. getränke aus´schenken und abendkasse und beim schminken helfen
Mittwoch, 29. März 2006
gefühle
touch me
tease me
kill me
thrill me
hate me
rape me
hug me
kiss me
hit me
admit me
bore me
adore me
seduce me
abuse me
... but love me
Currently playing: franz ferdinand - take me out
Current mood:

Gelangweilt
Mittwoch, 29. März 2006
aus den kulissen heraustreten...
... das Leben spüren.
Ich hatte meinen letzten Gedanken über die Kulisse des Lebens mit der
Frage beendet, wann es wohl so weit sein würde, dass ich selbst zu
einem lächerlichen teil meiner eigenen Kulisse werde.
würde ich das eigentlich merken? bin ich vielleicht schon lange teil meienr kulisse?
Ich beginne an meinem Leben zu zweifeln. Nicht groß, es läuft
schließlich, und streng genommen läuft es gar nicht mal schlecht.
Sollte ich also wirklich teil meienr Kulisse sein, wäre das zwar
niederschmetternd aber gar nicht so tragisch. Es läuft ja trotzdem.
Déscartes hat mal gesagt: "Wohlan denn, wir träumen."
Coole Sau, der Herr Déscartes. Es scheint ihm nichts daran zu liegen
zwnagshaft die Illusion des Wirklichen aufrehct erhalten zu wollen.
"Jut, dann Träumen wir eben, sind nichtmal bei vollen bewusstsein,
haben noch gar nicht wirklich gehandelt... nur geträumt. Der Tisch ist
kein Tisch, ich hämmere auch nicht auf meine tastatur ein, ich träume
das alles nur."
Schopenhauer war ähnlicher Meinung, aber das tut nichts groß zu Sache.
Denn, dass ich hier tatsächlich auf eine Tastatur einhämmer ekann ich
zwar schlecht beweisen, aber da bin ich mir trotzdem recht sicher.
Ich behaupte meine Umwelt steht. Aber wie siehts mit meinem Inneren aus? Bilde ich mir das ein?
Lebe ich aktiv? So wie ich mir aktives Leben vorstelle, oder bin ich
wie ein Kulissenmensch, der nur lächelt und beim reden auf Autopilot
schaltet, wie so viele andere in meinem umfeld?
Ein Freund von mir schneidet sich die Arme auf. Ich finde das
fürchterlich, und ich habe Angst um ihn. Und nachvollziehen kann ich
sowas auch nicht.
Aber er versucht mich zu beruhigen. Er sagt, er mache das nicht weil er
sich umbringen wolle, dann könne er einfach tiefer schneiden, er mache
das um zu spüren, dass er lebendig, wahrhaftig ist.
(hier würde ihm wohl ein ordentlicher Orgasmus auch weiter helfen, aber
ich fand es unangebracht ihm den Vorschlag zu unterbreiten...)
Wenn er das Blut sieht, werde ihm bewusst, dass er keine graue, halb
durchsichtige Figur ist, sondern echt, aus Fleisch und Blut, mit echten
Gefühlen.
Und das kann ich irgendwo nachvollziehen.
In letzter Zeit passiert es mir öfter, dass ich Zeitsrpünge in meienr
Wahrnehmung habe. Blackouts vielleicht. Ich stehe an der
Bahnhaltestelle, alleine. Auf einmal sehe ich die Bahn kommen, die noch
10 Minuten gebraucht hätte, und es steht ne Menge Leute um mich
drumrum, und ich kann nicht sagen wie die da hin gekommen sind.
Oder ich sitze da, und auf einmal sagt die Lautsprecherstimme "Nächste
Haltestelle: Kirchplatz" und ich denke mir, moment, ich bin doch grade
erst eingestiegen.
Ich habe auch nicht gefühlt, dass ich durch die Gegen dgelaufen bin.
Kein Widerstand in der Luft. Keine stechende Kälte, keine unerträgliche
Hitze... Einfach Neutralität.
Das fand, bzw. finde ich eienrseits ganz schön, weil diese Neutralität
kein gefühl der Leere hinterlässt, wie dieser Freund von mir das fühlt,
sondern einfach ein Gefühl von gleichgültigkeit.
Ich bin der teilnahmslose Teilnehmer an meinem eigenen Alltag.
Andererseits bringt mich das natürlich auch zum Nachdenken.
Wie kann es sein, dass ich mein Leben nicht mehr so spüre, wie ich es spüren sollte oder eifnach nur will?
Kann da swirklich ein großer Traum sein? Bin ich Kulisse? Kann ich überhaupt Kulisse sein?
Nein. Kann ich nicht.
Und hier hilft mir wieder der Onkel Déscartes, der mir sagt "Ich denke,
also bin ich." Oder anders: "Durch das zweifeln meienr selbst,
bestätige ich meine eigene Identität."
Ist logisch. Schon im ersten Satz dieses Textes bestätige ich doch,
dass ich keine Kulisse sein kann. "...dass ich selbst zu einem
lächerlichen Teil meienr eigenen Kulisse werde"
"zu einem Teil meiner eigenen Kulisse"
"Teil meiner eigenen Kulisse"
Ich schaffe diese Kulisse, das heißt, ich erkenne sie. Auch wenn ich
nicht aktiv in sie eingreifen kann, und damit leben muss, dass auf
einmal Menschen, die mir nahe stehen im Sog der Kulisse verschwinden,
oder andererseits vielleicht auch mal jemand aus der Kulisse heraus
tritt und wahrhaftig wird.
Aber der Schöpfer kann doch nicht Opfer seiner eigenen Kreation werden.
Ich denke.
Also bin ich.
Ich schaffe.
Also bin ich.
Ich reflektiere.
Also muss ich sein.
Currently playing: Franz Ferdinand - love and destroy
Current mood:

Skeptisch
zwiespältig
ist das verhältnis meines ex-freunde sund mir.
einerseits wollen wir freunde bleiben. andererseits schließt unser verhalten das aus. einerseits wollen wir uns so verhalten wie vor der beziehung, als wir nur freudne waren, andererseits schlagen da einige sachen quer.
das ist zum einen seine, schon immer völlig unbegründete, aber mitlerweile auch komplett unberechtigte eifersucht. Und zum anderen die Tatsache, dass ich jetzt keine Notwendigkeit mehr darin sehe mich groß mit seinen Freunden gut zu stellen, oder sie kennen zu lernen, oder mit ihnen zu reden, oder zu irgendwelchen schlechten partys mitzukommen. so wie er dnekt er könne tatsäöchlich mit zu püppisb geburtstag 4 tage an die nordsee kommen... bullshit! er hätte als meine begleitung mitgedurft, nicht mehr und nicht wneiger. und das war shcon nett von püppi, sie findet ihn schließlich äußerst grenzwertig.
aber: wir müssen in den urlaub zusammen. und wir haben gesagt wir telefonieren oft, und reden, und sind nett zu einander. dabei wüprd eich ihn momentan am liebsten erstmal für ein paar monate streichen. völlig raus löschen.
B. sagt ich bräuchte mal jemanden der mir diese ganzen gedanken aus dem gehirn fickt. Sie sagt, sie kümmert sich da um jemanden. Ich bin gespannt.
Currently playing: Art Brut - Stand Down
Current mood:

Ärgerlich
Dienstag, 28. März 2006
Warum berühren manche Bühcer, und warum andere nicht?
Liegt es an der Thematik, am Autor, am Stil?
Warum berührt mich der Werther, während Christiane F. mich völlig kalt lässt?
Werther ist uralt, Goethe war ein Macho und zudem halt eich generrell
nichts von Exzentrischen Spinnern, die sich tagelang an Mückchen und
Bienchen erfreuen können um sich im Endeffekt wegen einer lapalie
umzubringen.
Aber nun gut.
Christiane F. dagegen sollte mich mehr berühren. Zichhundert Drogentote
Kinde rund Jugendliche jedes jahr, ich möchte später eventuell mal in
eienr Suchtberatungsstelle oder an Schulen Präventionsarbeit leisten,
und trotzdem find eich das Buch nicht im geringtsen berührend.
Ähnlich ist es mit Porno, von irvine Welsh. Ich finde den
Trainspottingnachfolger unglaublich gut geschrieben. Trivialliteratur
eben die unterhält. Lustig, firsch, vulgär, anders. Aber in keiner
Weise berührend. ich kann mich nichtmal über den Protagonisten
aufregen, wie ich es bei Werther kann, entwickle sogar eine gewisse
antihelden-sympathie für die weibliche protagonistin... aber berührung
null.
Obwohl Goethe einen so speziellen Spinner beschrieben hat kann sich
wohl jeder mit ihm mal identifizieren. Eckermann schreibt sogar: "Es
müsste schlimm sein, wenn nicht jeder einmal in seinem Leben eine
Epoche haben sollte, wo ihm der Werther käme, als wär er bloß für ihn
geschrieben"
Und ich denke da skann hinkommen. ja, vermutlich hat jeder ab und an mal so eine Phase.
Das ist bei Christiane F. und Porno anders.
Ich häng an keiner nadel, ich drehe keine Privatpornos in schlecht
beleuchteten Pubs, bin nicht nymphoman und ein Versager, und
Cracksüchtig nebenbei auch nicht.
Vielleicht bewundert man ganz spezielle Antihelden. Klar, coole Sau,
die mit ihrem Dozenten pimpert, schamlos ihre Sexgeschichten
geschockten bekanntschaften erzählt, und in schmierigen Pubs Pornos
dreht... aber wer kann sich bitte damit identifizieren?
Diese Antihelden sind einfach zu typisiert. Da passt alles zusammen.
man bewundert sie, oder man findet sie abstoßend, jedenfalls sind sie
spezielle klischees, die, wie es bei klischees meistens der fall ist,
niemand ganz ausfüllen mag.
Beim Werther ist das anders.
Er ist zwar auch ein ganz spezieller Spinner, aber eben in so einer
allgemeinen Situation, in die sich ejder reinmverstezen kann. Ich
behaupte jeder träumt von Freiheit, von einem vagabundenleben, wenn man
so möchte. Jeder war warscheinlich mal verliebt, vielleicht auch mal
unglücklich. Nicht jeder würde sich umbringen, aber auch den
Fluchtgednaken an sich hatte wohl jeder mal, egal in welcher form die
Flucht gewesen wäre.
Scheinbar haben es tote Autoren noch drauf gehabt mit kleinen Metaphern viel in sich zu vereinen.
Andeutungen lassen nunmal mehr offen, als die knallharten Fakten. Und
diese Andeutungen sind es wohl, die ein Buch berührend machen.
Currently playing: Pascow - Paris fällt
Sonntag, 26. März 2006
Es ist fürchterlich...
... auf die hingerotzte Frage "und, hasse nen Freund?" "nein" antworten zu müssen.
Nicht wegen der tatsache an sich, sondern vielmehr weil man daraufhin
(scheinbar verbreiten sich solche nachrichten recht schnell) einfach
nur für williges Freiwild gehalten wird.
Fleischbeschauung liegt mir nicht sonderlich, und ich kann gut und
gerne drauf verzichten von irgendwelchen mitte-20-jährigen noitgeilen
typen mit torschlusspanik angegraben zu werden.
vielleicht sollte ich eifnach mal in anderen läden feiern gehen, wenn
ich shconmal in düsseldorf bin und mich nicht von püppi in die übelsten
asi-schuppen schleppen lassen.
Hab gehört in Düsseldorf solls auch ein stone geben... oder
irgendwelche anderen läden in denen die musik gut, und die leute nicht
völlig daneben sind.
Samstag, 25. März 2006
der morgen danach
Ich kann mich, glücklicherweise, recht schnell mit neuen Situation arrangieren.
Es ist vorbei, okay. ich hab geschätzte 7 Liter Tränen geflennt, aber jetzt muss auch gut sein.
Mein Vertrauen ist verflogen, eben so meine Zuneigung. Und hätten wir
uns zusammengerauft, wäre bald auch meine Sympathie für ihn weg
gewesen.
Aber soweit kommts nicht. Wir halten Abstand, wir sehen uns vorerts
nichtmehr. Wir können telefonieren, wenn uns danach ist, aber wir reden
nicht über unsere Beziehung die keine mehr ist.
Wir machen den Sommerurlaub zusammen. Und sollte ihm dann doch
kurzfristig einfallen, dass er das nicht mit mir machen möchte hat
Püppi, süß wie sie ist, gesagtd ass sie statt ihm mitkommen möchte.
Das ist wirklich ein Opfer. Sie ist die Unsportlichkeit in Person,
hasst laufen mehr als alles andere und möchte trotzdem mit mir eine
Pilgerreise machen und knapp 300 kilometer mit mir durch die Pampa
laufen. Das rechne ich ihr hoch an.
Und so sehr sich mein herz auch beim Gedanken an ihn zusammenkrampft,
wenn ich dann an Freunde wie Püppi eine ist denke, dann geht mir mein
Herz wieder auf, und es geht besser.
Currently playing: Oasis - Champagne Supernova
Samstag, 25. März 2006
diese sorte Mensch, und jene
Es gibt Menschen, die scheinen Spaß am analysieren zu haben... Gutes Recht.
Es gibt Menschen, die haben Spaß am Leben anderer teilzuhaben. Millionenauflagen der Bildzeitung bestätigen das täglich.
Und es gibt Menschen, die dringen so pedantisch in das Leben und die Beziehungen anderer ein, diskutieren und analysieren sie ungefragt, dass sie diese beeinflussen und gegebenenfalls zerstören.
Da werden Halbwahrheiten zu unumstößlichen Tatsachen deklariert, Vermutungen mir irgendwelchen scheinheiligen Beweisen belegt... und im Endeffekt stellt sich dann doch das riesen große Missverständnis heraus, das es ohne diese Person nie gegeben hätte.
Leider zu spät. Danke, der Herr.
Und ich bin mir sicher, dass du da sliest. Im Eindringen in Privatsphäre und im stalken bist du ja besonders gut... Das kennt man ja scheinbar noch von früheren Board-Zeiten, hab ich mir sagen lassen.
Currently playing: Tocotronic - Samstag ist Selbstmord
Mittwoch, 22. März 2006
wahn
er steiegrt sich rein in seinen wahn. er denkt ich betrüg ihn, und ich belüg ihn, nur weil er einen albtraum hatte? wieso zum henker spricht er seinen träumen hellseherische fähigkeiten zu?
ja, ich könnte ihn belügen. ja, ich könnte ihn betrügen. beides problemlos möglich. ich könnte mit ihm telefonieren, sagen "och ich lerne" und neben mir säße ein junge, und wir würden uns bepissen vor lachen nachdem ich aufgelegt habe... aber so läuft es nunmal nicht.
und wenn er zu eifersüchtig ist das zu verstehen ist er vielleicht einfach nicht geeignet für eine beziehung. so viel vertrauen sollte man doch wohl erwarten können.
Currently playing: Sugarplum Fairy - Sweet Jackie
Montag, 20. März 2006
Von Kulissen, Schaufensterpuppen und bürgerlichem Trauerspiel
Gestern war ein Schlüsseltag. Ich habe endlich das begriffen, was mir seit Monaten, oder vielleicht Jahren im Kopf herumschwebt, wa sich nur nie wirklich benennen oder verstehen konnte.
Dabei war gestern ein ganz normaler Tag. Vielleicht ein wenig zu normal, aber trotzdem ein Schlüsseltag. Ich war auf einer richtig miesen 18. Geburtstagsparty, mit richtig richtig vielen Leuten.
Schade nur, dass niemand dieser Leute real war, oder auch nur annähernd gelebt hat.
Sie gehörten viel mehr zu einer riesigen Kulisse, durch die ich mich bewegt habe.
Wie diese riesigen buntbemalten Bauschaum-Kulissen im Phantasialand. Sie lachen einen an, aber würde man dagegen klopfen wären sie hohl.
Und genauso kam mir das mit den Leuten vor. Sie haben gelacht, und geredet, drauf los geredet und gekichert und wild gestikuliert, und sich und mich umarmt, und Sachen gesagt wie „schön, dass du gekommen bist, ach ist das dein freund?“, oder „probier mal den Salat, der ist klasse“, oder “Warst du gestern auch im Hof?“.
Meine Antworten haben sie so wenig interessiert wie mich ihre Fragen.
Ich habe mich gefühlt als würde ich durch eine Milchglasscheibe, verpackt in Watte durch den Raum schweben. Nichtmal den Kulissenboden berühren. Und kurz kam es mir vor als könnte ich durch diese Kulissenmenschen, diese Schaufensterpuppen hindurchlaufen, als würde selbst der Kontakt mit dem Körper kein wirklicher Kontakt sein.
Und genauso wie ich als Kind nie gegen die riesigen Kulissen im Phantasialand geklopft habe, habe ich auch gestern nicht gegen diese zweidimensionalen Gestalten geklopft und gefragt „was ist los, ist leben in dir?“
Schopenhauer nennt das „Illusion der Vorstellung“.
Und manchmal möchte ich diese Wand aus Illusionen mit meinem Finger berühren. Nur um zu sehen ob sie verschwimmen, wie die glatte Wasseroberfläche eines Sees an einem windstillen Junisonntag.
Meistens ist das Gefühl okay... Nicht gut und nicht schlecht, eben einfach in Watte verpackt. Es wird nur dann schmerzlich bewusst, wenn eine Person aus dem Umfeld, die man für richtig, für wirklich gehalten hat auf einmal zu erkennen gibt, dass sie nicht mehr als Kulisse ist.
Ich saß heute vor dieser Person. Er hat geredet und geredet. Hohles Zeug wie die Schaufensterpuppen von gestern. Ohne es zu merken. Die Zeit von tiefgreifenden Gesprächen ist also vorbei. Ängste, Nöte, Sorgen von mir interessieren dich nicht mehr.
Du hast ja Recht, warum auch Herzblut in eine Freundschaft investieren, die bald räumlich weit getrennt sein wird?
Wann wir uns denn mal wiedersehen... „bald, vielleicht. Bestimmt irgendwann demnächst mal...“ Unbestimmt. Und zur Not gäbe es ja Telefone. Obwohl du hast ja bald ne Menge zu tun... Also müssen wir mal gucken.
Ein leeres Lachen, eine kalte Umarmung.
Und trotzdem hab ich noch mal versucht mir einen rat bei dir zu holen. Weil du immer einen guten Rat hattest. Weil ich dich für klug und erfahren halte.
Aber deine Antworten sind Standartantworten, wie du sie aus einem Film übernommen hast.
„Was für ein Scheißkerl“, sagt Hugh Grant in irgendeiner schlechten Liebeskomödie zu einer seiner zahlreichen Nebendarstellerinnen, gewiss sie innerhalb der nächsten 120 Minuten ins Bett zu kriegen.
„Was für ein Scheißkerl“, sagst du, weil es très chic ist das zu sagen.
Ich fühle mich aber gar nicht wie in einer Komödie. Das ganze Szenario grenzt eher an ein Trauerspiel.
„... Und am Ende waren sie beide tot.“
Du bist schon tot. Bist mit der Kulisse verschmolzen. Weil das deine Chance ist. Und das gönne ich dir. Dafür nehme ich auch in Kauf einen großen Teil meiner kleinen Welt an die Kulisse abzutreten.
Ich frage mich nur, wann es soweit sein wird, dass ich selbst zu einem Teil meiner Kulisse werde.
Currently playing: Pascow - Paris fällt
Current mood:

Traurig
Donnerstag, 16. März 2006
Goethe ist ein Rockstar
"Hat einer Dreißig Jahr vorrüber da ist er schon so gut wie tot."
sagte Goethe... und hatte selbst noch fünfzig weitere Jahre zu leben.
Bevor ich Goethe gelesen habe, habe ich ihn für einen stinklangweiligen, staubtrockenen Romantiker gehalten.
War er aber gar nicht. Goethe war ein Rockstar.
Und Goethe hatte die selben Züge und Probleme wie man sie heute kennt.
Wer denkt heute nicht, dass das Leben mit dreißig shcon so gut wie vorrüber ist? Wer wünscht sich nicht seine Kindheit bzw. Jugend ins unermessliche ausdehnen zu können? Goethe hat's erkannt.
Wer seinen Protagonisten so leidenschaftlich für den Selbstmord argumentieren lässt, wer sich als Stürmer und Dränger gegen bestehende Wertesysteme und Normen engagiert, wer in jeder Stadt an der er vorbei kommt mindestens eine Frau unglücklich macht, der muss ein Rockstar sein.
Goethe hat viel von seinem Werther. Er war ein heiratsschwindler, er war attraktiv, er war ein wenig daneben. Trashig würde man heute wohl sagen. Er brauchte die Freiheit wie die Luft zum atmen, stellte Provokante Thesen auf und führte Hunderte in sen Selbstmord.
Aus seiner Feder stammen wohl die cleversten Bücher, die jemals geschrieben wurden
Würde Goethe heute leben wäre er sowas was man einen sexgott nennt. Er wäre die Art von Junge, die ein wenig neben der Spur durchs leben strauchelt, aneckt wo er vorbei kommt und dabei herrlich gelassen bleibt. Er ist clever, aber auch gewitzt, er wäre mitte 20, hätte längere Haare, und sähe ein wenig aus wie der schlechte Schauspieler der den herrn Guevara in "Motorcycle diaries" verkörpert und würde sich grade nach Südamerika absetzen um das Leben und die Freiheit zu genießen. Und überall wo er vorbei kommen würde würden Scharen von Mädchen hübsche Träume haben.
Er wäre befreundet gewesen mit Größen wie Jim Morrison, mit Kurt Cobain und hätt ein Indien mit den Beatles gejammt, er wäre der letzte lebende Hippie.
Goethe ist ein Rockstar.
Currently playing: Fall Out Boy - Dance Dance
Mittwoch, 15. März 2006
zukunftsvisionen...
Ja, ich weiß es ist unglaublich übereilt. Abe rich bin ja erstens optimistisch und zweitens ein wneig utopisch veranlagt.
Ich sehe meinen freund und mich... Irgenbdwann in 60 Jahren, alt und faltig, in Irland. Wir haben ein haus im grünen (in Irland gibt's ja genug grün), und sitzen in unserem Rosengarten auf der Terrasse und trinken Earl Grey Tee. Im Zuge der globalen erderwärmung wird es in 60 Jahren auch in Irland da sganze Jahr über warm sein. Und dann sitzen wir im Rosengarten und lesen gute Bücher, und lieben uns.
So weit entfernte Zukunft zu planen fällt aus irgendeinem Grund leichter als nähere Zukunft zu planen... Ich hab ihm zwar shcon gesgat, dass ich noch vor 27 ein Kind kriegen will (gut, da hab ich auch noch 9 bzw. 8 Jährchen Zeit) aber das ist trotzdem noch in weiter weiter Ferne.
Viel schwieriger finde ich dagegen mir vorzustellen, dass ich nach dem Abi meinen Studienort nach seinem momentanen Studienort ausrichten soll.
Er verlegt seinen zum kommenden Semester nämlich nach Köln. Gut, Köln ist eine schöne Stadt und in Köln wär auch ne passende Fachhochschule für mich... aber das wär ja schon bald... seltsam find ich das.
Currently playing: Kettcar - Hier sein
Dienstag, 14. März 2006
bauch und kopf...
.... liegen gar nicht so weit auseinander.
Warum warten bis irgendein dreckiges Hotelbett ode rein mit mücken geplagtes Zelt in den Weg kommt und mit seiner stechenden verpflichtung ruft "tu es, tu es" ?
warum nicht einfach mal auf den bauch hören der sagt "wird schon."
ganz abgesehen vonm den drängelnden freundinnen die sagen "komm schon, das ist ein klasse typ"
Warum also nicht einfach wieder versuchen was schonmal gut war? Was shconmal gut war kann beim zweiten Anlauf doch nur besser werden. das ist überall so. beim Eislaufen, beim Fahrrad fahren, und beim Lieben sicher auch.
Currently playing: Muse - Showbiz
Sonntag, 12. März 2006
bauch vs. kopf
was tun, wenn bauch und kopf sich widersprechen?
Ein Pessimist ist ein Mensch, der sofort nach dem Sarg Ausschau hält, wenn er Blumen gerochen hat.
Currently playing: Tocotronic - Ich bin mir sicher ich bin schon einmal hier gewesen
Current mood:

Traurig
Dienstag, 7. März 2006
heute...
... wurde ich von vögeln geweckt. das erste mal, dass ich dieses jahr vögel zwitschern höre.
püppi ist blond und bereuts. trotzdem ist sie fest entschlossen so blondiert wie sie ist endlich nen freund zu finden, und ein wunderbares abi zu schaffen.
und monsieur hat ne lungenentzünduing :(
Montag, 6. März 2006
Haben's Blondinen wirklich leichter?
Püppi möchte eine Fallstudie durchführen.
Sie sagt blondinen hätten's wesentlich leichter im Leben.
Und auf den ersten Blick hat sie gar nicht so unrecht.
jede noch so blöde blonde Tusse im Hof kriegt nen Typen ab, ich (blond)
stehe glatt 1 in Chemie und kann nichts, seit dani sich die haare
blondiert hat schießen ihre mündlichen Noten in den 2erbereich...
ich glaube das trotzdem nicht. manchmal häufen sich zufälle dieser art
zwar wirklich, aber dennoch glaube ich nicht, dass dies egesellschaft
abgesehen von ein paar oberflächlichen typen so blond-fixiert ist.
trotzdem sitzt püppi grade beim friseur und lässt sich die haare blond färben.
Sonntag, 5. März 2006
Romeo must die. julia auch.
Romeo must die. Julia auch.
Emilia sticht sich der Verführung ausgesetzt den Dolch ins Herz und papi schaut zu.
Ferdinand tötet Luise mit Gift um von der strauchelnden, halb Toten zu erfahren, dass sie gar nicht fremd gegangen ist. Tja, dumm gelaufen Ferdi.
Miss Sara Samspon dagegen wird von der eifersüchtigen Ex ihres Freundes vergiftet, der sich, so viel Dramatik muss sein, daraufhin erdolcht.
Morde aus Liebe. Morde aus Verzweiflung.
Morde aus Dummheit.
Welches Bild, vor allem welches Frauenbild soll uns das suggerieren?
Die Frau im bürgerlichen Trauerspiel als letzte moralische Instanz. Miss Sara Sampson möchte das Kind einer anderen groß ziehen, Emilia lässt sich nur auf bitterstes Bedrängen ihrer Mutter überreden ihrem angehenden Mann die unschuldige Begegnung in der Kirche zu verschweigen.
Und Luise geht so sehr in ihrer tugendhaften Tochterrolle der bürgerlichen Familie auf, dass sie dem Feind in die Hände spielt, ihre Liebe aufgibt um den vermeidlich gefährdeten Vater zu retten.
Und was für ein Selbstbild haben die Frauen?
Frei nach dem Motto ‚Der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach’ fürchtet Emilia um ihr Seelenheil, nur weil der Prinz sie begehrt.
Sie sieht ich selbst als schwach, so wie es von ihrer unterwürfigen Frauenrolle zu dieser Zeit erwartet wird.
Die Unschuld sei zwar "über alle Gewalt erhaben", aber "nicht über alle Verführung. - Gewalt! Gewalt! wer kann der Gewalt nicht trotzen? Was Gewalt heißt, ist nichts: Verführung ist die wahre Gewalt. Ich habe Blut, mein Vater, so jugendliches, so warmes Blut als eine. Auch meine Sinne sind Sinne."
Währenddessen scheint Luise sich in ihrer Opferrolle sichtlich wohl zu fühlen, und die naive bis grenzdebile Einstellung Julias, die mitunter auf ihr jugendliches Alter zurückzuführen ist, spricht Bände.
Wie kommt es, dass gerade diese Thematiken immer wieder Vorlage für neue, populäre Werke werden? Sowohl die West Side Story als auch Bollywood orientieren sich am Shakespeare-Thema, und suggerieren so ein naives Frauenbild, das als Selbstverständlichkeit gelten soll.
Sollten das tatsächlich die Frauenfiguren sein, die uns in Medien und Schule zugänglich gemacht werden?
Wo bleiben die Alice Schwarzers, wo die Marguerite Yourcenars und die Virginia Woolfs in bundesdeutschen Klassenzimmern und Schülerhänden?
Currently playing: Babyshambles - Merry go round
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Skeptisch
Samstag, 4. März 2006
hormoncrash
Scheinbar vertrage ich den Hormoncocktail der Dreimonatsspritze nicht
so gut wie ich angenommen hatte... Abgesehen von andauernden
zwischenblutungen, heule ich bei jeder Kleinigkeit.
Ich hab vorhin einen Film auf Arte geguckt und bestimmt ein Drittel der
Zeit geflennt. Und jetzt höre ich ein blödes Lied von Wir Sind Helden
und flenne schon wieder, und ich will Monsieur anrufen und ihm sagen,
dass er mich nicht so sehr liebt wie ich das verdient habe, und dass er
mich gleichzeitig mehr leibt als ich das verdient habe, und ich will
von meiner Mutter in den Arm genommen werden.
Currently playing: Helden - Außer dir
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Traurig
Donnerstag, 2. März 2006
Heute mal statt Englischnachhilfe Lebensnachhilfe.
Mein Nachhilfekind ist die Beste.
Die Beste im pubertär sein.
Dabei ist sie schon fast 16, und man sollte doch davon ausgehen können, dass
sie langsam in das Alter kommt in dem man Pubertätszicken und Trotzreaktionen
eher in die alte Kiste mit der Zahnspange und dem backstreetboyfanposter legt.
Aber nein, das wäre ja zu einfach. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist: Chillen.
Und könnte man chillen Hauptberuflich betreiben hätte sie wenigstens eine zukunftsperspektive.
So schreibt sie mehr fünfen als vieren, hat Handyrechnungen von über
300 euro und findet das alles ganz normal und fürchterlich
erstrebenswert.
ie möchte gerne wie eine Erwachsene behandelt werden, nicht mehr von
ihren Eltern bevormundet. Dann soll sie doch bitte beweisen, dass sie
in der Lage dazu ist zu handeln wie eine erwachsene. Und jeden Monat
300-400 euro hohe Handyrechnungen zuihause ankommen lassen zeugt nicht
grade von geistiger Reife.
Ihr Vater hat ihr Sparbuch geplündert. das Taschengeld für 9 Monate.
Für die letzten 2 Rechnungen. Sie findet das furchtbar ungerecht.
Aber es ist doch ihr Spaß. Ihr Luxus. Für den muss sie selbst aufkommen.
Wenn sie mal alleine wohnt hat sie auch nicht mama und Papa im Rücken, die ihre Rechnungen begleichen.
Sie hat mir vorgeworfen ich würde sie behandeln wie meine
sechtsklässlernachhilfeschüler. Völliger Blödsinn. Meine
sechtsklässlernachhilfeschüler verhalten sich intellligenter und reifer
als sie. die kann ich vernünftiger behandeln.
Aber gut, ich bin ab heute dann dazu übergegangen sie bestimmten zu lassen was wir machen in der Nachhilfe.
Ich hab sie vor die Wahl gestellt. Sie kann meinetwegen die gesammten
anderthalb stunden chillen. Aber sie soll sich nicht einbilden, dass
ich komme und gehe wie es ihr passt. Wir haben eine Abmachung. Das
heißt, ich habe eine Abmachung mit ihren Eltern. Ich bleibe anderthalb
Stunden und bekomme dafür 12 euro. Ich werde Blätter vorbereiten udn
Aufgaben, und mir ihre Sachen durchgucken. Sie kann arbeiten, oder sie
kann es bleiben lassen.
Heute hat sie es bleiben lassen.
Und morgen wird die Rache inform ihrer Englischarbeit kommen.
Currently playing: Fall Out Boy - Get Busy Living Or Get Busy Dieing
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Fies
Donnerstag, 2. März 2006
to do Liste
Ich sollte unbedingt mal wieder...
- ein gutes Buch lesen
- auf der Wiese liegen und in den blauen Himmel schauen
- einen Brief schreiben
- jemanden einfach so umarmen
- einen Tag zum Rocktag ernennen
- ein Schaumbad nehmen
- ins Theater gehen
- ein Bild malen
- einen Blumenstrauss auf den Tisch stellen
- alte Photos angucken
- einen Kuchen backen
Currently playing: Nirvana - All Apologies
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Glücklich