Es ist egal, aber Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein

von gott, natur und diesem schimmer...

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Gleich vorweg: Nein ich bin nicht gläubig.
Ich habe nichts gegen Menschen, die an Gott glauben, und ich leugne seine Existenz auch nicht. Abe rich kann mich nicht anfreunden mit dem gedanken an einen Schöpfergott. Ich will moich nicht an eine zwanghafte Vorstellung klammern, die ich nicht sehen, nicht anfassen kann.

Trotzdem sehe ich öfter etwas und denke "da hat Gott höchstpersönlich hand dran gelegt".
Nunja, würde ich an eine Art Schöpfergott glauben wäre das ja alles kein problem, aber so stellt sich mir shcon die Frage wie kann ich etwas als göttlich empfinden, ohne an einen Gott zu glauben?

Ich saß also still in meinem zimmerchen und habe überlegt was es eigentlich genau ist, was mich fasziniert, was mir als Agnostikerin den unbedingten Glauben an etwas göttliches unabdingbar erscheinen lässt.
In erster Linie war das die Natur.

Und um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich distanziere mich hier ganz klar von den Pantheisten.

Ich bin nicht so verrückt wie Goethes Werther, der in seinem brief vom 5. Mai ausruft:
"[...]; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach seinem Bilde schuf"

Ich distanziere mich also vom christlichen Gottesbegriff und gehe eher von eienr Art Allumschlossenheit des natürlichen aus. Dabei schließe ich mit natürlich nur die Bewusstseinslosen Naturerzeugnisse ein. Schließe also Tiere und Menschen aus.

Aber, ich weiß nicht vielleicht kennt der Blogleser das ja, ihr steht mitten in der Pampa, und seht einfach eine unbeschreiblich schöne, natürliche Szene. Bäume, die aussehen wie Bäume aussehen sollen, Blumen, und Steine, alles scheinbar willkürlich zusammengewürfelt, und doch durch irgendein unsichtbares, goldig schimmerndes band miteinander verbunden.

Und da shat man im künstlich angelegten Garten oder Wald von Wanne-Eikel ganz sicher nicht.

Man kann meinen Gottbegriff vielleicht eher so etwas wie "Glaube an "Mutter Natur" nennen.
Natürlich nicht in der Form in der uns Mutter Natur von den medien vorgelebt wird (wer kennt nicht die Mutter Natur im Lila Kleidchen bei den Schlümpfen?) Also nicht personifiziert, wie der christliche Gott personifiziert wird. Einfach als eine Art Gewalt, die keinen Dienst von Menschen und Tieren erwartet. Die froh ist, wenn man ihr Werk sieht und schätzt.

Ich hab extreme Probleme mich bezüglich diesem Thema verständlich auszudrücken. Aber vielleicht ist ja in Ansätzen klar geworden was ich meine.

ninikupenda am 25. Februar 2006 um 18:41
Hmm ich sehe - wie schon gesagt - einfach eine Umschreibung des Chi darin. Gott ist überall. In mir, in dir, in den Pflanzen, den Tieren, den Steinen, dem Staub. Alles ist ein komplexes Spiel seines Wesens.
Laufe ich dann mit dir konform oder hab auch ich es nicht verstanden?

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Sabrina am 25. Februar 2006 um 18:46
nein... Gott ist für mich nicht in Menschen, nicht in Tieren...
Gott ist nur in dem ursprünglich natürlichem.
Gott ist in Bäumen, Blumen, Steinen, Bächen...
Aber nur in ursprünglichen, selbst entstandenen.
Kein Baum der aus der Baumschule kommt, ode rkein Blumenbeet bei mir im Vorgarten hat diese wunderbare in sich geschlossene Idylle, und gleichzeitig dieses aufreibende... diesen goldenen Schimmer, den natürlich entstandene Landschaften haben

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ninikupenda am 25. Februar 2006 um 18:49
Aha. Gott ist also nur in dem, was er selbst kreiert hat. Wenn wer so anmaßend ist, seine Kreation zu kopieren, dann pfeift er drauf und offenbart die menschliche Schwäche.
"Du sollst mich nicht herausfordern." fällt mir dazu spontan ein.
Gott ist also der Künstler in der Natur? Ein Landschaftsmaler sozusagen?

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Sabrina am 25. Februar 2006 um 18:54
metaphorisch schon. unbd er oist kein abbild des menschen, bzw. der mensch ist nicht sein abbild, weil der mensch gar nichts mit ihm zu tun hat. der mensch ist "meinem" gott egal. ihn interessiert nur die schönheit. nur die natürlichkeit.
ich dneke es interessiert ihn nichtmal ob der mensch versucht seine kreativität zu kopieren, weil er/sie/es gar nicht bemerkt, weil er/sie/es so versunken in seiner eigenen kreativität ist.
Ich habe, nur um es mir bildlich besser vorstellen zu können, irgendein wesen, das in eienr Baumkrone schaukelt vor Augen, und sich einfach an der Schönheit dessen erfreut was es erschaffen hat. warscheinlich grinst es dabei breit, und freut sich unglaublich, wenn jemand vorbei kommt, und diese schönheit bemerkt.
ich glaube jetzt wird es zu absurd... vor allem weil ich diesen gottbegriff ja eigentlich als nichtkörperlich bezeichne, und trotzdem dieses bild vor augen habe. Macht der gewohnheit nehme ich an.

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ninikupenda am 25. Februar 2006 um 19:01
Eher ein Gegenpol zum Menschen? Wenn der Mensch Rohheit und Sterilität verkörpert, ist er dann die Schönheit?
Ist er denn noch die ultimate Instanz? Wo steht er im Vergleich zu den Menschen?

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Sabrina am 25. Februar 2006 um 19:05 ( Kommentar geändert)
Ja, so kann man das sagen.
Vielleicht ist er/sie/es sogar so etwas was wir ein "dummes Genie" nennen würden.
Genial deswegen, weil er eifnach solche Schönheit schaffen kann, und dumm, weil er nur das macht, und sich komplett in dieser Schönheit, und dadurch vielleicht auch in sich selbst verliert.
Nein, ich sehe ihn nicht als ultimative Instanz. Er ist kein strafender, und auch kein lobender Gott. Er lebt am Menschen vorbei. Er hat mit dem Menschen eigentlich nur dann zu tun, wenn der sein Werk sieht und für gut /schlecht befindet.

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ninikupenda am 25. Februar 2006 um 19:09
Also ein kleiner, alter Greis, der kichernd durch seinen Garten läuft, hier und da ein Pflänzchen sprießen lässt und sonst recht drollig wirkt?
Könnte der Dalai Lama sein... oO

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Sabrina am 25. Februar 2006 um 19:11
ja ganz genau so ;)
Nur eben ohne Körper.
Wobei, we rsgat denn, dass man sich ihn nicht auch vorstellen darf?
Die Vorstellung als Greis ist auch ganz nett. Ich hatte ihn jetzt eher so als geschlechtslosen, grün gekleideten Elf/Narr (dieser typische shakespear Narr aus dem Sommernachtstraum) gesehen... aber das mit dem Greis ist auch ganz nett. und furchtbar schnell muss er sein. und ein wenig spöttisch.

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ninikupenda am 25. Februar 2006 um 19:14
Über die Gestalt kann man sich sicherlich streiten.
In einer dieser geläufigen Dalai-Lama-Dokumentationen ist er jedenfalls als eben solch eine Figur aufgetreten.
Ach, kennst du den Asterix-und-Obelix-Teil, wo Miraculix verrückt wird? Da war er glaube auch so ticklig und lustig drauf...

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Sabrina am 25. Februar 2006 um 19:15
jaaaaaaa, hehe

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ninikupenda am 25. Februar 2006 um 19:17
Gut, soviel zu seinem Charakter.
Ist mir irgendwie stark sympathisch...

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