Ich liebe Kunstmuseen. Wirklich.
Was ich dagegen gar nicht leiden kann sind überlaufene Kunstmuseen.
Aber genau das war das K21 letzten Freitag.
Die einzig vollere Ausstellung die ich gesehen habe war die Cézanne Ausstellung in Essen letztes Jahr.
Trotzdem hat mein Kunstlehrer uns in besagte Ausstellung geschickt. im
Gepäck der 10. Klasse Kunst-Geschichte Kurs... Super, auch noch die
Kleinen an der Backe, die lieber stundenlang im McDonalds gesessen
hätten, als im Museum.
Ich mag Expressionismus. Wirklich. Fast ebensosehr wie Impressionismus.
Aber... das was der gute Herr Matisse da fabriziert hat... nein danke.
Erstmal hat er viel zu viele Frauen gemalt. An sich ja nichts
schlechtes... wenn man über die kleinigkeit hinwegsieht, dass sie
größtenteils nackt waren.
ANsonsten hat er Räume gemalt... Perspektivisch unter aller Sau... aber
alles im Sinne der Wirkungssteigerung. Ja bitte was steigert denn die
Wirkung, wenn da eine Seite vom Tisch falsch gezeichnet ist?
Ansonsten sahen die Räume alle wietestgehend gleich aus (ich steh nicht
so auf Räume...) mit der kleinen Besonderheit, dass er dauernd seine
eigenen Werke in seine Bilder mit reingemalt hat.
Im oberen teil war noch eine kleine Nebenausstellung von Chagall und
einem anderen Maler, dessen Namen ich leider vergessen habe. Die hatte
es aber in sich. Schade, da hat sich das K21 wohl den falschen
Hauptkünstler ins Haus geholt.
Die Führung, die wir bekommen haben war unter aller Sau. Die Führerin
hat zu jedem Bild das gleiche erzählt ("Matisse erreicht die Aufhebung
des Raumes dadurch, dass er flächiger malt... trallalla"), und außer
mir hat sowieso niemand mit ihr geredet, weil das alles zu blöd
war. Aber ich hab nunmal ein gutes Herz und habe bei jedem Bild wieder
zu immer den selben blöden Fragen die selben blöden Antworten gegeben.
Nach 6 Stunden im Museum haben die 10.-Klässler dann fluchtartig
McDonalds aufgesucht... wir dann eher Subway (man entwickelt sich ja
weiter... ;) ) und danach war endlich genug mit Kunst.
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