Kant hat gesagt Aufklärung sei die Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündig deswegen weil man in einem Dogma lebe, dass einen nicht frei nach eigenem Willen handeln lasse, und selbstverschuldet, weil man aus reiner Bequemlichkeit, trotz aller Verstandesanlagen in diesem Zustand verweile.
Mein Verstand sagt mir: "Klischeemädchen finden Valentinstag toll."
Mein Verstand sagt mir: "Klischeemädchen wollen zu Beziehungstagen Rosen und Schokolade und ne Einladung zum essen."
Mein Verstand sagt mir: "Klischeemädchen wollen Geschenke."
Mein Verstand sagt mir: "Mädchen finden Romantik toll. Mit Kerzen und Rosenblättern auf dem Bett."
Mein Verstand sagt mir: "Klischeejungen wollen Klischeemädchen."
Mein Verstand sagt mir: "Sei kein Klischeemädchen".
Nur: meine niederen Mädchentriebe sehen das anders. Meine niederen Mädchentriebe wollen Geschenke, und Briefe und Aufmerksamkeiten. und meine niederen Mädchentriebe wollen sich schick machen und schick zum essen ausgeführt werden. Meine niederen Mädchentriebe hatten auch Valentinstag schlechte Laune als sie nur zu Pizza Hut eingeladen wurden.
Ich will weiterhin keinen Klischeejungen. Aber einen Klischeefreund. Und mein Freund möchte dass ich ein bisschen Klischeemädchen bin. Er findet es toll wenn ich mich über Geschenke freue, und mich für Romantik begeistern kann. Und meine niederen Mädchentriebe freuen sich drüber.
Trotzdem möchte mein Verstand das noch nicht so ganz einsehen.
Dabei macht mein Verstand sogar einen logischen Fehler, um noch mal auf Kant zu kommen.
Wie aufgeklärt kann mein Verstand sein, wenn er sich in ein anti-klischeemädchen-schema pressen lässt? Ist das nicht viel eher das verweilen in einer selbstgestrickten Fußkette?
)
Glücklich