Dagmar
Nicht wählen
Aussetzung eines Fahrrads
Heute werde ich versuchen, mein altes Fahrrad stehlen zu lassen. Ich habe zwei Fahrräder: ein altes für die Stadt, ein neues für Touren außerhalb. Das Alte muß weg, das Neuere wird dann Stadtrad, und für die Touren soll ein noch neueres her. Das Alte ist reparaturbedürftig. Zum Teil wären große Reparaturen fällig, und die lohnen sich nicht mehr bei einem Rad, das ein erfülltes Leben gehabt hat, aber jetzt seine Zeit hinter sich hat. Ich werde es also aussetzen; ohne Schloß. In einer Studentenstadt wie Marburg wird es dann wohl verschwinden. Aber siehe da, ich finde es schwierig, mich von diesem alten Freund zu verabschieden. Kann ich es nicht verschenken? Das mache ich bei Büchern: ich sorge immer für ein gutes zu Hause, wenn ich ein Buch selbst nicht mehr haben will. Aber man kann doch nicht einem etwas schenken, das ihm gleich schwere Reparaturlasten auferlegt? Der Abschied wird schwer werden, und ich werde erst zu Ruhe kommen, wenn es wirklich weg ist.
Kotzen-Nutzen-Analyse
In den Niederlanden ist man endlich so weit: man hat entdeckt, daß Niederländer der Regierung zeit ihres Lebens mehr kosten als sie einbringen. Und das in einem Land, wo die Steuer erheblich höher sind als hier. Also, Kinder züchten um die Kosten der Überalterung zu finanzieren ist keine Lösung; in Deutschland wohl noch weniger. Aus finanzieller Sicht sollten wir besser gar keine Kinder mehr bekommen, langsam älter werden und dann abkratzen; das wäre am wirtschaftlichsten. Die meisten Menschen können/wollen ja eh keine Kinder mehr bekommen. Zeitarbeiter aus Weißrusland u.ä. sollen dann später unsere Nachttöpfe entleeren, unsere Rollstühle schieben usw.
Oder soll man die Sache etwa nicht wirtschaftlich betrachten?<
(http://www.nrc.nl/binnenland/article943183.ece/De_Nederlander_is_een_kostenpost)