Dagmar

Warum ist es schief gelaufen mit dieser Dagmar Metzger? Wahrscheinlich weil sie noch zu kurz dabei ist. Sie hat noch ein Gewissen.
 

Nicht wählen

Ich bin froh, daß ich in Deutschland nicht wählen darf. Äußerst rechts und äußerst links befindet sich jeweils eine Partei, die man zwar wählen kann, die real existiert, aber doch nicht richtig mitmachen darf. Dann in der Mitte zwei konservative Parteien: die eine meint die geträumte Wirklichkeit von 1975, die andere die von 1955 verwirklichen zu wollen. Beide rückwärtsgewandt.
Der FDP muß man zugeben, daß sie modern ist, aber sie ist unsympathisch und hat kein Programm außer Geld. Die Grünen habe ich gewählt in soweit ich durfte, auf städtischer Ebene, weil sie die einzigen sind, die mit Ausländern etwas anfangen können. Aber sonst haben die auch nicht viel Programm. 
Am besten scheint eine große Koalition zu funktionieren. Die spart uns das Gezänk von Parteipolitikern, die nicht bemerken, daß sie mit ihren Gegnern nahezu identisch sind. Oder gar keine Regiering, wie in Hessen; das ist vielleicht auch eine Idee.

 

Aussetzung eines Fahrrads

Heute werde ich versuchen, mein altes Fahrrad stehlen zu lassen. Ich habe zwei Fahrräder: ein altes für die Stadt, ein neues für Touren außerhalb. Das Alte muß weg, das Neuere wird dann Stadtrad, und für die Touren soll ein noch neueres her. Das Alte ist reparaturbedürftig. Zum Teil wären große Reparaturen fällig, und die lohnen sich nicht mehr bei einem Rad, das ein erfülltes Leben gehabt hat, aber jetzt seine Zeit hinter sich hat. Ich werde es also aussetzen; ohne Schloß. In einer Studentenstadt wie Marburg wird es dann wohl verschwinden. Aber siehe da, ich finde es schwierig, mich von diesem alten Freund zu verabschieden. Kann ich es nicht verschenken? Das mache ich bei Büchern: ich sorge immer für ein gutes zu Hause, wenn ich ein Buch selbst nicht mehr haben will. Aber man kann doch nicht einem etwas schenken, das ihm gleich schwere Reparaturlasten auferlegt? Der Abschied wird schwer werden, und ich werde erst zu Ruhe kommen, wenn es wirklich weg ist.

 

Kotzen-Nutzen-Analyse

In den Niederlanden ist man endlich so weit: man hat entdeckt, daß Niederländer der Regierung zeit ihres Lebens mehr kosten als sie einbringen. Und das in einem Land, wo die Steuer erheblich höher sind als hier. Also, Kinder züchten um die Kosten der Überalterung zu finanzieren ist keine Lösung; in Deutschland wohl noch weniger. Aus finanzieller Sicht sollten wir besser gar keine Kinder mehr bekommen, langsam älter werden und dann abkratzen; das wäre am wirtschaftlichsten. Die meisten Menschen können/wollen ja eh keine Kinder mehr bekommen. Zeitarbeiter aus Weißrusland u.ä. sollen dann später unsere Nachttöpfe entleeren, unsere Rollstühle schieben usw.

Oder soll man die Sache etwa nicht wirtschaftlich betrachten?<

(http://www.nrc.nl/binnenland/article943183.ece/De_Nederlander_is_een_kostenpost) 

 

 

Post

Ach, deshalb ging's bei der Post so schlecht: der Chef war ein Krimineller. Wird in diesem Land dann nie etwas kontrolliert? Wie war er dann zu diesem Job gekommen?
 
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Als ob ich eine Wahl hätte! Ich werde einfach dorthin versetzt. Nicht daß ich das schlimm finde. Ich war eh reif für einen Umzug ins Grüne, und die Uni ist in Ordnung. Aber das Städtchen, das ist schon klein ...
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