Freitag, 29. Februar 2008
Sprechender Hund
Ich träumte, ich hätte einen Hund. Eines Tages rutschten ihm zwei Wörter aus; ich wollte es erst nicht glauben, aber doch, er hatte zwei Wörter gesprochen. Allmählich entdeckte ich, daß er richtig sprechen konnte, und nicht so wenig. Er habe sich nur zurückgehalten, weil er sich wegen seiner Körpergestalt nicht so bei uns Menschen anerkannt fühle, und ich sollte es auch bitte nicht weiter erzählen. Unsere Freundschaft vertiefte sich jetzt, und etwas später entdeckte ich, daß er auch lesen konnte. Nur keine schwere Handbücher, wie er sagte. Dann kam ich in Gewissensnot: sollte ich ihn jetzt alleine zu Hause zurück lassen, während ich nach Mainz zu Besuch fuhr?
Samstag, 23. Februar 2008
Aussetzung eines Fahrrads
Heute werde ich versuchen, mein altes Fahrrad stehlen zu lassen. Ich habe zwei Fahrräder: ein altes für die Stadt, ein neues für Touren außerhalb. Das Alte muß weg, das Neuere wird dann Stadtrad, und für die Touren soll ein noch neueres her. Das Alte ist reparaturbedürftig. Zum Teil wären große Reparaturen fällig, und die lohnen sich nicht mehr bei einem Rad, das ein erfülltes Leben gehabt hat, aber jetzt seine Zeit hinter sich hat. Ich werde es also aussetzen; ohne Schloß. In einer Studentenstadt wie Marburg wird es dann wohl verschwinden. Aber siehe da, ich finde es schwierig, mich von diesem alten Freund zu verabschieden. Kann ich es nicht verschenken? Das mache ich bei Büchern: ich sorge immer für ein gutes zu Hause, wenn ich ein Buch selbst nicht mehr haben will. Aber man kann doch nicht einem etwas schenken, das ihm gleich schwere Reparaturlasten auferlegt? Der Abschied wird schwer werden, und ich werde erst zu Ruhe kommen, wenn es wirklich weg ist.
Mittwoch, 20. Februar 2008
Kotzen-Nutzen-Analyse
In den Niederlanden ist man endlich so weit: man hat entdeckt, daß Niederländer der Regierung zeit ihres Lebens mehr kosten als sie einbringen. Und das in einem Land, wo die Steuer erheblich höher sind als hier. Also, Kinder züchten um die Kosten der Überalterung zu finanzieren ist keine Lösung; in Deutschland wohl noch weniger. Aus finanzieller Sicht sollten wir besser gar keine Kinder mehr bekommen, langsam älter werden und dann abkratzen; das wäre am wirtschaftlichsten. Die meisten Menschen können/wollen ja eh keine Kinder mehr bekommen. Zeitarbeiter aus Weißrusland u.ä. sollen dann später unsere Nachttöpfe entleeren, unsere Rollstühle schieben usw.
Oder soll man die Sache etwa nicht wirtschaftlich betrachten?<
(http://www.nrc.nl/binnenland/article943183.ece/De_Nederlander_is_een_kostenpost)
Montag, 18. Februar 2008
Post
Ach, deshalb ging's bei der Post so schlecht: der Chef war ein Krimineller. Wird in diesem Land dann nie etwas kontrolliert? Wie war er dann zu diesem Job gekommen?
Samstag, 9. Februar 2008
E10 Alkohol im Benzin - Fortsetzung
Die Wissenschaft hat gesprochen: Bio-Benzin ist sehr schädlich für das Klima. Ob man das in Berlin auch zur Kenntnis nehmen möchte? http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/1151861
Dienstag, 5. Februar 2008
E10, Alkohol im Benzin
Also, dann kaufe ich eben nicht, wie ich vorhatte, ein neues Auto im Frühling. Die Autohersteller hätten auch ein Interesse daran, daß es Klarheit gibt über diese E10 Treibstoff, denn von zögernden Kunden haben sie nichts. Eine Lösung wäre, das Normalbenzin abzuschaffen; das ist ja eh fast preisgleich geworden mit Super. Normalsuper, Alkoholsuper und Supersuper können dann die Zapfsäulen füllen. Aber weder die Erdölfirmen noch die Regierung tun oder sagen etwas Verbindliches. Mein altes Auto hält es wohl noch ein Jahr aus. Da wird die Wirtschaft sich freuen.
Montag, 4. Februar 2008
Serbien
Gott sei dank, die Serben kommen wahrscheinlich doch nach Europa. Es wird wohl noch dreißig Jahre dauern, bevor sie die Viruskrankheit des Nationalismus ausgerottet haben, aber die wird wenigstens gedämpft werden. Griechenland war auch nicht Europareif, als es Mitglied wurde, aber jetzt allmählich. Alles besser als so ein schwarzes Loch mitten in Europa.