Verliebt?

Kann man sich verlieben in einer Stimme? Oh ja; das hat mich nämlich gerade erwischt. Es betrifft die Stimme von Peter Kurzeck, dem Autor von Kein Frühling, das er gerade im Hessischen Rundfunk liest.
Warum bin ich verliebt in dieser Stimme? Man könnte jetzt Eigenschaften aufzählen, etwa die Intonation, pitch, das leicht fragende, verwunderte. das die Stimme hat, auch wenn es keine Fragesätze betrifft. Stimmen beschreiben ist viel schwieriger als z.B. einen schönen Körper; mir fehlt das Vokabular. Aber es sind glaube ich nicht mal die Eigenschaften, die bestimmend sind.
Die Verliebtheit hat natürlich auch viel zu tun mit dem gelesenen Text. Heimat, die verlorene Heimat, die gar nicht mehr existierende Heimat, das ist doch auch mein Thema? In Frankfurt war die Heimatfrage nicht da, weil das ja eh ein groß ausgefallenes Air Terminal ist. Aber hier in Mittel-Hessen werde ich wieder damit konfrontiert. Wie immer versuche ich, meine neue sog. Wahlheimat zu adoptieren. Das habe ich schon einige Male in meinem Leben versucht, denn ich bin viel herumgekommen. Daß ich es immer wieder versuche, beweist doch, das man nicht ohne kann.
Was würde ich mit dem Besitzer der Stimme tun wollen, wenn ich ihn hier bei mir hätte? Bestenfalls ein Glas mit ihm trinken. Eine erotische Komponente hat diese Verliebtheit nicht. Aber mehr von der Stimme will ich hören, mehr! Erst mal den CD-ROM kaufen.
 

Atomstreit

Warum fallen die jetzt alle so über Bush her? Nach 9/11 hat er doch ehrlich gesagt, daß er uns anlügen würde?

 

 

Die Polizei ein Vorbild

Gleich zwei Mal haben die Kommissare im Tatort ihren Wagen auf den Fahrradweg geparkt. Und das wo sie keine Eile hatten und Platz genug vorhanden war. Ist es dann ein  Wunder, daß andere Autofahrer das auch ständig tun?
 

Alles mit rechten Dingen

Das nächste mal werde ich einfach etwas mitgehen lassen, das ist praktischer für alle Beteiligte. Ich hatte für 10 Euro für den Arbeitgeber in einem auswärtigen Laden etwas machen lassen; die hatte ich aus eigener Tasche bezahlt. Als ich sie dann beim Sekretariat zurückerstatten lassen wollte, kam nicht, wie in meinem vorigen Job, die schwarze Kasse zum Vorschein, sondern ein auszufüllendes Antragsformular im PC der Sekretärin. Sie hat das ausgefüllt, ausgedrückt und zum höchsten Chef zur Unterschreibung weitergeleitet. Dann geht es in die Zentrale Verwaltung, die nach sorgfältiger Prüfung die Finanzabteilung anweist, mir die Summe zu überweisen. Inzwischen hat die Sekretärin mir eine Kopie des Antrags samt Kopie der Originalrechnung zukommen lassen. Vier, fünf Leute beschäftigt mit so einer Lappalie? Man würde diesem Land doch etwas mehr Korruption wünschen.
 

Deutsche Einheitspost

Gott sei Dank, die Post scheint erst mal gerettet. Die Welt braucht nicht zwanzig Postfirmas, sie braucht nur eine, und die soll zuverlässig sein. Die Postboten sollen am besten beamtet sein, und polizeilich voruntersucht; sie sollen mehr lesen können als nur Postleitzahlen, und ein Verantwortungsgefühl haben, das man bei unterbezahlten Teilzeitarbeitern nicht voraussetzen kann.

Wären dann bei so einer Post die Briefmarken nicht viel teurer? Ja, sei' s drum; wie es jetzt ist, nehme ich mir manchmal einen Kurier, nicht weil ich es eilig habe, sondern weil die Post, besonders mit Päckchen, unzuverlässig ist. Und Kuriere sind noch viel teurer. Oder ich bringe meine Sendung selbst vorbei, oder gebe sie einem Bekannten mit; das ist auch alles lästig.

 

Schwester ermordet

Ja, ich habe meine Schwester ermordet. Das geisterte schon einige Zeit in meinen Gedanken herum; jetzt hat es sich zu einem Alptraum verdichtet. Ich habe es getan, indem ich der Polizei erzählt habe, wo sie sich aufhielt. In dem Polizeistaat, wo der Traum sich abspielte, war es gleich klar, daß man sie jetzt abholen und töten würde. Besonders unsympathisch meinerseits war, daß ich meiner Mutter gegenüber, als sie nicht mehr auftauchte, meine Verwunderung über ihr Verschwinden geäußert habe. Aber meine Mitwirkung daran drohte jetzt öffentlich zu werden. Gerade das bildete den Schreckensmoment in diesem Traum.

In Wirklichkeit ist meine Schwester verunglückt. Ich war nicht in der Nähe, konnte es weder vorhersehen noch vorbeugen. Mir vorzuwerfen hätte ich nur, daß ich in ihren letzten Monaten wenig Kontakt mit ihr gehabt hatte. Die Seele hat sich jetzt daraus meine Schuld an ihrem Tod gebastelt.

 
Über mich
Als ob ich eine Wahl hätte! Ich werde einfach dorthin versetzt. Nicht daß ich das schlimm finde. Ich war eh reif für einen Umzug ins Grüne, und die Uni ist in Ordnung. Aber das Städtchen, das ist schon klein ...
Mehr über mich
21Publish - Cooperative Publishing

guenstige buecher
Konzerttickets
Online Hotelbuchung
Notebook Schutzfolien
Kontaktanzeigen