Der 19Kilowatt-toaster, gefühlte 50 Euro und erhaltene Würde
Ein Mitbewohner wollte Toastbrot essen. Dies bereits schon gestern worauf hin ich ihm ein ungetoastetes brachte in der Hoffnung er würde es akzeptieren.
Grund hierfür: Wir haben keine Toaster in Küchennähe, die stehen auf den Wohnbereichen in den oberen Stockwerken.
Heute jedoch ließ er sich nicht davon abhalten und ich blieb fair. Ich ging also in die Küche und machte ein Toastbrot. Mit nem Kombidämpfer. Der Chef ließ sich sofort zu dem Spaß hinreißen und legte ein Toast auf ein Blech (etwa 35x50cm) und schob dieses in den Kombidämpfer, in welchen etwa 10 dieser Bleche hineinpassen.
Er drückte und während wir 2 Minuten auf das Brot warteten erschloss sich ihm die Frage: "Wieviel Strom kostet das überhaupt? Oha 19kW das is ja mal n ordentlicher Toaster".
Schon chic, diese Industriegeräte mit knapp 250Liter Fassungsvolumen.
Im weiteren Verlauf des Tages bin ich auf der Straße unterwegs gewesen und vorerst das letzte mal Tour 2 in Roßdorf gefahren. Natürlich habe ich den Leuten bescheidgegeben, damit sie sich nicht alleingelassen fühlen und bescheid wissen, warum denn nun einfach mal jemand nicht mehr kommt. Die Leute bauen über die Monate eine Bindung zu einem auf, auch wenn man sie täglich nur 30 Sekunden sieht. Ein Kunde mit dem ich mich stets sehr gut verstanden habe war sehr gerührt von meinem Abschied und wollte mir 50 Euro Trinkgeld mit auf den Weg geben. Ich konnte das Geld aber nicht annehmen. Einmal sind 50 Euro eine ganze Stange Geld und letztlich habe ich nicht mehr getan als meine Arbeit.
Ich finde es gehört zum guten Ton seinen Mitmenschen Respekt zu zollen, gerade die älteren Generationen und erst Recht wenn sie so herzlich sind. Ich empfand es natürlich als sehr nette Geste und habe geistlich gefühlte 50 Euro in meinem imaginären Portemonaie, die ich nie ausgeben werde ;). Eigentlich finde ich es sogar fast eher traurig, das alte Menschen meinen sie müssten sich für etwas das meines erachtens völlig selbstverständlich ist, auf diese Art und Weise bei einem Revanchieren. Er war natürlich etwas geknickt das ich die 50 Euro nicht annehmen konnte und wollte, drückte mir dann aber verständnisvoll einfach einen Zehner in die Hand.
Ich kenne Leute die würden immer nur in der Hoffnung Geld zu kriegen höflich sein und es dann lassen wenn sie merken es bringt nichts. Gerade Diese Leute bei denen ich heute war, haben nie Trinkgeld gegeben, aber sie waren herzlich, drum war ich freundlich. Das sollte nicht belohnt werden. Auch wenn meine Kollegen meinen sie hätten das Geld angenommen. Ich empfand es für falsch, da ich dem Mann somit seine Würde genommen hätte.
^^ Sehlenreinigung
GrinsendMischpultmaster 2008
GrinsendKegelknie und Straßenmusikanten
Heute bin ich nach ewiger hin und her Drückebergerei endlich mal zum Arzt gegangen. Unter anderem hab ich mir damit soviel Zeit gelassen, weil ich von außerhalb komme und die Praxis über ihrem Kapazitätsmaximum arbeitet. So darf man dann trotz Termin 30-90 Minuten Wartezeit einkalkulieren (was natürlich beschissn is ;) ).
Wie auch immer. So wie's aussieht werd ich am Montag mal gekernspintet ^^ bin schon ganz gespannt auf die gerätschaft *g*.
Ach ja und nun zum eigentlichen Highlight. Als ich dann noch Basti und Franzi in der Stadt begegnet bin und wir kurz geqatscht haben wurde dieses Gespräch jedoch empfindlich gestört. Typisch Straßenmusikanten eben. Basti meinte schon so "ja der nervt schon die ganze Zeit." Naja, wir sind dann nochmal vorbeigelaufen, aber schon aus der Ferne kam mir eine der Gestalten zunehmend bekannt vor. ^^ Thehe, es war Flo, mein Chemie-LK Rumblödel Kumpel aus der ehemaligen Oberstufe. Hab ihn ewig nicht gesehen und mich dann demonstrativ vor ihn gestellt um dieses wundervolle Foto zu knipsen, was ihn natürlich sichtlich irritierte. Seine erste Reaktion ist dank meiner unheimlich langsamen Kamera leider nicht drauf, jedoch aber die Zweite ^^.

Da isser, der Typ mit seinem Schalmeiprügel ^^.
Vielleicht sieht man sich ja mal öfter wieder *g*.
GrinsendKreatives Leben, Dorfidylle und Kaffe und Kuchen...
Nun haben wir neben unseren recht konservativen Nachbarn und "Ureinwohnern" dieses Dorfes endlich mal einen kreativen Freigeist in naher Umgebung. So hat es sich eingebürgert das man sich nachbarschaftlich unter die Arme greift, wenn das Auto mal einen Motorschaden hat *g* oder der Nachbar einfach mal einen Kuchen backt und man beim Verzehr gebraucht wird.
Find ich echt prima, denn mit meinen eigentlichen Nachbarn habe ich nicht wirklich was zu tun, als vielleicht ein knappes, schnell verstummendes "Hallo", wenn man Ihnen zufällig auf der Straße begegnet.
Hier gabs noch nie so ein komunales Denken. Das Dorf die Einheit ^^ oderso. Schade eigentlich, aber naja. Man kann sich seine Nachbarn ja nicht aussuchen.
Ansonsten nichts neues im Westen ^^.
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