Niewieder Latein!

Nicht, dass ich das Fach gehasst habe, im Gegenteil, aber trotzdem: Geniales Gefühl! Heute: 3 Stündige Schularbeit. Ich hatte extreme Angst gehabt. Aber ich sage mal mit gutem Recht: Das ist die leichteste Lateinschularbeit in den vier Jahren gewesen! Ich bin mir sicher, dass das schlimmsten Falls eine 2 ist und das macht mich dann noch glücklicher! Und außerdem hatte der Lehrer schon am Anfang vom Schuljahr gemeint: "Sobald die letzte Schularbeit geschrieben ist, muss der Teil der Klasse, der nicht in Latein maturiert, ja nicht auf die Idee kommen, mich im Unterricht nochmal zu nerven. Sprich: Ihr bleibt gleich Zuhause!" Morgen noch Schularbeit abholen, dann Ferien, dann noch ein Mal in den Unterricht wegen eines Referates sitzen und dann aus. Fertig. Das erste Fach, das ich getrost abschieben kann. Ich bin so glücklich! Ich wollte heute schon feiern gehen, aber irgendwie müssen die meisten aus meiner Klasse noch ein Spezialgebiet auf morgen schreiben. -g- Und mit Freunden feiern, die das gleiche befreiende Gefühl gerade nicht erleben, ist das nur halb so schön. :) Dann freu ich mich eben auf die letzte Schularbeit in diesem Jahr. Da gibt's dann ein großes "8i-Outdooring"!

 So geil!

 
Current mood: Grinsend

Arbeit fertig geschrieben

Nach unzähligen Stunden Recherchen, Vorbereitungen für Interview, durchgeführte Interviews, diese transkribiert und noch Notizen in eine verschriftlichte Form gebracht. Nach unzähligen Stunden der Korrektur, Verschönerung, Formatierung und Erweiterungen. Nach unzähligen Stunden des Verzweifelns und der Nerven verlieren. Nach unzähligen Tassen Kaffee und Nächte, die erst um 4:00 Uhr morgens endeten, obwohl am nächsten Tag die Schulbank auf mich gewartet hat ... 65 Seiten. Fertig. Abgegeben. Jetzt ist alles aus meiner Hand, jetzt kann ich nur noch warten und ich habe Angst. Und das schlimme ist: Ich weiß, ich werde mit keinem Befriedigend zufrieden sein. :/ Wahrscheinlich seufze ich auch auf, wenn ich in ein oder zwei Monaten den Brief öffne und ein "Gut" dort stehen habe. Ich will ein "Sehr gut". Zu ehrgeizig ... ich sollte dringend daran etwas ändern. Ich hoffe, dass es wenigstens ein "Gut" wird. Ich hoffe es so sehr ... Und wenn es ein "Nicht genügend" ist, kann ich zum Abi nicht antreten.
 
  • »Permalink
  • 1 Kommentare(0)
  • Eintrag versenden
  • von:Johanna

Abiball

o1.o2.2oo8 - Maturaball <3
 
Ach herrje. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schön der Abend war. Es war sooo toll. Zwar kein Katerfrühstück gehabt, aber war trotzdem super. Einzelne Punkte:
  • Lateinlehrer musste mich nach meiner Aufforderung auf einen Tequila einladen
  • Meine Tanzpartner waren sehr spendabel
  • Die Mitternachtseinlage (ich habe mitgewirkt) ist ein voller Erfolg gewesen
  • Klassenkolleg von meiner Schwester wurde von mir auf der Tanzfläche ausgezogen (die Hose blieb an)
  • Es hat keine Alkoholleichen in meiner Klasse gegeben
  • Der Shuttlebus war komplett voll, wir sind mit Taxi (60 €) nach hause
  • Haben Katerfrühstück, das nur privat organisiert worden ist, ausgelassen
  • Um 5:20 ins Bett gefallen, um 8:00 Uhr von Bauarbeiter geweckt
 
  • »Permalink
  • 2 Kommentare(0)
  • Eintrag versenden
  • von:Johanna

Morgenstund' hat Gold im Mund!

Zumindest, wenn die Sonne schon scheint, was sie momentan eindeutig nicht macht. Seit drei Stunden versuche ich Gesagtes in Deutsch zu verfassen. Sprich, das Interview, das ich zuerst Wort für Wort auf Blatt gebracht habe, weil es mir so einfacher erschien, musste nun auch noch in ein halbwegs angenehmes Deutsch verfasst werden. Ich glaube nicht einmal annähernd, dass mir das halbwegs gelungen ist. Ist mir bei den zwei Vorläufern auch nicht. Es ist viel zu schwierig Mündliches in Schriftliches zu verfassen, wenn man mich fragt. Und dann auch noch, wenn Dialektwörter hineinkommen, die sich minimal vom Hochdeutsch unterscheiden und zu solch einer Uhrzeit als richtig angesehen werden.

Geschrieben ist geschrieben und ich bin dankbar. Nur noch das Resümee.

 

Vorwort

Aije ... Jetzt noch n'Vorwort für meine Arbeit schreiben. Ich dachte, das schwierigste wäre, über 25 Seiten zu kommen, doch das war leicht zu schaffen. Nur noch das eine Interview transkribieren, ein Vorwort, eine Einleitung und ein Resümee auf Englisch. Yes ... und ich will's nach dieser Reihenfolge machen. Denn schließlich muss ich vom Vorwort auf die Einleitung leiten und damit zur Arbeit und anhand der Arbeit ein Resümee verfassen. Ich zitiere meine Betreungslehrerin: "Ja, das Vorwort sollte persönlich sein. Du sollst als Johanna da sein und nicht nur als die Verfasserin dieser Arbeit. Natürlich musst Du selbst wissen, wie weit Du mit diesem Thema verbunden bist - auch wenn es gut ist, weil Du damit direkt in Verbindung stehst." Ha, DAS ist das Problem. Ich stehe damit direkt in Verbindung. Und dann war das unsere Schulpsychologin und versteht da mein Problem nicht. -.-'

Wie fängt man so etwas überhaupt an?


In den meisten Filmen und Büchern stehen irgendwelche Beziehungen im Vordergrund. Wenn es sich nicht um eine Liebesbeziehung handelt, oder um beste Freundschaft, so nimmt der Autor gerne einmal die Familie zur Hand. Will dieser dann auch nicht die Eltern einbeziehen, so bleiben nur noch die Geschwister übrig. Und egal, wie sehr sich der Autor bemüht, eines sticht immer heraus: Gleichgültig, wie sehr sich die Geschwister hassen, ihre nahe, enge Beziehung ist deutlich herauszulesen und im gesamten Text, im gesamten Film zu spüren. Eine Geschwisterbeziehung dauert ein Leben lang. Dies sagt schon aus, wie wichtig die Geschwisterbeziehung für die Kinder ist. Und wie sieht eine Geschwisterbeziehung unter einer besonderen Situation aus? Was ist, wenn eines der Kinder behindert ist?

Meine um zwei Jahre ältere Schwester sitzt im Rollstuhl und leidet unter DMD. Unsere Beziehung wurde von dieser Krankheit sicherlich beeinflusst, auch wenn ich nicht behaupten mag, dass es negativ ist. Die Krankheit hat mir gezeigt, was Leben wirklich heißt. Natürlich war es mir im Kleinkindalter noch nicht bewusst. Sie war meine Schwester, was gab es da großartig zu diskutieren? Ich weiß nicht einmal mehr, wie alt ich war, als ich zum ersten Mal realisierte: Sie ist anders. War es schon bevor sie auf die Schienen angewiesen war, damit sie noch laufen konnte? Oder erst, als sie im Rollstuhl saß? War ich so gescheit und hab es schon früher bemerkt? Doch im Grunde genommen ist solch eine Frage unwichtig. Es verdeutlicht nur, dass die Behinderung eine Beziehung nicht unbedingt einschränken muss - vor allem dann nicht, wenn man damit aufwächst.

Es gab für mich nie einen Unterschied. Meine Eltern haben uns gleich behandelt. Natürlich war mir das Schlagen irgendwann nicht mehr erlaubt. Ich konnte nie mit ihr rangeln, unsere Streitereien liefen auf verbaler Ebene und gaben mir oft nicht die Befriedigung, die ich gebraucht hätte. Ich glaube nicht, dass ich damals wirklich verstehen konnte, warum. Ich wusste, dass sie sich nicht so gut wehren konnte wie ich, aber sie hatte ihre Mittel. Sie hatte keinen kräftigen Faustschlag, dafür konnte sie umso gemeiner Zwicken und damit auch blaue Flecken hinterlassen. (Geheim habe ich dann trotzdem noch oft noch geschlagen, bis ich selber merkte, dass es einfach nur noch unfair war.)

Vielleicht, weil ich gerade ein so genanntes Geschwisterkind bin, ist es seltsam sich vorzustellen, warum ich mich für dieses Thema entschieden habe. Aber dieser direkte Zugang hat mir geholfen, auch einmal andere Sichtweisen zu sehen. Als Geschwisterkind fühlt man sich manchmal doch oft alleine. Man lebt in einer besonderen Familiensituation und kann sich gar nicht vorstellen, dass es da noch andere Kinder gibt, die genau das selbe erleben. Ich kannte nur meine Situation, konnte beurteilen, wie es mir geht und konnte nie klagen. Umso mehr interessierte und interessiert es mich, wie es anderen Kindern / Jugendlichen / junge Erwachsenen dabei geht.  Buchtitel wie "Kinder im Schatten"; "... und um mich kümmert sich keiner."  irritierten mich am Anfang, doch ergaben auch einen Sinn. Und doch fragte ich mich, noch ehe ich die Bücher gelesen habe, ob sie schon auch die positiven Seiten heraus filtern. Und ja, sie tun es.

Ich merke es an mir selber: Ich übernehme Verantwortung und scheue mich nicht davor. Ich kann selbstständig sein (auch wenn ich ab und an gerne auf andere angewiesen bin). Ich habe eine klare Meinung über Toleranz und Integration. Und ich weiß, was es bedeutet, auf einen anderen Menschen Rücksicht zu nehmen. Das alles sind Aspekte, die ein anderes Kind vielleicht erst in fortgeschrittenen Entwicklung lernt.

Unsicher ... ah. Ich hasse meine Lehrerin. -.- Die sieht nicht, dass das genauso ein Verrat an meine Familie sein kann, auch wenn jetzt eh nur das Positive dort steht. Die erwartet doch nicht ehrlich, dass ich unsere Familienprobleme öffentlich zur Schau stelle? 

 
Currently playing:Hakuna Matata
Current mood: Skeptisch

  • »Permalink
  • 5 Kommentare(0)
  • Eintrag versenden
  • von:Johanna
Über mich
Jetzt tu ich was ich will,
jetzt will ich was ich fühl. Und
ich fühl den Hunger nach Glück
und den Durst auf das Leben.
Ich will Musik, ich will tanzen
und schweben!

Schrankenlos frei wie ein Engel,
der durch Wolken fliegt. Schwerelos
leicht wie das Licht, das sich
im Wasser wiegt.

Die Versuchung will,
ich soll ihr ganz gehör'n.
Und sollte sie mich auch ganz
zerstör'n, ich kann mich
sowieso nicht wehren!

~ Michael Kunze <3
Mehr über mich
Stichwörter
21Publish - Cooperative Publishing

guenstige buecher
Konzerttickets
Online Hotelbuchung
Notebook Schutzfolien
Abnehmen mit S??ttigung