Pff!

Ich fühl mich wie der ... lächerlichste, erbärmlichste, idiotischste Mensch auf dieser Welt. Das schlimmste: ich kann's, will's, sollt's keinem Menschen erzählen und vielleicht einfach nur schlucken und denken: Typisch Du! Und irgendwann würde es dann gehen, wie immer. Nun, es ist ja an sich kein Problem Internetbekanntschaften bzw. -freundschaften zu haben. Früher, vor vier Jahren, war diese Freundschaft ziemlich eng, dann ging sie auseinander weil jeder sein eigenes Leben lebte, weniger online war und irgendwann war es dann ganz zunichte. Man riss sich trotzdem zusammen und hielt per Mail Kontakt. Ich find's auch nicht schlimm, dass da mal eine Schwärmerei da war, so eine kleine: ja, er ist so toll, lieb, nett, sieht gut aus, ist immer für mich da, lacht und weint mit mir, sorgt sich, etc. Was ich aber schlimm finde: man trifft sich zufällig online, schreibt 2 Stunden, verabredet sich, weil's so toll war für den nächsten Tag auch noch für 2 Stunden und dann fängt das ganze wieder an. Es gibt viele Erklärungen: ich habe schon Ewigkeiten nicht mehr geflirtet. Ich habe mir selbst einfach schon so einen Selbstschutz gebaut, dass es für ihn einfach nur Spaß ist, da ein wenig rumzunagen und wie sagt man so schön: der stete Tropfen hölt den Stein. Es ist einfach wieder der Wunsch, gemocht zu werden auf eine andere Art und Weise. Ich drehe komplett ab. Die letzte Lösung gefällt mir am besten, weil ich denke, sie ist die, die der Wahrheit entspricht. Eigentlich ist es ja ganz einfach: jetzt, wo ich vor Panik bezüglich Umzug, Uni, & allgemein neuem fast schon sterbe, es nicht mal schaffe, die Angstzustände mal irgendwie zu fassen zu kriegen, um sie mir selbst zu erklären, muss ich ja dankbar sein, wenn mich jemand so zum Lachen bringt, selbst wenn es nur geschriebene Worte sind - und wenn man mir dann auch noch das Gefühl gibt, toll zu sein, etwas besonderes ... wenn man mir schmeichelt und genau das trifft, was ich hören will, dann gibt's eben manchmal ... Und ich verstrick mich in Erklärungen, die keinesfalls wahr sind.
 
  • »Permalink
  • 2 Kommentare(0)
  • Eintrag versenden
  • von:Johanna

wolken od. film

Es ist momentan so, als berührt mich mein Leben nicht mehr. Ich fand es raus, als ich anfing ein Buch zu lesen. Normalerweise finde ich mich schnell ein, bin mit den Charakteren dabei und fühle mit ihnen oder gegen sie. Aber jetzt sind sie mir gleichgültig. Ja, es könnte nur am Buch lesen, aber seitdem finde ich, dass es fast überall ist. Ich geh arbeiten und es berührt mich nicht. Ich fühl mich weder gelangweilt, noch glücklich, noch genervt oder sonst was. Es ist einfach. Als ob sich Wolken über mich gelegt haben, oder ein dünner Film mich selbst umgibt, der mir die Sicht trübt. Mir wären die Wolken lieber, die sind in meiner Phantasie weich und geeignet um mir ein Bett zu machen.

Apropos Bett: wer zur Hölle empfindet schlafen langweilig? Ich muss mein Leben lang was langweiliges machen ... bäh. Ich hasse schlafen.

 

Ferienjob

Ich sag nicht, dass ich keinen Ferienjob will. Ich weiß, dass ich das Geld brauch, und ich weiß, dass sie gut zahlen. Aber können diese Menschen nicht einmal alles richtig machen? Nicht dass es schon im Mai hieß, man habe meine Unterlagen verschlampt, ich werde eine Zusage zugeschickt bekommen und werde dann erst am 4.8 anfangen können zu arbeiten (es war 1.7 geplant). Nein, jetzt, nach dem Abi, als ich endlich wieder Mal Zeit für etwas anderes als Lernen habe, renne ich der Personalabteilung schon ewig hinterher, weil ich meine Unterlagen immer noch nicht bekommen habe. Ich wollte nur eine schriftliche Absicherung! Ja, jetzt darf ich schon am 14.7 anfangen. Ich KANN sowas nicht. Ich muss mich fix auf etwas einstellen können. Aber entweder ich fang jetzt an oder erst gegen Ende August. Das kann ich noch weniger gebrauchen. Aber es macht mich fertig. Gut, ich bin ein Kontrollfreak, na und? Das geht immer gut, aber nicht dann, wenn andere Menschen ihre Arbeit nicht erledigen können. Wie können die zwei Mal meine Unterlagen verschlampen?! Das ist doch echt ... knurr! Und meine Sommerpläne sind auch dahin! Ahja, ich komme noch in eine komplett neue Abteilung, weil "meine" Abteilung schon voll ist. Aber das ich da schon zwei sehr gute Führungszeugnise bekommen habe ist egal. Jaja ... komm schon, langsam wird's mir zu blöd. -.-' Der Wunsch, mich dort von einem Stapler überfahren zu lassen, wird mit jedem Tag größer.
 

Angst

Ja, Abi & Abireise hinter mir, mit gutem Erfolg bestanden. Eigentlich sollte es mir besser gehen, keine Angstzustände mehr. Aber anscheinend gehören die mittlerweile schon so sehr zu meinem Leben, dass sie nicht verschwinden. Ich kann nicht mehr einschlafen vor Angst. Doch worum sich diese Angst genau dreht, weiß ich nicht. Ich denke, es ist sehr zwiegespalten. Einerseits die Tatsache, dass ich im Oktober ausziehe und studiere. Gut, das ist eine Teilangst. Ja, aber ich denke der Großteil ist die Angst vorm Arbeiten im August. Ich hasse diese Fabrik. Sie bringt Geld, viel Geld. Aber ich fühle mich dieses Jahr nicht in der Lage dort zu arbeiten. Zum Dritten Mal soll ich hin. Ich W.I.L.L. nicht und weiß nicht, wie ich das klarmachen soll. Ich sterbe jetzt schon daran, wenn ich denke, ich muss zwei Wochen um 4:45 aufstehen. Ich habe Einschlafprobleme, das geht dann wie letztes Jahr zu. Und davor hab ich auch Angst. Soll ich wieder Gefahr laufen von so einem dämlichen Stapler überfahren zu werden, weil ich zu müde bin um auf meine Beine zu achten? Ich W.I.L.L. da nicht hin. Andererseits will man im Leben doch so viel nicht und machen muss, sollte man es trotzdem. Nur ich weiß es nicht, wie ich es überstehen soll. Und ich weiß, dass man mich auslachen wird, wenn ich sage, ich habe Angst vorm Arbeiten und akzeptieren würde man es sowieso nicht. Wieso kann ich nicht einfach im Büro arbeiten? Dann hätte ich keine Probleme, wieder dort hin zu gehen ... aber die Leute, die einmal in der Produktion od. im Lager waren, sich dort anständig gehalten haben, werden nicht noch dafür belohnt und ins Büro gesteckt. Nope, die dürfen sich weiter die Arme am Karton aufschlitzen, sich mit dem Stanleymesser sonstwo verletzen und 8 Stunden ohne eine gescheite Klimeranlage immer dasselbe tun. Karton auf. Zeug rein. Wiegen. Karton zu. Auf Fließband. Fuck off.
 

"Wir müssen zusammenhalten!" Klirr. "Oops, 'tschuldige, dachte das wäre sowas wie: wer nicht will, wirft den ersten Stein. Sorry. Egoist."
 
Über mich
Jetzt tu ich was ich will,
jetzt will ich was ich fühl. Und
ich fühl den Hunger nach Glück
und den Durst auf das Leben.
Ich will Musik, ich will tanzen
und schweben!

Schrankenlos frei wie ein Engel,
der durch Wolken fliegt. Schwerelos
leicht wie das Licht, das sich
im Wasser wiegt.

Die Versuchung will,
ich soll ihr ganz gehör'n.
Und sollte sie mich auch ganz
zerstör'n, ich kann mich
sowieso nicht wehren!

~ Michael Kunze <3
Mehr über mich
Stichwörter
21Publish - Cooperative Publishing

guenstige buecher
Konzerttickets
Online Hotelbuchung
Notebook Schutzfolien