Manchmal sucht man einfach nach Anerkennung. Und in meinem Fall tue ich das schon seit ich denken kann. Zumindest glaube ich das. Momentan ist ja nur Lernen auf dem Tagesplan und ab und an RPGs. Aber für Freunde nehme ich mir eigentlich keine Zeit mehr. Das liegt aber auch an der momentanen Lethargie, was den Kontakt zu Menschen betrifft. Beziehungsweise: Kontakt, wenn ich kein Gesicht sehen muss, ist in Ordnung. Doch ich will niemanden sehen. Am liebsten würde ich den ganzen Tag Fernsehen, am Computer sitzen, Lesen ... Jetzt kommen aber regelmäßig Klassenkameradinnen, die zusammen mit mir Mathe lernen. Gerade auf diese Person, die heute kommt, habe ich aber keine Lust ... deswegen habe ich noch eine Dritte eingeladen. Aber diese muss früher gehen. Ich frage mich, ob ich eigentlich zu denen ja sage, weil ich irgendwie immer noch nach der Anerkennung bettle. Ich war nie ein Mädchen, das beliebt war, aber irgendwie war es doch immer ein tiefer Wunsch. Mittlerweile sehe ich meinem früheren Bestreben lächelnd hinterher. Gott sei Dank ist die Zeit vorbei. Ich kann mich auch noch gut an die Hänseleien erinnern und an meine Fausthiebe. Letzteres war immer lustig. Jetzt sind gute Noten etwas Positives. Früher war es das nicht. Dann war man ein Streber. Schade, dass ich mich davon wirklich runterkriegen hab lassen. Ich glaube, wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich auch jetzt noch einen Notendurchschnitt von 1,3. Jetzt ist er gesunken, wenn er auch nie schlechter als 1,8 war.
Und ich WILL diese Menschen jetzt nicht sehen ... schön wäre es, wenn ich lügen könnte: Sorry, bin krank.
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