Interview
Wegen meiner Arbeit über Geschwisterkinder musste ich mich noch mit einer Person unterhalten, die Seminare und Gruppenarbeiten mit jenen Kindern führt. Es war interessant, es war lustig, ich musste oft grinsen. Sie war nett und alles. Um 21:00 Uhr trafen wir uns am Montag. Zuerst musste sie den Kopfschütteln: "Eigentlich bin ich schon verrückt, um diese Uhrzeit noch aufzutauchen." Und ich musste ihr beikräftigen, dass sie Recht hatte. Trotzdem war ich einfach froh, dankbar und glücklich, dass sie sich dazu bereit erklärt hatte, mir ihre Erfahrungen zu berichten und allgemeine Auffälligkeiten zu erklären. Spannend war's, dass sie auch noch die Verfasserin der Diplomarbeit war, die ich sehr zu schätzen weiß und die mir für meine Arbeit enorm hilfreich war.
Eine Stunde lang hatte sie erzählt, hat eigentlich nur das verfeinert, umschrieben, was in ihrer Diplomarbeit stand. Doch es kommt viel besser, wenn ich ein direktes Gespräch mit ihr geführt habe, das noch hinten in meiner Arbeit angeführt werden wird. Ich weiß, dass sich eine bestimmte Person darüber freuen wird. Und am meisten freue ich mich, wenn ich ihr endlich meine fertige Arbeit schicken kann, die hoffentlich positiv benotet wird. Ich weiß, dass sich A. für das Thema interessiert und nur noch bangt, bis sie's in den Händen hält. Schade, dass wir keinen Kontakt haben. Aber spätestens, wenn ich auch in Wien studiere, wird sich das hoffentlich ändern. Ich freue mich einfach darauf, die Arbeit endlich abzuschließen und bin jenen Personen, die mich tatkräftig mit Interviews, mit Korrekturen, mit moralischen Unterstützungen geholfen haben, sehr dankbar.
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