Tanz der Vampire ~ Thomas Borchert ~ Berlin!
Ich weiß gar nicht wo anfangen. Es war einfach der hammer. Bis auf das, dass ich meine Digitalcam verloren habe. Aber ich rede mir ein, dass es nicht so schlimm ist. An meinem großen Tag hatte ich ja dann eine Wegwerfkamera dabei.
Schon der Hinflug war klasse. Bis auf dass, das ich um 3 Uhr morgens aufstehen musst eund eigentlich nur eine Stunde Schlaf hatte. Der Flug war genial. Berlin sah zwar etwas versifft aus - unsere Jugendherberge war etwas außerhalb des Rings - und es fehlte etwas der Flair, den ich mir erwartet habe, aber trotzdem: Im Inneren eine schöne Stadt. Kurfürstendamm. Am Dienstag gleich jemand kennen gelernt, der uns durch die Stadt geführt hat. Am nächsten Tag hat er uns dann auf alles, was wir wollten, eingeladen. Das war ein Besäufnis ... Ai ai, so betrunken war ich schon länger nicht mehr. Gerade in der Phase, wo noch alles passt, wo man sich einfach gut fühlt. War ein schöner, netter Abend. Schade, dass er sich dann nicht mehr gemeldet hat. Wir haben seine Nummer nicht. Ja, an diesem Tag habe ich sicherlich auch meine Digitalkamera verloren, aber egal.
Nächster Tag bestand aus shoppen und (!!!) Tanz der Vampire. Meine Bankomatkarte funktionierte komischerweise nicht, weshalb ich nichts eingekauft habe. Dafür meine Begleiterin umso mehr. Ich wollte mein Geld für das Merchandising im Theater aufbewahren. Der Tag war ganz nett, der Abend besser. Bis auf das, das ich kurz vor der Verzweiflung stand, als ich bemerkte, dass meine Digitalkamera wirklich weg ist. Aber deswegen bin ich in den Schlecker gerannt und habe mir eine Wegwerfkamera besorgt. So konnte ich mich dann auch nochmals fotografieren lassen und so. Muss ich jetzt mal noch entwickeln lassen, morgen oder dergleichen. Momentan versinke ich in die Melancholie, wenn ich zurückdenke. Ich kann's nicht glauben, dass es schon vorbei ist. Es war so genial. Das Musical. Thomas Borchert (auch wenn an diesem Tag, so meine Meinung, sehr steif in der Rolle gewesen) ... Die Texte ... Das Orchester ... Ich wünschte, ich könnte es nochmals sehen. Natürlich ist das nicht möglich. Ich kann mir eine Fahrt nach Berlin nicht nochmals leisten. Aber schön wäre es ... ich hoffe, sie hören nicht auf, ich hoffe, sie ziehen doch noch einmal nach Wien. Das Raimundtheater ist eh schöner als das Theater des Westens. Ich mag das Raimundtheater lieber. Ach Gottchen ... ich wünschte, ich könnte es nochmals sehen. Ich war in diesem Musical so oft vorm Weinen. Es war einfach genial. Meine Freundin musste mich halten, weil es mich einfach überrannte. Es war ein Wunsch, den ich mir schon immer erfüllen wollte. Einer, der einfach wahr werden musste. Und jetzt ist er wahr geworden und ich weiß nicht, wieso mich das nicht einfach glücklich machen kann. Ich hab's gesehen ... Musical in Concert in Wien und das Orginal in Berlin. Aber trotzdem habe ich nur den Gedanken: "Oh bitte, bitte, noch ein Mal!" Und weiß, dass es nie nochmals so schön sein kann. Entweder es wird geiler, oder schlechter. Je nachdem ... aber noch ein Mal. Und dann noch ein zweites, drittes, viertes ... etc. Ich will's auf DVD haben, will es tausend Mal sehen. Aije ... schrecklich. Es war genial. Es war echt genial. Jeden Cent, den ich zahlen musste, wert. (Das beinhaltet Flug, Unterkunft, Leben in Berlin und das Musical selber mit dem ganzen Merchandising - Poster, Gebiss, Schlüsselanhänger, Postkarten aller Darsteller, Programmheft, Libretto.) Noch ein Mal ...
Schöner Abend
Es gibt Tage, da hat man nicht wirklich Lust dazu auszugehen. Gestern hat mein Ex an mein Mitleid appeliert und ich bin zu ihm gekommen. Es war einfach nur schön. Ich habe es richtig vermisst, Leute so richtig fertig zu machen. Das hört sich jetzt böse an, aber wenn er und ich das machen (und dabei sind wir ein gutes Team) ist das einfach nur lustig. Er hat mich schlechthin als größte Sadistin der Welt hingestellt: Von wegen ich hätte seinen Finger gebrochen und dergleichen. Das alles nur, weil mir n'Kerl so auf die Nerven ging, dass es einfach sein musste, dass mein Fuß zwischen seinen Beinen landete. Im gleichen Moment tat es mir auch schon Leid, aber keiner, KEINER, macht mich blöd an. Ich mag sowas nicht. Ich hasse, VERACHTE, es. Und ja ... schlussendlich trag ich jetzt einen Bissabdruck von meinem Ex am Unterarm ... hoffentlich tut ihm die Rippe weh.
Und was jetzt schön an dem Abend war? Dass wir richtig viel Spaß hatten und uns wieder toll verstanden haben. Wir sind eben zu keiner Beziehung gemacht, aber zu einer sehr guten Freundschaft. Und das finde ich toll. <3

Fußballmatch, Bier & Sex
Aushilfe beim Fußballmatch. Zu 8. trugen wir Bier bzw. Glühwein aus, liefen durch die Tribünen und schrien, dass uns die Lungen drohten herauszuflutschen - immerhin ging es darum, die Fans zu übertönen, was manchmal ein Ding der Unmöglichgkeit gewesen war. Der Glühwein verkaufte sich, wie könnte es anders sein bei ca. 0 Grad? Aije, war lustig. Wir liefen zu zweit mit Bier durch die Tribüne und mit Sprüchen wie: "Komm schon, für dieses Lächeln!" ging es eigentlich ganz gut. Hatten mehr verkauft, als wir gedacht hatten. Auf jeden Fall geht das Geld, das wir einnehmen, an die Klasse. Zuerst wollten wir es für die Maturazeitung verwenden, aber dort haben wir mit den Sponsoren nun schon alles zusammen. Ich durfte beim Match leider kein Bier trinken - scheiß Autofahrer! - wir hätten alles gratis bekommen.
Und danach kamen noch um 21:30 zwei Klassenkolleginen vorbei. Um 00:10 noch ein Klassenkolleg. Und es wurde einfach bis 01:30 über Sex geredet. Gott, das war ein geiler Tag. -schmunzelt-
Vorwort
Aije ... Jetzt noch n'Vorwort für meine Arbeit schreiben. Ich dachte, das schwierigste wäre, über 25 Seiten zu kommen, doch das war leicht zu schaffen. Nur noch das eine Interview transkribieren, ein Vorwort, eine Einleitung und ein Resümee auf Englisch. Yes ... und ich will's nach dieser Reihenfolge machen. Denn schließlich muss ich vom Vorwort auf die Einleitung leiten und damit zur Arbeit und anhand der Arbeit ein Resümee verfassen. Ich zitiere meine Betreungslehrerin: "Ja, das Vorwort sollte persönlich sein. Du sollst als Johanna da sein und nicht nur als die Verfasserin dieser Arbeit. Natürlich musst Du selbst wissen, wie weit Du mit diesem Thema verbunden bist - auch wenn es gut ist, weil Du damit direkt in Verbindung stehst." Ha, DAS ist das Problem. Ich stehe damit direkt in Verbindung. Und dann war das unsere Schulpsychologin und versteht da mein Problem nicht. -.-'
Wie fängt man so etwas überhaupt an?
In den meisten Filmen und Büchern stehen irgendwelche Beziehungen im Vordergrund. Wenn es sich nicht um eine Liebesbeziehung handelt, oder um beste Freundschaft, so nimmt der Autor gerne einmal die Familie zur Hand. Will dieser dann auch nicht die Eltern einbeziehen, so bleiben nur noch die Geschwister übrig. Und egal, wie sehr sich der Autor bemüht, eines sticht immer heraus: Gleichgültig, wie sehr sich die Geschwister hassen, ihre nahe, enge Beziehung ist deutlich herauszulesen und im gesamten Text, im gesamten Film zu spüren. Eine Geschwisterbeziehung dauert ein Leben lang. Dies sagt schon aus, wie wichtig die Geschwisterbeziehung für die Kinder ist. Und wie sieht eine Geschwisterbeziehung unter einer besonderen Situation aus? Was ist, wenn eines der Kinder behindert ist?
Meine um zwei Jahre ältere Schwester sitzt im Rollstuhl und leidet unter DMD. Unsere Beziehung wurde von dieser Krankheit sicherlich beeinflusst, auch wenn ich nicht behaupten mag, dass es negativ ist. Die Krankheit hat mir gezeigt, was Leben wirklich heißt. Natürlich war es mir im Kleinkindalter noch nicht bewusst. Sie war meine Schwester, was gab es da großartig zu diskutieren? Ich weiß nicht einmal mehr, wie alt ich war, als ich zum ersten Mal realisierte: Sie ist anders. War es schon bevor sie auf die Schienen angewiesen war, damit sie noch laufen konnte? Oder erst, als sie im Rollstuhl saß? War ich so gescheit und hab es schon früher bemerkt? Doch im Grunde genommen ist solch eine Frage unwichtig. Es verdeutlicht nur, dass die Behinderung eine Beziehung nicht unbedingt einschränken muss - vor allem dann nicht, wenn man damit aufwächst.
Es gab für mich nie einen Unterschied. Meine Eltern haben uns gleich behandelt. Natürlich war mir das Schlagen irgendwann nicht mehr erlaubt. Ich konnte nie mit ihr rangeln, unsere Streitereien liefen auf verbaler Ebene und gaben mir oft nicht die Befriedigung, die ich gebraucht hätte. Ich glaube nicht, dass ich damals wirklich verstehen konnte, warum. Ich wusste, dass sie sich nicht so gut wehren konnte wie ich, aber sie hatte ihre Mittel. Sie hatte keinen kräftigen Faustschlag, dafür konnte sie umso gemeiner Zwicken und damit auch blaue Flecken hinterlassen. (Geheim habe ich dann trotzdem noch oft noch geschlagen, bis ich selber merkte, dass es einfach nur noch unfair war.)
Vielleicht, weil ich gerade ein so genanntes Geschwisterkind bin, ist es seltsam sich vorzustellen, warum ich mich für dieses Thema entschieden habe. Aber dieser direkte Zugang hat mir geholfen, auch einmal andere Sichtweisen zu sehen. Als Geschwisterkind fühlt man sich manchmal doch oft alleine. Man lebt in einer besonderen Familiensituation und kann sich gar nicht vorstellen, dass es da noch andere Kinder gibt, die genau das selbe erleben. Ich kannte nur meine Situation, konnte beurteilen, wie es mir geht und konnte nie klagen. Umso mehr interessierte und interessiert es mich, wie es anderen Kindern / Jugendlichen / junge Erwachsenen dabei geht. Buchtitel wie "Kinder im Schatten"; "... und um mich kümmert sich keiner." irritierten mich am Anfang, doch ergaben auch einen Sinn. Und doch fragte ich mich, noch ehe ich die Bücher gelesen habe, ob sie schon auch die positiven Seiten heraus filtern. Und ja, sie tun es.
Ich merke es an mir selber: Ich übernehme Verantwortung und scheue mich nicht davor. Ich kann selbstständig sein (auch wenn ich ab und an gerne auf andere angewiesen bin). Ich habe eine klare Meinung über Toleranz und Integration. Und ich weiß, was es bedeutet, auf einen anderen Menschen Rücksicht zu nehmen. Das alles sind Aspekte, die ein anderes Kind vielleicht erst in fortgeschrittenen Entwicklung lernt.
Unsicher ... ah. Ich hasse meine Lehrerin. -.- Die sieht nicht, dass das genauso ein Verrat an meine Familie sein kann, auch wenn jetzt eh nur das Positive dort steht. Die erwartet doch nicht ehrlich, dass ich unsere Familienprobleme öffentlich zur Schau stelle?
Current mood:
SkeptischAbiBall
Plagiat!
Und wenn hier jemand gern RPG't, dann soll er sich melden. -lacht- ... Ich glaube, wir wären froh, wenn das Lotgd was wird.
Interview
Wegen meiner Arbeit über Geschwisterkinder musste ich mich noch mit einer Person unterhalten, die Seminare und Gruppenarbeiten mit jenen Kindern führt. Es war interessant, es war lustig, ich musste oft grinsen. Sie war nett und alles. Um 21:00 Uhr trafen wir uns am Montag. Zuerst musste sie den Kopfschütteln: "Eigentlich bin ich schon verrückt, um diese Uhrzeit noch aufzutauchen." Und ich musste ihr beikräftigen, dass sie Recht hatte. Trotzdem war ich einfach froh, dankbar und glücklich, dass sie sich dazu bereit erklärt hatte, mir ihre Erfahrungen zu berichten und allgemeine Auffälligkeiten zu erklären. Spannend war's, dass sie auch noch die Verfasserin der Diplomarbeit war, die ich sehr zu schätzen weiß und die mir für meine Arbeit enorm hilfreich war.
Eine Stunde lang hatte sie erzählt, hat eigentlich nur das verfeinert, umschrieben, was in ihrer Diplomarbeit stand. Doch es kommt viel besser, wenn ich ein direktes Gespräch mit ihr geführt habe, das noch hinten in meiner Arbeit angeführt werden wird. Ich weiß, dass sich eine bestimmte Person darüber freuen wird. Und am meisten freue ich mich, wenn ich ihr endlich meine fertige Arbeit schicken kann, die hoffentlich positiv benotet wird. Ich weiß, dass sich A. für das Thema interessiert und nur noch bangt, bis sie's in den Händen hält. Schade, dass wir keinen Kontakt haben. Aber spätestens, wenn ich auch in Wien studiere, wird sich das hoffentlich ändern. Ich freue mich einfach darauf, die Arbeit endlich abzuschließen und bin jenen Personen, die mich tatkräftig mit Interviews, mit Korrekturen, mit moralischen Unterstützungen geholfen haben, sehr dankbar.
Irgendwo wird immer getanzt ~ Mozart! // Constance
dabei ging ich zuerst nach Haus.
Noch nicht mal zwölf.
Aufstehen ist ungesund!
Ich halt das grelle licht nicht aus.
O Gott, wer räumt dieses Chaos auf?
Kaum das man noch was finden kann.
Für eine Hausfrau hört die Arbeit niemals auf.
Am besten ich fang gar nicht erst an.
Denn da mein Mann ein Künstler ist
muss ich ihn inspirieren.
Und wenn es draußen dunkle wird
muss ich mich wieder amüsieren.
Irgendwo wird immer getanzt.
Und es wär doch zu Schad'
einen Spaß zu versäumen.
Ich leb' gern ich geb’ gern,
ich schweb' gern auf Träumen.
Mit Champagner im Blut
und einer Rose aus Papier
Im Haar!
Ich war schon als Kind sehr bescheiden,
ich hab mich nie nach vor gedrängt.
Ich wollte nie ins Rampenlicht.
Denn das Lernen und Üben das hätt' mich zu sehr angestrengt.
Und Anstrengung bekommt mir nicht.
Meine Mutter meinte
Ich lande mal im Armenhaus.
Darauf sagte ich ihr:
Das ist mir egal.
Vater prophezeite
Meine Zukunft sähe dunkel aus.
Ich sagte: Die Zukunft kann mich mal!
Meine Schwester behauptet
Ich sei wie sie,
ungewöhnlich begabt und gescheit.
Ich könnt auf Opernbühnen im Beifall steh'n,
doch dazu fehlt mir leider die Zeit.
Irgendwo wird immer getanzt.
Und es wär doch zu dumm
auf ein Glück zu verzichten.
Ich beb' gerne, schweb' gerne
Erleb' gern Geschichten.
Mit Champagner im Glas
und einer Rose aus Papier ...
Und sollte mein Mann,
was Gott verhüten mag,
eines Tages nicht mehr sein,
dann trauer' ich um ihn auf meine Art.
Glaub bloß nicht, dasss ich am Grab steh' und wein'.
Irgendwo wird immer getanzt.
Und es wär doch zu Schad'
einen Spaß zu versäumen.
Ich leb' gern, ich geb' gern,
ich schweb' gern auf Träumen.
Mit Champagner im Blut
und einer Rose aus Papier
im Haar!
Es wäre doch Schad'
einen Spaß zu versäumen.
Tanz der Vampire // Graf von Krolock ~ Einladung zum Ball
Guten Abend, hab vor mir keine Angst.
Ich bin der Engel, nach dem du verlangst.
Das Warten ist bald vorüber,
denn ich lade Dich ein.
Beim Ball des Jahres tanzen wir durch die Nacht,
bis Deine Sehnsucht eine Frau aus Dir macht.
Oder willst Du lieber, dass alles bleibt so wie es ist?
Glaubst Du, das wäre Dir genug?
Ich weiß genau, das wär Dir nie genug.
Willst Du lieber beten, bist Du grau und bitter bist?
Glaubst Du, das wäre Dir genug?
Ich weiß genau, das wär Dir nie genug.
Sie warnten Dich vor Sünde und Gefahr.
Aber Du hast immer schon geahnt,
dass ihre Sicherheit ein großer Schwindel war.
Es war alles gelogen, was man Dir versprach.
Jeder hat Dich betrogen, wenn er Dich bestach.
Doch ich geb Dir, was Dir fehlt:
Eine Reise auf den Flügeln der Nacht!
In die wahre Wirklichkeit,
in den Rausch der Dunkelheit.
Mach Dein Herz bereit.
Ich lad Dich ein zum Mitternachtsball!
Ich geb Dir was Dir fehlt:
Eine Reise auf den Flügeln der Nacht!
Um dem Alltag zu entfliehen,
in den Rausch der Fantasie.
Es ist bald so weit.
Ich lad Dich ein zum Mitternachtsball!
Musicals
Ich find's so amüsant. Alle meinen immer, ich bin voll "hardcore". Nichts übrig für "schöne" Musik. (Ja, definiert das einmal.) Und wenn ich ihnen dann meine Musicalsammlung zeige, dann lachen sie immer. Und das liebe ich. Sie können nicht verstehen, dass ich mich nicht mit der Musik identifizeiren muss. Ich liebe es Klavier zu spielen und damit meine ich Klassik. Ich liebe die Melodien von Beethoven, er war ein Künstler! Und genauso genieße ich es, jetzt einmal ein bisschen ins Jazz eingeführt zu werden, auch wenn ich mir den Rhythmus einfach nicht angewöhnen kann und sehr verzweifle. Doch es passt schon, wie es ist. Man muss sich ja auch einmal etwas anderes gönnen. Immer Klassik ist auch langweilig. Und die Poplieder, die mir angedreht werden, gehen mir auf die Nerven. Robbie Williams ~ Angels. Wäh ... kein Wunder, dass ich das Stück nicht kann, ich mag's ja nicht einmal. -lacht- Aber Queens ~ Angie, das ist irgendwie kuhl, auch wenn ich es trotzdem nicht üben will. Ich will Klassik. Ich will etwas, was mich aus dieser Welt hinausbringt, mich irgendwo hineinleben lässt! Da soll mir der Lehrer mal lieber seine komponierten Lieder vorsetzen, würd' mich mal interessieren, was der da so zusammenbastelt, hat mir noch nichts vorgestellt. Schade eigentlich, ich glaube, er ist ziemlich gut. Tut mir auch Leid, dass er davon nicht leben kann und Unterricht geben muss. Aber so ist das Leben. Musik ist ein brotloses Genre.
Nun, ich weiß nur, dass ich ständig meine Flugtickets nach Berlin ansehe. Ich glaub's einfach nicht, dass ich am 25.12.o7 in Berlin stehen werde. Ich werde es in Weihnachtsrausch sehen und ich wollte doch schon immer einmal eine Hauptstadt, eine große Stadt, zu Weihnachten betrachten. Doch natürlich ist das wichtigste der Termin am 27.12.o7 ... Endlich, endlich ist es mir möglich Tanz der Vampire in der Vollfassung zu sehen. -seufzt- Thomas Borchert, ein Künstler für sich. Habe ihn schon in der Rolle des Grafen von Krolocks gesehen; damals, in Wien, als das 1o jährige Jubiläum gefeiert wurde. Leider wurde da nicht das ganze Musical aufgeführt. Musical in Concert war es. Wusste damals nicht, was es bedeutet, nun schon. Auf jeden Fall hat dies dazu beigetragen, dass ich das Musical noch mehr liebe. Es fährt mir unter die Haut. Ich liebe die Melodien, ich liebe die Stimmen, ich liebe die Texte, ich liebe die Darstellung. Ich liebe sogar den Film davon, auch wenn der ganz anders als das Musical rüberkommt. Doch das zählt nicht. Es geht um die Geschichte. Es geht darum, dass es einfach eine Parodie auf den Vampirwahn ist. Okay, ich bin selber so ein Vampirfanatiker, aber gerade deswegen ist es doch interessant. Und mir egal, ob das Musical nicht wie eine Parodie erscheint. Nein, ganz im Gegenteil. Ich wünscht', ich könnt' am Ende dann Thomas Borchert sehen ... doch wie stellt man sowas an? Gar nicht, weiß ich auch. Trotzdem, vielleicht ist es mir ja vergönnt? Ich würde mich schlagen, hätte ich es nicht einmal gewagt.
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