~
Ich schaffe es immer wieder. Ich starte einen Webblog und irgendwann fällt mir ein, dass ich noch einen habe, den ich einmal geführt habe. Ich habe alles gelöscht, doch dieses mal verzichte ich, weiterzuziehen. Ich behalte den Namen Socordia. Ich behalte ihn, weil ich sorglos bleiben möchte in einem Lebensabschnitt, der mir momentan viel Kraft kostet, der mir Gedanken schickt, die ich nicht hören will. Ja, Sorglosigkeit. Die Ironie in meinem momentanen Leben, denn so ist es nicht.
Ich mache mir Sorgen um alles. Über meine naheliegende Zukunft, wie über die, die noch in der Ferne liegt und doch schon so nahe ist, dass ich ihr Rufen hören kann. Und mit jedem "Komm", das sie schreit, jagt sie mir einen Schauer über den Rücken und lässt meine Nackenhaare aufstehen. Die Matura (das Abitur) naht. Das Anmeldeformular wurde nun ausgeteilt und es macht mir Angst, jenes auszufüllen. Am o5.o5.2oo7 werden meine schriftlichen Prüfungen beginnen und ab o9.o6.2oo7 beginnen die mündlichen Prüfungen, auch wenn ich noch nicht weiß, welche Juniwoche meine Klasse zugeteilt bekommt. Und auch wenn dies alles noch ein gutes halbes Jahr von mir entfernt ist, lässt es mich erzittern. Es klemmt mich ein und lässt mich nicht los. Ich nehme mir Freizeit, um nach Luft zu schnappen und mir einen Freiraum zu verschaffen. Ich lese, um meine Gedanken abzulenken und finde mich wieder im Mai. Es ist ein Teufelskreis; und er wird immer enger.
Ich werde mir die Zeit wieder vertreiben, indem ich diesen Webblog gestalte. Es wird mir helfen, da bin ich sicher. Ich muss wieder schreiben; sogar eine Geschichte entsteht wieder. Das wird wohl mein abendliches Ritual, damit ich wieder einen angenehmen Schlafrhythmus bekomme.
Kommentare: 2
: 0
Ich finde die Idee ziemlich gut.
Bei mir dauert der Abistress noch ein bisschen aber nächstes Jahr um diese Zeit werde ich mich wohl ähnlich fühlen.
Schreiben ist gut. Es befreit den Kopf einfach.
Und Angst vor der Zukunft hat jeder wohl... und irgendwie klappt das schon. Ganz sicher.
Liebe Grüße
Ich erinnere mich noch an Dich, auch wenn ich lange überlegen musste.
Ja, Angst vor der Zukunft hat jeder wohl, doch ich wünscht', ich hät' sie nicht. ;) Doch daran kann ich nichts ändern. Ich kann nur hoffen, bangen, dass die Angst vorbeigeht. Mehr will ich schon gar nicht. Wenn die Angst weg ist, so denke ich, kann ich auch mit einer anderen Motivation an meine Arbeiten gehen.
Denn momentan werden jene nur liebelos gemacht, aus Angst, zu versagen.